02 März 2018

2. März, 2018


Doppelte Premiere bei der Wahl zum #NBACHEF Spieler des Monats Februar. Für LeBron James von den Cleveland Cavaliers ist es selbstverständlich kein Debüt – der König von Cleveland hat sechs der letzten zehn Votings der Eastern Conference für sich entschieden, nun aber erstmals mit voller Punktzahl. Im Westen gibt sich tatsächlich zum allerersten Mal Anthony Davis von den New Orleans Pelicans die Ehre.

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick

LeBron James
(Cleveland Cavaliers)

Stats Februar:
27,0 PPG | 10,5 RPG | 10,5 APG | 0,4 BPG | 1,0 SPG | 54,6% FG | 70,4% FT in 10 gm.

Highlights u. a.:
37 Pts, 10 Reb, 15 Ass, 16-22 FG beim Sieg über die Timberwolves [7.2.]
22 Pts, 12 Reb, 19 Ass, beim Sieg über die Hawks [9.2.]
37 Pts, 8 Reb, 8 Ass, beim Sieg über die Thunder [13.2.]

Der Februar war ein aufregender Monat für die Cavaliers. Die Truppe von Head Coach Tyronn Lue stolperte von einer saftigen Abreibung in die nächste, interne Streitereien gerieten nach außen und erste Abgesänge auf den zuletzt dreifachen Finalisten wurden angestimmt. Infolgedessen tauschte die sportliche Führung zur Trade Deadline zweieinhalb Monate vor Beginn der Playoffs den halben Kader aus und verstärkte sich mit George Hill, Rodney Hood, Jordan Clarkson und Larry Nance Jr.

Von alledem gänzlich unbeeindruckt: LeBron James, der auch im fortgeschrittenen Alter – im Dezember feierte er seinen 33. Geburtstag – keine Kompromisse eingeht und sogar eher besser als schlechter wird. Im Februar legte er wie selbstverständlich im Schnitt ein Triple Double auf, knackte historische Rekorde und war wenig überraschend hauptverantwortlich dafür, dass die neuen Kavaliere nach der Deadline sechs der acht Partien des restlichen Monats gewannen.

Angesichts dessen, dass James in der Postseason stets noch einen drauf zu setzen pflegt und die eher mäßige Siegesbilanz der Regular Season schon im Vorjahr letztlich irrelevant war, bleiben die Cavaliers in der Eastern Conference das „Team to beat“, solange LeBron ihr Trikot trägt.

Diese Dominanz macht sich auch im Voting zum Spieler des Monats bemerkbar. Nicht eine einzige Stimme entfällt auf einen anderen Spieler, LeBron erhält die vollen 100% der Redaktion – vor ihm gelang das nur Kevin Durant, Stephen Curry und James Harden.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
30-8-8. So ziemlich das, was wir erwarten, wenn im Boxscore der Name LeBron James auftaucht. Multipliziert dies mit 1 000 und zack: ein exklusiver Club. Nur der King hat in seiner Karriere 30 000 Punkte, 8 000 Rebounds und 8 000 Assists gesammelt. Keine weiteren Fragen. Obwohl, doch! „The Little Emperor“ ist laut basketball-reference ein Spitzname von James. Kann das jemand verifizieren? (Torben Siemer)

Die Cavs haben zur Trade Deadline ihren halben Kader ausgetauscht und agieren damit recht erfolgreich. Kein Wunder, denn die einzige Konstante, die Cleveland braucht, ist King James. Den Spitzenplatz in der regulären Saison werden die Cavaliers nicht mehr erreichen. In den Playoffs wird trotzdem niemand gegen sie spielen wollen wegen Urgewalt James. (Gerrit Lagenstein)



Anthony Davis
(New Orleans Pelicans)

Stats Februar:
35,0 PPG | 13,0 RPG | 1,5 APG | 2,2 BPG | 2,5 SPG | 50,7% FG | 83,2% FT in 11 gm.

Highlights u. a.:
44 Pts, 17 Reb, 3 Blk, 6 Stl, beim Sieg über die Nets [10.2.]
45 Pts, 17 Reb, 5 Blk, 5 Stl, beim Sieg über die Heat [23.2.]
53 Pts, 18 Reb, 5 Blk, beim Sieg über die Suns [26.2.]

Auch im Basketball gilt: Helden werden nicht geboren, sondern gemacht. Bestes Beispiel ist der letztjährige MVP Russell Westbrook, der ein (mit viel gutem Willen) mittelmäßiges Team auf geradezu heroische Weise in die Playoffs führte und dabei in der ganzen Saison ein nicht für möglich gehaltenes Triple Double im Schnitt auflegte.

An diesen Heldentaten muss sich Anthony Davis ein Beispiel genommen haben, denn seit der schweren Verletzung seines kongenialen Frontcourt-Partners DeMarcus Cousins ist der erste Pick des 2012 Drafts in einer qualitativ nicht einmal mäßig besetzten Mannschaft mehr oder minder auf sich allein gestellt.

Davis' Antwort auf diese komplizierte Situation: Im Februar legte er zwei Mal über 30 Punkte, vier Mal über 40 Punkte und kurz vor Monatsende sogar 53 Punkte auf. Im Schnitt 35 Punkte und 13 Rebounds zeugen von bemerkenswerter Dominanz, zusammen mit je zwei Blocks und zwei Steals pro Abend nehmen die Leistungen des 24-Jährigen geradezu Olajuwon'esque Ausmaße an.

Die Pelicans stecken mitten im Playoff-Rennen und wollen mit aller Macht zum ersten Mal seit 2015 sowie erst zum zweiten Mal in diesem Jahrzehnt Postseason-Basketball nach Louisiana bringen. Dieses Ziel steht und fällt mit Anthony Davis.

Die #NBACHEF-Redaktion belohnt die Ausnahmeleistungen des fünffachen All-Stars mit seiner ersten Ehrung zum Spieler des Monats. 66% der Stimmen gehen an Davis, die restlichen Prozente und damit ein guter zweiter Platz an James Harden von den Houston Rockets, der sich immerhin über einen perfekten Monat (12-0 Siege) freuen darf.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:
38, 38, 42, 44, 45, 53. Das sind keine schlecht gezogenen Lottozahlen. Sondern die Punkte, die Davis in sechs der elf Februar-Spiele aufgelegt hat. Der Mann mit der Monobraue hat die Pelicans in den letzten Wochen nahezu eigenhändig auf Playoff-Kurs zurückgebracht und New Orleans segelt auf einer sechs Spiele andauernden Siegesserie in den März. (Torben Siemer)

Ohne DeMarcus Cousins werden die Pelicans einbrechen. Das hat vielleicht nicht jeder NBA-Fan zwischen New York und Los Angeles gesagt, aber ganz bestimmt gedacht. Pustekuchen. Angeführt von Anthony Davis haben die Pels in den März hinein die letzten sieben Spiele in Folge gewonnen. In der Western Conference winkt Platz drei. Hält die Braue dieses lächerliche gute Niveau, wird er nicht nur bei der Wahl des Spieler des Monats eine gewichtige Rolle spielen, sondern auch bei den NBA Awards im Juni. (Gerrit Lagenstein)



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