07 März 2018

7. März, 2018


Der Playoff Push ist in vollem Gange: Nur noch etwas über einen Monat dauert die Regular Season der NBA. Im Osten wie im Westen ist das Rennen um die letzten Plätze offen. Multiple Gründe sprechen für die verbliebenen Bewerber, daher beleuchtet der #NBACHEFSQUAD die Kandidaten und nennt jeweils acht Argumente für die einzelnen Teams... inklusive garantiert unerschütterlicher Prognose.

von NBACHEFSQUAD



Utah Jazz (34-30)
Jan Husmann @JanOnOne

#1 – Rudy Gobert ist einer der dominantesten Verteidiger der Liga. Mit seinen 2,3 Blocks pro Spiel liegt er ligaweit auf Rang zwei hinter Kristaps Porzingis. Dazu kann er seine Position im Post gegen jeden Center der Welt halten, ist ein hervorragender Rebounder und seine Präsenz allein hält viele Spieler ab, überhaupt zum Korb zu gehen.

#2 – Donovan Mitchell hat die Chance der Rookie of the Year zu werden. Er führt alle Rookies in Punkten pro Spiel an und ist jetzt schon die Nummer-eins-Option in der Jazz Offensive.

#3 – Quin Snyder ist einer der talentiertesten Coaches in der NBA und ist in der Debatte um die Coach of the Year Auszeichnung. Seine Leistung zeigt sich in der Entwicklung Rudy Goberts, der Kompensation des Hayward Abgangs und der Freisetzung von Donovan Mitchells Talenten.

#4 – Die Jazz sind die Feel-Good-Story der Saison. Der All-Star Forward verlässt den kleinen Markt in der hart umkämpften Western Conference. Alle Zeichen deuten auf einen langwierigen Wiederaufbau hin. Doch der Rookie, für den man am Draft-Tag traden musste, hat eine historische Saison und trägt sein Team bis in die Playoffs. Diese Geschichte braucht ihr Happy End.

#5 – Ricky Rubio ist zurück. In der Saison 2011-12 kam der Spanier als Rookie in die USA und wirkte wie ein zukünftiger Superstar. Nach Jahren in Minnesota mit überschaubarem Erfolg bekam Rubio nun eine erneute Chance in Utah. Erstmals trifft Rubio mehr als einen Dreier pro Partie, er hat die höchste Wurfqoute seiner Karriere, sowie einen Karrierebestwert in Punkten pro Spiel. Dass er in seiner Karriere höchstwahrscheinlich kein All-Star mehr wird ist zu verkraften, aber die Jazz haben einen guten Point Guard für einen geringen Preis bekommen.

#6 – Multi-Kulti-Jazz. Das konservative Utah ist nicht unbedingt für seine kulturelle Vielfalt bekannt, doch das Basketball-Team zeigt, wie es geht. 14 Spieler aus sieben Ländern und drei Kontinenten. Und die Aufstellung aus Ricky Rubio (Spanien), Donovan Mitchell (USA), Joe Ingles (Australien), Jonas Jerebko (Schweden) und Rudy Gobert (Frankreich) hat ein Net Rating von +4,9.


#7 – Bei den vielen neuen Trikots, die in dieser Saison aufgrund des Wechsels der NBA zu Nike vorgestellt wurden, gehören die Jazz-City-Uniforms ohne Frage zu den besten. Alleine aufgrund dieser Trikots sollten die Jazz in den Playoffs gesetzt sein.

#8 – Seit der zweiten Rückkehr von Rudy Gobert am 19. Januar haben die Jazz das beste Defensivrating (100,1) und das viertbeste Netrating (+7,8) laut stats.nba.com. Sollten die Jazz diese Verfassung bis in die Playoffs fortsetzen können, werden auch die besten Teams der Liga Probleme mit Snyders Mannen bekommen.

Projections:
3. Thunder, 4. Spurs, 5. Trail Blazers, 6. Timberwolves, 7. Nuggets, 8. Jazz, 9. Pelicans, 10. Clippers



L.A. Clippers (34-29)
Daniel Schlechtriem @W14Pick

#1 – Der Abgang von Franchise Player Chris Paul, der Trade von Blake Griffin, die vielen Verletzungen der Schlüsselspielern... wie oft wurden die Clippers in dieser Saison schon abgeschrieben? Sehr oft – und doch stehen sie mitten im Rennen, nah dran an den Nuggets, Thunder, Timberwolves und neuerdings sogar Spurs. Totgesagte leben länger und erkämpfen sich mit dieser Attitüde unterm Strich einen Platz unter den besten Acht.

#2 – Den besten Spieler mitten in der Saison zu traden lässt sich in der Regel in der laufenden Spielzeit nicht kompensieren. Die Clippers bilden hier die Ausnahme und haben ohne Blake die ersten acht von zwölf gewonnen, stehen prozentual nach dem Trade besser da – auch weil sich Tobias Harris (18,7 PPG und 42% von der Dreierlinie im Februar) und Boban Marjanović (18 Punkte, sechs Rebounds beim Sieg über die Nuggets) gut eingefügt haben.

#3 – Lou Williams ist auf dem besten Wege, sich ein weiteres Mal zum 6th Man of the Year zu krönen. Die Mikrowelle läuft regelmäßig heiß (23,2 PPG) und hat sich langfristig an die Clippers gebunden. Dieses gegenseitige Vertrauen zahlt sich weiter aus.


#4 – Das DeAndre-Drama ist geklärt, der Center wird die Saison bei den Clippers beenden. Die Unruhe vor der Trade Deadline weicht dem geballten Willen, den siebten Playoff-Einzug in Folge klar zu machen. Dass DeAndres Vertrag diesen oder nächsten Sommer (Player Option) ausläuft, wirkt sich ebenfalls nicht negativ auf seine Arbeitseinstellung aus – seit dem All-Star Break legt er solide 12 und 15 auf.

#5 – Die Clippers stellen eine Top-10 Offensive – obwohl sie in Griffin ihren Fixpunkt abgegeben haben und in Danilo Gallinari eine wichtige Stütze häufig fehlt. Die Defensive ist nur durchschnittlich, erhält jedoch im Verlauf des Playoff Pushs mit der Rückkehr Avery Bradleys tatkräftige Unterstützung.

#6 – Youngster wie Montrezl Harrell (13,2 PPG im Februar) und Tyrone Wallace (12,1 PPG im Januar) springen abwechselnd in die Bresche. Die Clippers haben zwar keinen All-Star mehr, dafür endlich Tiefe.

#7 – Direkte Duelle gegen die Pelicans, Thunder, Blazers (2x), Wolves, Spurs, Jazz und Nuggets stehen noch bevor. L.A. kann gegen die Konkurrenten Statements setzen und hat alles in der eigenen Hand. Fünf dieser Partien finden im heimischen Staples Center statt, wo die Clippers bei 18-14 stehen.

#8 – Geballte Erfahrung an der Seitenlinie und auf dem Feld: Unter Doc Rivers (Coach seit 2013) haben die Clippers nie die Playoffs verpasst, DeAndre Jordan, Danilo Gallinari, Lou Williams und Milos Teodosić in ihrer Karriere schon unzählige entscheidende Spiele bestritten. Auf der Zielgeraden verliert L.A. nicht die Nerven.

Projections:
3. Trail Blazers, 4. Spurs, 5. Timberwolves, 6. Pelicans, 7. Thunder, 8. Clippers, 9. Nuggets, 10. Jazz



Denver Nuggets (35-29)
Stefan Dupick @hoopsgamede

#1 – The Trend is your friend! Die Nuggets nehmen den aktuellen Aufwind (Bilanz im Februar: 7-3) mit in den Endspurt.

#2 – Der Backcourt um die Youngster Gary Harris und Jamal Murray kommt immer besser in Schwung.

#3 – Nikola Jokić zeigte im Februar, warum er im Sommer einen Max-Deal bekommen wird.


#4 – Die Nuggets spielen eine sehr attraktive Offensive und können viele Gegner überrennen.

#5 – Paul Millsap dürfte im Endspurt wieder zum Team stoßen und speziell die Defensive stärken.

#6 – In den letzten vier Spielen der Saison geht es gegen die Wolves (2x), die Clippers und die Blazers. Die Nuggets haben es also selbst in der Hand.

#7 – Das Roster der Nuggets ist tiefer besetzt als z.B. die Pelicans oder die Jazz. Im Endspurt, wenn sich Verletzungen häufen und die Beine schwer werden, spielt das eine wichtige Rolle.

#8 – Die Nuggets spielen einen attraktiven Team-Basketball und treten selbstlos auf, die Chemie scheint zu stimmen und auch das kann noch eine Rolle spielen.

Projections:
3. Spurs, 4. Trail Blazers, 5. Timberwolves, 6. Nuggets, 7. Thunder, 8. Jazz, 9. Pelicans, 10. Clippers


Oklahoma City Thunder (37-29)
Stefan Dupick @hoopsgamede

#1 – Defense wins... !? Wollen wir es nicht gleich übertreiben, aber defensiv gehören die Thunder zur Elite in der Liga.

#2 – Die Thunder blieben bisher vom Verletzungspech verschont. DeMarcus Cousins, Kawhi Leonard und Jimmy Butler fallen für Konkurrenten aus, eines der Teams (nicht die Spurs) wird unter den Verletzungen noch leiden.

#3 – Paul George wird zum Ende der Saison noch einmal aufdrehen, schließlich will er einen Max-Deal im Sommer.

#4 – Russell Westbrook, der aktuelle MVP, wird eine Saison ohne Playoffs nicht akzeptieren.

#5 – Steven Adams ist inzwischen einer der unterschätzteren Center der Liga und entlastet unter den Brettern das Star-Trio.

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#6 – OKC erwartet in nächster Zeit die Suns, Kings und Hawks. Das Tanking dieser Gegner im Endspurt liefert den Thunder einige Pflichtsiege, bei denen sich die Stars etwas schonen können...

#7 – ... schonen für die anstehenden Duelle mit den direkten Kontrahenten Portland (2x), Denver und New Orleans.

#8 – Aktuell haben die Thunder noch einen leichten Vorsprung an Siegen auf die Clippers und die Jazz. Am 16. März empfängt OKC die Clippers zuhause – hier könnte eine Vorentscheidung fallen, denn den Direktvergleich (2-0) haben Westbrook & Co. schon in der Tasche.

Projections: 
3. Spurs, 4. Trail Blazers, 5. Timberwolves, 6. Nuggets, 7. Thunder, 8. Jazz, 9. Pelicans, 10. Clippers



Minnesota Timberwolves (38-28)
Daniel Schlechtriem @W14Pick

#1 – Der Ausfall von Jimmy Butler kommt einem Tritt ins Zentralmassiv gleich. Er bringt die Wölfe auf die Knie, aber er wirft sie nicht um. Karl-Anthony Towns und Andrew Wiggins kompensieren Butlers Fehler in der Offensive, die Defensive war auch schon vorher nicht elitär. Ohne Jimmy Buckets wird es womöglich nicht mehr für einen Platz unter den besten Vier reichen, für einen Playoff-Spot aber allemal.

#2 – Und vielleicht kommt Jimmy Buckets sogar schon im April wieder. Der Ex-Bull ist ein Mentalitätsmonster und hat nie mehr als 17 Spiele verpasst. Minnesotas Alphawolf lässt sich von Verletzungen nicht lange aus dem Rennen werfen. Kehrt er zeitig zurück, gibt es an der Playoff-Teilnahme keine Zweifel.


#3 – Nicht nur Coach Tom Thibodeau, auch Taj Gibson, Jamal Crawford und Jeff Teague haben schon einige Schlachten geschlagen und wissen wie's geht. Teague hat in seinen acht NBA-Jahren noch nie die Playoffs verpasst.

#4 – Die jungen und zu grünen Wölfe der letzten Jahre sind nicht mehr mit dem hiesigen Kader zu vergleichen. Minnesota ist zu gut und zu erfahren, um aus dem Playoff-Picture zu fallen und hat mit einer Ausnahme schon jetzt, einen guten Monat vor Saisonende, mehr Siege auf dem Konto als in den vergangenen zwölf Spielzeiten jeweils insgesamt.

#5 – Die Ausgangslage ist weiterhin sehr gut. In den letzten Jahren haben im Westen 41 bis 45 Siege immer für die Playoffs gereicht. Die Wolves stehen bei 38-28, schon eine ausgeglichene Bilanz aus den letzten 16 Spielen wird sie über Wasser halten.

#6 – Die Wolves haben den direkten Vergleich gegen die Clippers (3-0), Thunder (3-1) und Pelicans (4-0) gewonnen, führen außerdem gegen die Nuggets (2-0, noch zwei direkte Partien) und Jazz (2-1, noch eine direkte Partie). Besagte Teams müssen also am 11. April mehr Siege als die Wölfe aufweisen, Minnesota hat den Tie Breaker und kann sich im Notfall einen Gleichstand erlauben.

#7 – Im heimischen Target Center sind die Wolves eine Macht (25-7 Siege). Neun der letzten 16 Partien finden im Land der 10 000 Seen statt, darunter Duelle gegen die direkten Konkurrenten aus L.A., Utah und Denver.

#8 – Die Timberwolves sind das NBA-Team mit der längsten Dürre. Seit 2004 hat Minnesota keinen Playoff-Basketball mehr gesehen. Entsprechend ist der Hunger größer als bei den Konkurrenten. Team, Fans und Stadt haben es verdient.

Projections:
3. Trail Blazers, 4. Spurs, 5. Timberwolves, 6. Pelicans, 7. Thunder, 8. Clippers, 9. Nuggets, 10. Jazz



San Antonio Spurs (37-27)
Daniel Schlechtriem @W14Pick

#1 – Es sind die Spurs, bleiben wir bitte ernst...





New Orleans Pelicans (37-26)
Gerrit Lagenstein @GAL_Sports

#1 – Gute Spieler tragen ihre Teams im Alleingang in die Playoffs. Die Pelicans hatten im Februar den besten Akteur der Liga in ihrer Mannschaft. Anthony Davis will es allen zeigen, die New Orleans nach der schweren Verletzung von DeMarcus Cousins schon abgeschrieben haben. 35 Punkte und 13 Rebounds im Schnitt? Kann man mal machen.

#2 – Trotzdem kann nicht davon die Rede sein, dass AD alles alleine macht. Die Pels spielen die zweitmeisten Assists nach den Warriors. Der gut laufende Ball bedeutet viele einfache Punkte. Wer New Orleans schlagen will, muss in der Regel über 110 Punkte machen.

#3 – Die Pelicans spielen mit dem zweithöchsten Tempo der NBA. Das hilft gerade am Ende der Saison, wenn viele andere Mannschaft nach unzähligen kräftezehrenden Partien müde sind.

#4 – Von den Spielen gegen die direkten Konkurrenten müssen Anthony Davis und Co. auswärts nur noch gegen die L.A. Clippers ran. Wie passend, dass das Spielzeug von Steve Ballmer von allen Playoff-Contendern im Westen die schlechteste Heimbilanz hat.

#5 – Die Pelicans haben aktuell eine Siegesquote von 58,7 Prozenz. Im 21. Jahrhundert hat das in der Western Conference erst zweimal nicht zum Einzug in die Playoffs gereicht.

#6 – Nervenstärke. New Orleans hat die letzten sechs Spiele, die in die Verlängerung gingen, alle gewonnen. Die letzte Niederlage in einer Partie, die mit fünf Punkten oder weniger entschieden wurde, datiert auf den 17. Januar. Wer weiß, wie man ein Spiel vernünftig zu Ende bringt, kriegt das gleiche auch mit einer Saison hin.


#7 – Der Trade für Nikola Mirotić tut der Franchise aus Louisiana richtig gut. Vor dem 1. Februar hatte New Orleans eine der schlechtesten Ersatzgarnituren der NBA. Über die letzten zehn Spiele lag das Bench-Scoring immerhin auf dem 17. Platz, in den letzten fünf sogar auf dem 14. Mirotić ist der passende Sixth Man.

#8 – Jrue Holiday beweist, dass er seine teure Vertragsverlängerung wert ist. Der über Jahre so verletzungsanfällige Point Guard hat bisher nicht nur kein einziges Spiel verpasst, er trifft aus dem Feld auch so gut wie noch nie und legt bei den Punkten ein Career-High auf.

Projections:
3. Thunder, 4. Spurs, 5. Timberwolves, 6. Pelicans, 7. Trail Blazers, 8. Nuggets, 9. Jazz, 10. Clippers



Portland Trail Blazers (39-26)
Christoph Lenz @NBAKenner

#1 – Vorsprung. Die Abstände sind so eng, dass ein aktueller Vorsprung zeitnah in einen Rückstand umgewandelt werden kann. Allerdings sind die Blazers das Team mit der besten Ausgangssituation aller Kontrahenten im Playoff-Kampf. Daher ist auch dieser beunruhigend dünne Puffer als potentiell wertvoll einzustufen.

#2 – Backcourt. Viel mehr Erklärung ist hier eigentlich nicht mehr nötig. Das Duo Damian Lillard/C.J. McCollum wurde oft ob der defensiven Kapazität angezweifelt. Dort sehen die Blazers dieses Jahr mehr als gut aus (siehe #5) und über die Leistungsfähigkeit am anderen Ende des Courts gibt es keine zwei Meinungen. Eines der besten Backcourt-Duos der Liga tut auch dieses Jahr das was es eben tut und (in bisher vier Jahren) immer tat. Den Ball in den Korb werfen und die Playoffs erreichen.


#3 – Erfahrung. Das Trio Coach Terry Stotts, Lillard und McCollum stand bisher in jeder der vier gemeinsamen Spielzeiten in den Playoffs. Nicht nur dort kann dieser Nukleus aus einem reichhaltigen Erfahrungsschatz schöpfen, sondern auch auf dem Weg dorthin und dem Kampf der letzten Wochen, der für Portland speziell in den letzten beiden Jahren in einem ähnlich knappen Rennen wie dem diesjährigen ausgefochten wurde.

#4 – Dreier. In der Kategorie Dreipunktwurf-Quote rangieren die Trail Blazers auf Position drei. Diese Wurfquote war in den vergangenen fünf Jahren stets ein guter Indikator für Playoff-Teilnehmer. So zog in den vergangenen fünf Saisons immer mindestens sieben der Top-8 Teams dieser Kategorie in die Playoffs ein. Heißer Anwärter auf den einen 'Odd Man Out'-Platz sind die Sacramento Kings auf Position zwei, die auch schon im Vorjahr das Top8 Team war, dem die Playoffs verwehrt blieben.

#5 – Defense. Die erfolgreiche Ära Lillard in Portland war stets von einer signifikanten Lücke zwischen dem offensiven und dem defensiven Output geprägt. Auch in dieser Saison existiert diese Diskrepanz. Nicht so stark wie in vergangenen Jahren, aber dennoch spürbar. Das Kuriose ist aber, dass in dieser Saison im krassen Gegensatz zu den Vorsaisons plötzlich die Defensive das Prunkstück des Teams ist und sogar mit einer Top sechs Defensiv-Rating aufwartet. In der Hipster-Hauptstadt bemüht man bereits den Evergreen 'Offense wins games…'.

#6 – Kontinuität. Von den neun Spielern, die in dieser Saison die meisten Minuten für die Trail Blazers auf dem Parkett standen, waren sechs bereits in der Saison 2015-16 (dem Jahr eins nach LaMarcus Aldridge) an Bord. Eine solche Masse an Rotationsspielern über drei Saisons beisammen zu halten ist nicht üblich, kommt dem Besitzer Paul Allen allerdings auch teuer zu stehen.

#7 – Trend. Die Truppe ist in guter Form und hat das All-Star-Break als Inspiration genutzt. Neun Siege in den letzten zehn Spielen, darunter Erfolge gegen ein sicheres Playoff-Team mit den Warriors und direkte Kontrahenten in Utah, Minnesota und Oklahoma City. Seit der Pause in sechs Spielen ungeschlagen. In dieser Form gibt es wenig Szenarien, die mit den Portland Trail Blazers außerhalb der Playoffs enden.

#8 – Gesundheit. Aktuell ist die Liste der verletzten und angeschlagenen Leistungsträger im Playoff-Rennen der Western Conference äußerst prominent besetzt. Insgesamt ist dieser Umstand für den geneigten Liga-Fan sicher bedauerlich, doch das Team in Portland blieb von diesen Dämonen bisher eher verschont. Sollte das so bleiben, läge darin ein signifikanter Vorteil gegenüber der Cousins-losen, Kawhi-losen, Butler-losen, Roberson-losen und gesundheitstechnisch hoffnungs-losen (Grüße in Richtung Jazz und Clippers) Konkurrenz.

Projections:
3. Nuggets, 4. Trail Blazers, 5. Pelicans, 6. Timberwolves, 7. Thunder, 8. Spurs, 9. Jazz, 10. Clippers