19 April 2018

19. April, 2018


Willkommen zur Award-Jahreszeit! Während die jeweils acht besten Teams der beiden Conferences sportlich die Darwin'sche Evolutionstheorie glorifizieren, gilt es für uns, einen Moment inne zu halten und der abgelaufenen regulären Saison Revue passieren zu lassen. In den sechs bekannten Kategorien hat die #NBACHEF Redaktion ihre Favoriten gewählt. 

von STEFAN DUPICK @hoopsgamede

Und der Preis für den besten Verteidiger geht an...

Defensive Player of the Year:
Rudy Gobert (Utah Jazz)

Stats ‘17/18: 
13,5 PPG | 10,7 RPG | 1,4 APG | 0,8 SPG | 2,3 BPG | 62,2% FG | 68,2% FT in 56 gm.

Highlights:
- Anführer und Anker der zweitbesten Defensive der Liga (Defensive Efficiency: 101,6)
- In der zweiten Saisonhälfte waren die Jazz dank Gobert Erster im Net Rating, Defensive Rating und in zugelassener effektiver Field Goal Percentage
- Gobert beendet die reguläre Saison als Zweiter im Defensive Rating (99,5) und Dritter in Blocks per Game (2,3)

And the winner is... Rudy Gobert. Das Voting hat ergeben, dass Gobert fast einstimmig auf den ersten Platz gewählt wurde, er bekam von keinem Redakteur weniger als zwei Punkte. Auf Platz zwei landet Joel Embiid, der Center der 76ers bekommt immerhin fast durchweg den zweiten Rang hinter Gobert und somit ungefährdet die Silbermedaille. Abgeschlagen auf Platz drei reiht sich Anthony Davis ein. Es war also eigentlich eine Entscheidung zwischen den beiden Big Men aus Utah und Philly.

Letztlich war der Franzose jedoch mit Abstand der beste Verteidiger dieses Jahres und hat somit einen massiven Anteil am guten Abschneiden der Utah Jazz in der regulären Saison. Das einzige Argument, welches gegen den Center sprechen könnte, sind die 26 verpassten Saison-Spiele zu Beginn. Während die Konkurrenten um Embiid, Durant oder George jedoch im Saisonverlauf defensiv abgebaut haben, ist der Franzose zunehmend stärker geworden und hat die eigene Zone dominiert.

Mit 2,3 Blocks pro Spiel rangiert Gobert auf Platz drei, zusätzlich liefert der Big Man solide 0,8 Steals. Es sind aber nicht die klassischen Statistiken, die den Franzosen so wertvoll für die Jazz-Defense machen. Seine Präsenz alleine sorgt dafür, dass die Defensive besser harmoniert und dass die Gegner mehr Respekt vor den Jazz haben.

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Nachdem Utah mit 18-26 Siegen in die Saison gestartet ist, wurde die Bilanz nach Goberts Rückkehr auf 30-8 und somit in Summe auf 48-34 gesteigert. Der Blick auf diese Steigerung zeigt, wie wichtig Gobert als defensiver Anker für das Team ist. Die Jazz kassieren im Saisonverlauf lediglich 97,9 Punkte, auf Platz zwei folgen hier die 76ers um Embiid, mit 101,5 Punkten. Ein gewaltiger Unterschied und eindeutiger Indikator dafür, dass die Jazz nicht nur den besten Defender haben, sondern auch das beste defensive Team sind.

Auch der Eye-Test macht deutlich, dass die Defensive um Gobert besser funktioniert. Alleine die Präsenz des „Stiffle Towers“ sorgt dafür, dass weniger Angriffe der Gegner durch die Zone kommen. Gobert hat es trotz der reduzierten Anzahl an Spielen verdient, der nächste französische DoY nach Joakim Noah zu werden und gleichzeitig die Dominanz von Draymond Green (Golden State Warriors) zu durchbrechen, der den Award in den letzten drei Jahren einsackte. Es wird spannend zu beobachten, ob Gobert diese defensive Dominanz in den Playoffs noch weiter steigern kann.


Abstimmungsergebnis:
1. Rudy Gobert (28)
2. Joel Embiid (18)
3. Anthony Davis (3)
4. Paul George (2)
-. Steven Adams (2)
-. Al Horford (2)
7. Draymond Green (1)
-. Clint Capela (1)
-. Robert Covington (1)
-. Dejounte Murray (1)
-. Josh Richardson (1)

* Zum Abstimmungsverfahren: Jeder stimmberechtigte Redakteur wählt seine drei Favoriten und vergibt an diese je nach Präferenz drei, zwei oder einen Punkt.