19 November 2018

19. Nov, 2018


Thanksgiving in den USA beschert uns einen spielfreien Tag am Donnerstag. Nichtdestotrotz ist auch die sechste Woche der NBA wieder mit Topspielen gespickt. Welche Spiele ihr auf keinen Fall verpassen dürft erfahrt ihr hier - in unserem wöchentlichen NBA League Pass Guide.

von JAN HUSMANN @JanOnOne | 19. Nov, 2018

Toronto Raptors (13-4) @ Orlando Magic (9-8)
Dienstag 01:00 Uhr MEZ

Nach Siegen gegen die 76ers, Lakers und Knicks haben die Magic nun eine positive Bilanz bei neun Siegen aus den ersten 17 Spielen. Sie stehen in den Standings oberhalb von Playoff-Kandidaten wie Miami, Washington und Charlotte. Notlösung D.J. Augustin hat sich als eine verlässliche Option auf der Point Guard Position erwiesen. Der junge Kern aus Big Men zeigt erste Anzeichen von Fortschritt. Der Wiederaufbau in Orlando ist noch längst nicht abgeschlossen, aber jahrelang in den Top zehn zu picken zahlt sich langsam aus.

Fraglich ist jedoch, wie gewünscht der Push in Richtung Playoffs ist. Die Magic sind kompetent genug, um nicht zu den schlechtesten Teams der Conference zu gehören, aber bei weitem nicht talentiert genug, um mit dem vorhandenen Kader die Zukunft zu gestalten. Orlando muss sein Team durch den Draft aufbauen, denn namenhafte Stars im Sommer zur Unterschrift zu bewegen ist utopisch. Ein weiteres Jahr in den Tiefen der Eastern Conference wäre zwar kurzfristig unattraktiv, für die langfristigen Erfolgsaussichten aber durchaus zuträglich.

New Orleans Pelicans (9-7) @ Philadelphia 76ers (11-7)
Mittwoch 01:00 Uhr MEZ

The Brow vs. The Process. Mit Anthony Davis und Joel Embiid treffen zwei der vielseitigsten Center der modernen NBA aufeinander. Verteidigung in der Zone und auf dem Flügel, Post-Offensive und der gelegentliche Dreier... Beide bieten all das, was von ihrer Position im Jahr 2018 erwartet wird. Embiid hat signifikante Größenvorteile, während Davis als Ballverteiler besser ist. Am Mittwoch haben beide die Chance zu beweisen, dass sie dem jeweils anderen überlegen sind.

In Sachen Kaderzusammenstellung steht jedoch außer Frage, dass Philadelphia deutlich die Nase vorn hat. Während New Orleans nach Lösungen sucht, um ADs Potenzial zu maximieren, haben die Sixers Embiid inzwischen mit zwei Co-Stars umgeben. Ben Simmons und Jimmy Butler geben der Stadt Philadelphia Hoffnungen auf den zweiten Titel in achtzehn Monaten, nach dem Super Bowl Erfolg der Eagles im letzten Februar. 

Butlers erste Woche in Pennsylvania war vielversprechend. Seine Präsenz hilft dem jungen Team insbesondere in den entscheidenden Minuten. Die Spitze der Eastern Conference rückt somit noch enger zusammen und die Sixers melden Anspruch auf einen der Topplätze an. 

Minnesota Timberwolves (7-10) @ Brooklyn Nets (7-10)
Freitag 18:00 Uhr MEZ

Nach dem spielfreien Donnerstag beschert uns die NBA ein frühes Spiel am Freitag. Während die Amis beim Black Friday um Schnäppchen kämpfen, kämpfen die Nets und Wolves in Brooklyn um einen Sieg. Nach der Saga um Jimmy Butler versuchen die Wolves von nun an wieder in ruhigere Gewässer zu steuern.

Am Sonntag setzte es gegen Memphis die erste Niederlage ohne den unzufriedenen Superstar. Nichtsdestotrotz überzeugt der neue Look der Timberwolves bisher. Dario Saric und Robert Covington knüpfen an ihre Leistungen aus Philadelphia an, Karl-Anthony Towns spielt befreit auf und die Stimmung ist sichtlich besser.

In Brooklyn ist der erste Schock nach Caris LeVerts Verletzung überstanden. Die gute Nachricht ist, dass LeVert noch während dieser Spielzeit zurück auf dem Hartholz erwartet wird. Die Nets können bis dahin der Liga ihre anderen jungen Guards präsentieren. D'Angelo Russell, Joe Harris, Allen Crabbe, Spencer Dinwiddie und Shabazz Napier können ligaweit als Rotationsspieler gebraucht werden, aber gemeinsam in einem Kader ist ihr Wert geringer. Es wäre wenig verwundernswert, sollte einer von ihnen bis Februar das Team verlassen müssen.

Utah Jazz (8-8) @ Los Angeles Lakers (9-7)
Freitag 04:30 Uhr MEZ

Die Western Conference ist all das, was wir uns vor der Saison gewünscht haben. Kein Team konnte sich in den ersten fünf Wochen einen signifikanten Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen, und so hat der Erstplatzierte Portland lediglich vier Siege mehr auf dem Konto als die Nummer 13, Dallas. Außer den Phoenix Suns scheint noch kein Team seine Playoffhoffnungen begraben zu haben.

Die direkten Duelle zwischen Playoffanwärtern werden deshalb von Woche zu Woche wichtiger, wodurch es das Aufeinandertreffen der Jazz und Lakers in der Nacht auf Samstag auf diese Liste geschafft hat. Die Jazz glänzen derzeit durch Inkostanz. Siegesserien, die auf eine Wende zum Guten hindeuten, werden durch 50-Punkte-Niederlagen wie am vergangenen Mittwoch, beendet. Eine solche Entwicklung ist bei jungen Teams wie den Jazz nicht ungewöhnlich, aber diese fehlende Konstanz kann dieses Jahr schnell zum Verpassen der Playoffs führen, mit denen in Salt Lake City zurzeit noch jeder rechnet.

Die Lakers haben fünf der letzten sechs Spiele gewonnen und scheinen in Tritt gekommen zu sein. Tyson Chandler sieht besser aus, als er jemals in Phoenix aussah, LeBron James dominiert die Konkurrenz von Nacht zu Nacht und die jungen Lakers fangen endlich an zu verteidigen. Einzig der Stadtrivale ist mit dem derzeit zweiten Platz im Westen noch ein Dorn im Auge. Aber vielleicht führt das ja am Ende zur ersten Playoffserie der Stadtrivalen in der Ligageschichte.

Bonus

Denver Nuggets @ Milwaukee Bucks - Montag 02:00 Uhr MEZ

Portland Trail Blazers @ Milwaukee Bucks - Mittwoch 02:00 Uhr MEZ

Los Angeles Clippers @ Portland Trail Blazers - Sonntag 03:00 Uhr MEZ