04 Dezember 2018

4. Dez, 2018


Die Wahl zum #NBACHEF Spieler des Monats meldet sich zurück und vergegenwärtigt die neuen Machtverhältnisse in beiden Conferences. LeBron James hat vergangene Saison drei der fünf Abstimmungen, zudem insgesamt sieben der letzten elf Abstimmungen im Osten gewonnen – und er gewinnt wieder. Dieses Mal allerdings im Westen und mit seinem neuen Team, den Los Angeles Lakers. James' Abgang Richtung Pazifik eröffnet das Rennen im Osten neu. Erster Nutznießer: Giannis Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks.

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick

Giannis Antetokounmpo
(Milwaukee Bucks)

Stats Oktober/November:
27,3 PPG | 12,9 RPG | 6,0 APG | 1,3 BPG | 1,5 SPG | 57,7% FG | 68,2% FT in 20 gm.

Highlights u. a.:
32 Pts, 18 Reb, 10 Ass, 3 Blk, beim Sieg über die 76ers [24.10.]
33 Pts, 16 Reb, 9 Ass, 3 Stl, beim Sieg über die Trail Blazers [21.11.]
34 Pts, 18 Reb, 8 Ass, beim Sieg über die Spurs [24.11.]

Infolge James' Umzug gen Westen entbrannten schnell die Diskussionen, welcher Spieler nun der beste der LeBron-losen Eastern Conference sei. Zwei Namen fielen dabei schnell, Joel Embiid von den Philadelphia 76ers und eben Giannis Antetokounmpo. Die beiden Überathleten mit afrikanischen Wurzeln sind diesem Ruf in den ersten eineinhalb NBA-Monaten gerecht geworden, wobei es für den „Greek Freak“ noch ein wenig runder läuft.

Seine Bucks stehen mit knapp 70% gewonnener Spiele auf einem sehr guten zweiten Platz der Conference, das Vorjahresresultat von 44-38 Siegen werden sie in dieser Spielzeit aller Voraussicht nach locker übertreffen. Milwaukee pflügt geradezu durch die Association, weist das beste Offensiv-Rating auf und auch die Defensive steht, immerhin Platz acht im ligaweiten Vergleich.

Diese exzellente Zwischenbilanz ist zu guten Teilen auf den neuen Coach Mike Budenholzer, auf den verbesserten Khris Middleton oder clevere Offseason-Moves wie die Addition von Brook Lopez und Ersan Ilyasova zurückzuführen.

Vater des Erfolgs in der Bierstadt ist und bleibt jedoch weiter Giannis, der intern bei Punkten, Rebounds, Assists und Steals vorangeht, dabei ein absurd starkes Net-Rating von 13,2 aufs Parkett bringt – und das, obwohl er bisher im Schnitt fast zwei Minuten weniger als in der letzten Saison auf dem Feld steht. Dank Giannis sind die Bucks mitten in der Verlosung um den neuen König des Ostens. Einzig über die Dreierquote hüllen wir einen Mantel des Schweigens.

Für Antetokounmpo ist es die zweite Auszeichnung zum NBACHEF Spieler des Monats nach seiner Premiere im Januar 2018. Mit 44% der Stimmen siegt er knapp gegen seinen oben aufgeführten Rivalen Embiid, auf den 33% entfallen. Die restlichen Prozente gehen an Kemba Walker von den Charlotte Hornets, der sich immerhin Hoffnungen auf einen Platz als Starter beim All-Star Game kommenden Februar im heimischen Spectrum Center machen darf.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:

Die Bucks sind in beachtlicher Frühform. Ein großer Anteil am Erfolg ist Coach Budenholzer zuzuschreiben. Aber die Spieler sind immer noch dafür verantwortlich den Ball in den Korb zu befördern. Und Giannis ist einer der besten in dem Feld. 27,3 Punkte pro Spiel in der heutigen NBA ohne zuverlässigen Distanzwurf. Der „Greek Freak“ spielt eine MVP-würdige Saison und die Bucks gewinnen genug Spiele, um ihm eine realistische Chance auf den Award zu geben. (Jan Husmann)

Der „Greek Freak“ ist derzeit der vielleicht heißeste Kandidat auf den MVP Titel! Giannis dominiert den Osten und ist hauptverantwortlich für den Erfolg der Bucks. Erstaunlich genug, dass der Grieche in dieser Dreier-dominierten Liga quasi komplett ohne auskommt, denn er trifft derzeit keine 12%! Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie gut Antetokounmpo wird, wenn er sich noch einen soliden Wurf aneignet. (Stefan Dupick)



LeBron James
(Los Angeles Lakers)

Stats Oktober/November:
28,1 PPG | 7,8 RPG | 6,6 APG | 0,9 BPG | 1,3 SPG | 52,0% FG | 71,0% FT in 22 gm.

Highlights u. a.:
44 Pts, 10 Reb, 9 Ass, 3 Blk, beim Sieg über die Trail Blazers [14.11.]
51 Pts, 8 Reb, 3 Ass, 6-8 3PM, beim Sieg über die Heat [18.11.]
32 Pts, 14 Reb, 7 Ass, beim Sieg über die Cavaliers [21.11.]

Andere Conference, same old song. LeBrons Lakers mögen noch weit davon entfernt sein, den Stellenwert seiner bisherigen Teams im Osten einzunehmen, er selbst jedoch geht mit der bekannten Dominanz zu Werke und personifiziert die lila-goldenen Hoffnungen auf die ersten Playoffs seit 2013.

Dass „King James“ keine lange Akklimatisierung benötigt, bekamen vor allem besagte ehemalige Teams zu spüren: Gegen die Cavs scorte der Sohn Ohios 32 Punkte, gegen die Heat gar 51. Überhaupt erzielte LeBron in seinen ersten 22 Spiele für die Lakers nur drei Mal weniger als 20 Punkte, dafür sechs Mal 30 oder mehr.

Die neue Rolle als Anführer der vornehmlich noch unerfahrenen Lakers sowie der gestiegene Druck, die einst so glorreiche Franchise zurück auf die Erfolgsspur zu bringen, werfen James bislang nicht aus dem Konzept. Ehrgeiz und Erfolgswille sind ungebrochen und in dieser brutalen Western Conference, in der Los Angeles' aktuelle Platzierung nur dreieinhalb Spiele (sprich: eine schlechte Woche) vom vorletzten Rang trennt, werden die Lakers ihren neuen Superstar bis zum letzten Abend in Topform brauchen.

Im Westen weht bekanntlich ein anderer Wind, das zeigt sich auch in der Stimmverteilung. LeBron gewinnt die Abstimmung mit 33% reichlich knapp, in der jungen Historie dieses Awards ist dies das niedrigste Ergebnis eines Siegers aus dem Westen. Auf dem zweiten Rang folgt Tobias Harris von den LA Clippers mit 22% der Stimmen. Einen gemeinsam dritten Platz nehmen Kevin Durant (Golden State Warriors), Anthony Davis (New Orleans Pelicans), Nikola Jokić (Denver Nuggets) sowie Rookie Luka Dončić (Dallas Mavericks) ein.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:

Weil die jungen Lakers noch etwas zu grün hinter den Ohren sind, muss der „King“ mehr Einsatz zeigen als in den vergangenen Regular Seasons. Nach einem Stolperstart haben die Lakers und LeBron im November richtig aufgedreht. Zehn Siege in 14 Spielen sind mehr als ordentlich und die Lakers sind mittendrin statt nur dabei im Kampf um die Playoffs. Mit so einem frühen Lauf können sie sich vorerst von Houston und Utah absetzen. In der diesjährigen Western Conference ist jeder Sieg wichtig und ein LeBron in dieser Form besorgt die Ws. (Jan Husmann)

LeBron James ist mal wieder ganz entspannt in die Saison gestartet, als die Stimmen seiner Kritiker plötzlich lauter wurden, beschloss der „King“ aufzudrehen und die Lakers auf seine Schultern zu packen. LeBron punktet wie er will und ist längst in Los Angeles angekommen. Ich bin mir sicher, dass wir diese Saison noch sehr viel Spaß am besten Spieler der Liga haben werden. Lang lebe der König! (Stefan Dupick)



Wer waren eure Spieler des Monats Okt/Nov?

Giannis Antetokounmpo
Joel Embiid
Kemba Walker
LeBron James
Tobias Harris
Kevin Durant
Anthony Davis
Nikola Jokić
Luka Dončić
Other
Please Specify: