04 Januar 2019

4. Jan, 2019


Die NBA-Saison hat den Sprung ins neue Kalenderjahr vollzogen, ergo steht für 2018 die letzte Wahl zum #NBACHEF Spieler des Monats an. Im Vergleich zum Vormonat hat die Redaktion dieses Mal eindeutig entschieden: Giannis Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks gewinnt zum zweiten Mal in Folge im Osten, während im Westen James Harden von den Houston Rockets keine Konkurrenz zulässt – er triumphiert einstimmig.

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick | 4. Jan, 2019


Giannis Antetokounmpo
(Milwaukee Bucks)

Stats Dezember:
25,6 PPG | 12,5 RPG | 6,2 APG | 1,9 BPG | 1,2 SPG | 60,3% FG | 71,9% FT in 13 gm.

Highlights u. a.:
44 Pts, 14 Reb, 8 Ass, 15-21 FG, beim Sieg über die Cavaliers [14.12.]
31 Pts, 14 Reb, 8 Ass, 4 Blk beim Sieg über die Knicks [27.12.]
31 Pts, 10 Reb, 10 Ass, 3 Blk, beim Sieg über die Nets [29.12.]

Die Bucks marschieren mit großen Schritten, so groß wie die ihres besten Spielers Giannis Antetokounmpo (Schuhgröße 49). Mit derzeit über 70% Siegesquote hat Milwaukee den Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde bereits ziemlich sicher, wenig spricht überhaupt gegen den ersten oder zweiten Platz im Osten. Die Bucks sind 4. im Offensiv-Rating und 3. im Defensiv-Rating – als einziges Team der Association stehen sich in beiden Kategorien in den Top-5. Und sie wissen, wem sie das zu verdanken haben.

Giannis Antetokounmpo hat sich schon in den letzten Jahren zu einer Allzweckwaffe entwickelt, doch Milwaukees neuer Coach Mike Budenholzer holt nun noch mehr aus dem Griechen heraus. Wieder einmal führt Giannis seine Bucks Punkten, Rebounds, Assists und Steals an. Bei den Blocks weist lediglich Brook Lopez einen etwas höheren Wert auf.

In dieser Saison jedoch trägt der „Greek Freak“ seine Mannschaft nicht nur, er führt sie auch zum Sieg. Seit dem Abschied von LeBron James aus dem Osten ist das Rennen um die Finals wieder völlig offen. Zumindest in der Frage nach dem besten Spieler der Conference jedoch hat Antetokounmpo bislang ein dickes Ausrufezeichen gesetzt.

Im Dezember vermochte im Osten keiner mit dem erst 24-Jährigen mitzuhalten, Antetokounmpo gewinnt das Voting deutlich mit 71%. Die restlichen Stimmen entfallen auf Kyrie Irving von den Boston Celtics.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:

Auch im Dezember brauchte Giannis keinen Dreier, um mit seinen Bucks durch den Osten zu marschieren. Gerade mal sechs seiner 27 Versuche von Downtown fanden ihr Ziel. Vollkommen egal, denn Antetokounmpos brachiales Game ist nach wie vor unaufhaltsam. Niemand erzielt pro Spiel mehr Punkte in der Zone (17,6) und nur Blake Griffin zieht im Schnitt noch mehr Fouls. Coach Budenholzer hat das System um Giannis herum perfektioniert und setzt ihn ein wie kein Trainer vor ihm. Dies ist das Jahr der Bucks. Tickets für die Conference Finals zu buchen wäre zwar etwas voreilig, aber zum ersten Mal in der Giannis-Ära ist ein solches Szenario realistisch. Fear the Deer! (Lucas Kröger)

Zweite Auszeichnung in Folge für den griechischen Alien. Giannis ist besser als je zuvor und dazu auch noch konstant. Zurzeit der MVP-Topfavorit und Albtraum aller Defensivgurus der NBA. Es ist beängstigend darüber nachzudenken wie zerstörerisch er wäre, würde sich sein Dreier entwickeln. (Jan Husmann)



James Harden
(Houston Rockets)

Stats Dezember:
36,4 PPG | 5,9 RPG | 7,9 APG | 0,5 BPG | 1,8 SPG | 44,6% FG | 87,1% FT in 15 gm.

Highlights u. a.:

50 Pts, 10 Reb, 11 Ass, beim Sieg über die Lakers [13.12.]
47 Pts, 6 Reb, 5 Ass, 5 Stl, beim Sieg über die Jazz [17.12.]
43 Pts, 10 Reb, 13 Ass, 6-12 3PM, beim Sieg über die Grizzlies [31.12.]

Verletzungen, Suspendierungen, Melo-Drama... in den ersten Wochen der Saison bekleckerten sich die Rockets nicht gerade mit Ruhm, schnell drohten die Erfolge des Vorjahres – 65 Siege und Conference-Finals – aus dem Fokus zu geraten. Houston brauchte etwas länger, um in der Saison anzukommen. Bis Mitte Dezember, bis James Harden komplett das Steuer übernahm wie kaum einer vor ihm.

Harden leistete in Folge des Fehlstarts Extraschichten im Trainingsraum, stachelte damit auch seine Mitspieler zu größerem Einsatz an. Mit Erfolg: Seit dem 13. Dezember machte der amtierende MVP dieser Auszeichnung alle Ehre und erzielte in ausnahmslos jeder Partie 30 Punkte oder mehr, diese Serie lebt auch Anfang Januar noch. Im gesamten Dezember scorte er fünf Mal 40+ und ein Mal satte 50. „The Beard“ schultert sein Team, sodass selbst ein prominentes Lazarett (Chris Paul, Eric Gordon) und personelle Fehlentscheidungen des Sommers (Michael Carter-Williams, Carmelo Anthony) ihn nicht aufhalten können.

Hardens Fabelzahlen sind sicherlich besagter personeller Schwierigkeiten geschuldet, an seiner Seite laufen derzeit Danuel House (erst kürzlich aus der G-League hochgezogen) sowie Austin Rivers (von den Phoenix Suns entlassen) in der Starting Five auf, sodass Harden Derartiges aufs Scoreboard zaubern muss, um seine Rockets kompetitiv zu halten. Sobald Paul und Gordon zurück sind, wird die Last auf Hardens Schultern etwas geringer. Ob ihn das von einer Dominanz wie im Dezember abhält, ist angesichts der jüngsten Auftritte keine Selbstverständlichkeit

Das Voting der #NBACHEF-Redaktion bringt die Ausnahmeleistungen des 29-Jährigen auf den Punkt. Alle Stimmen, die vollen 100%, gehen an Harden. Vor ihm gelang das nur der absoluten Elite der Liga – LeBron James, Kevin Durant, Stephen Curry. Harden ist jedoch der erste in der Historie dieses noch jungen Awards, dem das Kunststück der vollen Punktzahl zum zweiten Mal gelingt. Bereits im November 2017 erhielt er alle Stimmen aus der Chefküche.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:

Harden brachte im Dezember das Mojo zurück nach H-Town. Der amtierende MVP hievte sein Team trotz der Verletzung von Chris Paul von dem 14. auf den vierten Rang. Sollte sich Houston oben etablieren, hat er reelle Chancen, den MVP-Award back-to-back zu gewinnen. Über 15 Spiele erzielte der Bart 546 Punkte, traf 78 Dreier, spielte 118 Assists und klaute 27 Bälle – selbst für Houston sind das astronomische Zahlen. (Lucas Kröger)

No Brainer! Zwar wird Harden für seine foulprovozierende, isolationslastige Offensive immer wieder kritisiert, aber im Dezember war der letztjährige MVP in der vielleicht besten Form seines Lebens. Trotz CP3s Abwesenheit katapultierte er die Rockets aus den Tiefen der Western Conference bis auf Platz vier. Und forciert seinen Namen in die MVP-Diskussion. (Jan Husmann)



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