03 Februar 2019

3. Feb, 2019


Im Westen nichts Neues, im Osten eine Premiere. Joel Embiid von den Philadelphia 76ers und James Harden von den Houston Rockets gewinnen die #NBACHEF Wahl zum Spieler des Monats Januar 2019. Für Embiid ist es die erste Auszeichnung, Harden hingegen hat nun drei der letzten vier Votings für sich entschieden und nach seinem Triumph im Dezember nachgelegt – er erhält erneut die volle Punktzahl.

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick | 3. Feb, 2019


Joel Embiid
(Philadelphia 76ers)

Stats Januar:
29,2 PPG | 13,8 RPG | 3,8 APG | 2,0 BPG | 0,8 SPG | 48,8% FG | 80,4% FT in 13 gm.

Highlights u. a.:
42 Pts, 18 Reb, 3 Stl, beim Sieg über die Suns [2.1.]
32 Pts, 14 Reb, 3 Blk beim Sieg über die Rockets [21.1.]
33 Pts, 19 Reb, 3 Ass, beim Sieg über die Spurs [23.1.]

The Process is here! Embiid hat in seiner dritten NBA-Saison endgültig den Sprung zum legitimen Franchise Player vernommen und ist mit seinen 76ers unbeirrt auf Heimvorteil-Kurs in der Eastern Conference. Embiid legt im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Punkte und Rebounds auf und ist zum jetzigen Zeitpunkt nur 14 Spiele davon entfernt, die absolvierten 63 der letzten Spielzeit (Career High) zu übertreffen.

Gesund und munter marschierte Embiid insbesondere im Januar voran, er gewann mit seinen Sixers elf von 15 Partien. Dass sich Philadelphia zwei der Niederlagen einholte, als Embiid prophylaktisch pausierte, ist kein Zufall. Ben Simmons und Jimmy Butler hin oder her, der wichtigste Faktor im Spiel der 76ers heißt Embiid und legte im vergangenen Monat knapp 30 Punkte und 14 Rebounds auf. Dass er gleichzeitig auch in der Verteidigung Philadelphias wichtigster Mann ist (Defensiv-Rating im Januar: 102,3) und auch diesem Ende des Feldes dominiert, gehört längst zur Selbstverständlichkeit.

Mit Embiid als Machtzentrum steht den 76ers zum zweiten Jahr in Folge ein Platz unter den besten Vier der Conference und damit Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde in Aussicht. Vielleicht gelingt den jungen Sixers sogar der erste Einzug in die Conference Finals seit 2001. Mit Embiid in dieser Form ist es ihnen allemal zuzutrauen.

Embiids erste Auszeichnung zum #NBACHEF Spieler des Monats beendet den Lauf von Milwaukees Giannis Antetokounmpo, der die letzten beiden Votings zum Spieler des Monats für sich entschied, dieses Mal jedoch knapp das Nachsehen hat. Auf den Twitter-MVP der Sixers entfallen genau 50% der Stimmen der Redaktion, hinter ihm landet Giannis mit 33% auf einem guten zweiten Platz. Die restlichen Prozente entfallen auf D'Angelo Russell von den Brooklyn Nets, der sich immerhin mit seiner ersten Nominierung zum All-Star Game trösten darf.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:

29 & 14 und das im Schnitt. Der „James Harden of Big Men“ steht dazu allabendlich 11-mal an der Freiwurflinie. Embiid ist ein wandelndes Mismatch. (Torben Siemer)

Kein Center in der National Basketball Association dominiert mehr als Joel Embiid. Wer das bisher noch nicht mitbekommen hat, den sollte Jo-Jos Januar überzeugt haben. (Seb Dumitru)



James Harden
(Houston Rockets)

Stats Dezember:
43,6 PPG | 8,7 RPG | 7,6 APG | 1,2 BPG | 2,1 SPG | 43,0% FG | 90,6% FT in 14 gm.

Highlights u. a.:

44 Pts, 10 Reb, 15 Ass, beim Sieg über die Warriors [3.1.]
48 Pts, 8 Reb, 6 Ass, 4 Stl, beim Sieg über die Lakers [19.1.]
61 Pts, 15 Reb, 4 Ass, 5 Stl, beim Sieg über die Knicks [23.1.]

Die 43,6 Punkte im Schnitt sind kein Tippfehler, in der Auswahl der Highlights hätte genauso gut jedes andere Spiel Hardens im Monat Januar genannt werden können. Seit dem 13. Dezember marschiert „The Beard“ durch die Liga und hat in jedem Spiel seither 30 Punkte oder mehr erzielt. Im Januar waren es zudem fünf Mal 40 oder mehr, zwei Mal über 50 und ein Mal sogar ein neues Career High mit 61 Punkten.

Wie schon im Vormonat sind diese Stats sicherlich Konsequenz der Ausfälle Chris Pauls, Eric Gordons und Clint Capelas, dennoch bleibt bemerkenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit Harden die Last des ganzen Teams auf seinen Schultern trägt, sich Abend für Abend zu weiteren Höchstleistungen anspornt, mit immer wieder neuen Gesichtern harmoniert, zuletzt mit dem von den Brooklyn Nets entlassenen Kenneth Faried und inzwischen mit einem Block und zwei Steals sogar defensiv vorangeht.

Die durchschnittlichen 43,6 Punkte markieren einen historischen Höchststand, einzig Wilt Chamberlain erzielte innerhalb eines Kalendermonats bei mindestens zehn absolvierten Partien mehr Punkte – und das ist rund 50 Jahre her. Noch beeindruckender werden die Zahlen im Vergleich zum Vormonat, als bereits die Superlative ausgingen, um die Leistungen des 29-Jährigen zu würdigen: Harden hat sich dennoch in beinahe allen Kategorien nochmals gesteigert, was Ende Dezember eigentlich kaum möglich schien.

Das Resultat des Votings ist daher nur folgerichtig. Mit diesen Leistungen erhält Harden selbstverständlich die vollen 100% aus der Chefküche. Einer zweiten Auszeichnung zum MVP steht nach aktuellem Stand nichts im Wege.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:

Unfassbar, was Harden gerade auflegt. Absurde Zahlen, er trägt die Rockets fast allein in die Playoffs. (Torben Siemer)

Man muss nicht feiern, was James Harden in dieser Saison Historisches leistet. Wenn man das aber nicht einmal respektieren kann, dann hat man sie eindeutig nicht mehr alle! (Seb Dumitru)



Wer waren eure Spieler des Monats Januar 2019?

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