21 März 2019

21. Mar, 2019


Es ist wieder soweit. 64 Teams treten im altbewährten March Madness Modus gegeinander an und sorgen in einem wilden Kreuzfeuer für viel Spektakel. Wer nicht gänzlich unvorbereitet in die nächsten drei Wochen gehen möchte, kann die folgenden Zeilen als Spickzettel nutzen. Let's dance!

von AXEL BABST @BabstMadness | 21. März, 2019


Abilene Christian Wildcats
MVP: Jaylen Franklin, Guard, 6'2'', Senior
Bei einem ersten vagen Blick auf die Wildcats, sticht Jaylen Franklin sofort ins Auge. Der Aufbauspieler der Wildcats ist eine physisch imposante Erscheinung. Breite Schultern, ein muskelbepackter Oberkörper und mindestens ebenso viel Kraft in den Beinen lassen keine Unterscheidung zum durchschnittlichen Starter eines ACC Teams zu. Auch spielerisch hat Franklin einiges auf dem Kasten und als Floor General sein Team im Griff. Er tritt zwar nicht unbedingt als Scorer in Erscheinung (10,2 Punkte pro Spiel), doch weiß, dass er hier eine gute Mischung aus eigenem Abschluss und Pass zum Mitspieler finden muss (4,9 Assists im Schnitt). Für den einen oder anderen Highlight Dunk ist der Aufbauspieler aber auf jeden Fall gut.

X-Faktor: Jaren Lewis, Big, 6'6'', Senior
Wie bei vielen Teams aus kleineren Conferences üblich versuchen die Wildcats körperliche Defizite durch Skills auszutarieren. Diese Operation erfolgt meist auf der Position des nominellen Power Forwards. Hier setzen kleine Teams auf Spielertypen mit Spielwitz, gutem Allroundgame und unkonventionellen Stilen. Die Beschreibung trifft auf Jaren Lewis zu. Bei Lewis sticht allerdings ähnlich wie bei Franklin zunächst die körperliche Erscheinung hervor. An seinen breiten Schultern sind wahnsinnig lange Arme anmontiert, die im ungenutzten Zustand wie Schläuche an Lewis herunterhängen. Doch Lewis hat wie gesagt auch genug Skills, um seine körperliche Dimensionen gewinnbringend einzusetzen und Topscorer der Wildcats zu sein (13,7 Punkte pro Spiel). Er kann von der Dreierlinie im Eins-gegen-Eins über beide Hände attackieren, mixt manchmal noch Postmoves auf halber Strecke hinein und scheut auch den Distanzwurf nicht (32,5 Prozent).

Style: Die Wildcats finden eine gute Mischung aus gezielten Setplays, mit denen sie die Verteidigungsreihen des Gegners aushebeln können, und relativ freier Offense, die gewissen Prinzipien folgt. Bezogen auf die Sets ist immer mit Backdoorcuts oder Misdirection Aktionen in Form einen unerwarteten Pindowns auf der Weakside für einen Shooter zu rechnen. Spielen die Wildcats frei, verfolgen sie die Devise, ihre Bigs in Szene zu setzen. Da auf der Weakside meist keine Mitspieler stehen oder sich diese in Bewegung befinden, versuchen die Innenspieler ihre Gegenspieler zu pinnen und für den Lobpass empfänglich zu sein.

NBA & BBL Kandidaten: Sowohl Jaylen Franklin als auch Jaren Lewis sind Jungs, die sich europäische Teams mit einer mittelfristigen Perspektive auf die Watch List schreiben sollten. Franklin kann als spielintelligenter und zugleich athletischer Aufbauspieler eine gute Kombination anbringen, die gar nicht mal so oft zu finden ist. Lewis ist ein Small Ball Vierer, der für Mismatches kreiert wurde.

Fun/Quick Facts: Zum ersten Mal konnten sich die Abilene Christian Wildcats für das NCAA Tournament qualifiziert. Es ist erst das sechste Jahr für die Schule in der Division I, erst seit letzter Saison sind sie zur Postseason Teilnahme berechtigt und zum ersten Mal waren die Wildcats Part des Southland Conference Tournament - das nennt sich effizient.

Tournament: Wie für jedes Low-Major Team, das sich erstmals für das NCAA Tournament qualifizieren kann, gehen die Wildcats olympisch an die Sache heran. Gleichzeitig müssen sie auch nicht vor Angst erstarren. Für ein Southland Team sind die Wildcats sehr athletisch besetzt, gerade auf den Guardpositionen. Es fehlt ein wenig an Größe im Frontcourt. Hier macht sich bemerkbar, dass der zweitbeste Scorer des Teams, Jalone Friday, im Februar aus dem Team geworfen wurde. Dennoch werden die Wildcats aus Texas ihren Artgenossen aus Kentucky einen harten Fight liefern. Der Upset ist aufgrund der physischen Diskrepanz in höchstem Maße unwahrscheinlich, aber es ist März und absolute Aussagen bedeuten eine Wanderung auf dünnem Eis.
Bei einem ersten vagen Blick auf die Wildcats, sticht Jaylen Franklin sofort ins Auge. Der Aufbauspieler der Wildcats ist eine physisch imposante Erscheinung. Breite Schultern, ein muskelbepackter Oberkörper und mindestens ebenso viel Kraft in den Beinen lassen keine Unterscheidung zum durchschnittlichen Starter eines ACC Teams zu. Auch spielerisch hat Franklin einiges auf dem Kasten und als Floor General sein Team im Griff. Er tritt zwar nicht unbedingt als Scorer in Erscheinung (10,2 Punkte pro Spiel), doch weiß, dass er hier eine gute Mischung aus eigenem Abschluss und Pass zum Mitspieler finden muss (4,9 Assists im Schnitt). Für den einen oder anderen Highlight Dunk ist der Aufbauspieler aber auf jeden Fall gut.
X-Faktor: Jaren Lewis, Big, 6'6'', Senior Wie bei vielen Teams aus kleineren Conferences üblich versuchen die Wildcats körperliche Defizite durch Skills auszutarieren. Diese Operation erfolgt meist auf der Position des nominellen Power Forwards. Hier setzen kleine Teams auf Spielertypen mit Spielwitz, gutem Allroundgame und unkonventionellen Stilen. Die Beschreibung trifft auf Jaren Lewis zu. Bei Lewis sticht allerdings ähnlich wie bei Franklin zunächst die körperliche Erscheinung hervor. An seinen breiten Schultern sind wahnsinnig lange Arme anmontiert, die im ungenutzten Zustand wie Schläuche an Lewis herunterhängen. Doch Lewis hat wie gesagt auch genug Skills, um seine körperliche Dimensionen gewinnbringend einzusetzen und Topscorer der Wildcats zu sein (13,7 Punkte pro Spiel). Er kann von der Dreierlinie im Eins-gegen-Eins über beide Hände attackieren, mixt manchmal noch Postmoves auf halber Strecke hinein und scheut auch den Distanzwurf nicht (32,5 Prozent).

Style: Die Wildcats finden eine gute Mischung aus gezielten Setplays, mit denen sie die Verteidigungsreihen des Gegners aushebeln können, und relativ freier Offense, die gewissen Prinzipien folgt. Bezogen auf die Sets ist immer mit Backdoorcuts oder Misdirection Aktionen in Form einen unerwarteten Pindowns auf der Weakside für einen Shooter zu rechnen. Spielen die Wildcats frei, verfolgen sie die Devise, ihre Bigs in Szene zu setzen. Da auf der Weakside meist keine Mitspieler stehen oder sich diese in Bewegung befinden, versuchen die Innenspieler ihre Gegenspieler zu pinnen und für den Lobpass empfänglich zu sein.

NBA & BBL Kandidaten: Sowohl Jaylen Franklin als auch Jaren Lewis sind Jungs, die sich europäische Teams mit einer mittelfristigen Perspektive auf die Watch List schreiben sollten. Franklin kann als spielintelligenter und zugleich athletischer Aufbauspieler eine gute Kombination anbringen, die gar nicht mal so oft zu finden ist. Lewis ist ein Small Ball Vierer, der für Mismatches kreiert wurde.
Fun/Quick Facts: Zum ersten Mal konnten sich die Abilene Christian Wildcats für das NCAA Tournament qualifiziert. Es ist erst das sechste Jahr für die Schule in der Division I, erst seit letzter Saison sind sie zur Postseason Teilnahme berechtigt und zum ersten Mal waren die Wildcats Part des Southland Conference Tournament - das nennt sich effizient.
Tournament: Wie für jedes Low-Major Team, das sich erstmals für das NCAA Tournament qualifizieren kann, gehen die Wildcats olympisch an die Sache heran. Gleichzeitig müssen sie auch nicht vor Angst erstarren. Für ein Southland Team sind die Wildcats sehr athletisch besetzt, gerade auf den Guardpositionen. Es fehlt ein wenig an Größe im Frontcourt. Hier macht sich bemerkbar, dass der zweitbeste Scorer des Teams, Jalone Friday, im Februar aus dem Team geworfen wurde. Dennoch werden die Wildcats aus Texas ihren Artgenossen aus Kentucky einen harten Fight liefern. Der Upset ist aufgrund der physischen Diskrepanz in höchstem Maße unwahrscheinlich, aber es ist März und absolute Aussagen bedeuten eine Wanderung auf dünnem Eis.
Arizona State Sun Devils
MVP: Zylan Cheatham, Guard/Big, 6'8'', Senior
In seiner ersten und einzigen Saison bei den Sun Devils hat Cheatham direkt den Dreizack übernommen und schwingt ihn als Kommandostab durch die Lüfte. Bei einem der besten Allrounder der gesamten NCAA fällt es schwer, einen Punkt im Spiel des Redshirt Seniors hervorzuheben. Am ehesten wäre es wahrscheinlich seine Kombination aus Kraft, Sprungkraft, Schnelligkeit und Wendigkeit, die für Bigs eher untypisch ist. Erst durch diese körperlichen Voraussetzungen ist Cheatham in der Lage, sowohl als nomineller Power Forward oder gar Small Ball Fünfer aufzutreten und defensiv eine stabile Figur abzugeben als auch gleichzeitig den Point Forward im Angriff zu mimen. 11,8 Punkte, 10,4 Rebounds, 3,3 Assists - das sind die Durschnittswerte, die der San Diego State Transfer produziert.

X-Faktor: Luguentz Dort, Guard, 6'4'', Freshman
Es braucht immer noch die ersten fünf Minuten in jedem Spiel, bis die Information eingesackt ist, dass Luguentz Dort wirklich ein Freshman ist. Angesichts seiner mächtigen Statur erscheint diese Möglichkeit einfach viel zu unwahrscheinlich. Breite Schultern, ein muskelübersähter Oberkörper und eine Explosivität in den Bewegungen, die ihn eher in die Kategorie Footballspieler als Fußballtorwart - was seine Passion vor Basketball war - stülpen. Durch seine Energie sorgt er dafür, dass auf dem Court immer etwas passiert und gibt den Sun Devils eine völlig neue Dimension im Backcourt. Leider ist er als Finisher nicht annähernd so gut, wie es seine physische Erscheinung vermuten ließe. Dafür fehlen ihm Erfahrung, Technik und auch Touch. Diese Tatsache in Kombination mit seiner wackeligen Entscheidungsfindung sorgen dafür, dass Dort immer auf einem schmalen Grat wandert.

Style: Es klingt komisch, aber die Sun Devils definieren sich über ihre Athletik, Reboundsüberlegenheit und bisweilen sogar ihre Defense. Denn Ersteres bedingt die beiden letztgenannten Aspekte. Je nach Lineup kann Bobby Hurley fünf Akteure auf den Court schicken, bei dem alles geswitcht werden kann. Offensiv leben die Sun Devils davon, dass sie sich am Brett zweite Chancen erarbeiten oder ins Laufen kommen. In der Halbfeldoffense fehlt die Konstanz beim Distanzwurf, um verlässlich Punkte erzielen zu können. Als Team werfen die Sun Devils gerade mal 34,1 Prozent von der Dreierlinie.

NBA & BBL Kandidaten: Zylan Cheatham ist ein Spieler, den sich NBA Teams ganz genau angucken sollten, bevor sie ihn aufgrund eines vermeintlich fehlenden Wurfes abschreiben. Er bringt viele Eigenschaften mit, die ihn zu einem brauchbaren Small Ball Big klassifizieren. Luguentz Dort könnte in der ersten Runde aufgrund seiner Upside gedraftet werden. Zwar ist er noch roh, doch das Ende seiner Entwicklung sollte bei weitem noch nicht erreicht sein.

Fun/Quick Facts: Bobby Hurley war als Spieler ein Wettkämpfer und überaus erfolgreich. Mit 145 Tournament Assists in seiner Karriere hält er immer noch den Rekord in dieser Hinsicht. Auch in dieser Saison bewegt sich Hurley wieder in Sphären nahe der Spitzenposition. Sechs Mal wurden er oder seine Bank mittlerweile schon mit einem technischen Foul bedacht, was einen geteilten dritten Platz NCAA weit bedeutet.

Tournament: Einen Schritt weiter als in der Vorsaison sind die Sun Devils schon mal insofern, als sie dieses Mal das Play-In Game siegreich gestalten konnten. Damit sind sie nun unter den besten 64 offiziell angekommen. Doch in den Sun Devils schlummert Potential zu mehr. Durch ihre Athletik und ihr grundsätzliches Basketballtalent können sie für jeden Gegner ein sehr unangenehmes Matchup sein. Es hängt einfach an der Entscheidungsfindung und der Trefferquote von außen. Bewegen sich beide Aspekte im Rahmen des Verkraftbaren, kann ASU vielleicht sogar das zweite Wochenende erreichen.
In seiner ersten und einzigen Saison bei den Sun Devils hat Cheatham direkt den Dreizack übernommen und schwingt ihn als Kommandostab durch die Lüfte. Bei einem der besten Allrounder der gesamten NCAA fällt es schwer, einen Punkt im Spiel des Redshirt Seniors hervorzuheben. Am ehesten wäre es wahrscheinlich seine Kombination aus Kraft, Sprungkraft, Schnelligkeit und Wendigkeit, die für Bigs eher untypisch ist. Erst durch diese körperlichen Voraussetzungen ist Cheatham in der Lage, sowohl als nomineller Power Forward oder gar Small Ball Fünfer aufzutreten und defensiv eine stabile Figur abzugeben als auch gleichzeitig den Point Forward im Angriff zu mimen. 11,8 Punkte, 10,4 Rebounds, 3,3 Assists - das sind die Durschnittswerte, die der San Diego State Transfer produziert.
X-Faktor: Luguentz Dort, Guard, 6'4'', Freshman Es braucht immer noch die ersten fünf Minuten in jedem Spiel, bis die Information eingesackt ist, dass Luguentz Dort wirklich ein Freshman ist. Angesichts seiner mächtigen Statur erscheint diese Möglichkeit einfach viel zu unwahrscheinlich. Breite Schultern, ein muskelübersähter Oberkörper und eine Explosivität in den Bewegungen, die ihn eher in die Kategorie Footballspieler als Fußballtorwart - was seine Passion vor Basketball war - stülpen. Durch seine Energie sorgt er dafür, dass auf dem Court immer etwas passiert und gibt den Sun Devils eine völlig neue Dimension im Backcourt. Leider ist er als Finisher nicht annähernd so gut, wie es seine physische Erscheinung vermuten ließe. Dafür fehlen ihm Erfahrung, Technik und auch Touch. Diese Tatsache in Kombination mit seiner wackeligen Entscheidungsfindung sorgen dafür, dass Dort immer auf einem schmalen Grat wandert.
Style: Es klingt komisch, aber die Sun Devils definieren sich über ihre Athletik, Reboundsüberlegenheit und bisweilen sogar ihre Defense. Denn Ersteres bedingt die beiden letztgenannten Aspekte. Je nach Lineup kann Bobby Hurley fünf Akteure auf den Court schicken, bei dem alles geswitcht werden kann. Offensiv leben die Sun Devils davon, dass sie sich am Brett zweite Chancen erarbeiten oder ins Laufen kommen. In der Halbfeldoffense fehlt die Konstanz beim Distanzwurf, um verlässlich Punkte erzielen zu können. Als Team werfen die Sun Devils gerade mal 34,1 Prozent von der Dreierlinie.
NBA & BBL Kandidaten: Zylan Cheatham ist ein Spieler, den sich NBA Teams ganz genau angucken sollten, bevor sie ihn aufgrund eines vermeintlich fehlenden Wurfes abschreiben. Er bringt viele Eigenschaften mit, die ihn zu einem brauchbaren Small Ball Big klassifizieren. Luguentz Dort könnte in der ersten Runde aufgrund seiner Upside gedraftet werden. Zwar ist er noch roh, doch das Ende seiner Entwicklung sollte bei weitem noch nicht erreicht sein.
Fun/Quick Facts: Bobby Hurley war als Spieler ein Wettkämpfer und überaus erfolgreich. Mit 145 Tournament Assists in seiner Karriere hält er immer noch den Rekord in dieser Hinsicht. Auch in dieser Saison bewegt sich Hurley wieder in Sphären nahe der Spitzenposition. Sechs Mal wurden er oder seine Bank mittlerweile schon mit einem technischen Foul bedacht, was einen geteilten dritten Platz NCAA weit bedeutet.
Tournament: Einen Schritt weiter als in der Vorsaison sind die Sun Devils schon mal insofern, als sie dieses Mal das Play-In Game siegreich gestalten konnten. Damit sind sie nun unter den besten 64 offiziell angekommen. Doch in den Sun Devils schlummert Potential zu mehr. Durch ihre Athletik und ihr grundsätzliches Basketballtalent können sie für jeden Gegner ein sehr unangenehmes Matchup sein. Es hängt einfach an der Entscheidungsfindung und der Trefferquote von außen. Bewegen sich beide Aspekte im Rahmen des Verkraftbaren, kann ASU vielleicht sogar das zweite Wochenende erreichen.
Auburn Tigers
MVP: Jared Harper, Guard, 5'11'', Junior
Der Aufbauspieler der Tigers ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie auch der kleinste Spieler auf dem Court für ordentlich Wirbel sorgen und damit dem Gegner Knoten in die Beine spielen kann. Harpers Grundgeschwindigkeit bei all seinen Aktionen, bleibt für die meisten Gegenspieler unerreicht. Besonders im Fastbreak erreicht Harper eine Spitzengeschwindigkeit, die geradzu irrwitzig ist. Noch viel surrealer wirkt es, wenn er aus vollem Lauf scheinbar mühelos abbremst und in perfekter Balance zum Dreier hochsteigt. Harper hat eine Reichweite, die weit über die College Dreierlinie hinausgeht. Eigentlich muss er verteidigt werden, sobald er die Mittellinie überquert. Dadurch ist er noch schwieriger zu verteidigen, da seine Bewacher ihn auch weit entfernt vom Korb verteidigen müssen, wodurch er mehr Platz für seine Drives hat.

X-Faktor: Bryce Brown, Guard, 6'3'', Senior
Der Backcourt Partner von Harper unterscheidet sich nur unwesentlich von Erstgenanntem. Bryce Brown ist ebenso wurfgewaltig wie sein kleinerer Nebenmann (40,4 Prozent bei dreieinhalb Treffern pro Spiel). Auch Brown hat kein Problem damit, mal zwei oder drei Dreier in Folge aus acht Metern zu nehmen und zu versenken. Während Harper jedoch auch seine Mitspieler im Auge behält und als Ballverteiler glänzt, ist Brown mehr als reiner Scoring Guard einzuordnen, der dann am effektivsten ist, wenn er 20 Punkte oder mehr in einem Spiel auflegt. Doch auch als Senior gönnt sich Brown immer mal wieder Leerlaufphasen, die er durch explositionsartige Scoringruns auszugleichen versucht. Findet Browns erster Wurf sein Ziel, ist das meist ein gutes Omen für Auburn.

Style: Bei den Tigers wird das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt. Schnelle Dreier in der Transition und viele Pick & Rolls sind dabei das bevorzugte Mittel der Wahl. Besonders der Distanzwurf ist fester Bestandteil der Offensive der Tigers. In der Regel stehen fünf Akteure auf dem Feld, die allesamt in der Lage sind, offene Würfe zu versenken. Ab und an müssen die Tigers allerdings aufpassen, dass sie sich nicht zu sehr auf den Dreier versteifen. Eine gesunde Mischung aus Drive & Kick sorgt erst dafür, dass die Tigers sich ihren Rhythmus erspielen.

NBA & BBL Kandidaten: Von den drei Seniors des Kaders ist Bryce Brown derjenige, der am ehesten Hoffnungen auf eine Profikarriere hegen kann. Ob es jedoch für die NBA reicht, ist zu bezweifeln. Denn sein Spielertyp ist weit verbreitet und dafür spielt er nicht effizient und konstant genug. Ein Name, der mittelfristig für NBA Clubs interessant sein sollte, ist der von Chuma Okeke. Der Sophomore Forward kann nahezu jede Position verteidigen, hat einen guten Wurf und präsentiert sich im Angriff sehr spielintelligent, was ihn zu einem idealen Rollenspieler machen könnte.

Fun/Quick Facts: Pünktlich zur Senior Night präsentierten sich die Tigers nach einer einigermaßen ernüchternden SEC Saison wieder in besserer Form und durchkreuzten die Hoffnungen der Tennessee Volunteers auf den Conference Titel. Zum ersten Mal seit 1995 besiegten die Tigers an diesem Abend ein Top5 Team.

Tournament: Zu Saisonbeginn war die Euphorie im Lager der Raubkatzen durch den Bildschirm spürbar. Nach einem gleichermaßen eindrucksvollem wie auch überraschendem Vorjahr, das durch ein frühes und deutliches Ende in der zweiten Runde des Tournaments einen relativ unliebsamen Abschluss fand, sollte in diesem Jahr nun der nächste Schritt mit einem nahezu komplett erhaltenden Kader gelingen. Doch im Rahmen der SEC Saison setzte es so manche vermeidbare Niederlage. Besonders die fehlende Konstanz auf den Außenpositionen war immer mal wieder ein Thema.
Der Aufbauspieler der Tigers ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie auch der kleinste Spieler auf dem Court für ordentlich Wirbel sorgen und damit dem Gegner Knoten in die Beine spielen kann. Harpers Grundgeschwindigkeit bei all seinen Aktionen, bleibt für die meisten Gegenspieler unerreicht. Besonders im Fastbreak erreicht Harper eine Spitzengeschwindigkeit, die geradzu irrwitzig ist. Noch viel surrealer wirkt es, wenn er aus vollem Lauf scheinbar mühelos abbremst und in perfekter Balance zum Dreier hochsteigt. Harper hat eine Reichweite, die weit über die College Dreierlinie hinausgeht. Eigentlich muss er verteidigt werden, sobald er die Mittellinie überquert. Dadurch ist er noch schwieriger zu verteidigen, da seine Bewacher ihn auch weit entfernt vom Korb verteidigen müssen, wodurch er mehr Platz für seine Drives hat.
X-Faktor: Bryce Brown, Guard, 6'3'', Senior Der Backcourt Partner von Harper unterscheidet sich nur unwesentlich von Erstgenanntem. Bryce Brown ist ebenso wurfgewaltig wie sein kleinerer Nebenmann (40,4 Prozent bei dreieinhalb Treffern pro Spiel). Auch Brown hat kein Problem damit, mal zwei oder drei Dreier in Folge aus acht Metern zu nehmen und zu versenken. Während Harper jedoch auch seine Mitspieler im Auge behält und als Ballverteiler glänzt, ist Brown mehr als reiner Scoring Guard einzuordnen, der dann am effektivsten ist, wenn er 20 Punkte oder mehr in einem Spiel auflegt. Doch auch als Senior gönnt sich Brown immer mal wieder Leerlaufphasen, die er durch explositionsartige Scoringruns auszugleichen versucht. Findet Browns erster Wurf sein Ziel, ist das meist ein gutes Omen für Auburn.
Style: Bei den Tigers wird das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt. Schnelle Dreier in der Transition und viele Pick & Rolls sind dabei das bevorzugte Mittel der Wahl. Besonders der Distanzwurf ist fester Bestandteil der Offensive der Tigers. In der Regel stehen fünf Akteure auf dem Feld, die allesamt in der Lage sind, offene Würfe zu versenken. Ab und an müssen die Tigers allerdings aufpassen, dass sie sich nicht zu sehr auf den Dreier versteifen. Eine gesunde Mischung aus Drive & Kick sorgt erst dafür, dass die Tigers sich ihren Rhythmus erspielen.
NBA & BBL Kandidaten: Von den drei Seniors des Kaders ist Bryce Brown derjenige, der am ehesten Hoffnungen auf eine Profikarriere hegen kann. Ob es jedoch für die NBA reicht, ist zu bezweifeln. Denn sein Spielertyp ist weit verbreitet und dafür spielt er nicht effizient und konstant genug. Ein Name, der mittelfristig für NBA Clubs interessant sein sollte, ist der von Chuma Okeke. Der Sophomore Forward kann nahezu jede Position verteidigen, hat einen guten Wurf und präsentiert sich im Angriff sehr spielintelligent, was ihn zu einem idealen Rollenspieler machen könnte.
Fun/Quick Facts: Pünktlich zur Senior Night präsentierten sich die Tigers nach einer einigermaßen ernüchternden SEC Saison wieder in besserer Form und durchkreuzten die Hoffnungen der Tennessee Volunteers auf den Conference Titel. Zum ersten Mal seit 1995 besiegten die Tigers an diesem Abend ein Top5 Team.

Tournament: Zu Saisonbeginn war die Euphorie im Lager der Raubkatzen durch den Bildschirm spürbar. Nach einem gleichermaßen eindrucksvollem wie auch überraschendem Vorjahr, das durch ein frühes und deutliches Ende in der zweiten Runde des Tournaments einen relativ unliebsamen Abschluss fand, sollte in diesem Jahr nun der nächste Schritt mit einem nahezu komplett erhaltenden Kader gelingen. Doch im Rahmen der SEC Saison setzte es so manche vermeidbare Niederlage. Besonders die fehlende Konstanz auf den Außenpositionen war immer mal wieder ein Thema.
Baylor Bears
MVP: Mario Kegler, Wing, 6'7'', Sophomore
Der Mississippi State Transfer Mario Kegler bestreitet seine erste Saison für die meist Glühwürmchen gelb gekleideten Bears. Aufgrund der vielen Ausfälle und Verletzungen, von denen Kegler auch selbst nicht gänzlich verschont blieb, ist der Flügelspieler nun zu einem frühen Zeitpunkt seiner Karriere der wertvollste, da variabelste Akteur des Kaders. Auf allen Positionen hatten die Bears in dieser Saison schon Spieler zu ersetzen, die teils sehr unterschiedliche Spielertypen sind. Da ist es für Scott Drew ein Segen, dass Kegler die notwendige Flexibilität aufweist, um eine solche Vielzahl an Bränden löschen zu können. Kegler ist eigentlich ein Tweener, der aber auch mal als Fünfer fungieren oder als Slasher von der Dreierlinie zum Korb penetrieren und für sich oder andere kreieren kann. Der fehlende Wurf (28,6 Prozent) und seine Limitationen als Eins-gegen-Eins-Spieler sind jedoch nicht wegzudiskutieren.

X-Faktor: Makai Mason, Guard, 6'1'', Senior
Eigentlich ist Makai Mason der wertvollste Spieler der Bears. Doch nach wie vor ist Mason weit davon entfernt, sich in körperlich bester Verfassung zu präsentieren. Nach zwei Jahren, in denen er mehr oder weniger kalt gestellt war, zwickt der Fuß immer wieder und zwang ihn dazu, einige Spiele zu verpassen. Immerhin bewegt er sich schon wesentlich flüssiger als noch in den ersten Saisonspielen, in denen er de facto einbeinig die Offense dirigierte. Umso beeindruckender ist es, wie Mason eine Partie phasenweise zur persönlichen Chefsache ernennen und seinem Team mit entscheidenden Körben in einer knappen Schlussphase den Sieg einbringen kann. Genau diese Fähigkeit brauchen die Bears dringend von ihrem Topscorer (14,6 Zähler pro Spiel), wenn sie im Tournament einen Sieg einfahren wollen.

Style: Improvisation war für die Bears das Stichwort. Durch die vielen Veränderungen im Kader war es für Drew und seinen Coaching Staff kaum möglich, eine einheitliche Linie zu finden und einen Schwerpunkt für das eigene Spiel zu finden. Auf ihre 2-3-Matchup Zone ist jedoch Verlass und sie stellt Gegner weiterhin vor große Probleme, da sie für mächtig Verwirrung sorgt und unangenehm zu spielen ist. Offensiv bieten die Bears eine seltsame Mischung aus teils ansehnlichen Spielzügen auf der einen Seite und viel Ideenlosigkeit mit Notwürfen am anderen Ende des Spektrums.

NBA & BBL Kandidaten: Makai Mason ist relativ vielen Basketballfans in Deutschland wahrscheinlich schon ein Begriff. Durch seine deutsche Staatsangehörigkeit wird er für BBL Teams automatisch interessant und er hat sicher auch das Zeug zum BBL Spieler. Allerdings haben die Fragezeichen hinter seinem gesundheitlichen Status Bestand. Am College kann er dank seiner überlegenen Spielintelligenz auch einbeinig spielen. Das wird in der BBL ganz und gar nicht funktionieren.

Fun/Quick Facts: King McClure und Jake Lindsey sind seit ihrer gemeinsamen Freshman Saison eng befreundet und Roommates. Während McClure bereits ein Jahr wegen eines Herzfehlers verpasste und dabei auf die Unterstützung von Lindsey zählen konnte, sind in diesem Jahr die Rollen vertauscht. Lindseys anhaltende Rückenbeschwerden erforderten in dieser Saison eine Zwangspause. Um die Verbundenheit mit Lindsey auszudrücken, entschied sich McClure daher, die Rückennummer zu wechseln und die Nummer drei seines Freundes zu tragen.

Tournament: Vor der Saison waren die Bears ein Team, das mit viel Glück und gutem Willen als Borderline Tournament Team eingeschätzt wurde. In Anbetracht des verkorksten Saisonstarts (6:4 Bilanz nach zehn Spielen und Niederlagen gegen Texas Southern und Stephen F. Austin), der vielen Verletzungen und des insgesamt mäßigen Talentlevels ist die Grenze zum Wunder längst überschritten. Die Bears im Tournament zu sehen, ist größtenteils auf die gute Coaching Leistung von Scott Drew zurückzuführen, der aus allen Spielern das absolute Optimum herausholen konnte. Ob es im Tournament zu weiteren Achtungserfolgen oder aber auch tatsächlichen Siegen reicht, wird hauptsächlich dadurch entschieden, wie fit Makai Mason ist. Mit einem Mason in ordentlicher Tagesform und der Zonenverteidigung in der Hinterhand wird Baylor schnell zum unangenehmen Gegner.
Der Mississippi State Transfer Mario Kegler bestreitet seine erste Saison für die meist Glühwürmchen gelb gekleideten Bears. Aufgrund der vielen Ausfälle und Verletzungen, von denen Kegler auch selbst nicht gänzlich verschont blieb, ist der Flügelspieler nun zu einem frühen Zeitpunkt seiner Karriere der wertvollste, da variabelste Akteur des Kaders. Auf allen Positionen hatten die Bears in dieser Saison schon Spieler zu ersetzen, die teils sehr unterschiedliche Spielertypen sind. Da ist es für Scott Drew ein Segen, dass Kegler die notwendige Flexibilität aufweist, um eine solche Vielzahl an Bränden löschen zu können. Kegler ist eigentlich ein Tweener, der aber auch mal als Fünfer fungieren oder als Slasher von der Dreierlinie zum Korb penetrieren und für sich oder andere kreieren kann. Der fehlende Wurf (28,6 Prozent) und seine Limitationen als Eins-gegen-Eins-Spieler sind jedoch nicht wegzudiskutieren.
X-Faktor: Makai Mason, Guard, 6'1'', Senior Eigentlich ist Makai Mason der wertvollste Spieler der Bears. Doch nach wie vor ist Mason weit davon entfernt, sich in körperlich bester Verfassung zu präsentieren. Nach zwei Jahren, in denen er mehr oder weniger kalt gestellt war, zwickt der Fuß immer wieder und zwang ihn dazu, einige Spiele zu verpassen. Immerhin bewegt er sich schon wesentlich flüssiger als noch in den ersten Saisonspielen, in denen er de facto einbeinig die Offense dirigierte. Umso beeindruckender ist es, wie Mason eine Partie phasenweise zur persönlichen Chefsache ernennen und seinem Team mit entscheidenden Körben in einer knappen Schlussphase den Sieg einbringen kann. Genau diese Fähigkeit brauchen die Bears dringend von ihrem Topscorer (14,6 Zähler pro Spiel), wenn sie im Tournament einen Sieg einfahren wollen.
Style: Improvisation war für die Bears das Stichwort. Durch die vielen Veränderungen im Kader war es für Drew und seinen Coaching Staff kaum möglich, eine einheitliche Linie zu finden und einen Schwerpunkt für das eigene Spiel zu finden. Auf ihre 2-3-Matchup Zone ist jedoch Verlass und sie stellt Gegner weiterhin vor große Probleme, da sie für mächtig Verwirrung sorgt und unangenehm zu spielen ist. Offensiv bieten die Bears eine seltsame Mischung aus teils ansehnlichen Spielzügen auf der einen Seite und viel Ideenlosigkeit mit Notwürfen am anderen Ende des Spektrums.
NBA & BBL Kandidaten: Makai Mason ist relativ vielen Basketballfans in Deutschland wahrscheinlich schon ein Begriff. Durch seine deutsche Staatsangehörigkeit wird er für BBL Teams automatisch interessant und er hat sicher auch das Zeug zum BBL Spieler. Allerdings haben die Fragezeichen hinter seinem gesundheitlichen Status Bestand. Am College kann er dank seiner überlegenen Spielintelligenz auch einbeinig spielen. Das wird in der BBL ganz und gar nicht funktionieren.
Fun/Quick Facts: King McClure und Jake Lindsey sind seit ihrer gemeinsamen Freshman Saison eng befreundet und Roommates. Während McClure bereits ein Jahr wegen eines Herzfehlers verpasste und dabei auf die Unterstützung von Lindsey zählen konnte, sind in diesem Jahr die Rollen vertauscht. Lindseys anhaltende Rückenbeschwerden erforderten in dieser Saison eine Zwangspause. Um die Verbundenheit mit Lindsey auszudrücken, entschied sich McClure daher, die Rückennummer zu wechseln und die Nummer drei seines Freundes zu tragen.
Tournament: Vor der Saison waren die Bears ein Team, das mit viel Glück und gutem Willen als Borderline Tournament Team eingeschätzt wurde. In Anbetracht des verkorksten Saisonstarts (6:4 Bilanz nach zehn Spielen und Niederlagen gegen Texas Southern und Stephen F. Austin), der vielen Verletzungen und des insgesamt mäßigen Talentlevels ist die Grenze zum Wunder längst überschritten. Die Bears im Tournament zu sehen, ist größtenteils auf die gute Coaching Leistung von Scott Drew zurückzuführen, der aus allen Spielern das absolute Optimum herausholen konnte. Ob es im Tournament zu weiteren Achtungserfolgen oder aber auch tatsächlichen Siegen reicht, wird hauptsächlich dadurch entschieden, wie fit Makai Mason ist. Mit einem Mason in ordentlicher Tagesform und der Zonenverteidigung in der Hinterhand wird Baylor schnell zum unangenehmen Gegner.
Belmont Bruins
MVP: Dylan Windler, Wing, 6'8'', Senior
Wenn es einen Spieler geben sollte, den der Gelegenheitszuschauer beim Tournament gesehen haben muss, kann es neben Zion Williamson und vielleicht noch Ja Morant eigentlich nur Dylan Windler sein, der als Ziel auserkoren wird. Der Linkshänder schafft es, dass Basketball Fundamentals, die gerne als langweilig verpönt werden, spannend aussehen. 20,8 Punkte pro Partie entstehen nicht mehr per Zufall. Besonders die Effizienz im Scoring ist atemberaubend. Mit einem True Shooting von 68,2 Prozent erreicht Windler Sphären, von denen die meisten Collegespieler, auf denen ein Großteil der Angriffsbemühungen ihres Teams lastet, nur in ihren kühnsten Vorstellungen träumen. Dass er neben auch noch ein Auge für den Mitspieler als Pick & Roll Ballhandler besitzt und sich mehr als zehn Rebounds im Schnitt sichert, sind nette Boni.

X-Faktor: Nick Muszynski, Big, 6'11'', Freshman
Die Wunderheiler werden in den letzten Tagen alle Hände voll damit zu tun gehabt haben, mit ihren Salben und Mittelchen den Fuß von Nick Muszynski einzubalsamieren. Nach einer Knöchelverletzung spielte der Freshman Dienstagnacht de facto einbeinig und konnte sich kaum bewegen. Dass er dennoch einen positiven Einfluss auf das Spiel ausüben konnte, zeigt, wie talentiert der Freshman ist. Er passt perfekt zur Spielweise der Bruins, da er im Lowpost zu finishen weiß und sich als Abroller im Pick & Roll hervorragend nach eigenen Screens, die schon sehr gut treffen, abrollt. Neben seiner 14,9 Punkte stechen vor allem noch die 2,7 Assists hervor, die er entweder als Playmaker mit dem Rücken zum Korb oder aber nach Short Rolls aus dem Pick & Roll verteilt.

Style: Die Offense der Bruins ist eine Wonne für den neutralen Betrachter. Jeder in der Halle weiß, dass sie ihre Kontrahenten mit Dreiern und Backdoorcuts schlagen wollen, doch die Gegner können es einfach nicht verhindern. Das liegt vor allem an Rick Byrds intelligenter Offense. Besonders aus Auszeiten heraus kreiert Byrd nahezu jedes Mal eine Situation, in der einer seiner Spieler nach einem Backdoorcut einen offenen Layup erhält. Resultat ist die zweithöchste Quote aus dem Zweierbereich unter allen NCAA Teams. Als Mannschaft treffen die Bruins 59,9 Prozent ihrer Versuche innerhalb der Dreierlinie.

NBA & BBL Kandidaten: Das Alleinstellungsmerkmal, das Dylan Windler möglicherweise besitzt, besteht darin, dass er als zentrale Figur einer der besten Offensiven der NCAA kein Ego besitzt und er sich in der NBA problemlos als Rollenspieler einfügen sollte. Im Idealfall mutiert er in eine Light Version von Joe Ingles.

Fun/Quick Facts: Fünf aktive Division I Trainer in der NCAA weisen mindestens 800 Siege in ihrer Coaching Vita auf. Einer davon ist Rick Byrd. Zum achten Mal nimmt er mit seinem Team am Tournament teil und der Sieg über Temple am vergangenen Dienstag markiert dabei den ersten Sieg in diesem Setting, nach sieben Niederlagen in den Versuchen zuvor.

Tournament: Die Art und Weise, wie das Teilnehmerfeld zustandekommt und wie intransparent das Verfahren ist, sorgt immer wieder für Ärgernisse und ist ein leidiges Thema für alle Beteiligten. Umso erfreulicher ist daher die diesjährige Bewertung des verantwortlichen Komitees einzustufen, den Bruins ein At-large-Bid zuzusprechen und ihnen damit trotz einer Finalniederlage in der OVC einen Startplatz zu gewähren. Mit ihrem Sieg gegen Temple haben sie diese Entscheidung schon in Teilen gerechtfertigt. Abhängig von dem Gesundheitszustand ihres Bigs Nick Muszynski wird das jedoch nicht der einzige Sieg an diesem Wochenende bleiben. Die Bruins haben das Potential für das zweite Wochenende.
Wenn es einen Spieler geben sollte, den der Gelegenheitszuschauer beim Tournament gesehen haben muss, kann es neben Zion Williamson und vielleicht noch Ja Morant eigentlich nur Dylan Windler sein, der als Ziel auserkoren wird. Der Linkshänder schafft es, dass Basketball Fundamentals, die gerne als langweilig verpönt werden, spannend aussehen. 20,8 Punkte pro Partie entstehen nicht mehr per Zufall. Besonders die Effizienz im Scoring ist atemberaubend. Mit einem True Shooting von 68,2 Prozent erreicht Windler Sphären, von denen die meisten Collegespieler, auf denen ein Großteil der Angriffsbemühungen ihres Teams lastet, nur in ihren kühnsten Vorstellungen träumen. Dass er neben auch noch ein Auge für den Mitspieler als Pick & Roll Ballhandler besitzt und sich mehr als zehn Rebounds im Schnitt sichert, sind nette Boni.
X-Faktor: Nick Muszynski, Big, 6'11'', Freshman Die Wunderheiler werden in den letzten Tagen alle Hände voll damit zu tun gehabt haben, mit ihren Salben und Mittelchen den Fuß von Nick Muszynski einzubalsamieren. Nach einer Knöchelverletzung spielte der Freshman Dienstagnacht de facto einbeinig und konnte sich kaum bewegen. Dass er dennoch einen positiven Einfluss auf das Spiel ausüben konnte, zeigt, wie talentiert der Freshman ist. Er passt perfekt zur Spielweise der Bruins, da er im Lowpost zu finishen weiß und sich als Abroller im Pick & Roll hervorragend nach eigenen Screens, die schon sehr gut treffen, abrollt. Neben seiner 14,9 Punkte stechen vor allem noch die 2,7 Assists hervor, die er entweder als Playmaker mit dem Rücken zum Korb oder aber nach Short Rolls aus dem Pick & Roll verteilt.
Style: Die Offense der Bruins ist eine Wonne für den neutralen Betrachter. Jeder in der Halle weiß, dass sie ihre Kontrahenten mit Dreiern und Backdoorcuts schlagen wollen, doch die Gegner können es einfach nicht verhindern. Das liegt vor allem an Rick Byrds intelligenter Offense. Besonders aus Auszeiten heraus kreiert Byrd nahezu jedes Mal eine Situation, in der einer seiner Spieler nach einem Backdoorcut einen offenen Layup erhält. Resultat ist die zweithöchste Quote aus dem Zweierbereich unter allen NCAA Teams. Als Mannschaft treffen die Bruins 59,9 Prozent ihrer Versuche innerhalb der Dreierlinie.
NBA & BBL Kandidaten: Das Alleinstellungsmerkmal, das Dylan Windler möglicherweise besitzt, besteht darin, dass er als zentrale Figur einer der besten Offensiven der NCAA kein Ego besitzt und er sich in der NBA problemlos als Rollenspieler einfügen sollte. Im Idealfall mutiert er in eine Light Version von Joe Ingles.
Fun/Quick Facts: Fünf aktive Division I Trainer in der NCAA weisen mindestens 800 Siege in ihrer Coaching Vita auf. Einer davon ist Rick Byrd. Zum achten Mal nimmt er mit seinem Team am Tournament teil und der Sieg über Temple am vergangenen Dienstag markiert dabei den ersten Sieg in diesem Setting, nach sieben Niederlagen in den Versuchen zuvor.
Tournament: Die Art und Weise, wie das Teilnehmerfeld zustandekommt und wie intransparent das Verfahren ist, sorgt immer wieder für Ärgernisse und ist ein leidiges Thema für alle Beteiligten. Umso erfreulicher ist daher die diesjährige Bewertung des verantwortlichen Komitees einzustufen, den Bruins ein At-large-Bid zuzusprechen und ihnen damit trotz einer Finalniederlage in der OVC einen Startplatz zu gewähren. Mit ihrem Sieg gegen Temple haben sie diese Entscheidung schon in Teilen gerechtfertigt. Abhängig von dem Gesundheitszustand ihres Bigs Nick Muszynski wird das jedoch nicht der einzige Sieg an diesem Wochenende bleiben. Die Bruins haben das Potential für das zweite Wochenende.
Bradley Braves
MVP: Darrell Brown, Guard, 5'10'', Junior
Aufbauspieler und Topscorer der Braves ist Darrell Brown. Brown hat Geschehen voll im Griff und findet meist eine gute Mischung aus Ansagen an die Mitspieler und eigener Kreation in der Offensive. Brown ist mit 43,9 Prozent Trefferquote ein exzellenter Schütze aus der Distanz und kann zusätzlich aus dem Pick & Roll geschickte Lösungen finden. Bei den Pocketpässen, die er regelmäßig auf die abrollenden Bigs spielt, kommt ihm seiner vergleichsweise geringe Körpergröße zu Gute, da er Winkel findet, die größeren Aufbauspielern bei Bodenpässen verwehrt wären. Auf der anderen Seite ist er nicht der beste Finisher am Brett, was auch daran liegt, dass die offenen Würfe seiner Mitspieler nicht oft genug ihr Ziel finden und gegnerische Verteidigungsreihen absinken.

X-Faktor: Elijah Childs, Big, 6'7'', Sophomore
Ein Big Man im traditionellen Sinne ist Elijah Childs sicherlich nicht. Mit einer Größe von 6'7'' und seiner eher drahtigen Gestalt ist Childs dennoch ein unangenehmes Matchup. Denn dank seiner Athletik und Wendigkeit fühlt er sich in der Halbdistanzwurf am wohlsten, von wo aus er im Faceup seine meist langsameren Gegenspieler gerne mal links liegen lässt. Childs ist bei seinen Finishes ebenfalls schwer zu stoppen, da er als Linkshänder teils seltsame Bewegungen probiert, um wieder zu seiner stärkeren Hand zurückkehren zu können. Wenn Childs es schafft, den Braves als einigermaßen verlässliche Option in Brettnähe zur Verfügung zu stehen, kann Teamoffense sich gleich viel variabler präsentieren.

Style: Die Braves lieben im Angriff Side Pick & Rolls, bei denen die Ballseite komplett frei geräumt ist und der zweite Big erst im letzten Moment vom gegenüberliegenden Zonenrand zur Dreierlinie sprintet. Oft genug entsteht dadurch Verwirrung in der Verteidigung des Gegners, weil sich die Beteiligten unsicher sind, wer und wann für die Helpside verantwortlich ist. Dadurch ergaunern sich die Braves viele einfache Punkte. Klappt dies nicht direkt im ersten Versuch, kann daraus auch eine Ballscreen Motion werden, aus der sie auch immer wieder Backdoorcuts einstreuen. Grundsätzlich versuchen die Braves allerdings eher ihre Spiele über die Defense zu gewinnen.

NBA & BBL Kandidaten: Für die NBA gibt es in diesem Kader keinen Kandidaten. Allerdings haben zwei Europäer nun ihren Abschluss in der Tasche und werden nach ihrem letzten Spiel in der Uniform Bradleys die Rückkehr auf den "alten Kontinent" antreten. Der Londoner Dwayne Lautier-Ogunleye ist ein Allrounder und vielleicht der beste Verteidiger des Teams. Luuk van Bree stammt aus den Niederlanden, durchlief auf den Kanaren die Ausbildung der dortigen Akademie und ist mit seinen Stretch Qualitäten ein wichtiger Spielertyp für die Mannschaft.

Fun/Quick Facts: 17 Minuten vor dem Ende des MVC Finales lagen die Braves mit 18 Punkten zurück, weswegen sich Coach Brian Wardle bereits so kurz nach der Halbzeit für eine schnelle Auszeit entschied, die auch Früchte trug. Es folgten das höchste Comeback der MVC Finalgeschichte und der Titelgewinn dank eines 40:19 Finishes.

Tournament: Als Trainer Brian Wardle nach dem gewonnen MVC Finale zum Interview gebeten wurde, fiel mindestens drei Mal die Umschreibung, dass zu mehreren Zeitpunkten der Saison niemand an die Braves geglaubt habe und sie dennoch den Weg aus ihrer Misere gefunden hätten. Tatsächlich waren die Braves zwischenzeitlich bei einer 8:10-Bilanz angelangt und konnten letztlich doch noch 20 Siege einfahren. Für Wardle selbst dürfte die erste Tournament Teilnahme seiner Karriere eine wahre Genugtuung sein. Wardle hat nach seiner Zeit in Green Bay auch bei Bradley hervorragende Arbeit geleistet und darf sich nun über die Tournament Teilnahme freuen. Für einen Upset muss vieles optimal laufen, doch Guardplay und Toughness haben die Braves.
Aufbauspieler und Topscorer der Braves ist Darrell Brown. Brown hat Geschehen voll im Griff und findet meist eine gute Mischung aus Ansagen an die Mitspieler und eigener Kreation in der Offensive. Brown ist mit 43,9 Prozent Trefferquote ein exzellenter Schütze aus der Distanz und kann zusätzlich aus dem Pick & Roll geschickte Lösungen finden. Bei den Pocketpässen, die er regelmäßig auf die abrollenden Bigs spielt, kommt ihm seiner vergleichsweise geringe Körpergröße zu Gute, da er Winkel findet, die größeren Aufbauspielern bei Bodenpässen verwehrt wären. Auf der anderen Seite ist er nicht der beste Finisher am Brett, was auch daran liegt, dass die offenen Würfe seiner Mitspieler nicht oft genug ihr Ziel finden und gegnerische Verteidigungsreihen absinken.
X-Faktor: Elijah Childs, Big, 6'7'', Sophomore Ein Big Man im traditionellen Sinne ist Elijah Childs sicherlich nicht. Mit einer Größe von 6'7'' und seiner eher drahtigen Gestalt ist Childs dennoch ein unangenehmes Matchup. Denn dank seiner Athletik und Wendigkeit fühlt er sich in der Halbdistanzwurf am wohlsten, von wo aus er im Faceup seine meist langsameren Gegenspieler gerne mal links liegen lässt. Childs ist bei seinen Finishes ebenfalls schwer zu stoppen, da er als Linkshänder teils seltsame Bewegungen probiert, um wieder zu seiner stärkeren Hand zurückkehren zu können. Wenn Childs es schafft, den Braves als einigermaßen verlässliche Option in Brettnähe zur Verfügung zu stehen, kann Teamoffense sich gleich viel variabler präsentieren.
Style: Die Braves lieben im Angriff Side Pick & Rolls, bei denen die Ballseite komplett frei geräumt ist und der zweite Big erst im letzten Moment vom gegenüberliegenden Zonenrand zur Dreierlinie sprintet. Oft genug entsteht dadurch Verwirrung in der Verteidigung des Gegners, weil sich die Beteiligten unsicher sind, wer und wann für die Helpside verantwortlich ist. Dadurch ergaunern sich die Braves viele einfache Punkte. Klappt dies nicht direkt im ersten Versuch, kann daraus auch eine Ballscreen Motion werden, aus der sie auch immer wieder Backdoorcuts einstreuen. Grundsätzlich versuchen die Braves allerdings eher ihre Spiele über die Defense zu gewinnen.
NBA & BBL Kandidaten: Für die NBA gibt es in diesem Kader keinen Kandidaten. Allerdings haben zwei Europäer nun ihren Abschluss in der Tasche und werden nach ihrem letzten Spiel in der Uniform Bradleys die Rückkehr auf den "alten Kontinent" antreten. Der Londoner Dwayne Lautier-Ogunleye ist ein Allrounder und vielleicht der beste Verteidiger des Teams. Luuk van Bree stammt aus den Niederlanden, durchlief auf den Kanaren die Ausbildung der dortigen Akademie und ist mit seinen Stretch Qualitäten ein wichtiger Spielertyp für die Mannschaft.
Fun/Quick Facts: 17 Minuten vor dem Ende des MVC Finales lagen die Braves mit 18 Punkten zurück, weswegen sich Coach Brian Wardle bereits so kurz nach der Halbzeit für eine schnelle Auszeit entschied, die auch Früchte trug. Es folgten das höchste Comeback der MVC Finalgeschichte und der Titelgewinn dank eines 40:19 Finishes.
Tournament: Als Trainer Brian Wardle nach dem gewonnen MVC Finale zum Interview gebeten wurde, fiel mindestens drei Mal die Umschreibung, dass zu mehreren Zeitpunkten der Saison niemand an die Braves geglaubt habe und sie dennoch den Weg aus ihrer Misere gefunden hätten. Tatsächlich waren die Braves zwischenzeitlich bei einer 8:10-Bilanz angelangt und konnten letztlich doch noch 20 Siege einfahren. Für Wardle selbst dürfte die erste Tournament Teilnahme seiner Karriere eine wahre Genugtuung sein. Wardle hat nach seiner Zeit in Green Bay auch bei Bradley hervorragende Arbeit geleistet und darf sich nun über die Tournament Teilnahme freuen. Für einen Upset muss vieles optimal laufen, doch Guardplay und Toughness haben die Braves.
Buffalo Bulls
MVP: C.J, Massinburg, Guard, 6'3'', SeniorDas Herz und die Seele der Bulls ist C.J. Massinburg. Das liegt aber nicht nur daran, dass er mit 18,3 Punkten pro Spiel der eifrigste Punktesammler seiner Mannschaft ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Team MVPs ist sich Massinburg für keine Aufgabe zu schade. Der beste Verteidiger des Teams ist er zwar auch nicht, aber das liegt weniger an Massinburg, der auch an diesem Ende immer Vollgas gibt, sondern an den vielen Spezialisten der Bulls in dieser Hinsicht. Massinburg ist in jedem Fall ein überaus solider Verteidiger und exzellenter Rebounder (6,5 Rebounds pro Spiel). Nach dem Weggang von Aufbauspieler Wes Clark ist C.J. Massinburg in dieser Saison auch zusehends als Aufbauspieler und Organisator gefragt. Mit dieser Verantwortung kommt er immer geschmeidiger zurecht.
X-Faktor: Jeremy Harris, Guard, 6'7'', Senior Das MAC Finale war ein gutes Beispiel dafür, wie dominant Jeremy Harris am College auftreten könnte, wenn er ein wenig Konstanz in sein Spiel bekommen würde. Harris hat alle Anlagen, die ein moderner Außenspieler für jedwedes Spiellevel besitzen sollte. Der Linkshänder hat das Auge, die Passqualitäten und das Ballhandling eines klassischen Aufbauspielers. Dazu gesellen sich ein sehr ordentlicher Wurf, den er besonders als Pull-up gerne anbringt, und eine gute Größe, die ihm beim Finish in Brettnähe hilft. Gerade als Vollstrecker in der Zone hat sich Harris enorm gesteigert. Zwar ist er immer noch etwas schmächtig, doch über seinen Touch kann er viele Situationen lösen.

Style: An beiden Enden des Feldes gehören die Bulls zum besten, was die NCAA zu bieten. Coach Nate Oats gebührt eine Menge Respekt dafür, wie schnell er seine Kultur bei den Bulls etablieren konnte und wie stilsicher er in seiner Wahl war. In der Defensive entfachen die MAC Champs eine wahnwitzig hohe Intensität und hängen ihren Gegenspielern in der Hose. Im Angriff spielt Buffalo ungemein erwachsen. Mismatches werden konsequent ausgenutzt und durch gute Isolationplays zu Tage gefördert. Da die Bulls viele Spieler mit Mismatch Potential im Kader haben, können sie eigentlich immer auf diese Option zurückgreifen.
NBA & BBL Kandidaten: C.J. Massinburg wird sich das eine oder andere Workout von NBA Teams erarbeiten. Ob er unbedingt in die NBA passt, hängt bei ihm sehr davon ab, in welchem Setting er landet. Das Niveau für ein hohes europäisches Level hat er als Two-Way-Player auf jeden Fall. Jeremy Harris könnte für NBA Teams fast interessanter sein, da er deutlich größer ist und mit dieser Körperhöhe das Ballhandling übernehmen kann. Nick Perkins ist als bulliger Small Ball Fünfer mit Schuss eine Option für europäische Teams.
Fun/Quick Facts: Die bereits angerissene Kultur ist Oats und seinem Coaching Staff sehr wichtig. Jedes Basketballteam der Welt schreibt sich auf die Fahne, härter als der Gegner spielen zu wollen, doch nur wenigen Teams gelingt dies konstant - gerade am College sind Schwankungen normal. Daher ist die Verlässlichkeit der Bulls in dieser Hinsicht hervorzuheben. Transportiert wird dieses Credo unter anderem dadurch, dass die Coaches der Bulls bei jedem Shootaround Blue Collar Hemden tragen.
Tournament: Buffalo ist seit Saisonbeginn ein Team, das als neue Cinderella Story avisiert wird. Nachdem sie im letzten Jahr Deandre Ayton und Arizona in der ersten Runde des Tournaments demolierten, ist das diesjährige Team fast noch besser besetzt und auf jeden Fall um Einiges erfahrener. Daher ist es auch eigentlich widersinnig, die Bulls noch als Underdog betiteln zu wollen. Immerhin sind sie seit Wochen fester Bestandteil der Top25 Polls, die es in der NCAA traditionell zur Orientierung der Spielstärke einzelner Teams gibt. Das zweite Wochenende sollten die Bulls auf jeden Fall im Auge haben. Ob es für mehr reicht, hängt vor allem davon ab, wie wellenförmig Buffalo das eigene Potential abruft. Während eines Spiels erlaubt sich das Team von Nate Oats immer wieder Durchhängerphasen, auf die jedoch aus dem Nichts eigene explosionsartige Ausbrüche und Runs folgen können. Das potentielle Zweitrundenmatchup mit den Texas Tech Red Raiders würde viel Feuer versprechen.
Cincinnati Bearcats
MVP: Jarron Cumberland, Wing, 6'5'', Junior
Nachdem sich Jacob Evans im vergangenen Frühling für einen vorzeitigen Abgang und den NBA Draft entschied, war relativ schnell klar, dass nun künftig alle Verantwortung in der Offensive auf dem anderen toughen Flügelspieler der Bearcats lasten würde. Dieser Erwartungshaltung wurde Jarron Cumberland in dieser Spielzeit mehr als gerecht. Nach wie vor ist Cumberland der perfekte Spielertyp für Trainer Mick Cronin. Cumberland ist ein breit gebauter Wing, dessen Ballhandling für Drives in die Zone ausreicht, wo er mit seiner Masse dann kaum zu stoppen ist. Die wichtigste Entwicklung war jedoch die Verbesserung des Distanzwurfes (39,1 Prozent). Ästhetisch ist die Form nach wie vor nicht, doch die Konstanz der Bewegung sorgt dafür, dass Cumberland mittlerweile ein gefährlicher Schütze ist. Da Cincy auch dieses Jahr wieder ein Team ist, das gerne mal Schwierigkeiten mit dem Punkten hat, wirkt es auf alle Mitspieler beruhigend zu wissen, dass Cumberland im Eins-gegen-Eins von der Birne mit seinen Spinmoves im Zweifelsfall produzieren kann.

X-Faktor: Cane Broome, Guard, 6'0'', Senior
Doch auch Cumberland und die hartnäckige Defense der Defense können als Duett auf dem höchsten NCAA Niveau nicht dafür sorgen, dass die Bearcats Spiele gewinnen. Im Angriff ist Cumberland auf Unterstützung angewiesen. Das Zünglein an der Waage war in dieser Saison schon das eine oder andere Mal Cane Broome. Der sechste Mann sorgte beispielsweise mit zwei wichtigen Dreier in seiner Heimatstadt bei den UConn Huskies für die entscheidenden Punkte. Grundsätzlich ist der Linkshänder bei seinen Würfen streaky und kann gerne heißlaufen.

Style: Der Kader des vergangenen Jahres war ohne Zweifel talentierter, dazu aber auch erfahrener und physisch ausgeglichener aufgestellt. Umso beeindruckender war die bisher souveräne Saison der Bearcats zu verfolgen. Bei keinem anderen Cincy Team der vergangenen Jahre war die Toleranzgrenze bei Fehlern so gering wie in der diesjährigen Edition. Unter dieser Voraussetzung ackern die Guards in ihrer Matchup-Zone pausenlos, kommunizieren sich die Lunge aus dem Leib und die Bigs geben sich auch beim Rebounding größte Mühe, auch wenn sie hier nach Geschmack ihres Trainers zu oft das Nachsehen haben. Offensiv legen die Bearcats ihre Hoffnung in die Hände von Cumberland und sind um jeden Fastbreakpunkt dankbar.

NBA & BBL Kandidaten: Jarron Cumberland ist Kopf und Herz des Teams und wird sicherlich irgendwann auf NBA Parkett auflaufen. Er ist nicht der prototypische NBA Spieler und wird sich auch eher nicht auf Dauer in der Liga halten können, doch in seiner Art erinnert der Flügelspieler an den ehemaligen Cincy Alumnus Sean Kilpatrick, der mittlerweile Erfahrung in NBA und Euroleague in seiner Vita aufweisen kann. Ein gewisses Sleeper Potential besitzt Sophomore Keith Williams. Als Athlet auf dem Flügel ist er im Angriff noch limitiert, dafür aber schon ein guter Verteidiger und möglicher 3-and-D-Kandidat

Fun/Quick Facts: Die Saisoneröffnung sollte eine neue Ära einläuten. Denn es war das erste Heimspiel im alten und neuen Wohnzimmer, der Fifth Third Arena. Nach einer Saison des Ausweichens auf die Arena der Northern Kentucky University spielten die Ohio State Buckeyes jedoch die Partycrasher und entführten den Sieg aus dem feindlichem Refugium. Immerhin: Seitdem verloren die Bearcats kein weiteres Heimspiel mehr.

Tournament: Nach dem bitteren Aus gegen Nevada in der zweiten Runde des letztjährigen Tournaments werden die Bearcats und besonders Coach Cronin darauf brennen, endlich wieder zum ersten Mal seit 2012 das erste Wochenende zu überstehen. Realistisch betrachtet wird das jedoch ein sehr schwieriges Unterfangen. Die Defense der Bearcats wird für Verwirrung sorgen, doch offensiv liefern sie zu oft karge Kost. Zudem ist das Seeding an 7 keine optimale Voraussetzung.
Nachdem sich Jacob Evans im vergangenen Frühling für einen vorzeitigen Abgang und den NBA Draft entschied, war relativ schnell klar, dass nun künftig alle Verantwortung in der Offensive auf dem anderen toughen Flügelspieler der Bearcats lasten würde. Dieser Erwartungshaltung wurde Jarron Cumberland in dieser Spielzeit mehr als gerecht. Nach wie vor ist Cumberland der perfekte Spielertyp für Trainer Mick Cronin. Cumberland ist ein breit gebauter Wing, dessen Ballhandling für Drives in die Zone ausreicht, wo er mit seiner Masse dann kaum zu stoppen ist. Die wichtigste Entwicklung war jedoch die Verbesserung des Distanzwurfes (39,1 Prozent). Ästhetisch ist die Form nach wie vor nicht, doch die Konstanz der Bewegung sorgt dafür, dass Cumberland mittlerweile ein gefährlicher Schütze ist. Da Cincy auch dieses Jahr wieder ein Team ist, das gerne mal Schwierigkeiten mit dem Punkten hat, wirkt es auf alle Mitspieler beruhigend zu wissen, dass Cumberland im Eins-gegen-Eins von der Birne mit seinen Spinmoves im Zweifelsfall produzieren kann.
X-Faktor: Cane Broome, Guard, 6'0'', Senior Doch auch Cumberland und die hartnäckige Defense der Defense können als Duett auf dem höchsten NCAA Niveau nicht dafür sorgen, dass die Bearcats Spiele gewinnen. Im Angriff ist Cumberland auf Unterstützung angewiesen. Das Zünglein an der Waage war in dieser Saison schon das eine oder andere Mal Cane Broome. Der sechste Mann sorgte beispielsweise mit zwei wichtigen Dreier in seiner Heimatstadt bei den UConn Huskies für die entscheidenden Punkte. Grundsätzlich ist der Linkshänder bei seinen Würfen streaky und kann gerne heißlaufen.
Style: Der Kader des vergangenen Jahres war ohne Zweifel talentierter, dazu aber auch erfahrener und physisch ausgeglichener aufgestellt. Umso beeindruckender war die bisher souveräne Saison der Bearcats zu verfolgen. Bei keinem anderen Cincy Team der vergangenen Jahre war die Toleranzgrenze bei Fehlern so gering wie in der diesjährigen Edition. Unter dieser Voraussetzung ackern die Guards in ihrer Matchup-Zone pausenlos, kommunizieren sich die Lunge aus dem Leib und die Bigs geben sich auch beim Rebounding größte Mühe, auch wenn sie hier nach Geschmack ihres Trainers zu oft das Nachsehen haben. Offensiv legen die Bearcats ihre Hoffnung in die Hände von Cumberland und sind um jeden Fastbreakpunkt dankbar.
NBA & BBL Kandidaten: Jarron Cumberland ist Kopf und Herz des Teams und wird sicherlich irgendwann auf NBA Parkett auflaufen. Er ist nicht der prototypische NBA Spieler und wird sich auch eher nicht auf Dauer in der Liga halten können, doch in seiner Art erinnert der Flügelspieler an den ehemaligen Cincy Alumnus Sean Kilpatrick, der mittlerweile Erfahrung in NBA und Euroleague in seiner Vita aufweisen kann. Ein gewisses Sleeper Potential besitzt Sophomore Keith Williams. Als Athlet auf dem Flügel ist er im Angriff noch limitiert, dafür aber schon ein guter Verteidiger und möglicher 3-and-D-Kandidat
Fun/Quick Facts: Die Saisoneröffnung sollte eine neue Ära einläuten. Denn es war das erste Heimspiel im alten und neuen Wohnzimmer, der Fifth Third Arena. Nach einer Saison des Ausweichens auf die Arena der Northern Kentucky University spielten die Ohio State Buckeyes jedoch die Partycrasher und entführten den Sieg aus dem feindlichem Refugium. Immerhin: Seitdem verloren die Bearcats kein weiteres Heimspiel mehr.
Tournament: Nach dem bitteren Aus gegen Nevada in der zweiten Runde des letztjährigen Tournaments werden die Bearcats und besonders Coach Cronin darauf brennen, endlich wieder zum ersten Mal seit 2012 das erste Wochenende zu überstehen. Realistisch betrachtet wird das jedoch ein sehr schwieriges Unterfangen. Die Defense der Bearcats wird für Verwirrung sorgen, doch offensiv liefern sie zu oft karge Kost. Zudem ist das Seeding an 7 keine optimale Voraussetzung.
Colgate Raiders
MVP: Rapolas Ivanauskas, Big, 6'10'', Junior Es gibt Spieler, bei denen ist der Scouting Report schnell erledigt, da sie sehr klare Tendenzen aufweisen, die sie gebetsmühlenartig wiederholen. Dann gibt es Spieler, die so gut in ihren Routinen sind, dass es schwierig ist sie trotz Vorkenntnissen über ihre Fähigkeiten am Punkten zu hindern. Und dann gibt es auch noch Spieler wie Rapolas Ivanauskas, bei denen Scouting Reports genauso mühselig wie nutzlos sind. Der gebürtige Litauer fühlt sich überall im Halbfeld wohl und ist ein positionsloser Spieler. Er kann den Dreier treffen, liebt das Eins-gegen-Eins vom Perimeter, verfügt über gute Fußarbeit im Lowpost und ist sowohl im Pick & Pop als auch Roll ein potenter Abnehmer von Pässen. Kulminiert ergibt das 16,4 Zähler im Schnitt.
X-Faktor: Jordan Burns, Guard, 6'0'', Sophomore Guardplay ist im Tournament immer ein großer Faktor. Besonders wenn der Underdog dem Favoriten ein Bein stellen will, muss der Underdog sich auf Impulse aus dem Backcourt verlassen können. Diese sollte Jordan Burns liefern können. Der Sophomore ist ein flinker Wirbelwind mit ordentlichem Schuss, der eine gute Mischung aus eigenen Abschlüssen (15,8 Punkte pro Partie) und Pässen zu seinen Nebenleuten (5,8 Assists pro Spiel). Als Sophomore ohne Tournament Erfahrung lastet ein gewisser Druck auf dem Aufbauspieler der Raiders. Glücklicherweise kann er sich auf die Unterstützung bei der Organisation von Ivanauskas im Halbfeld stützen.
Style: Viel läuft bei Colgate über Go-to-Guy Ivanauskas. Dieser stellt meist selbst Screens, um die Verteidigung zu täuschen und für einen Moment den ständigen Wachschutz im Nacken loszuwerden. Egal ob als direkter Block oder Screen abseits des Balls: Ivanauskas besitzt ein gutes Gespür dafür, wann er sich davonstehlen und sein Eins-gegen-Eins suchen kann. Grundsätzlich ist das Spacing der Raiders ordentlich, leidet hin und wieder aber darunter, dass Ivanauskas quer über das ganze Feld seine Isolations sucht und seine Mitspieler nicht immer damit rechnen.
NBA & BBL Kandidaten: Die interessanten Spieler des Kaders werden allesamt noch mindestens ein Jahr am College verbringen. Doch gerade Rapolas Ivanauskas wird sicherlich mittelfristig in einer ordentlichen europäischen Liga landen und eine gute Karriere hinlegen.
Fun/Quick Facts: Während im traditionellen Aberglauben die Zahl 13 mit Pech verbunden und daher tunlichst vermieden wird, hat sie für die Colgate University die Symbolkraft einer Glückszahl, die existenzstiftend ist. Vor knapp 200 Jahren (1817) hätten sich 13 Männer mit 13 Gebeten und 13 Dollar zusammengefunden und im Laufe der Zusammenkunft 13 Artikel für die später als Gründungsschrift der Universität deklarierte Erklärung festgesetzt. Basketballerisch schafften die Raiders ebenfalls ein historischen Erfolg und gewannen erstmals mindestens 20 Spiele in einer Saison - bisher stehen 24 Siege auf der Habenseite.
Tournament: Die Patriot League ist immer schwierig einzuschätzen, weil die Teams teils einerseits oft nah beieinander liegen, gleichzeitig aber nur selten wirklich für Furore außerhalb der Conference sorgen. In dieser Saison gab es kein eindeutiges Topteam wie Bucknell in den zwei Jahren zuvor. Colgate ist durchaus ein brisanter Gegner, was vor allem an Rapolas Ivanauskas liegt, der durchaus auch in den besten Conferences der NCAA spielen könnte und seine Karriere auch ursprünglich bei Northwestern in der Big Ten begann, ehe er zu den Raiders transferierte. Zusätzlich hat das Team viel Länge im Kader und einen talentierten Aufbauspieler in Jordan Burns. Zumindest sofern dieser rechtzeitig zum Spiel eintrifft, nachdem er per Uber anreisen musste, da er am Flughafen vergessen wurde. Ein Upset ist daher keineswegs ausgeschlossen.
Duke Blue Devils
MVP: Zion Williamson, Allround, 6'7'', Freshman Wenn es einen Spieler gibt, der in dieser Preview eigentlich nicht mehr groß erwähnt werden müsste, da ihn bereits alle Welt kennt, dann ist dies Zion Williamson. Auch vor seinem aufgeplatzten Schuh und der Frage nach einer Rückkehr, die zur Freude jedes Basketballfans nun ad acta gelegt werden kann, war Williamson vielen Basketball Enthusiasten zumindest wegen seiner Highlight Dunks auf Instagram ein Begriff. Doch Williamson - und das kann gar nicht oft genug betont werden - ist ein exzellenter Basketballer. Möglicherweise ist er der beste College Freshman und Draft Prospect seit Kevin Durant. Zions Besonderheit liegt darin, dass er trotz seiner massigen Gestalt in der ersten und zweiten Bewegung aus dem Stand heraus einfach immer schneller als seine Gegenspieler ist. Zudem ähnelt er bei seinen Penetrations einem Bären, der den Stepptanz gemeistert hat.

X-Faktor: Tre Jones, Guard, 6'2'', Freshman Sich einen zweiten Spieler aus dem Kollektiv interessanter Freshmen herauspicken zu wollen, fällt gar nicht so leicht. in Abwesehnheit von Zion stellten sich R.J. Barrett - seines Zeichens Topscorer der Blue Devils mit 23,3 Punkte pro Spiel - und Cameron Reddish als potente Ersatzleute heraus. Doch wenn es vielleicht einen Spieler gibt, der konstant einen gesonderten Einfluss auf das Spiel ausübt, dann ist das Tre Jones. Als bissiger Verteidiger hetzt Jones seine Gegenspieler über das komplette Feld und scheint dabei nie müde zu werden. Damit setzt er defensiv den Ton und wirkt maßgeblich auf das Spiel seiner Farben ein. Als er mit einer Schulterverletzung kurze Zeit ausfiel, wirkten die Blue Devils sofort wesentlich weniger dominant.
Style: Die Blue Devils nutzen weniger Plays als in den Jahren zuvor, da die individuelle Qualität von Zion und Barrett in der Regel ausreicht, um sich einen guten Wurf zu erspielen. Wenn nicht einer der beiden direkt für sich selbst kreiert, so ziehen sie genug Aufmerksamkeit auf sich, um ihren Mitspieler vollkommen offene Würfe zu ermöglichen. Hier liegt ein wenig der Haken: Nur 30 Prozent ihrer Würfe finden den Weg durch den Korb. Damit gehören sie zu den schwächsten Team der gesamten NCAA. Dennoch gehört die Duke Offense zum explosivsten, was die NCAA zu bieten hat. Das liegt zum einen daran, dass Duke viel Transition spielt und dazu in der Verteidigung ein hohes Risiko einkalkuliert, um Steals zu generieren. Zweitens ist die individuelle Qualität so hoch, dass Duke sich auf das Shotmaking seiner Stars verlassen kann.
NBA & BBL Kandidaten: Zion ist der erste Pick des kommenden Drafts und wird die nächsten zehn bis 15 Jahre im Rampenlicht der ganz großen Bühne stehen. R.J. Barrett wird seinen engen Freund und Teamkollegen wohl nicht mehr angreifen können, doch weiter als Pick drei wird der Kanadier auch nicht fallen. Dazu gibt es dann noch Cameron Reddish, der vor der Saison als Top3 Pick galt und nach einer mäßigen Saison vermutlich immer noch in der Top10 landen wird. Tre Jones fällt dann oft hinten runter in dieser Aufzählung, gehört aber ebenfalls in die NBA und wird eine bessere Karriere als sein älterer Bruder haben.
Fun/Quick Facts: Während der Zion Hype in den vergangenen Monaten vollkommen entbrannt ist und mitverantwortlich dafür war, dass die Karten für das Heimspiel gegen UNC den zweithöchsten Durchschnittspreis eines Sportereignisses in den USA im vergangenen Jahr erreichten, sollte der Kanadier R.J. Barrett nicht aus dem Blick geraten. Als Jugendspieler heimste er mit seinem Heimatland unter anderem die Goldmedaille im Sommer 2017 ein und schlug Teamkamerad Cam Reddish und das Team USA im Halbfinale.
Tournament: Zion ist zurück, Duke nun fast vollständig besetzt und hungrig nach dem Titel. Es ist beeindruckend, wie ein Team, das derartig von vier Freshmen abhängig ist und offensichtliche Probleme von der Dreierlinie hat, gleichzeitig so souverän und in großen Teilen dominant durch die Saison marschieren konnte. Das zeugt von der Qualität der Freshman Class. Nach dem Verlauf und der Art und Weise dieser Spielzeit wäre alles andere als der Einzug ins Final Four als Enttäuschung zu werten. Mit Zion und R.J. Barrett verfügen die Blue Devils über zwei Leader, die nicht bloß für ihr Alter schon sehr abgezockt daher kommen, sondern mit ihrer Mentalität einfach Verantwortung übernehmen wollen. Solange zumindest ein Mindestmaß an Würfen fällt, die Schlüsselspieler unverletzt bleiben und die jungen Blue Devils weiterhin so nervenstark agieren, ist die Meisterschaft das klar definierte Ziel.
Fairleigh Dickinson Knights
MVP: Darnell Edge, Guard, 6'2'', Senior
Als dynamischer Combo Guard ist Darnell Edge der Topscorer des Teams mit 16,4 Punkte pro Begegnung und kümmert sich darum, dass die Offensive seines Teams wie ein gut geölter Motor vor sich hin brummt. Der Linkshänder hat eine gute Hesitation, dank der er sehr oft den Weg in die Zone findet. Hier agiert er bisweilen etwas ungestüm, kann aber durchaus auch mal tough finishen oder seinen offenen Nebenmann mit einem respektablen Kickoutpass bedienen. Am gefährlichsten ist Edge jedoch hinter der Dreierlinie, von wo aus er starke 46,9 Prozent seiner Versuche im Korb unterbringt. Ihm muss die Verteidigung auf den Füßen stehen, wodurch Edge wiederum leichteres Spiel beim Zug zum Korb hat.

X-Faktor: Mike Holloway, Big, 6'8'', Senior
Für einen Big Man aus der NEC und generell dem Low-Major Level weist Mike Holloway eine sehr vielversprechende Mischung aus Physis, Athletik und Skills auf. Damit ist er einer der Schlüsselspieler bei den Rittern und sorgt dafür, dass sie sich in ihrem Stil so variabel präsentieren können. 12,5 Punkte und 5,5 Rebounds produziert Holloway im Schnitt. Letzterer Wert liest sich alles andere als spektakulär, ist jedoch verkraftbar, da Holloway dennoch ein solider Rebounder ist, der seine Gegenspieler ausboxt und den Mitspielern das Einsammeln der Fehlwürfe ermöglicht. Das Problem für Holloway ist jedoch häufig, dass er sich mit seiner energetischen Spielweise gerne mal Fouls einhandelt, die er sich eigentlich nicht leisten darf. Verlässt Holloway das Feld, sind die Knights weit weniger physisch präsent und schrumpfen in der subjektiven Wahrnehmung.

Style: Besonders die offensive Darbietung der Knights ist durchaus ansehnlich. Das liegt primär daran, dass alle fünf Spieler auf dem Feld werfen können, das Spielfeld breit gemacht wird und die Ballbewegung entsprechend gut funktioniert. Die Guards reißen entweder durch Penetrations im Eins-gegen-Eins Lücken oder lesen das Pick & Roll gut. Vier Spieler treffen mindestens einen Dreier pro Spiel im Schnitt und die ersten sechs Akteure der Rotation weisen dabei eine Erfolgsquote von mindestens 34 Prozent auf. Ein Problem der Knights ist die dünne Rotation. In der Regel nutzt Coach Greg Herenda nur sieben seiner Schützlinge, sodass schnell Sorgen bei rasch folgenden Foulpfiffen aufkommen.

NBA & BBL Kandidaten: Zwei Seniors befinden sich im Kader und werden eventuell den Sprung nach Europa anpeilen. Darnell Edge hat als dynamischer Scorer sicherlich einige interessante Anlagen, wird sich aber in Europa beweisen und hocharbeiten müssen. Mike Holloway ist da als vielseitiger Big Man ein Spielertyp, den es in Europa deutlich seltener gibt, weswegen er vielleicht die etwas besseren Aussichten besitzt.

Fun/Quick Facts: Beim Sieg im Finale der NEC, der gleichbedeutend mit der Qualifikation für das NCAA Tournament war, trat Senior Big Mike Holloway gegen seinen Cousin Keith Braxton auf Seiten von St. Francis an. Holloway war auch schon ein Starter und wichtiger Bestandteil für die Knights, als diese sich in seiner Freshman Saison 2016 zuletzt den Startplatz für den großen Tanz sichern konnten.

Tournament: Die NEC ist traditionell eine der schwächsten Conferences der NCAA und die Qualifikanten dieser Gruppe wissen ihre Chancen oft genug realistisch einzuschätzen, weswegen sie sich bereits über die Teilnahme freuen. Dennoch hat das letzte Jahr gezeigt, dass auch 16 Seeds nach Sternen greifen können, solange die Defense steht und der Dreier fällt. Letzteres sollte bei den Knights im Normalfall gelingen.
Als dynamischer Combo Guard ist Darnell Edge der Topscorer des Teams mit 16,4 Punkte pro Begegnung und kümmert sich darum, dass die Offensive seines Teams wie ein gut geölter Motor vor sich hin brummt. Der Linkshänder hat eine gute Hesitation, dank der er sehr oft den Weg in die Zone findet. Hier agiert er bisweilen etwas ungestüm, kann aber durchaus auch mal tough finishen oder seinen offenen Nebenmann mit einem respektablen Kickoutpass bedienen. Am gefährlichsten ist Edge jedoch hinter der Dreierlinie, von wo aus er starke 46,9 Prozent seiner Versuche im Korb unterbringt. Ihm muss die Verteidigung auf den Füßen stehen, wodurch Edge wiederum leichteres Spiel beim Zug zum Korb hat.
X-Faktor: Mike Holloway, Big, 6'8'', Senior Für einen Big Man aus der NEC und generell dem Low-Major Level weist Mike Holloway eine sehr vielversprechende Mischung aus Physis, Athletik und Skills auf. Damit ist er einer der Schlüsselspieler bei den Rittern und sorgt dafür, dass sie sich in ihrem Stil so variabel präsentieren können. 12,5 Punkte und 5,5 Rebounds produziert Holloway im Schnitt. Letzterer Wert liest sich alles andere als spektakulär, ist jedoch verkraftbar, da Holloway dennoch ein solider Rebounder ist, der seine Gegenspieler ausboxt und den Mitspielern das Einsammeln der Fehlwürfe ermöglicht. Das Problem für Holloway ist jedoch häufig, dass er sich mit seiner energetischen Spielweise gerne mal Fouls einhandelt, die er sich eigentlich nicht leisten darf. Verlässt Holloway das Feld, sind die Knights weit weniger physisch präsent und schrumpfen in der subjektiven Wahrnehmung.
Style: Besonders die offensive Darbietung der Knights ist durchaus ansehnlich. Das liegt primär daran, dass alle fünf Spieler auf dem Feld werfen können, das Spielfeld breit gemacht wird und die Ballbewegung entsprechend gut funktioniert. Die Guards reißen entweder durch Penetrations im Eins-gegen-Eins Lücken oder lesen das Pick & Roll gut. Vier Spieler treffen mindestens einen Dreier pro Spiel im Schnitt und die ersten sechs Akteure der Rotation weisen dabei eine Erfolgsquote von mindestens 34 Prozent auf. Ein Problem der Knights ist die dünne Rotation. In der Regel nutzt Coach Greg Herenda nur sieben seiner Schützlinge, sodass schnell Sorgen bei rasch folgenden Foulpfiffen aufkommen.
NBA & BBL Kandidaten: Zwei Seniors befinden sich im Kader und werden eventuell den Sprung nach Europa anpeilen. Darnell Edge hat als dynamischer Scorer sicherlich einige interessante Anlagen, wird sich aber in Europa beweisen und hocharbeiten müssen. Mike Holloway ist da als vielseitiger Big Man ein Spielertyp, den es in Europa deutlich seltener gibt, weswegen er vielleicht die etwas besseren Aussichten besitzt.
Fun/Quick Facts: Beim Sieg im Finale der NEC, der gleichbedeutend mit der Qualifikation für das NCAA Tournament war, trat Senior Big Mike Holloway gegen seinen Cousin Keith Braxton auf Seiten von St. Francis an. Holloway war auch schon ein Starter und wichtiger Bestandteil für die Knights, als diese sich in seiner Freshman Saison 2016 zuletzt den Startplatz für den großen Tanz sichern konnten.
Tournament: Die NEC ist traditionell eine der schwächsten Conferences der NCAA und die Qualifikanten dieser Gruppe wissen ihre Chancen oft genug realistisch einzuschätzen, weswegen sie sich bereits über die Teilnahme freuen. Dennoch hat das letzte Jahr gezeigt, dass auch 16 Seeds nach Sternen greifen können, solange die Defense steht und der Dreier fällt. Letzteres sollte bei den Knights im Normalfall gelingen.
Florida Gators
MVP: KeVaughn Allen, Guard, 5'11'', Junior
Mit zwölf Zählern pro Partie ist KeVaughn Allen Topscorer der Gators und der einzige Spieler des Kaders, der eine zweistellige Punktausbeute im Durchschnitt aufweisen kann. Dieser Fakt bietet verschiedene Metaebenen. Zum einen gilt es festzuhalten, dass Allen, dessen Karriere einer wilden Achterbahnfahrt mit vielen Formschwankungen glich, in dieser Saison gelernt hat, sehr erwachsen zu spielen. Wenn die Gators einen Spieler brauchen, der den letzten Wurf in einem Angriff oder im letzten Angriff des Spiels nehmen soll, dann kann es eigentlich keine zwei Meinungen darüber geben, wer exakt dieser Spieler sein soll. Denn abseits von Allen verfügen die Gators über viele spannende Akteure, von denen jedoch keiner so aggressiv im Eins-gegen-Eins den eigenen Wurf suchen kann.

X-Faktor: Andrew Nembhard, Guard, 6'5'', Freshman
An dieser Stelle könnte so gut wie jeder Rotationsspieler zwei bis sieben oder acht stehen, da jeder von ihnen an einem guten Tag den entscheidenden Impuls liefern kann. Doch bei ganz nüchterner Betrachtung ist relativ offensichtlich, dass Andrew Nembhard im Vergleich zu vielen anderen seiner Mitspieler nochmals eine exponierte Position einnimt. Als Freshman muss er direkt die Geschicke seines Teams lenken. Der groß gewachsene Aufbauspieler ist in erster Linie ein Organisator, der sich darum kümmert, dass die Offense in geordneten Bahnen abläuft (5,3 Assists pro Spiel). Allerdings - und das war besonders beim SEC Tournament offenkundig - ist Florida offensiv gleich viel gefährlicher, wenn Nembhard selbstbewusst auf das eigene Scoring guckt.

Style: Die Gators definieren sich in erster Linie über ihre Verteidigung. Hierfür haben sie viele geeignete Athleten, die im Eins-gegen-Eins eine Menge Druck aufbauen können. Zu dieser Dimension im Eins-gegen-Eins gesellt sich auch noch die Tatsache, dass die Gators fast noch besser als Kollektiv verteidigen. Es ist passiert sehr selten, dass sie Layups abgeben oder offene Dreier gestatten. In der Offensive, die ab und an mal in Straucheln gerät, liebt Mike White das Chin Pick & Roll, bei dem der Big Man zunächst einen Backscreen für einen Cutter setzt, ehe es zur eigentlichen Pick & Roll Aktion kommt. Somit ist der Verteidiger des Blockstellers oft leicht verzögert in die Aktion involviert, da er den Backscreen verteidigen muss.

NBA & BBL Kandidaten: Vor gut einem Jahr wäre die Frage nach dem heißesten NBA Prospect bei den Gators deutlich einfacher zu beantworten gewesen. Jalen Hudson galt als potentieller Erstrundenpick, entschied sich jedoch für ein Senior Jahr und erlebte einen gewaltigen Absturz (z.B. auf neun Punkte pro Spiel von vormals 15,5). Ob er nun überhaupt in der NBA landet, wird abzuwarten sein. KeVaughn Allen ist eher ein Scorer für europäische Teams. Kevarrius Hayes ist der dritte Senior im Bunde und könnte als defensivstarker Big Man ebenfalls in Europa landen.

Fun/Quick Facts: Part des Problems für die Gators war in dieser Saison, dass sie zwar in vielen Spielen sehr kompetitiv auftraten, aber die Resulate bisweilen ausblieben. So konnten sie in dieser Saison nur zwei Tournament Teams schlagen: Ole Miss und LSU. Und das obwohl sie in der SEC eine Fülle an Möglichkeiten hatten, da die Conference zusammen mit der ACC die zweitmeisten (sieben) Tournament Teams stellt.

Tournament: Mit einem ordentlichen Endspurt konnten sich die Gators noch die Teilnahme am NCAA Tournament schnappen. Der Einzug ins Halbfinale des SEC Tournaments war dazu schon fast Pflicht, viel weniger Siege hätten es am Ende nicht sein dürfen. Doch genau diese Spiele der letzten Wochen verdeutlichten auch, zu was die Gators theoretisch im Stande sind, wenn alle Spieler an ihrer Leistungsgrenze oder gar darüberhinaus agieren. Wenn die Gators dieses Niveau in die kommenden Wochen retten könnten, wäre der eine oder andere Sieg im Tournament durchaus möglich. Zwar ist ihre Bracketregion denkbar undankbar, doch zumindest Nevada in der ersten Runde könnte das Team von Mike White auf dem falschen Fuß erwischen.
Mit zwölf Zählern pro Partie ist KeVaughn Allen Topscorer der Gators und der einzige Spieler des Kaders, der eine zweistellige Punktausbeute im Durchschnitt aufweisen kann. Dieser Fakt bietet verschiedene Metaebenen. Zum einen gilt es festzuhalten, dass Allen, dessen Karriere einer wilden Achterbahnfahrt mit vielen Formschwankungen glich, in dieser Saison gelernt hat, sehr erwachsen zu spielen. Wenn die Gators einen Spieler brauchen, der den letzten Wurf in einem Angriff oder im letzten Angriff des Spiels nehmen soll, dann kann es eigentlich keine zwei Meinungen darüber geben, wer exakt dieser Spieler sein soll. Denn abseits von Allen verfügen die Gators über viele spannende Akteure, von denen jedoch keiner so aggressiv im Eins-gegen-Eins den eigenen Wurf suchen kann.
X-Faktor: Andrew Nembhard, Guard, 6'5'', Freshman An dieser Stelle könnte so gut wie jeder Rotationsspieler zwei bis sieben oder acht stehen, da jeder von ihnen an einem guten Tag den entscheidenden Impuls liefern kann. Doch bei ganz nüchterner Betrachtung ist relativ offensichtlich, dass Andrew Nembhard im Vergleich zu vielen anderen seiner Mitspieler nochmals eine exponierte Position einnimt. Als Freshman muss er direkt die Geschicke seines Teams lenken. Der groß gewachsene Aufbauspieler ist in erster Linie ein Organisator, der sich darum kümmert, dass die Offense in geordneten Bahnen abläuft (5,3 Assists pro Spiel). Allerdings - und das war besonders beim SEC Tournament offenkundig - ist Florida offensiv gleich viel gefährlicher, wenn Nembhard selbstbewusst auf das eigene Scoring guckt.
Style: Die Gators definieren sich in erster Linie über ihre Verteidigung. Hierfür haben sie viele geeignete Athleten, die im Eins-gegen-Eins eine Menge Druck aufbauen können. Zu dieser Dimension im Eins-gegen-Eins gesellt sich auch noch die Tatsache, dass die Gators fast noch besser als Kollektiv verteidigen. Es ist passiert sehr selten, dass sie Layups abgeben oder offene Dreier gestatten. In der Offensive, die ab und an mal in Straucheln gerät, liebt Mike White das Chin Pick & Roll, bei dem der Big Man zunächst einen Backscreen für einen Cutter setzt, ehe es zur eigentlichen Pick & Roll Aktion kommt. Somit ist der Verteidiger des Blockstellers oft leicht verzögert in die Aktion involviert, da er den Backscreen verteidigen muss.
NBA & BBL Kandidaten: Vor gut einem Jahr wäre die Frage nach dem heißesten NBA Prospect bei den Gators deutlich einfacher zu beantworten gewesen. Jalen Hudson galt als potentieller Erstrundenpick, entschied sich jedoch für ein Senior Jahr und erlebte einen gewaltigen Absturz (z.B. auf neun Punkte pro Spiel von vormals 15,5). Ob er nun überhaupt in der NBA landet, wird abzuwarten sein. KeVaughn Allen ist eher ein Scorer für europäische Teams. Kevarrius Hayes ist der dritte Senior im Bunde und könnte als defensivstarker Big Man ebenfalls in Europa landen.
Fun/Quick Facts: Part des Problems für die Gators war in dieser Saison, dass sie zwar in vielen Spielen sehr kompetitiv auftraten, aber die Resulate bisweilen ausblieben. So konnten sie in dieser Saison nur zwei Tournament Teams schlagen: Ole Miss und LSU. Und das obwohl sie in der SEC eine Fülle an Möglichkeiten hatten, da die Conference zusammen mit der ACC die zweitmeisten (sieben) Tournament Teams stellt.
Tournament: Mit einem ordentlichen Endspurt konnten sich die Gators noch die Teilnahme am NCAA Tournament schnappen. Der Einzug ins Halbfinale des SEC Tournaments war dazu schon fast Pflicht, viel weniger Siege hätten es am Ende nicht sein dürfen. Doch genau diese Spiele der letzten Wochen verdeutlichten auch, zu was die Gators theoretisch im Stande sind, wenn alle Spieler an ihrer Leistungsgrenze oder gar darüberhinaus agieren. Wenn die Gators dieses Niveau in die kommenden Wochen retten könnten, wäre der eine oder andere Sieg im Tournament durchaus möglich. Zwar ist ihre Bracketregion denkbar undankbar, doch zumindest Nevada in der ersten Runde könnte das Team von Mike White auf dem falschen Fuß erwischen.
Florida State Seminoles  MVP: Mfiondu Kabengele, Big, 6'10'', Sophomore Die Zeiten, in denen eine klare Trennung zwischen Startern und Bankspielern vorzunehmen war, neigen sich selbst in der traditioneller verankerten NCAA langsam aber sicher dem Ende zu. Insofern sollte es nicht verwundern, dass der beste Seminole von der Bank kommt und neue Energie ins Spiel bringt. Allerdings: es ist schon verwunderlich, dass Kabengele gerade mal über 20 Minuten pro Begegnung sieht. Hier wäre ein Wert um die 30 Minuten deutlich verständlicher. Denn mit Kabengele auf dem Court spielen die Seminoles genauso, wie sich Coach Leonard Hamilton das eigentlich wünscht. Sie setzen maximale Energie ein, kontrollieren die Bretter und spielen derart physisch, dass sich viele Gegner einschüchtern lassen.

X-Faktor: Phil Cofer, Big, 6'8'', Senior In seinem sechsten Jahr befindet sich Phil Cofer in der Uniform seiner Seminoles. Nach diversen Verletzungen gewährte ihm die NCAA sogar die Rückkehr für einen solchen sechsten Anlauf - eine Seltenheit. Von der Rückkehr ihres Veteranen erhofften sich Trainerstab und Mitspieler einen zusätzlichen Schub. Schließlich war der Power Forward mit neu gewonnener Wurfstärke aus der Distanz einer der Hauptgründe für den überraschenden Run bis ins Elite Eight. Doch auch in diesem Jahr plagte sich Cofer mit der einen oder anderen Verletzung herum und verpasste erneut fast die Hälfte der Spiele. In den letzten Wochen näherte sich Cofer jedoch seiner alten Form wieder an und muss nun im Tournament zeigen, dass er den erhofften Impuls im entscheidenden Moment liefern kann.
Style: Coach Hamilton ist überzeugt davon, dass er mit einer tiefen Rotation, den Gegner müde spielen kann. Daher ist es keine Seltenheit, dass zehn oder mehr Akteure pro Spiel munter durchrotieren. Die Wechselei kann verschiedene Effekte auf ein Spiel haben und es ist schwierig zu prognostizieren, ob die gewünschten darunter sind. Denn während in manchen Partien der Gegner tatsächlich ermüdet und die Seminoles am Ende leichtes Spiel haben, gibt es auch durchaus Tage, an denen kein Spieler einen wirklichen Rhythmus in der Offensive findet und dadurch der Sieg in weite Ferne rückt.
NBA & BBL Kandidaten: Einen glasklaren NBA Spieler haben die Seminoles nicht im Kader. Scouts werden immer wieder von Mfiondu Kabengeles Energie angesteckt und sehen in ihm einen potentiellen NBA Spieler. Ob er jedoch schon diesen Sommer sein Glück versuchen wird, gilt abzuwarten. Von den Seniors sind Terance Mann, Christ Koumadje und Phil Cofer mögliche Profis. Mann fehlt als Flügelspieler Konstanz im Wurf, Koumadje ist für die moderne NBA bei all seinen Qualitäten als Shotblocker vermutlich zu langsam und Cofer in seinen spielerischen Möglichkeiten limitiert. Für die drei ist Europa daher vielleicht die geschicktere Lösung.
Fun/Quick Facts: In den vergangenen drei Jahren verloren die Seminoles drei Heimspiele - so wenige wie kein anderes High Major Team in diesem Zeitraum. Auch dank dieser Heimstärke wird sich die Senior Class um Terance Mann mit 110 Siegen als die erfolgreichste Recruiting Class der Schulhistorie in den Geschichtsbücher verewigen.

Tournament: Wie auch vor den letzten beiden Tournaments befindet sich Florida State in Lauerstellung und ist ein Gegner, auf den kein Team wirklich gerne treffen möchte, da die Unberechenbarkeit einerseits und die Athletik und Größe andererseits eine durchaus furchteinflößende Wirkung auf die eigenen Spieler entfachen kann. Die Seminoles sind wie das Beispiel aus 2017 zeigt jedoch auch immer für Überraschungen im negativen Sinne gut und schlagen sich bisweilen selbst. Zwischen Erst- oder Zweitrundenaus und Elite Eight scheint auch in diesem Jahr die Ermessensspanne zu liegen.
Gardner-Webb Bulldogs
MVP: David Efianayi, Guard, 6'2'', Senior
Als Redshirt Senior führt David Efianayi die Bulldogs in der Scorerliste mit 18,4 Zählern pro Begegnung an. Das entspricht auch seinem Naturell, denn der Guard weiß genau, wo der Korb hängt. Efianayi zeichnet sich durch hohe Bewegungseleganz und einen butterweichen Jumper aus. Diese Kombination macht ihn für viele Gegenspieler zu einer sehr unangenehmen Herausforderung, für die oft die Antwort fehlt. Efianayi kann durch seinen schnellen ersten Schritt den Bewacher dafür bestrafen, falls ihm dieser zu sehr auf die Pelle rückt. Durch seinen guten Wurf aus der Distanz (41,8 Prozent Dreierquote) müssen ihn Verteidiger aber dennoch bedrängen, was immer eine schwierige Abwägung ergibt.

X-Faktor: DJ Laster, Big, 6'6'', Senior
Im entscheidenden Finalspiel seiner Bulldogs war DJ Laster derjenige, der seine Farben auf die Siegerstraße manövrierte. Durch eine spektakuläre erste Halbzeit, in der er bereits 17 Punkte markierte und auf bestem Wege war einen neuen Finalrekord für die Big South Conference aufzustellen und die dafür notwendigen 34 Punkte zu erzielen, legte er im Alleingang den Grundstein für den Sieg. Laster ist kein traditioneller Big Man, da er dafür etwas zu klein geraten ist. Dafür kann er auch mal von der Dreierlinie per Fake und Drive für Akzente sorgen.

Style: Ein einziger Spieler der Rotation überschreitet die Zwei-Meter-Marke, weswegen an beiden Enden des Feldes Improvisationstalent gefragt ist. In der Offensive heißt das viel Spread Pick & Roll, das dafür sorgt, dass am Ende eines Angriffs möglicherweise gar alle fünf Spieler an der Dreierlinie verteilt stehen. Dadurch spielen die Bulldogs durchaus ansehnlichen Basketball und lassen den Ball gut laufen. Die zehnbeste Dreierquote (39,3 Prozent) der gesamten NCAA sorgt dafür, dass Gegner auch ernsthafte Closeouts laufen müssen. In der Verteidigung wechseln die Bulldogs je nach Situation zwischen Mann- und Zonenverteidigung, wobei sie erstere präferieren.

NBA & BBL Kandidaten: David Efianayi ist durchaus ein Spieler, der für europäische Teams interessant sein könnte. Als Scoring Guard mit einer gewissen Portion Shooting, Athletik und Spielintelligenz liefert er ein interessantes Paket.

Fun/Quick Facts: Zum ersten Mal nimmt Gardner-Webb am NCAA Tournament in der Division I teil. Bevor die kleine Schule 2002 in die Division I aufgenommen wurde, war sie lange ein Junior College. Die 23 Siege bedeuten zudem einen neuen Bestwert für eine einzelne Saison in der noch jungen Historie.

Tournament: Dabei sein ist alles. Wie für viele Low-Major Universitäten gilt dieses Motto auch für Gardner-Webb - besonders vor dem Hintergrund, dass sie erstmalig in diese Runde schaffen konnte. Zugleich schlugen sie jedoch auch mit Campbell und Radford zwei Teams in fremder Halle während des Big South Tournaments, die bereits größeren Namen in dieser Saison Probleme bereiten oder sie gar schlagen konnten. Insofern sollte der Underdog nicht unterschätzt werden, denn auch diese College Athleten wissen, wie Basketball gespielt wird.
Als Redshirt Senior führt David Efianayi die Bulldogs in der Scorerliste mit 18,4 Zählern pro Begegnung an. Das entspricht auch seinem Naturell, denn der Guard weiß genau, wo der Korb hängt. Efianayi zeichnet sich durch hohe Bewegungseleganz und einen butterweichen Jumper aus. Diese Kombination macht ihn für viele Gegenspieler zu einer sehr unangenehmen Herausforderung, für die oft die Antwort fehlt. Efianayi kann durch seinen schnellen ersten Schritt den Bewacher dafür bestrafen, falls ihm dieser zu sehr auf die Pelle rückt. Durch seinen guten Wurf aus der Distanz (41,8 Prozent Dreierquote) müssen ihn Verteidiger aber dennoch bedrängen, was immer eine schwierige Abwägung ergibt.
X-Faktor: DJ Laster, Big, 6'6'', Senior Im entscheidenden Finalspiel seiner Bulldogs war DJ Laster derjenige, der seine Farben auf die Siegerstraße manövrierte. Durch eine spektakuläre erste Halbzeit, in der er bereits 17 Punkte markierte und auf bestem Wege war einen neuen Finalrekord für die Big South Conference aufzustellen und die dafür notwendigen 34 Punkte zu erzielen, legte er im Alleingang den Grundstein für den Sieg. Laster ist kein traditioneller Big Man, da er dafür etwas zu klein geraten ist. Dafür kann er auch mal von der Dreierlinie per Fake und Drive für Akzente sorgen.
Style: Ein einziger Spieler der Rotation überschreitet die Zwei-Meter-Marke, weswegen an beiden Enden des Feldes Improvisationstalent gefragt ist. In der Offensive heißt das viel Spread Pick & Roll, das dafür sorgt, dass am Ende eines Angriffs möglicherweise gar alle fünf Spieler an der Dreierlinie verteilt stehen. Dadurch spielen die Bulldogs durchaus ansehnlichen Basketball und lassen den Ball gut laufen. Die zehnbeste Dreierquote (39,3 Prozent) der gesamten NCAA sorgt dafür, dass Gegner auch ernsthafte Closeouts laufen müssen. In der Verteidigung wechseln die Bulldogs je nach Situation zwischen Mann- und Zonenverteidigung, wobei sie erstere präferieren.

NBA & BBL Kandidaten: David Efianayi ist durchaus ein Spieler, der für europäische Teams interessant sein könnte. Als Scoring Guard mit einer gewissen Portion Shooting, Athletik und Spielintelligenz liefert er ein interessantes Paket.
Fun/Quick Facts: Zum ersten Mal nimmt Gardner-Webb am NCAA Tournament in der Division I teil. Bevor die kleine Schule 2002 in die Division I aufgenommen wurde, war sie lange ein Junior College. Die 23 Siege bedeuten zudem einen neuen Bestwert für eine einzelne Saison in der noch jungen Historie.
Tournament: Dabei sein ist alles. Wie für viele Low-Major Universitäten gilt dieses Motto auch für Gardner-Webb - besonders vor dem Hintergrund, dass sie erstmalig in diese Runde schaffen konnte. Zugleich schlugen sie jedoch auch mit Campbell und Radford zwei Teams in fremder Halle während des Big South Tournaments, die bereits größeren Namen in dieser Saison Probleme bereiten oder sie gar schlagen konnten. Insofern sollte der Underdog nicht unterschätzt werden, denn auch diese College Athleten wissen, wie Basketball gespielt wird.

Georgia State Panthers
MVP: D'Marcus Simonds, Guard, 6'3'', Junior
Es gibt Spielertypen, die sind so unergründlich wie eine Sphynx und auch nach Jahren des akribischen Studiums ist ihre Spielweise nicht zu entschlüsseln. Und dann gibt es am anderen Ende des Spektrum Spieler, bei denen es fünf Minuten in einer beliebigen Partie braucht, um zu sehen, was die nächsten 35 Minuten kommt. Zur zweiten Sorte gehört Simonds. Obwohl jeder Gegenspieler weiß, dass er mit seinem athletischen und bulligen Körper nur in die Zone ziehen und dort Kontakt aufnehmen möchte, ist es nicht zu verhindern. Seine Gegenspieler sinken meist schon ab und respektieren seinen Wurf keineswegs (29 Prozent aus der Distanz). Dennoch ist Simonds' erster Schritt so explosiv, dass er seine Matchups einfach stehen lässt und dann mit vollem Körpereinsatz durch die Lüfte in die Helpsideverteidigung fliegt. Vier seiner durchschnittlich 18,7 Punkte pro Spiel sammelt Simonds so an der Freiwurflinie.

X-Faktor: Devin Mitchell, Guard, 6'4'', Senior
Den gesunden Gegenpart zu Simonds bildet Devin Mitchell. Während sein primärer Ballhandler meist aktionswütig Dinge in Bewegung versetzt, nutzt Mitchell die entstehende Hektik in der gegnerischen Verteidigung, um sich in ihrem Rücken davon zu schleichen und sich für den Kickout zu positionieren. Den offenen Dreier trifft der Alabama Transfer mit hoher Sicherheit. Mehr als drei Mal pro Spiel darf die Bank seine erfolgreichen Distanzwürfe bejubeln. Zudem ist er sehr gut darin, Closeouts zu attackieren. Zwar fehlt ihm die schiere Wucht von Simonds, doch dafür hat Mitchell eine gute Schrittlänge vorzuweisen und schließt am Korb mit viel Gefühl ab.

Style: Ron Hunter lässt seit Jahren seine Matchup Zone aufstellen, die für Gegner wie Beobachter undurchsichtig ist. Meistens starten die Panthers in einer 2-3-Aufstellung, variieren dann aber je nach Gegner, Setplay oder Personal, wie sie darauf weiter agieren - und eben nicht reagieren. Sie nehmen in Kauf, dass sie Offensivrebounds abgeben, lauern dafür aber immer auf Fastbreaks. Offensiv läuft es in dieser Saison deutlich besser als in den Vorjahren. Das liegt vor allem daran, dass Simonds von vier Schützen umringt ist, die jeweils über 40 Prozent treffen. Dadurch ist das Pick & Roll der Panthers gar nicht so einfach zu verteidigen, weil von außen keine Hilfen kommen sollten und die beiden involvierten Verteidiger es meist selbst richten müssen.

NBA & BBL Kandidaten: D'Marcus Simonds ist auf dem Radar von NBA Scouts und wird sich auf jeden Fall nach der Saison auch zum Draft anmelden. Aus europäischer Sicht könnte Devin Mitchell noch ein Name sein, den es sich zu merken lohnt. Mitchell ist ein exzellenter Shooter, weist aber Potential zu mehr auf und könnte sich hierzulande als Spieler entfalten.

Fun/Quick Facts: Ursprünglich gab Simonds den Ole Miss Runnin' Rebels seine Zusage. Doch als der Co-Trainer, der ihn dorthin rekrutiert hatte, gefeuert wurde, zog er seine Entscheidung zurück. Dieses Ereignis koinzidierte mit dem Tag des Upsets der Panthers über die Baylor Bears 2015. Die Entscheidung für Georgia State fiel anschließend deutlich leichter.

Tournament: Die Panthers sind unangenehm. Sehr sogar. Gegen die Matchup Zone über 40 Minuten zu spielen, in dem Wissen, dass auch ein paar erfolgreiche Dreier am Anfang einer Partie kein Umdenken einleiten, ist zermürbend. Dagegen kann einem Favoriten schon mal die Geduld abhanden kommen. In der Offensive ist die Kombination aus einem Slasher mit NBA-Athletik als Ballhandler, der von drei bis vier Schützen zur gleichen Zeit umringt ist, ebenfalls keine erfreuliche Aussicht. Houston ist aber mental ähnlich gestrickt und daher wahrscheinlich ein eher ungünstiges Matchup für Georgia State.
Es gibt Spielertypen, die sind so unergründlich wie eine Sphynx und auch nach Jahren des akribischen Studiums ist ihre Spielweise nicht zu entschlüsseln. Und dann gibt es am anderen Ende des Spektrum Spieler, bei denen es fünf Minuten in einer beliebigen Partie braucht, um zu sehen, was die nächsten 35 Minuten kommt. Zur zweiten Sorte gehört Simonds. Obwohl jeder Gegenspieler weiß, dass er mit seinem athletischen und bulligen Körper nur in die Zone ziehen und dort Kontakt aufnehmen möchte, ist es nicht zu verhindern. Seine Gegenspieler sinken meist schon ab und respektieren seinen Wurf keineswegs (29 Prozent aus der Distanz). Dennoch ist Simonds' erster Schritt so explosiv, dass er seine Matchups einfach stehen lässt und dann mit vollem Körpereinsatz durch die Lüfte in die Helpsideverteidigung fliegt. Vier seiner durchschnittlich 18,7 Punkte pro Spiel sammelt Simonds so an der Freiwurflinie.
X-Faktor: Devin Mitchell, Guard, 6'4'', Senior Den gesunden Gegenpart zu Simonds bildet Devin Mitchell. Während sein primärer Ballhandler meist aktionswütig Dinge in Bewegung versetzt, nutzt Mitchell die entstehende Hektik in der gegnerischen Verteidigung, um sich in ihrem Rücken davon zu schleichen und sich für den Kickout zu positionieren. Den offenen Dreier trifft der Alabama Transfer mit hoher Sicherheit. Mehr als drei Mal pro Spiel darf die Bank seine erfolgreichen Distanzwürfe bejubeln. Zudem ist er sehr gut darin, Closeouts zu attackieren. Zwar fehlt ihm die schiere Wucht von Simonds, doch dafür hat Mitchell eine gute Schrittlänge vorzuweisen und schließt am Korb mit viel Gefühl ab.
Style: Ron Hunter lässt seit Jahren seine Matchup Zone aufstellen, die für Gegner wie Beobachter undurchsichtig ist. Meistens starten die Panthers in einer 2-3-Aufstellung, variieren dann aber je nach Gegner, Setplay oder Personal, wie sie darauf weiter agieren - und eben nicht reagieren. Sie nehmen in Kauf, dass sie Offensivrebounds abgeben, lauern dafür aber immer auf Fastbreaks. Offensiv läuft es in dieser Saison deutlich besser als in den Vorjahren. Das liegt vor allem daran, dass Simonds von vier Schützen umringt ist, die jeweils über 40 Prozent treffen. Dadurch ist das Pick & Roll der Panthers gar nicht so einfach zu verteidigen, weil von außen keine Hilfen kommen sollten und die beiden involvierten Verteidiger es meist selbst richten müssen.
NBA & BBL Kandidaten: D'Marcus Simonds ist auf dem Radar von NBA Scouts und wird sich auf jeden Fall nach der Saison auch zum Draft anmelden. Aus europäischer Sicht könnte Devin Mitchell noch ein Name sein, den es sich zu merken lohnt. Mitchell ist ein exzellenter Shooter, weist aber Potential zu mehr auf und könnte sich hierzulande als Spieler entfalten.
Fun/Quick Facts: Ursprünglich gab Simonds den Ole Miss Runnin' Rebels seine Zusage. Doch als der Co-Trainer, der ihn dorthin rekrutiert hatte, gefeuert wurde, zog er seine Entscheidung zurück. Dieses Ereignis koinzidierte mit dem Tag des Upsets der Panthers über die Baylor Bears 2015. Die Entscheidung für Georgia State fiel anschließend deutlich leichter.
Tournament: Die Panthers sind unangenehm. Sehr sogar. Gegen die Matchup Zone über 40 Minuten zu spielen, in dem Wissen, dass auch ein paar erfolgreiche Dreier am Anfang einer Partie kein Umdenken einleiten, ist zermürbend. Dagegen kann einem Favoriten schon mal die Geduld abhanden kommen. In der Offensive ist die Kombination aus einem Slasher mit NBA-Athletik als Ballhandler, der von drei bis vier Schützen zur gleichen Zeit umringt ist, ebenfalls keine erfreuliche Aussicht. Houston ist aber mental ähnlich gestrickt und daher wahrscheinlich ein eher ungünstiges Matchup für Georgia State.
Gonzaga Bulldogs  MVP: Brandon Clarke, Big, 6'8'', Junior Vor der Saison kamen bei einem Blick auf den Kader der Bulldogs immer wieder kritische Stimmen zu Wort, die eine angebliche Tiefe auf den großen Positionen bemängelten. Solche Äußerungen sind ein Zeugnis dafür, wie unbekannt Brandon Clarke der Collegewelt vor dieser Spielzeit war. Das ist sicherlich kein Drama, da der Kanadier nach einer Highschool Karriere in den Vororten von Phoenix kaum rekrutiert wurde und letztlich bei San Jose State im Nirvana landete. Nach zwei Jahren dort entschied er sich zum Wechsel, setzte letzte Saison aus und legt nun sein Premierenjahr in Spokane hin. Die schlimmere Tragödie liegt darin, dass der Name des Redshirt Juniors nach wie vor viel zu selten Erwähnung findet. Clarke ist mehr ein Freakathlet, der mit spektakulären Blocks und Dunks das Highlighttape füllt. Clarke ist ein überaus eleganter Basketballer mit viel Gespür für diese Sportart und einem breit gefächerten Skillset. Clarke ist der beste Two-Way-Player und der am meisten unterschätzte Spieler der NCAA in Personalunion.
X-Faktor: Josh Perkins, Guard, 6'3'', Senior Als Gonzaga gegen Tennesse und North Carolina nach einem dominanten Saisonstart wie das beste Collegeteam der USA aussah und auch Duke bezwingen konnte, folgten zwei Niederlagen in kürzester Zeit. Hier wurde wieder offensichtlich, dass letzten Endes der Erfolg der Bulldogs auf der Guardposition entschieden wird. Auch wenn es sicherlich nicht ganz fair ist, sich ausgerechnet diese beiden Spiele herauszupicken, so ist Perkins dennoch seit Jahren ein Wackelkandidat, der sich auch in seinem final Collegejahr nicht von Schwächephasen befreien konnte. Perkins neigt dazu, schlechte Entscheidungen in brenzligen Phasen zu treffen und zu sehr den eigenen schwierigen Wurf aus dem Dribbling zu forcieren. Dass er in dieser Saison den Spitzenplatz auf der Alltime Assistliste der Schulgeschichte einnehmen konnte, ist zwar eine nette Errungenschaft, sollte aber nicht über die Defizite des Combo Guards hinwegtäuschen.
Style: Es gibt wenige Teams, die es schaffen, dass Blowoutsiege ab einem gewissen Punktunterschied trotzdem sehenswert bleiben und das Umschalten zu anderen Spielen nicht als sinnvollere Option erscheint. Gonzaga gehört zu diesem erlesenen Kreis. Kein anderes Team der Collegewelt spielt mit so einem angenehmen Rhythmus, der in den seltensten Fällen ins Stocken gerät. Die Zags präsentieren sich in der Regel sehr erwachsen, lassen den Ball gut laufen und finden das beste Matchup, was sie wiederum gnadenlos ausnutzen. Mit ihren vielen Pick & Rolls und Setplays, die so auch in BBL oder Euroleague mit entsprechendem Personal funktionieren würden, erinnern die Zags an europäische Topteams.
NBA & BBL Kandidaten: Der Unterschied zwischen den heutigen Bulldogs und den Zags, die beispielsweise 2013 mit Elias Harris als 1 Seed ins Tournament gingen, liegt darin, dass das Talentlevel nochmals deutlich gestiegen ist. Der halbe Kader könnte zu einem späteren Zeitpunkt mal in der NBA anzutreffen sein. Der prominenteste Name ist Rui Hachimura. Der Japaner spaltet allerdings Draftscouts, Hobbyschreiber und Collegeliebhaber in zwei Lager: die einen sehen in dem Junior einen Lottery Pick, das andere Extrem wäre eine Nichtberücksichtigung in der zweiten Runde. Wie vermutlich immer liegt die Wahrheit irgendwo in der goldenen Mitte. Auch an dieser Stelle soll noch ein kurzer Werbeeinschub für Brandon Clarke folgen. Zur modernen NBA passt Clarke hervorragend, weshalb er durchaus als Erstrunden-, vielleicht sogar Lotterypick diskutiert werden kann. Killian Tillie steht nach einer verletzungsgeplagten Saison vor der Frage, ob er nochmals zurückkehren soll. Für Josh Perkins wird der Weg nach Europa führen.
Fun/Quick Facts: Seit Jahren dominieren die Zags ihre eigene Conference. Die West Coast Conference gilt zwar nicht unbedingt als stärkste ihrer Zunft, ist aber sicherlich für eine Top10 Platzierung gut genug und war gerade in dieser Saison so hochkarätig besetzt wie lange nicht mehr. Dennoch durchpflügten die Zags mit einer 18-0 Bilanz ihren Spielplan.
Tournament: Grundsätzlich könnte ich hier aus der Saisonpreview zitieren, da die Saison realiter bestätigte, was vor der Spielzeit bereits zu vermuten war: die Zags sind ein Meisterschaftsaspirant, haben das beste Team der Schulhistorie versammelt und können auch durchaus zum Favoritenkreis gezählt werden. Ein wesentliches Problem hat sich über die Saison dann doch wie ein roter Faden durch die vergangenen Monate gezogen und bremst die Euphorie ein wenig. Ausgerechnet Killian Tillie, fit der beste Spieler des Teams, verpasste mit mehreren Verletzungen einen Großteil der Saison und geht nun mit einem gehörigen Rückstand an Wettkampfpraxis in die heiße Phase der Saison.
Houston Cougars
MVP: Corey Davis Jr., Guard, 6'1'', Senior
Nach dem Abgang von Rob Gray Jr., der in den letzten Jahren die Offense der Houston Cougars mehr oder weniger personifizierte, mussten zu Saisonbeginn die Rollen neu verteilt werden. Aus diesem Prozess ist Corey Davis Jr. als einer der ältesten und erfahrensten Guards als neuer Leader des Teams hervorgegangen. Eigentlich ist Davis in erster Linie ein hartgesottener Verteidiger, der sich auch für Spezialaufgaben nicht zu schade ist und seinem Gegenspieler gerne mal in der Hosentasche hängt. In dieser Saison ist Davis allerdings auch offensiv gefordert. Der bullige Combo Guard ist ein ordentlicher Schütze, hat einen drangvollen Zug zum Korb und lässt zusätzlich auch immer wieder sein Passvermögen in Form von gekonnten Kickouts und Durchsteckern aufblitzen.

X-Faktor: Armoni Brooks, Guard/Wing, 6'3'', Junior
Ab und an haben die Cougars Probleme, ihre Offense in die Gänge zu bekommen. Einen klaren Scorertypen, der sich das Leder schnappt und einfach mal auf eigene Faust an sich reißt, haben die Cougars nicht in ihren Reihen. Am nächsten ist Armoni Brooks an dieser Beschreibung dran. Denn Brooks kann durchaus Runs initiieren und mal ein Spiel drehen. Das gelingt aber vorwiegend dann, wenn seine wilden Dreier ihr Ziel finden. Brooks ist ein wenig "streaky", doch genau das macht ihn für seine Gegner so schwer auszurechnen. Auch Coach Kelvin Sampson weiß um diese Qualitäten und lässt bei Einwurfplays oder aus Auszeiten heraus gezielte Sets laufen, um Brooks einen offenen Wurf zu verschaffen und vielleicht einen Lauf zu starten.

Style: Die tiefe Bank der Cougars sorgt dafür, dass sie am defensiven Ende mit einer Menge Energie und Aggressivität spielen können. Sowohl Foulprobleme als auch Ermüdung schlagen sich bei den Cougars kaum nieder. Durch ihre starke Defense bestimmten die Cougars das Tempo eines Spiels und zwingen den Gegner aus der Komfortzone. In der Offensive wird der Ball geteilt und wer auch immer einen offenen Wurf hat, darf sein Können zeigen oder Glück probieren. Besonders was Einwurfplays angeht, zeichnen sich die Cougars durch viel Kreativität aus.

NBA & BBL Kandidaten: Corey Davis Jr. könnte sich als 3-and-D-Spieler, den niemand so richtig auf dem Zettel zu haben scheint, über gute Summerleague Auftritte sicherlich für Höheres empfehlen - entweder auf dem Bankende der NBA oder in Europa. Ansonsten ist Dejon Jarreau noch eine gesonderte Erwähnung wert. Der UMass Transfer ist ein drahtiger Playmaker von fast zwei Metern Körpergröße, der zwar noch relativ roh und unbekümmert durch die Gegend wirbelt, doch auf lange Sicht ein interessanter Spielertyp ist.

Fun/Quick Facts: Seit dieser Saison haben die Cougars ihr neues Wohnzimmer in Beschlag genommen, das zu den modernsten Arenen der NCAA gehört. Das Ambiente und der Erfolg des Programms ziehen auch die örtliche Basketballprominenz magisch an. Chris Paul oder auch Hakeem Olajuwon sind regelmäßige Besucher.

Tournament: Seit den glorreichen Zeiten der "Phi Slama Jama" mit zwei Titeln gilt Houston als Traditionsstandort, der eine lange Durststrecke zu überwinden hatte. Diese ist spätestens seit der letzten Saison vorbei. Nachdem die Cougars im letzten Tournament schon mit einem Bein im Sweet Sixteen standen und nur durch einen wahnwitzigen Buzzerbeater von Jordan Poole zu stoppen waren, haben sich die Cougars in diesem Jahr wieder großes vorgenommen. In der Tat haben die Cougars die Zutaten, um mindestens das zweite Wochenende zu erreichen. Für mehr scheint zwar die offensive Durchschlagskraft zu fehlen, doch kategorisch auszuschließen, ist ein solcher Erfolg nicht.
Nach dem Abgang von Rob Gray Jr., der in den letzten Jahren die Offense der Houston Cougars mehr oder weniger personifizierte, mussten zu Saisonbeginn die Rollen neu verteilt werden. Aus diesem Prozess ist Corey Davis Jr. als einer der ältesten und erfahrensten Guards als neuer Leader des Teams hervorgegangen. Eigentlich ist Davis in erster Linie ein hartgesottener Verteidiger, der sich auch für Spezialaufgaben nicht zu schade ist und seinem Gegenspieler gerne mal in der Hosentasche hängt. In dieser Saison ist Davis allerdings auch offensiv gefordert. Der bullige Combo Guard ist ein ordentlicher Schütze, hat einen drangvollen Zug zum Korb und lässt zusätzlich auch immer wieder sein Passvermögen in Form von gekonnten Kickouts und Durchsteckern aufblitzen.

X-Faktor: Armoni Brooks, Guard/Wing, 6'3'', Junior Ab und an haben die Cougars Probleme, ihre Offense in die Gänge zu bekommen. Einen klaren Scorertypen, der sich das Leder schnappt und einfach mal auf eigene Faust an sich reißt, haben die Cougars nicht in ihren Reihen. Am nächsten ist Armoni Brooks an dieser Beschreibung dran. Denn Brooks kann durchaus Runs initiieren und mal ein Spiel drehen. Das gelingt aber vorwiegend dann, wenn seine wilden Dreier ihr Ziel finden. Brooks ist ein wenig "streaky", doch genau das macht ihn für seine Gegner so schwer auszurechnen. Auch Coach Kelvin Sampson weiß um diese Qualitäten und lässt bei Einwurfplays oder aus Auszeiten heraus gezielte Sets laufen, um Brooks einen offenen Wurf zu verschaffen und vielleicht einen Lauf zu starten.
Style: Die tiefe Bank der Cougars sorgt dafür, dass sie am defensiven Ende mit einer Menge Energie und Aggressivität spielen können. Sowohl Foulprobleme als auch Ermüdung schlagen sich bei den Cougars kaum nieder. Durch ihre starke Defense bestimmten die Cougars das Tempo eines Spiels und zwingen den Gegner aus der Komfortzone. In der Offensive wird der Ball geteilt und wer auch immer einen offenen Wurf hat, darf sein Können zeigen oder Glück probieren. Besonders was Einwurfplays angeht, zeichnen sich die Cougars durch viel Kreativität aus.
NBA & BBL Kandidaten: Corey Davis Jr. könnte sich als 3-and-D-Spieler, den niemand so richtig auf dem Zettel zu haben scheint, über gute Summerleague Auftritte sicherlich für Höheres empfehlen - entweder auf dem Bankende der NBA oder in Europa. Ansonsten ist Dejon Jarreau noch eine gesonderte Erwähnung wert. Der UMass Transfer ist ein drahtiger Playmaker von fast zwei Metern Körpergröße, der zwar noch relativ roh und unbekümmert durch die Gegend wirbelt, doch auf lange Sicht ein interessanter Spielertyp ist.
Fun/Quick Facts: Seit dieser Saison haben die Cougars ihr neues Wohnzimmer in Beschlag genommen, das zu den modernsten Arenen der NCAA gehört. Das Ambiente und der Erfolg des Programms ziehen auch die örtliche Basketballprominenz magisch an. Chris Paul oder auch Hakeem Olajuwon sind regelmäßige Besucher.
Tournament: Seit den glorreichen Zeiten der "Phi Slama Jama" mit zwei Titeln gilt Houston als Traditionsstandort, der eine lange Durststrecke zu überwinden hatte. Diese ist spätestens seit der letzten Saison vorbei. Nachdem die Cougars im letzten Tournament schon mit einem Bein im Sweet Sixteen standen und nur durch einen wahnwitzigen Buzzerbeater von Jordan Poole zu stoppen waren, haben sich die Cougars in diesem Jahr wieder großes vorgenommen. In der Tat haben die Cougars die Zutaten, um mindestens das zweite Wochenende zu erreichen. Für mehr scheint zwar die offensive Durchschlagskraft zu fehlen, doch kategorisch auszuschließen, ist ein solcher Erfolg nicht.
Iona Gaels
MVP: Rickey McGill, Guard, 6'2'', Senior
Vier Jahre lang ist Rickey McGill nun schon der Strippenzieher bei den Gaels. In dieser Position oblag ihm meist die Funktion als Organisator und Ruhepol. Diese Anforderung erfüllt McGill ganz exzellent. McGill muss nicht selbst 20 oder 25 Punkte erzielen, um das Spiel seiner Mannschaft zu kontrollieren. Stattdessen erledigt er viele kleine Dinge und geht oft mit gutem Beispiel voran. Dass er nebenbei trotzdem 15,5 Punkte pro Partie auflegt, ist nur ein Indiz seiner Qualitäten. Fünf Vorlagen pro Partie zu verbuchen, ist daher vielleicht der entscheidendere Wert. Wollen die Gaels das erste Mal den Überraschungserfolg in der ersten Runde schaffen, muss McGill dafür die richtige Mischung aus eigenem Abschluss und Spielgestaltung finden.

X-Faktor: Tajuan Agee, Big, 6'9'', Junior
Wenn Coach Tim Cluess eine Sache kann, dann ist es sein Talent dafür, an Junior und Community Colleges basketballerisch begabte Bigs zu finden, die vielen Universitäten auf höherem Spielniveau durch das Netz gingen. Auch in dieser Saison kann Cluess einen prachtvollen Neuzugang unter den Körben präsentieren. Tajuan Agee ist mit seinen 6'9'' theoretisch ein Big Man und weiß auch durchaus am Brett zu punkten. Sein großer Wert besteht jedoch vorwiegend darin, dass er für seine Größe enorm beweglich ist und damit offensiv eher das Spiel eines Tweeners besitzt. Dadurch ist er für seine langsameren Gegenspieler kaum zu halten. Ausbremsen kann er sich eigentlich nur selbst. Agee ist sehr emotional unterwegs und bisweilen kochen bei ihm die Gefühle hoch. Das sollte im Tournament möglichst nicht im falschen Moment passieren.

Style: Die Gaels sind ein Team, welches versucht, die eigenen Spiele über eine funktionierende Offense zu gewinnen. Schnelle Abschlüsse, die bevorzugt aus der Distanz erfolgen, sind daher das Mittel der Wahl bei Iona. Meist können alle fünf Spieler auf dem Feld zumindest in der Theorie einen offenen Wurf versenken. Alle Starting Five Spieler erzielen mindestens einen Dreier pro Spiel. Auf diese fünf Herren kommt auch der Großteil der Arbeit zu. Die Rotation ist dünn, daher müssen die Gaels auch mit ihren Kräften klug haushalten. Das hat zur Folge, dass sie immer wieder eine sehr legere Zonenverteidigung auspacken und hier den Zugriff ein wenig abgeben.

NBA & BBL Kandidaten: Rickey McGill wird sein Glück in Europa probieren. Er wäre auch nicht der erste Guard der Gaels, der in der BBL landen könnte. Vorgänger wie Scott Machado, Sean Armand und A.J. English hinterließen hier bereits ihre Visitenkarte. Der Rest des Kaders wird nächstes Jahr für mindestens eine weitere Saison zurückkehren.

Fun/Quick Facts: Zum vierten Mal in Folge konnten die Gaels das MAAC Tournament gewinnen und so ihr Ticket für den Big Dance lösen. Damit gelang Rickey McGill Historisches, da er als erster Spieler der MAAC Historie in jedem seiner vier Karrierejahre am großen Endturnier im März teilnehmen durfte.

Tournament: In diesem Jahr war die MAAC nicht ganz so kompetitiv und stark besetzt wie in den Vorjahren. Auch die Gaels selbst haben in den Vorjahren schon talentiertere oder tiefere Teams ins Rennen geschickt. Für einen Upset muss viel optimal laufen. Keiner der fünf Starter darf sich auch nur ansatzweise dumme Fouls leisten und die kurze Rotation auf die Probe stellen. Sollte dieser Fall doch eintreten, haben die Gaels schnell schlechte Karten.
Vier Jahre lang ist Rickey McGill nun schon der Strippenzieher bei den Gaels. In dieser Position oblag ihm meist die Funktion als Organisator und Ruhepol. Diese Anforderung erfüllt McGill ganz exzellent. McGill muss nicht selbst 20 oder 25 Punkte erzielen, um das Spiel seiner Mannschaft zu kontrollieren. Stattdessen erledigt er viele kleine Dinge und geht oft mit gutem Beispiel voran. Dass er nebenbei trotzdem 15,5 Punkte pro Partie auflegt, ist nur ein Indiz seiner Qualitäten. Fünf Vorlagen pro Partie zu verbuchen, ist daher vielleicht der entscheidendere Wert. Wollen die Gaels das erste Mal den Überraschungserfolg in der ersten Runde schaffen, muss McGill dafür die richtige Mischung aus eigenem Abschluss und Spielgestaltung finden.
X-Faktor: Tajuan Agee, Big, 6'9'', Junior Wenn Coach Tim Cluess eine Sache kann, dann ist es sein Talent dafür, an Junior und Community Colleges basketballerisch begabte Bigs zu finden, die vielen Universitäten auf höherem Spielniveau durch das Netz gingen. Auch in dieser Saison kann Cluess einen prachtvollen Neuzugang unter den Körben präsentieren. Tajuan Agee ist mit seinen 6'9'' theoretisch ein Big Man und weiß auch durchaus am Brett zu punkten. Sein großer Wert besteht jedoch vorwiegend darin, dass er für seine Größe enorm beweglich ist und damit offensiv eher das Spiel eines Tweeners besitzt. Dadurch ist er für seine langsameren Gegenspieler kaum zu halten. Ausbremsen kann er sich eigentlich nur selbst. Agee ist sehr emotional unterwegs und bisweilen kochen bei ihm die Gefühle hoch. Das sollte im Tournament möglichst nicht im falschen Moment passieren.
Style: Die Gaels sind ein Team, welches versucht, die eigenen Spiele über eine funktionierende Offense zu gewinnen. Schnelle Abschlüsse, die bevorzugt aus der Distanz erfolgen, sind daher das Mittel der Wahl bei Iona. Meist können alle fünf Spieler auf dem Feld zumindest in der Theorie einen offenen Wurf versenken. Alle Starting Five Spieler erzielen mindestens einen Dreier pro Spiel. Auf diese fünf Herren kommt auch der Großteil der Arbeit zu. Die Rotation ist dünn, daher müssen die Gaels auch mit ihren Kräften klug haushalten. Das hat zur Folge, dass sie immer wieder eine sehr legere Zonenverteidigung auspacken und hier den Zugriff ein wenig abgeben.
NBA & BBL Kandidaten: Rickey McGill wird sein Glück in Europa probieren. Er wäre auch nicht der erste Guard der Gaels, der in der BBL landen könnte. Vorgänger wie Scott Machado, Sean Armand und A.J. English hinterließen hier bereits ihre Visitenkarte. Der Rest des Kaders wird nächstes Jahr für mindestens eine weitere Saison zurückkehren.

Fun/Quick Facts: Zum vierten Mal in Folge konnten die Gaels das MAAC Tournament gewinnen und so ihr Ticket für den Big Dance lösen. Damit gelang Rickey McGill Historisches, da er als erster Spieler der MAAC Historie in jedem seiner vier Karrierejahre am großen Endturnier im März teilnehmen durfte.
Tournament: In diesem Jahr war die MAAC nicht ganz so kompetitiv und stark besetzt wie in den Vorjahren. Auch die Gaels selbst haben in den Vorjahren schon talentiertere oder tiefere Teams ins Rennen geschickt. Für einen Upset muss viel optimal laufen. Keiner der fünf Starter darf sich auch nur ansatzweise dumme Fouls leisten und die kurze Rotation auf die Probe stellen. Sollte dieser Fall doch eintreten, haben die Gaels schnell schlechte Karten.

Iowa Hawkeyes
MVP: Tyler Cook, Big, 6'9'', Junior
Bedingt durch die weniger von Teamerfolg gekrönten ersten zwei Jahren am College ist Tyler Cook dem Gelegenheitsgucker vermutlich noch kein Begriff. Doch das könnte sich bereits mit einem couragierten Tournament Auftritt ändern. Und genau für solche Leistungen ist der Power Forward prädestiniert. Cook ist ein Kraftpaket, das sich um keinen Zentimeter verrücken lässt und zugleich über ein feines Händchen verfügt. Besonders in und um die Zone herum ist Cook auf College Ebene kaum zu stoppen. Die Kombination aus purer Muskelkraft und filigraner Technik ist selten anzutreffen und ein passendes Matchup noch schwieriger zu finden. Zuletzt hat sich Cook auch einen passablen Halbdistanzwurf angeeignet.

X-Faktor: Jordan Bohannon, Guard, 6'1'', Junior
Jedes Tournament Team, das etwas auf sich hält und auch nur ansatzweise an zumindest einem Sieg in diesem Tanzwettbewerb schnuppern möchte, braucht diesen Spielertypen, der von Jordan Bohannon verkörpert wird. Bohannon ist ein schussstarker Guard, der immer davon ausgeht, dass sein Wurf das Ziel trifft. Mit diesem Selbstvertrauen in den Venen ist es für den Scharfschützen ein leichtes, Spiele mit seiner Wurfkunst zu entscheiden. Allerdings muss er als nomineller Aufbauspieler auch die Organisation des Spiels übernehmen, weswegen er aus Sicht der Hawkeyes fast schon zu selten auf den Korb wirft und zu uneigennützig agiert.

Style: Die Hawkeyes spielen bisweilen etwas unkonventionell, weil sie viele unterschiedliche Stile beherrschen und ein Spiel durch Anpassungen an beiden Enden des Feldes verändern können. In der Offensive bieten sich mehrere Optionen. Die beste Wahl ist häufig ein Postup für Tyler Cook oder eine Isolation im Halbdistanzbereich. Zusätzlich stellen die Hawkeyes eine Menge indirekter Screens in unerwarteter Reihenfolge, was regelmäßig für Verwirrung beim Gegner sorgt. Das kann auch passieren, wenn die Hawkeyes ihre 2-3-Matchup-Zone aufstellen und mehrere gute Entscheidungen in Folge erforderlich werden, um sich einen guten Abschluss zu erspielen.

NBA & BBL Kandidaten: Der einzige Hawkeye, der aus dem jungen Kollektiv ein wenig herausragt und vielleicht in die Nähe der NBA geraten könnte, ist Tyler Cook. Von Athletik und Kraft her ließe sich Cook sicherlich nicht von den Akteuren der besten Liga der Welt einschüchtern. Ohne einen verlässlichen Dreier wird Cook jedoch kaum eine Chance erhalten, denn viele seiner Moves und Scoring Optionen werden gegen erfahrenere und physischere Gegner wegfallen oder zumindest stark reduziert. Eine Rückkehr für ein Senior Jahr wäre daher eine vernünftige Entscheidung.

Fun/Quick Facts: Nicholas Baer ist der einzige Senior des Teams und kam ursprünglich als Walk-on ins Team. Mittlerweile hat er ein Stipendium und zusätzlich seinen jüngeren Bruder Michael im Kader, natürlich als Walk-on. Eine Cousine (Volleyball) und ein Cousin (Wrestling) sind ebenfalls sportlich auf dem Campus unterwegs. Trainersohn Connor McCaffery, derzeit in seinem Freshman Jahr, wird im Sommer für das Baseballteam der Hawkeyes spielen, da er in beiden Sportarten als talentiert gilt.

Tournament: Die Hawkeyes sind eines dieser Teams, das sich über eine solide Spielzeit die Tournament Teilnahme verdienen konnte. Hier angekommen stellt sich ein wenig die Frage, wie viel Potential für einen Sieg oder mehr in dem Team steckt. Denn mit Ausnahme von Nicholas Baer verfügt keiner der Spieler über Tournament Erfahrung. Haben die Underclassmen ihre Nerven im Griff und stellen sie ihr Visier aus der Distanz richtig ein, kann Iowa durchaus auch ein unangenehmer Kontrahent werden.
Bedingt durch die weniger von Teamerfolg gekrönten ersten zwei Jahren am College ist Tyler Cook dem Gelegenheitsgucker vermutlich noch kein Begriff. Doch das könnte sich bereits mit einem couragierten Tournament Auftritt ändern. Und genau für solche Leistungen ist der Power Forward prädestiniert. Cook ist ein Kraftpaket, das sich um keinen Zentimeter verrücken lässt und zugleich über ein feines Händchen verfügt. Besonders in und um die Zone herum ist Cook auf College Ebene kaum zu stoppen. Die Kombination aus purer Muskelkraft und filigraner Technik ist selten anzutreffen und ein passendes Matchup noch schwieriger zu finden. Zuletzt hat sich Cook auch einen passablen Halbdistanzwurf angeeignet.
X-Faktor: Jordan Bohannon, Guard, 6'1'', Junior Jedes Tournament Team, das etwas auf sich hält und auch nur ansatzweise an zumindest einem Sieg in diesem Tanzwettbewerb schnuppern möchte, braucht diesen Spielertypen, der von Jordan Bohannon verkörpert wird. Bohannon ist ein schussstarker Guard, der immer davon ausgeht, dass sein Wurf das Ziel trifft. Mit diesem Selbstvertrauen in den Venen ist es für den Scharfschützen ein leichtes, Spiele mit seiner Wurfkunst zu entscheiden. Allerdings muss er als nomineller Aufbauspieler auch die Organisation des Spiels übernehmen, weswegen er aus Sicht der Hawkeyes fast schon zu selten auf den Korb wirft und zu uneigennützig agiert.

Style: Die Hawkeyes spielen bisweilen etwas unkonventionell, weil sie viele unterschiedliche Stile beherrschen und ein Spiel durch Anpassungen an beiden Enden des Feldes verändern können. In der Offensive bieten sich mehrere Optionen. Die beste Wahl ist häufig ein Postup für Tyler Cook oder eine Isolation im Halbdistanzbereich. Zusätzlich stellen die Hawkeyes eine Menge indirekter Screens in unerwarteter Reihenfolge, was regelmäßig für Verwirrung beim Gegner sorgt. Das kann auch passieren, wenn die Hawkeyes ihre 2-3-Matchup-Zone aufstellen und mehrere gute Entscheidungen in Folge erforderlich werden, um sich einen guten Abschluss zu erspielen.

NBA & BBL Kandidaten: Der einzige Hawkeye, der aus dem jungen Kollektiv ein wenig herausragt und vielleicht in die Nähe der NBA geraten könnte, ist Tyler Cook. Von Athletik und Kraft her ließe sich Cook sicherlich nicht von den Akteuren der besten Liga der Welt einschüchtern. Ohne einen verlässlichen Dreier wird Cook jedoch kaum eine Chance erhalten, denn viele seiner Moves und Scoring Optionen werden gegen erfahrenere und physischere Gegner wegfallen oder zumindest stark reduziert. Eine Rückkehr für ein Senior Jahr wäre daher eine vernünftige Entscheidung.
Fun/Quick Facts: Nicholas Baer ist der einzige Senior des Teams und kam ursprünglich als Walk-on ins Team. Mittlerweile hat er ein Stipendium und zusätzlich seinen jüngeren Bruder Michael im Kader, natürlich als Walk-on. Eine Cousine (Volleyball) und ein Cousin (Wrestling) sind ebenfalls sportlich auf dem Campus unterwegs. Trainersohn Connor McCaffery, derzeit in seinem Freshman Jahr, wird im Sommer für das Baseballteam der Hawkeyes spielen, da er in beiden Sportarten als talentiert gilt.

Tournament: Die Hawkeyes sind eines dieser Teams, das sich über eine solide Spielzeit die Tournament Teilnahme verdienen konnte. Hier angekommen stellt sich ein wenig die Frage, wie viel Potential für einen Sieg oder mehr in dem Team steckt. Denn mit Ausnahme von Nicholas Baer verfügt keiner der Spieler über Tournament Erfahrung. Haben die Underclassmen ihre Nerven im Griff und stellen sie ihr Visier aus der Distanz richtig ein, kann Iowa durchaus auch ein unangenehmer Kontrahent werden.
Iowa State Cyclones
MVP: Marial Shayok, Wing, 6'6'', Senior
Als die Nachricht im Frühjahr 2017 die Runde machte, dass Marial Shayok die Virginia Cavaliers per Transfer verlassen und sich den Cyclones anschließen würde, machte sich zunächst Verwunderung breit. Denn Shayok war durchaus ein wichtiger Rotationsspieler bei den Cavaliers, der zwischenzeitlich auch starten durfte. Zudem passiert es selten, dass Spieler aus dem Programm des ACC Contenders wechseln. Shayok begründete seinen Wechsel jedoch damit, künftig nicht mehr ein Rollenspieler in einem solchen Defensivsystem sein zu wollen und dafür stattdessen in verantwortungsvoller Rolle bei einem offensiv orientierten Team anzuheuern. Insofern ging der Plan auch auf: Weniger als neun Punkte erzielte Shayok bei den Cavs pro Spiel. Hier bei den Cyclones ist Shayok auf Anhieb die erste Geige in der Offense und Topscorer des Teams.

X-Faktor: Lindell Wigginton, Guard, 6'2'', Sophomore
Nach einer sehr ordentlichen Freshman Saison, in der Lindell Wigginton fast 17 Zähler pro Partie auflegte und sich schnell als neuer Leader der Cyclones etablierte, wurde er in dieser Spielzeit anfangs durch einen Fußbruch ausgebremst. Doch auch nach auskurierter Verletzung brauchte Wigginton lange, um zumindest wieder als Scorer produzieren zu können. Doch nach wie vor hadert der Kanadier mit sich und seiner Rolle im Team. Die fehlende Hierarchie, die sich auch im Laufe der zweiten Saisonhälfte nicht wirklich herauskristallisieren konnte, bremst die Effizienz des Guards. Als geborener Scorer schaut Wigginton vor allem auf den Wurf, hat aber in vielen Spielen kein Gespür dafür beweisen können, wann er den eigenen Abschluss dem Pass zum Mitspieler vorziehen sollte. Nur wenn Wigginton jedoch genau an dieser Stelle die richtige Mischung findet, sind die Cyclones in der Lage, im Tournament Alarm zu schlagen.

Style: Steve Prohm ist ähnlich wie sein Vorgänger ein Verfechter der Philosophie, nach der viel Freiheit in der Offensive zu Erfolg führt. Das heißt nicht, dass die Cyclones wild auf den Korb ballern. Das Playbook ist eher dünn und Prinzipien dienen dazu, sich gute Würfe herauszuspielen. Die Spieler müssen lernen, mit ihrer Verantwortung umzugehen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das erfordert Zeit und kann auch mal zu hektischen Phasen führen. Wenn der Rhythmus stimmt, sind die Spielzüge der Cyclones absolut sehenswert. Über Sieg und Niederlage entscheidet neben der Wurfauswahl auch die Teamdefense. Denn hier lassen die Mannen von Prohm noch die notwendige Konsequenz vermissen.

NBA & BBL Kandidaten: Die Freshmen sind in dieser Kategorie die wahrscheinlich interessantesten Namen. Talen Horton-Tucker ist ein Allrounder, dem keine Position eindeutig zuzuordnen ist. Mit der Größe eines Guards verfügt er über die breiten Schultern und die Wucht eines klassischen Power Forwards. Hinzu kommen lange muskelbepackte Arme und ein breit gefächertes Skillset. Während THT vor der Saison durchaus schon bekannt war und bei den Scouts im schlauen Büchlein stand, avancierte Tyrese Haliburton als Point Guard mit Gardemaß 6'5'' aus dem Nichts zum Starter und konstantesten Spieler. Die NBA könnte noch ein Jahr zu früh für ihn kommen, doch zumindest ist er nun auf dem Radar. Dorthin wollte sich auch Marial Shayok spielen. Bei ihm stellt sich die Frage, ob er als Spielertyp in der NBA landen kann. Für einen reinen Scorer fehlt ihm die Durchschlagskraft beim Drive, für einen 3-and-D-Wing die Bereitschaft in der Verteidigung. Nick Weiler-Babb ist ein Allrounder, der in Europa eine Karriere hinlegen kann.

Fun/Quick Facts: Wie für viele Transfers bedeutete der Wechsel von Marial Shayok aus dem System der Virginia Cavaliers in das der Iowa State Cyclones eine gewaltige Umstellung. Wie ESPN Experte nicht müde wird zu betonen, scorte Shayok bei Virginia in drei Jahren ein einziges Mal mindestens 20 Punkte in einem Spiel. In dieser Saison gelang dem Kanadier dieses Kunststück schon 15 Mal.

Tournament: Verletzungen, Suspendierungen, Hierarchieprobleme - trotz all dieser Baustellen wirkten die Cyclones Ende Januar wie das Team, das die Kansas Jayhawks in der Big12 endgültig herausfordern und vom Thron stürzen würde. Siege über Kansas und auch Texas Tech lasen sich beeindruckend und waren in ihrer Art und Weise auch überzeugend. Doch obwohl Kansas' Streak nun wirklich beendet wurde, sind die Cyclones dafür kaum verantwortlich zu machen. Denn seit einigen Wochen ist der Wurm drin bei ISU. Rück- statt Fortschritte waren das Thema in den letzten Big12 Spielen. Der Turnaround erfolgte dann allerdings beim Big12 Tournament, das die Cyclones einigermaßen dominant gewannen. Genie und Wahnsin sind bei diesem Team eng beieinander.
Als die Nachricht im Frühjahr 2017 die Runde machte, dass Marial Shayok die Virginia Cavaliers per Transfer verlassen und sich den Cyclones anschließen würde, machte sich zunächst Verwunderung breit. Denn Shayok war durchaus ein wichtiger Rotationsspieler bei den Cavaliers, der zwischenzeitlich auch starten durfte. Zudem passiert es selten, dass Spieler aus dem Programm des ACC Contenders wechseln. Shayok begründete seinen Wechsel jedoch damit, künftig nicht mehr ein Rollenspieler in einem solchen Defensivsystem sein zu wollen und dafür stattdessen in verantwortungsvoller Rolle bei einem offensiv orientierten Team anzuheuern. Insofern ging der Plan auch auf: Weniger als neun Punkte erzielte Shayok bei den Cavs pro Spiel. Hier bei den Cyclones ist Shayok auf Anhieb die erste Geige in der Offense und Topscorer des Teams.
X-Faktor: Lindell Wigginton, Guard, 6'2'', Sophomore Nach einer sehr ordentlichen Freshman Saison, in der Lindell Wigginton fast 17 Zähler pro Partie auflegte und sich schnell als neuer Leader der Cyclones etablierte, wurde er in dieser Spielzeit anfangs durch einen Fußbruch ausgebremst. Doch auch nach auskurierter Verletzung brauchte Wigginton lange, um zumindest wieder als Scorer produzieren zu können. Doch nach wie vor hadert der Kanadier mit sich und seiner Rolle im Team. Die fehlende Hierarchie, die sich auch im Laufe der zweiten Saisonhälfte nicht wirklich herauskristallisieren konnte, bremst die Effizienz des Guards. Als geborener Scorer schaut Wigginton vor allem auf den Wurf, hat aber in vielen Spielen kein Gespür dafür beweisen können, wann er den eigenen Abschluss dem Pass zum Mitspieler vorziehen sollte. Nur wenn Wigginton jedoch genau an dieser Stelle die richtige Mischung findet, sind die Cyclones in der Lage, im Tournament Alarm zu schlagen.
Style: Steve Prohm ist ähnlich wie sein Vorgänger ein Verfechter der Philosophie, nach der viel Freiheit in der Offensive zu Erfolg führt. Das heißt nicht, dass die Cyclones wild auf den Korb ballern. Das Playbook ist eher dünn und Prinzipien dienen dazu, sich gute Würfe herauszuspielen. Die Spieler müssen lernen, mit ihrer Verantwortung umzugehen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das erfordert Zeit und kann auch mal zu hektischen Phasen führen. Wenn der Rhythmus stimmt, sind die Spielzüge der Cyclones absolut sehenswert. Über Sieg und Niederlage entscheidet neben der Wurfauswahl auch die Teamdefense. Denn hier lassen die Mannen von Prohm noch die notwendige Konsequenz vermissen.
NBA & BBL Kandidaten: Die Freshmen sind in dieser Kategorie die wahrscheinlich interessantesten Namen. Talen Horton-Tucker ist ein Allrounder, dem keine Position eindeutig zuzuordnen ist. Mit der Größe eines Guards verfügt er über die breiten Schultern und die Wucht eines klassischen Power Forwards. Hinzu kommen lange muskelbepackte Arme und ein breit gefächertes Skillset. Während THT vor der Saison durchaus schon bekannt war und bei den Scouts im schlauen Büchlein stand, avancierte Tyrese Haliburton als Point Guard mit Gardemaß 6'5'' aus dem Nichts zum Starter und konstantesten Spieler. Die NBA könnte noch ein Jahr zu früh für ihn kommen, doch zumindest ist er nun auf dem Radar. Dorthin wollte sich auch Marial Shayok spielen. Bei ihm stellt sich die Frage, ob er als Spielertyp in der NBA landen kann. Für einen reinen Scorer fehlt ihm die Durchschlagskraft beim Drive, für einen 3-and-D-Wing die Bereitschaft in der Verteidigung. Nick Weiler-Babb ist ein Allrounder, der in Europa eine Karriere hinlegen kann.
Fun/Quick Facts: Wie für viele Transfers bedeutete der Wechsel von Marial Shayok aus dem System der Virginia Cavaliers in das der Iowa State Cyclones eine gewaltige Umstellung. Wie ESPN Experte nicht müde wird zu betonen, scorte Shayok bei Virginia in drei Jahren ein einziges Mal mindestens 20 Punkte in einem Spiel. In dieser Saison gelang dem Kanadier dieses Kunststück schon 15 Mal.
Tournament: Verletzungen, Suspendierungen, Hierarchieprobleme - trotz all dieser Baustellen wirkten die Cyclones Ende Januar wie das Team, das die Kansas Jayhawks in der Big12 endgültig herausfordern und vom Thron stürzen würde. Siege über Kansas und auch Texas Tech lasen sich beeindruckend und waren in ihrer Art und Weise auch überzeugend. Doch obwohl Kansas' Streak nun wirklich beendet wurde, sind die Cyclones dafür kaum verantwortlich zu machen. Denn seit einigen Wochen ist der Wurm drin bei ISU. Rück- statt Fortschritte waren das Thema in den letzten Big12 Spielen. Der Turnaround erfolgte dann allerdings beim Big12 Tournament, das die Cyclones einigermaßen dominant gewannen. Genie und Wahnsin sind bei diesem Team eng beieinander.
Kansas Jayhawks  MVP: Dedric Lawson, Big, 6'9'', Junior Es gibt Spieler, bei denen ist vorauszusehen, dass sich ihre Spielweise im Alter von 35 Jahren nicht großartig von der mit Anfang 20 unterscheiden wird. Athletische Limitationen sind sicher ein Grund dafür, warum solche Parallelen zu so unterschiedlichen Alterszeitpunkten bestehen. Tatsächlich ist Dedric Lawson nicht der größte Athlet, den Bill Self je trainieren durfte. Doch fehlende Sprungkraft, Hüftmobilität und Explosivität gleicht Lawson mit einem weit gefächerten Skillset und einer noch größeren Portion Spielverständnis aus. Lawson hat lange Arme, viel Touch in den Handgelenken und ein gutes Gefühl für den Umgang mit dem Leder beim Dribbeln. Dadurch kann er entweder im Lowpost gesucht werden oder auch selbst aus dem Faceup von der Dreierlinie attackieren. Zusätzlich ist der Power Forward ein exzellenter Passgeber, laut Aussage seines Coaches sogar der beste, den dieser je coachte - unabhängig von der Position.
X-Faktor: Devon Dotson, Guard, 6'2'', Freshman Neben Lawson gab es wenige Spieler, die über die gesamte Saison ordentliche Leistungen abriefen und auf die sich Self verlassen konnte. Devon Dotson mag in dieser Hinsicht gar der einzige Guard gewesen sein. Der Freshman Point Guard trat ein gewaltiges Erbe an, da die Anhängerschaft mit Vorgängern wie Frank Mason und Devonte' Graham durchaus verwöhnt war. Und verglichen mit den Freshman Saison dieser beiden Kansas Koryphäen stellte sich sich Dotson mithin sogar deutlich geschickter und reifer an. Dotson erinnert in seiner Spielweise tatsächlich auch stark an Mason, da beide kreative Finisher in der Zone sind und dorthin scheinbar auch nach Belieben gelangen. Für Dotson geht es darum, so aggressiv wie möglich auf sein Scoring zu achten, weil er dann die Defense auf eine Weise beschäftigt, die seinen Mitspielern Freiräume verschafft.
Style: Hier beginnen nun endgültig die Problemzonen der diesjährigen Jayhawks offensichtlich zu werden. Traditionell gehören Teams von Bill Self zu den besten Offensiven der NCAA. Dabei war es in den letzten fünf, sechs Jahren sogar egal, ob Self mit einer klassischen Lineups bestehend aus zwei Bigs oder aber der moderneren Form aus vier Guards und einem Innenspieler auf dem Parkett agierte. Doch die ständigen Kaderumwälzungen, Rotationsänderungen und Formschwankungen forderten ihren Tribut, weswegen den Jayhawks eine klare Identität fehlt. Zwar können sie immer noch 80 Punkte auflegen, doch sind ungleich öfter als in der Vergangenheit auf Einzelaktionen angewiesen.
NBA & BBL Kandidaten: Vor der Saison galt Quentin Grimes als Anwärter auf einen Top10 Platz im kommenden Draft. Doch sein erstes Saisonspiel gegen Michigan State war zugleich auch sein bestes mit 21 Punkten und sechs erfolgreichen Dreiern. Seitdem befindet sich sein Kurs in rasantem Sturzflug und ein Sophomore Jahr erscheint angebracht. Devon Dotson hätte da schon eher Chancen, gedraftet zu werden, doch ob es für die erste Runde reichen würde, ist unsicher. Lagerald Vick ist der einzige Senior und könnte Profi werden, doch die Fragezeichen um seine Person sind durchaus vielzählig.
Fun/Quick Facts: In diesem Jahr war es also soweit: der Streak von 14 Big12 Regular Season Titeln in Folge ist gestoppt und KU entthront. Dass es ausgerechnet in diesem Jahr zum Ende dieser Rekordserie kommen würde, war vor der Saison nicht abzusehen, ist aber durch viel Unruhe und wenig Stabilität im Kader zu erklären.
Tournament: Auch wenn die Jayhawks sicher gerne ihre Serie ausgebaut hätten und als Top5 Team in die Saison gingen, wovon sie derzeit weit entfernt sind, brauchen Anhänger des Programms noch lange nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Nach wie vor steckt in dem Kader Talent. Dedric Lawson und Devon Dotson liefern jeweils starke Premierenjahre ab. Die Rollenspieler entwickeln sich. Und Ochai Agbaji, der eigentlich als Redshirt das Jahr aussetzen sollte, ist nach der Verletzung von Udoka Azubuike die erhoffte Überraschung. Gerade Ogbaji könnte im Tournament mit seinem Potential als Scorer noch eine wichtige dritte Option für den Angriff werden. Grundsätzlich müssen bei den Jayhawks die Dreier besser fallen.
Kansas State Wildcats  MVP: Barry Brown Jr., Guard, 6'1'', Senior Seit nun mehr drei Jahren ist Barry Brown Jr. das Gesicht der K-State Wildcats und Anführer einer der erfolgreichsten Recruiting Classes der Schulhistorie. Durch die vielen Hochs und Tiefs, die Brown in dieser Zeit erleben durfte/musste, ist der Combo Guard mit allen Wassern gewaschen und lässt sich selten aus der Ruhe bringen. Genau dann, wenn ein Spiel auf der Kippe steht, traut sich Brown zu, das Spiel an sich zu reißen und Verantwortung zu übernehmen. Seine Mentalität als Führungsspieler wird nicht nur in engen Schlussphasen ersichtlich. Besonders am defensiven Ende des Feldes gibt Brown den Ton an. Wenige Guards sind derartig in der Lage, gleichzeitig druckvoll aber dennoch kontrolliert ihren Gegenspieler zu beschatten.
X-Faktor: Dean Wade, Big, 6'10'', Senior Preseason All Conference Teams/Rankings sind meistens ziemlich nichtssagend, da oft der generelle Durchblick fehlt und jedes Team und die entsprechenden Journalisten meist nur mit sich und dem eigenen Team beschäftigt sind und bei Akteuren aus anderen Teams nur nach Bekanntheit gehen. Dennoch war es im Falle von Dean Wade absolut gerechtfertigt, ihn als einen der wichtigsten Spieler der Conference einzuordnen. Das wurde in dieser Saison durch mehrere Verletzungen offensichtlich. Ohne ihren Power Forward hatten die Wildcats sichtliche Probleme. Wade kann als Stretch Big verschiedene Positionen verteidigen, offensiv für mehr Spacing sorgen und als Rebounder Unterstützung bieten. Ein fitter Wade verändert somit die gesamte Spielanlage. Der letzte Stand war jedoch, dass Wade für das Tournament fraglich ist.
Style: Zugegebenermaßen werden die Wildcats für ihren Basketball keinen Schönheitspreis gewinnen. Doch das heißt nicht, dass Spiele von K-State direkt zum Umschalten zwingen. Gerade in der Verteidigung erreicht Kansas State ein Level, das wenige andere Teams in ähnlicher Weise erklimmen können. Intensität und bedingungsloser Einsatz sind die Grundvoraussetzung für den Erfolg. Der eigene Angriff ist überaus strukturiert und methodisch. In jedem Angriff nehmen die Wildcats eine Menge Zeit von der Shotclock, versuchen dabei aber viele indirekte Screens zu stellen, um ein abschließendes Pick & Roll/Pop einzuleiten.

NBA & BBL Kandidaten: Es wäre nicht überraschend, wenn Spieler wie Barry Brown Jr. oder Dean Wade in einem NBA Kader landen würden. Beide werden nicht häufig in diesem Zusammenhang genannt, doch ihre Qualitäten werden bei NBA Teams durchaus auf Anklang treffen. Wade ist ein spielintelligenter Stretch Big, der vielleicht defensiv nicht immer auf der Höhe sein wird, aber dennoch über eine respektable laterale Geschwindigkeit verfügt. Brown könnte als Backup Guard durch seine Defense eine Hilfe darstellen und TJ McConnell nacheifern.
Fun/Quick Facts: Vor seiner Amtszeit bei Kansas State war Bruce Weber der Coach in Illinois und stieß in seiner dortigen Funktion sogar bis ins Finale 2005 vor. Sein Vorgänger, dessen Kader Weber damals größtenteils übernahm, war ausgerechnet Bill Self, der nach wie vor Coach der Kansas Jayhawks ist und dessen Conference Siegesserie Weber in dieser Saison beendete.
Tournament: Pünktlich zur wichtigsten Phase der Saison sind die Wildcats etwa dort, wo sie vor der Saison von Fans, Experten und Medien gesehen wurden: auf einer Spitzenposition in der Big12 nach einer insgesamt soliden Saison. Während Cartier Diarra nun wieder fit und im Rhythmus ist, müssen die Wildcats vermutlich auf Dean Wade verletzungsbedingt verzichten. Das ist sicherlich eine Schwächung, die kaum zu verkraften ist. Auf der anderen Seite hatte K-State nun genug Zeit, sich darauf einzustellen. Solange die Defense steht und in der Offensive ein paar Würfe fallen, ist das zweite Wochenende möglich. Dennoch könnten die Wildcats aufgrund ihrer wackeligen Offensivbestrebungen ein Upset Kandidat sein.
Kentucky Wildcats
MVP: PJ Washington, Big, 6'8'', Sophomore
Als Freshman wirkte es bei PJ Washington oft so, als hätte er durchaus Talent für Sportart Basketball, wüsste aber nicht so ganz, wie er das auf dem Feld entfalten könne. Es folgte ein Sommer mit viel Bedenkzeit, einem späten Draft Rückzieher und ausgezeichnetem Training. Denn Washington kam als gänzlich anderer Spieler zurück auf den Campus in Lexington. Deutlich dünner und explosiver präsentierte sich der Sophomore, der zudem auch massig Zeit in seinen Wurf investiert hatte. Die Auswirkungen sind beeindruckend. Washington ist in dieser Saison der unangefochtene Leader der blutjungen Wildcats. Spätestens seit dem Spiel gegen Mississippi State Ende Januar ist Washington endgültig aus seinem Halbschlaf erwacht und dominierte beispielsweise beim Heimsieg gegen Tennessee den Frontcourt der Vols nach belieben. Washington ist ein spielintelligenter Tweener, der kluge Pässe spielt, selbst zum Korb penetrieren kann und als Scorer mit erhöhter Aggressivität spielt.

X-Faktor: Tyler Herro, Wing, 6'5'', Freshman
Letzteres trifft vor allem auf Tyler Herro zu. Als eindimensionaler Shooter verschrien, erwies sich der schussstarke Scorer als erfreuliche Überraschung legitimer Anwärter auf eine NBA Karriere. Natürlich ist der Distanzwurf die Paradedisziplin des Freshman. Doch sein Spiel weist eben weit mehr Facetten auf und ist gerade am offensiven Ende schon relativ erwachsen. Herro kann auch mal zum Korb ziehen, Closeouts attackieren und sogar am Korb gegen Kontakt finishen. Wenn Herro heißläuft, kann er problemlos 20 Punkte oder mehr in einer Halbzeit erzielen. Mit genau diesen Qualitäten bringt er eine Dimension mit, die den übrigen Wildcats ein wenig fehlt und ein Spiel entscheidend beeinflusst.

Style: Wie immer ist John Calipari vorwiegend daran interessiert, dass seine junge Truppe so hart spielt, wie die Muskeln es in maximaler Form zulassen. Besonders die Defense betrifft diese Agenda. Aus guter Verteidigung sollen möglichst viele Fastbreakpunkte erzielt werden. Stimmen Einsatz und Fokus, geht es in zweiter Instanz darum, die Fehler im Angriff zu reduzieren. Besonders in diesem Jahr ist das Playbook sehr dünn und besteht entweder daraus, PJ Washington am Highpost den Ball zu überlassen und ihm Platz zu machen oder aber Tyler Herro um diverse Blöcke abseits des Balls zu schicken, bis er frei ist.

NBA & BBL Kandidaten: PJ Washington ist im kommenden Draft ein Lottery Kandidat. Der antrainierte Dreier und sein hohes Spielverständnis eröffnen ihm Two-Way- und Rollenspielerpotential, das für viele NBA Teams attraktiv sein dürfte. Auch Tyler Herro könnte über eine vorzeitige Draftanmeldung nachdenken. Viel stärker kann sein Aktienkurs vermutlich nicht steigen. Dritter NBA Kandidat im Bunde ist Freshman Keldon Johnson. Wäre der Flügelspieler, dessen Motor nie pausiert, ein wenig größer, könnte er vermutlich ein Top5 Spieler des Drafts werden. So scheint seine Upside jedoch limitiert. Für Reid Travis erscheint eine Karriere in Europa wahrscheinlicher. Mit seiner bulligen Statur und seiner verbesserten Explosivität ist er an den Brettern Europas gut aufgehoben.

Fun/Quick Facts: Aus dem Haufen von jungen Freshmen und teils verplanten Sophomores sticht Graduate Transfer Reid Travis heraus. Mit einem Abschluss der renommierten Stanford University in der Tasche wollte der bullige Big eine neue Herausforderung für sich finden. Sportlich ist ihm das gelungen, denn er nimmt erstmals am Tournament teil.

Tournament: Der Saisonstart gegen Duke hätte kaum schlimmer für die Wildcats laufen können. Eine höhere Niederlage (84:118) gab es in der Calipari Ära für Kentucky nicht. Doch seitdem hat sich das Team stetig weiterentwickelt. Spätestens der Sieg gegen Tennessee Mitte Februar ließ aufhorchen und verdeutlichte, zu welchen Leistungen die Wildcats im Stande sind, wenn die vielen Kleinigkeiten funktionieren und jeder an seinem Limit spielt. Allerdings sind junge Teams einfach anfällig für Schwächephasen und können dadurch jederzeit einen Blackout erleben. Das Potential zu einer Final Four Teilnahme ist vorhanden, doch auch ein frühes Aus im Tournament erscheint möglich. Die Situation gleicht ein wenig dem Vorjahr, wo Kentucky nach den Aussetzern der Konkurrenz aus Virginia, Tennessee und Arizona plötzlich wie der sichere Final Four Anwärter aussah und dann doch im Sweet Sixteen von Kansas State rausgeworfen wurde. Bei P.J. Washington scheint es Entwarnung zu geben, nachdem er die letzten Tag in einem Spezialschuh verbrachte, konnte ein Bruch ausgeschlossen werden.
Als Freshman wirkte es bei PJ Washington oft so, als hätte er durchaus Talent für Sportart Basketball, wüsste aber nicht so ganz, wie er das auf dem Feld entfalten könne. Es folgte ein Sommer mit viel Bedenkzeit, einem späten Draft Rückzieher und ausgezeichnetem Training. Denn Washington kam als gänzlich anderer Spieler zurück auf den Campus in Lexington. Deutlich dünner und explosiver präsentierte sich der Sophomore, der zudem auch massig Zeit in seinen Wurf investiert hatte. Die Auswirkungen sind beeindruckend. Washington ist in dieser Saison der unangefochtene Leader der blutjungen Wildcats. Spätestens seit dem Spiel gegen Mississippi State Ende Januar ist Washington endgültig aus seinem Halbschlaf erwacht und dominierte beispielsweise beim Heimsieg gegen Tennessee den Frontcourt der Vols nach belieben. Washington ist ein spielintelligenter Tweener, der kluge Pässe spielt, selbst zum Korb penetrieren kann und als Scorer mit erhöhter Aggressivität spielt.
X-Faktor: Tyler Herro, Wing, 6'5'', Freshman Letzteres trifft vor allem auf Tyler Herro zu. Als eindimensionaler Shooter verschrien, erwies sich der schussstarke Scorer als erfreuliche Überraschung legitimer Anwärter auf eine NBA Karriere. Natürlich ist der Distanzwurf die Paradedisziplin des Freshman. Doch sein Spiel weist eben weit mehr Facetten auf und ist gerade am offensiven Ende schon relativ erwachsen. Herro kann auch mal zum Korb ziehen, Closeouts attackieren und sogar am Korb gegen Kontakt finishen. Wenn Herro heißläuft, kann er problemlos 20 Punkte oder mehr in einer Halbzeit erzielen. Mit genau diesen Qualitäten bringt er eine Dimension mit, die den übrigen Wildcats ein wenig fehlt und ein Spiel entscheidend beeinflusst.
Style: Wie immer ist John Calipari vorwiegend daran interessiert, dass seine junge Truppe so hart spielt, wie die Muskeln es in maximaler Form zulassen. Besonders die Defense betrifft diese Agenda. Aus guter Verteidigung sollen möglichst viele Fastbreakpunkte erzielt werden. Stimmen Einsatz und Fokus, geht es in zweiter Instanz darum, die Fehler im Angriff zu reduzieren. Besonders in diesem Jahr ist das Playbook sehr dünn und besteht entweder daraus, PJ Washington am Highpost den Ball zu überlassen und ihm Platz zu machen oder aber Tyler Herro um diverse Blöcke abseits des Balls zu schicken, bis er frei ist.
NBA & BBL Kandidaten: PJ Washington ist im kommenden Draft ein Lottery Kandidat. Der antrainierte Dreier und sein hohes Spielverständnis eröffnen ihm Two-Way- und Rollenspielerpotential, das für viele NBA Teams attraktiv sein dürfte. Auch Tyler Herro könnte über eine vorzeitige Draftanmeldung nachdenken. Viel stärker kann sein Aktienkurs vermutlich nicht steigen. Dritter NBA Kandidat im Bunde ist Freshman Keldon Johnson. Wäre der Flügelspieler, dessen Motor nie pausiert, ein wenig größer, könnte er vermutlich ein Top5 Spieler des Drafts werden. So scheint seine Upside jedoch limitiert. Für Reid Travis erscheint eine Karriere in Europa wahrscheinlicher. Mit seiner bulligen Statur und seiner verbesserten Explosivität ist er an den Brettern Europas gut aufgehoben.
Fun/Quick Facts: Aus dem Haufen von jungen Freshmen und teils verplanten Sophomores sticht Graduate Transfer Reid Travis heraus. Mit einem Abschluss der renommierten Stanford University in der Tasche wollte der bullige Big eine neue Herausforderung für sich finden. Sportlich ist ihm das gelungen, denn er nimmt erstmals am Tournament teil.

Tournament: Der Saisonstart gegen Duke hätte kaum schlimmer für die Wildcats laufen können. Eine höhere Niederlage (84:118) gab es in der Calipari Ära für Kentucky nicht. Doch seitdem hat sich das Team stetig weiterentwickelt. Spätestens der Sieg gegen Tennessee Mitte Februar ließ aufhorchen und verdeutlichte, zu welchen Leistungen die Wildcats im Stande sind, wenn die vielen Kleinigkeiten funktionieren und jeder an seinem Limit spielt. Allerdings sind junge Teams einfach anfällig für Schwächephasen und können dadurch jederzeit einen Blackout erleben. Das Potential zu einer Final Four Teilnahme ist vorhanden, doch auch ein frühes Aus im Tournament erscheint möglich. Die Situation gleicht ein wenig dem Vorjahr, wo Kentucky nach den Aussetzern der Konkurrenz aus Virginia, Tennessee und Arizona plötzlich wie der sichere Final Four Anwärter aussah und dann doch im Sweet Sixteen von Kansas State rausgeworfen wurde. Bei P.J. Washington scheint es Entwarnung zu geben, nachdem er die letzten Tag in einem Spezialschuh verbrachte, konnte ein Bruch ausgeschlossen werden.
Liberty Flames
MVP: Caleb Homesley, Guard, 6'6'', Junior
Der Allrounder im Kader der Flames sticht beim ersten Blick sofort ins Auge. Alleine seine körperlichen und athletischen Dimensionen bewegen sich auf einem Niveau, das normalerweise eher in den Power 5 Conferences anzutreffen ist. Der Linkshänder hat breite Schultern, endlos lange Arme und die schlaksige Gestalt, die seinen langen Schritten und Tempoverzögerungen eine schlangenhafte Anmut verleihen. Neben seiner Bewegungseleganz verfügt Homesley auch über beachtliche Skills mit dem Ball in der Hand. Zwar ist er bisweilen sehr auf seine stärkere linke Hand fixiert, dennoch findet er mit seinem langen ersten Schritt und seiner Spannweite im Abschluss meist Lösungen. Zudem ist er mit einer ordentlichen Spielübersicht ausgestattet und spielt gute Kickouts.

X-Faktor: Scottie James, Big, 6'8'', Junior
In einem grundsätzlich eher guardorientierten Team ist Scottie James der Gegenpart zu den Wurfqualitäten der Außenspieler. Die daraus entstehende Symbiose bedeutet für James in erster Linie ganz viel harte und physische Arbeit in Brettnähe. Denn nur wenn der Big Man in der Zone für Bambule sorgt und Aufmerksamkeit auf sich zieht, haben die Guards wiederum die Freiräume entlang der Dreierlinie, die sie brauchen, um ihre Würfe zu nehmen. Fallen die Dreier, steht die Defense nun vor schwierigen Entscheidungen und kann nur in geringem Maße absinken, wodurch James wiederum mehr Platz erhält und seine Layups erhält. Diesen Kreislauf muss James initial in Gang bringen.

Style: Die Flames haben in der Regel klare Vorstellungen dazu, wie sie ihren Gegner besiegen wollen. Das liegt unter anderem auch an den klaren Ansagen von Coach Ritchie McKay, der besonders in Auszeiten sehr eindringlich auf seine Mannen einwirkt und damit erreicht, dass diese meist genau umsetzen, wonach McKay wenige Sekunden zuvor verlangt hat. Neben dieser Disziplin in der Offensive wissen die Flames aber auch defensiv genau, wie sie ihre Kontrahenten am Punkten hindern können. Wenn Größe oder Athletik nicht ausreichend für die Matchups sind, muss notfalls auch mal eine Zonenverteidigung herhalten.

NBA & BBL Kandidaten: Lovell Cabill ist der einzige Senior des Teams und könnte als Shooter in einer europäischen Liga landen. Ob es am Ende für ein höheres Level und somit beispielsweise die BBL reicht, ist allerdings ungewiss. Caleb Homesley ist mittelfristig ein interessanterer Spieler, wird als Junior aber noch ein Jahr dranhängen.

Fun/Quick Facts: Seit 30 Jahren sind die Flames eine Division I Schule. Nie zuvor gewannen sie 28 Spiele in einer Saison. Dass am Ende der ersten Saison in einer neuen Conference der Atlantic Sun Titel und damit die vierte Tournament Teilnahme stehen würde, war nicht zu erwarten. Zudem dürfen sich die Flames auf die Fahne schreiben, durch ihren Auswärtssieg in Westwood, die UCLA Bruins zu einem Trainerwechsel während der Saison - eine absolute Rarität in der NCAA - verleitet zu haben.

Tournament: Genau dieser Sieg auf fremdem Parkett machte deutlich, dass Liberty zumindest unerfahrene und undisziplinierte Gegner aus den besten Conferences der NCAA schlagen kann. Im Falle der Bruins sind Variablen wie unmotiviert und desorganisiert in die Gleichung einzufügen, die in einem Tournament Setting in aller Regel nicht auftreten. Die Chance für Liberty muss darin bestehen, sich einen früheren Vorsprung zu erspielen und diesen über die Zeit zu retten.
Der Allrounder im Kader der Flames sticht beim ersten Blick sofort ins Auge. Alleine seine körperlichen und athletischen Dimensionen bewegen sich auf einem Niveau, das normalerweise eher in den Power 5 Conferences anzutreffen ist. Der Linkshänder hat breite Schultern, endlos lange Arme und die schlaksige Gestalt, die seinen langen Schritten und Tempoverzögerungen eine schlangenhafte Anmut verleihen. Neben seiner Bewegungseleganz verfügt Homesley auch über beachtliche Skills mit dem Ball in der Hand. Zwar ist er bisweilen sehr auf seine stärkere linke Hand fixiert, dennoch findet er mit seinem langen ersten Schritt und seiner Spannweite im Abschluss meist Lösungen. Zudem ist er mit einer ordentlichen Spielübersicht ausgestattet und spielt gute Kickouts.
X-Faktor: Scottie James, Big, 6'8'', Junior In einem grundsätzlich eher guardorientierten Team ist Scottie James der Gegenpart zu den Wurfqualitäten der Außenspieler. Die daraus entstehende Symbiose bedeutet für James in erster Linie ganz viel harte und physische Arbeit in Brettnähe. Denn nur wenn der Big Man in der Zone für Bambule sorgt und Aufmerksamkeit auf sich zieht, haben die Guards wiederum die Freiräume entlang der Dreierlinie, die sie brauchen, um ihre Würfe zu nehmen. Fallen die Dreier, steht die Defense nun vor schwierigen Entscheidungen und kann nur in geringem Maße absinken, wodurch James wiederum mehr Platz erhält und seine Layups erhält. Diesen Kreislauf muss James initial in Gang bringen.
Style: Die Flames haben in der Regel klare Vorstellungen dazu, wie sie ihren Gegner besiegen wollen. Das liegt unter anderem auch an den klaren Ansagen von Coach Ritchie McKay, der besonders in Auszeiten sehr eindringlich auf seine Mannen einwirkt und damit erreicht, dass diese meist genau umsetzen, wonach McKay wenige Sekunden zuvor verlangt hat. Neben dieser Disziplin in der Offensive wissen die Flames aber auch defensiv genau, wie sie ihre Kontrahenten am Punkten hindern können. Wenn Größe oder Athletik nicht ausreichend für die Matchups sind, muss notfalls auch mal eine Zonenverteidigung herhalten.
NBA & BBL Kandidaten: Lovell Cabill ist der einzige Senior des Teams und könnte als Shooter in einer europäischen Liga landen. Ob es am Ende für ein höheres Level und somit beispielsweise die BBL reicht, ist allerdings ungewiss. Caleb Homesley ist mittelfristig ein interessanterer Spieler, wird als Junior aber noch ein Jahr dranhängen.
Fun/Quick Facts: Seit 30 Jahren sind die Flames eine Division I Schule. Nie zuvor gewannen sie 28 Spiele in einer Saison. Dass am Ende der ersten Saison in einer neuen Conference der Atlantic Sun Titel und damit die vierte Tournament Teilnahme stehen würde, war nicht zu erwarten. Zudem dürfen sich die Flames auf die Fahne schreiben, durch ihren Auswärtssieg in Westwood, die UCLA Bruins zu einem Trainerwechsel während der Saison - eine absolute Rarität in der NCAA - verleitet zu haben.
Tournament: Genau dieser Sieg auf fremdem Parkett machte deutlich, dass Liberty zumindest unerfahrene und undisziplinierte Gegner aus den besten Conferences der NCAA schlagen kann. Im Falle der Bruins sind Variablen wie unmotiviert und desorganisiert in die Gleichung einzufügen, die in einem Tournament Setting in aller Regel nicht auftreten. Die Chance für Liberty muss darin bestehen, sich einen früheren Vorsprung zu erspielen und diesen über die Zeit zu retten.
Louisville Cardinals
MVP: Jordan Nwora, Wing, 6'7'', Sophomore
Kaum ein Spieler hat von dem Trainerwechsel so sehr profitiert wie Jordan Nwora. Knapp ein Dutzend Punkte erzielte der nigerianische Nationalspieler pro Partie in dieser Spielzeit mehr als noch im Vorjahr. Nwora ist genau der Spielertyp, den sich sein neuer Trainer Chris Mack auf der Position Vier wünscht: Ein schussstarke Small Forward, dem für das Perimeter in der Defensive ein wenig Schnelligkeit fehlt. Nwora lebt von seinem guten Wurf, den er entweder als Dreier oder als Pull-up sehr sicher verwandelt. Dadurch ist er auch immer wieder in der Lage, Closeouts zu attackieren. Auch wenn Nwora nicht der beste Athlet der Cardinals ist, kann er durchaus seinen Gegner schlagen und mit Kontakt finishen.

X-Faktor: Steven Enoch, Big, 6'10'', Junior
Ähnlich wie Nwora ist UConn Transfer ein Profiteur der neuen Situation bei den Cardinals. Enoch ist ebenfalls ein Spielertyp, den Mack jederzeit gebrauchen kann und einzusetzen weiß. Als bulliger Innenspieler, der Platz einnimmt und dadurch mindestens einen Verteidiger bindet oder aber durch seine effektiven Screens am Ball für einen offenen Pfad zum Korb sorgt, hat er in den Plänen von Mack eine sichere Rolle. Solange er es zumindest versteht, sich nicht in Foulprobleme zu stürzen. Dazu tendiert der Big bisweilen. Hier muss sich Enoch noch besser disziplinieren - sowohl aus seiner eigenen Perspektive als auch in Hinblick auf den Teamerfolg. Denn Enoch ist der einzige Center in einem traditionellen Sinne, der sich auch gerne mal beim Rebound aufreibt und Kontakt nicht aus dem Wege geht.

Style: Zwar muss Coach Mack immer wieder improvisieren, weil er sich mit Mühe und Not und Graduate Transfers gerade so ein Team zusammenbasteln konnte, das seinen Xavier Teams in Ansätzen ähnelt. Doch dafür sind Cardinals schon relativ nah an dem dran, was die X-Men unter Mack gerne darstellten. Viele Sets sind ähnlich und drehen sich um Jordan Nwora als Stretch Vierer. Dazu kommen Misdirection Plays und viele geplante Slips im Pick & Roll. In der Defense, die in dieser Saison das größere Problem ist, fehlen Rimprotection und die Athletik auf den Flügelpositionen, um dauerhaft Stops generieren zu können.

NBA & BBL Kandidaten: Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen Spieler im Kader, der sich für einen Profivertrag in der kommenden Saison sonderlich hervorgehoben hätte. Von den wenigen Seniors im Team, die zumeist als Graduates von anderen Universitäten kamen sind die wenigsten soweit, eine Profikarriere in Angriff nehmen zu können. Viele Schlüsselspieler, die für NBA oder Europa von Interesse sein könnten, werden noch mindestens ein weiteres Jahr auf dem Campus verbringen.

Fun/Quick Facts: Einen bizarren Werdegang legte Akoy Agau hin. Der Big Man befindet sich mit 24 Jahren nun schon in seinem sechsten Collegejahr. Ihren Anfang fand die Karriere in Louisville, von wo aus er jedoch nach nur 22 Einsätzen in eineinhalb Jahren die Collegewelt erkundete. Er machte seinen Abschluss an der Georgetown University, verbrachte dort jedoch nur eine Saison als Spieler, ging anschließend nach Dallas zu den SMU Mustangs, um nun in seinem sechsten Jahr nach Louisville zurückzukehren.

Tournament: Niemand hatte Louisville vor der Saison als Tournament Team auf dem Zettel. Dass sie Topteam Duke eigentlich schon besiegt hatten, ehe einer der größten Blackouts - im wahrsten Sinne des Wortes, die Fans trugen dazu schwarze Jerseys und Kleidung - der Saison folgen und diese Überraschung zunichte machen würde, war ein weiterer unerwarteter Moment der Saison. Insofern sollten die Cardinals als Überraschungsteam auf dem Spickzettel vermerkt werden, das entweder sang- und klanglos in der ersten Runde ausscheidet oder aber mit zwei unerwarteten Erfolgen das zweite Wochenende erreicht.
Kaum ein Spieler hat von dem Trainerwechsel so sehr profitiert wie Jordan Nwora. Knapp ein Dutzend Punkte erzielte der nigerianische Nationalspieler pro Partie in dieser Spielzeit mehr als noch im Vorjahr. Nwora ist genau der Spielertyp, den sich sein neuer Trainer Chris Mack auf der Position Vier wünscht: Ein schussstarke Small Forward, dem für das Perimeter in der Defensive ein wenig Schnelligkeit fehlt. Nwora lebt von seinem guten Wurf, den er entweder als Dreier oder als Pull-up sehr sicher verwandelt. Dadurch ist er auch immer wieder in der Lage, Closeouts zu attackieren. Auch wenn Nwora nicht der beste Athlet der Cardinals ist, kann er durchaus seinen Gegner schlagen und mit Kontakt finishen.
X-Faktor: Steven Enoch, Big, 6'10'', Junior Ähnlich wie Nwora ist UConn Transfer ein Profiteur der neuen Situation bei den Cardinals. Enoch ist ebenfalls ein Spielertyp, den Mack jederzeit gebrauchen kann und einzusetzen weiß. Als bulliger Innenspieler, der Platz einnimmt und dadurch mindestens einen Verteidiger bindet oder aber durch seine effektiven Screens am Ball für einen offenen Pfad zum Korb sorgt, hat er in den Plänen von Mack eine sichere Rolle. Solange er es zumindest versteht, sich nicht in Foulprobleme zu stürzen. Dazu tendiert der Big bisweilen. Hier muss sich Enoch noch besser disziplinieren - sowohl aus seiner eigenen Perspektive als auch in Hinblick auf den Teamerfolg. Denn Enoch ist der einzige Center in einem traditionellen Sinne, der sich auch gerne mal beim Rebound aufreibt und Kontakt nicht aus dem Wege geht.
Style: Zwar muss Coach Mack immer wieder improvisieren, weil er sich mit Mühe und Not und Graduate Transfers gerade so ein Team zusammenbasteln konnte, das seinen Xavier Teams in Ansätzen ähnelt. Doch dafür sind Cardinals schon relativ nah an dem dran, was die X-Men unter Mack gerne darstellten. Viele Sets sind ähnlich und drehen sich um Jordan Nwora als Stretch Vierer. Dazu kommen Misdirection Plays und viele geplante Slips im Pick & Roll. In der Defense, die in dieser Saison das größere Problem ist, fehlen Rimprotection und die Athletik auf den Flügelpositionen, um dauerhaft Stops generieren zu können.
NBA & BBL Kandidaten: Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen Spieler im Kader, der sich für einen Profivertrag in der kommenden Saison sonderlich hervorgehoben hätte. Von den wenigen Seniors im Team, die zumeist als Graduates von anderen Universitäten kamen sind die wenigsten soweit, eine Profikarriere in Angriff nehmen zu können. Viele Schlüsselspieler, die für NBA oder Europa von Interesse sein könnten, werden noch mindestens ein weiteres Jahr auf dem Campus verbringen.
Fun/Quick Facts: Einen bizarren Werdegang legte Akoy Agau hin. Der Big Man befindet sich mit 24 Jahren nun schon in seinem sechsten Collegejahr. Ihren Anfang fand die Karriere in Louisville, von wo aus er jedoch nach nur 22 Einsätzen in eineinhalb Jahren die Collegewelt erkundete. Er machte seinen Abschluss an der Georgetown University, verbrachte dort jedoch nur eine Saison als Spieler, ging anschließend nach Dallas zu den SMU Mustangs, um nun in seinem sechsten Jahr nach Louisville zurückzukehren.
Tournament: Niemand hatte Louisville vor der Saison als Tournament Team auf dem Zettel. Dass sie Topteam Duke eigentlich schon besiegt hatten, ehe einer der größten Blackouts - im wahrsten Sinne des Wortes, die Fans trugen dazu schwarze Jerseys und Kleidung - der Saison folgen und diese Überraschung zunichte machen würde, war ein weiterer unerwarteter Moment der Saison. Insofern sollten die Cardinals als Überraschungsteam auf dem Spickzettel vermerkt werden, das entweder sang- und klanglos in der ersten Runde ausscheidet oder aber mit zwei unerwarteten Erfolgen das zweite Wochenende erreicht.
LSU Tigers  MVP: Skylar Mays, Guard, 6'4'', Junior Es mag talentiertere Spieler im Kader geben, die höchstwahrscheinlich bessere Aussichten als künftige Profis vorzuweisen haben. Doch im Hier und Jetzt gibt es keinen Tiger, der so wichtig für den Erfolg dieser Mannschaft ist wie Skylar Mays. Der Flügelspieler ist ein Allrounder und Anführer, der in vielerlei Hinsicht Verantwortung übernimmt. In der Verteidigung ist er der beste seiner Zunft, da er sich weder im Eins-gegen-Eins noch als Teamverteidiger Fehler eingesteht. Den größten Entwicklungssprung hat der Junior in seinen drei Jahren am offensiven Ende hingelegt. Nicht unbedingt mit dem Scorergen ausgestattet, hat er sich ein ordentliches Ballhandling und einen respektablen Wurf antrainiert. Zudem beweist er Furchtlosigkeit beim Zug zum Korb und Finish in Brettnähe.

X-Faktor: Tremont Waters, Guard, 5'11'', Sophomore Den größten Hype bei den Tigers erfährt Tremont Waters. Tatsächlich bereitet es dem neutralen Zuschauer ungemein viel Freude, dem kleinen Playmaker bei seiner Arbeit zuzusehen. Trotz oder gerade wegen seiner geringen Körpergröße spielt Waters rotzfrech und lässt sich von niemandem beeindrucken. Durch seine Geschwindigkeit und sein großartiges Ballhandling splittet er gerne Pick & Rolls und übt dann gegen Helpside Verteidiger seine akrobatischen Finishes. Auch ein Auge für den Mitspieler besitzt Waters. Bei all dieser Show sollte allerdings auch kritisch angemerkt werden, dass Waters' Spielweise sich negativ auf seine Fehlerquote auswirkt und insofern gehörig die Effizienz seiner Aktionen untergräbt. Besonders die Turnovers muss Waters in Grenzen halten, wenn die Tigers einen Run hinlegen möchten.
Style: Der große Trumpf der Tigers liegt in ihrer Athletik. Es passiert selten, dass ein Team auf Kentucky trifft und im Vergleich deutlich physischer und sprunggewaltiger wirkt. Genau das war der Fall, als die Tigers im Februar durch einen kontrovers diskutierten Goaltending Call den Sieg aus der Festung Rupp Arena entführten. Am liebsten nutzen die Tigers ihr Sprungvermögen neben dem Rebounding vor allem in der Defense, wo sie viel auf Steals spekulieren und sich Fastbreakoptionen ergaunern wollen. Funktioniert das nicht, müssen meist Waters und Mays die Kohlen aus dem Feuer holen und für sich oder andere kreieren.
NBA & BBL Kandidaten: Mit einer gewissen Portion an Vorschusslorbeeren ging Naz Reid in die Saison. Der Freshman ist der höchstgehandelte Rekrut der jüngeren Schulhistorie, lieferte auch eine solide Saison ab. Allerdings ist fraglich, wie gut er in die moderne NBA passt. Offensiv besitzt er zwar Stretch Potential und kann als Playmaker nach Ballerhalt im Pick & Pop auftreten, doch defensiv wirkt er bisweilen sehr verloren. Tremont Waters könnte über eine Draftanmeldung nachdenken und würde vielleicht sogar Ende der ersten Runde gezogen werden.

Fun/Quick Facts: Skyler Mays ist auch neben dem Basketballfeld ein Vorbild für die Mitspieler. Zum dritten Mal in Folge schließt Mays eine Saison mit der bestmöglichen Note in seinem Medizinstudium ab. Umso beachtlicher ist Mays' diesjährige Leistung vor dem Hintergrund zu bewerten, dass wenige Stunden vor der ersten Trainingssession der Saison sein Kindheitsfreund und Mitspieler Wayde Sims durch einen Zufallstreffer bei einer Schießerei, an der Sims unbeteiligt war, getötet wurde.
Tournament: Die Tigers sind das Musterbeispiel für einen Bracketbuster. Sie spalten Fans des College Basketballs in zwei konträre Lager. Während die eine Partei der Überzeugung ist, dass die Tigers eine explosive Mischung aufbieten, die unangenehm zu spielen ist und für das zweite Wochenende ausreicht, wird die Gegenseite bemängeln, dass Erfahrung, Kontrolle und Konstanz fehlen, weswegen es am ersten Wochenende zu einer Implosion und einem frühen Aus kommen wird. Beide Argumentationsstränge sind nachvollziehbar, weswegen LSU so oder so vielen eifrigen Bracketeers ein ordentliches Loch in die Planung schaufeln wird. Grundsätzlich kam in den letzten Wochen noch viel zusätzlich Unruhe ins Spiel, als die Tigers bekannt gaben, dass sie Will Wade suspendieren aufgrund möglicher Verstöße gegen NCAA Regularien.
Marquette Golden Eagles
MVP: Markus Howard, Guard, 5'11'', Junior
Die permanenten Vergleiche von Spielern, die einigermaßen geradeaus werfen können, mit Steph Curry sind fast genauso oft wie auch falsch oder schlicht kreativlos gewählt, weswegen es sie grundsätzlich zu vermeiden gilt. Doch im Falle von Markus Howard ist es durchaus legitim, mal eine Ausnahme einzuläuten und die Werbetrommel zu rühren. Alleine Howards Wurfkunst sorgt dafür, dass Spiele der Golden Eagles beste Unterhaltung bieten. Mit 25,1 Zählern pro Begegnung ist der Guard selbstverständlich Topscorer seines Teams. Ist Howard einmal heißgelaufen, gibt es wenige Gegenmittel, um ihn wieder auf Zimmertemperatur zu kalibrieren. In dieser Saison durften beispielsweise die Buffalo Bulls diese leidvolle Erfahrung am eigenen Leib spüren, als Howard 40 (!) seiner 45 Punkte nach dem Seitenwechsel erzielte und das Spiel im Alleingang gewann. Neben seinen Wurfqualitäten (41,8 Prozent bei 3,6 Dreiertreffern pro Spiel) ist Howard ein exzellenter Pick & Roll Spieler und setzt auch seine Mitspieler in Szene.

X-Faktor: Sam Hauser, Big, 6'8'', Junior
Es gibt derzeit vielleicht kein schwierigeres Play in der gesamten NCAA für eine Verteidigung als das Pick & Pop zwischen Markus Howard und Sam Hauser. Die beiden haben in den letzten drei Jahren ein blindes Verständnis dafür entwickelt, wann der eine (Hauser) seinen Block wie stellen/lösen/slippen muss und der andere (Howard) passen/werfen/zum Korb ziehen kann. Daher ist es auch für Howards Spielweise enorm wichtig, dass Sam Hauser einen guten Tag von der Dreierlinie erwischt. Zugleich ist Hauser aber mehr als ein reiner Shooter, der an der Dreierlinie rumsteht. Der Junior hat ein gutes Ballhandling, kann also auch mal zum Korb ziehen und bei seinen Penetrations den Überblick wahren. 2,4 Assists pro Spiel sind daher keine Überraschung.

Style: Wenn es nach dem Geschmack der Golden Eagles geht, ensteht in der Regel ein attraktives Basketballspiel für den neutralen Zuschauer. Das Team von Steve Wojciechowski sucht sein Heil in der Flucht nach vorne. In dem Wissen, vermutlich nicht die besten Individualverteidiger im eigenen Kader zu haben, verschwenden die Golden Eagles gar nicht so viele Gedanken oder viel Energie an diesem Ende des Feldes. Stattdessen nehmen die Golden Eagles munter ihre Dreier und suchen grundsätzlich den schnellen Abschluss. Die Sets im Halbfeld sind meist einfach gehalten, aber sehr effektiv und genau dem Spielermaterial entsprechend konzipiert.

NBA & BBL Kandidaten: Markus Howard könnte vor einer interessanten Entscheidung stehen. Theoretisch könnte er für sein Senior Jahr noch eine Spielzeit auf dem Campus verweilen. Allerdings stellt sich ein wenig die Frage, was er in der kommenden Saison noch großartig im Vergleich zum Status Quo verbessern könnte. Howard kann sich dank seiner Wurfqualität und Pick & Roll Skills realistische Hoffnungen auf einen Verbleib in der NBA machen.

Fun/Quick Facts: Im Big East Tournament kam es zu einem jähen Ende im Halbfinale, als die Golden Eagles in einer hektischen Partie das Nachsehen gegenüber Seton Hall hatten. 49 Fouls, 85 Freiwürfe, drei Ejections und vier zusätzlich ausgefoulte Spieler waren die beeindruckenden Statistiken dieses chaotischen Aufeinandertreffens.

Tournament: Vor gut einem Monat sahen die Golden Eagles wie ein Team aus, das es mit jedem Gegner der NCAA aufnehmen und es schlicht aus der Halle schießen könnte. Dazu sind sie sicherlich weiterhin in der Lage. Doch eine schwächere zweite Hälfte der Conference Saison sorgte dafür, dass die geballte Euphorie und vielleicht auch der klitzekleine Überschwall an Motivation abebbten. Nun sollten die Mannen aus Milwaukee allerdings wieder eingenordet sein. Denn wenn die Golden Eagles gut drauf sind und offensiv mit einer guten Mischung aus Jumpern und Penetrations arbeiten, haben sie das Potential zum Dark Horse. Marquette sollte als Sleeper auf dem Zettel beim Bracketausfüllen vermerkt sein. Das Duell mit Ja Morant wird besonders Markus Howard reizen, der ein wenig Eigenwerbung betreiben könnte. Zuletzt laborierte er jedoch an einer Fingerverletzung, die ihn sichtlich irritierte.
Die permanenten Vergleiche von Spielern, die einigermaßen geradeaus werfen können, mit Steph Curry sind fast genauso oft wie auch falsch oder schlicht kreativlos gewählt, weswegen es sie grundsätzlich zu vermeiden gilt. Doch im Falle von Markus Howard ist es durchaus legitim, mal eine Ausnahme einzuläuten und die Werbetrommel zu rühren. Alleine Howards Wurfkunst sorgt dafür, dass Spiele der Golden Eagles beste Unterhaltung bieten. Mit 25,1 Zählern pro Begegnung ist der Guard selbstverständlich Topscorer seines Teams. Ist Howard einmal heißgelaufen, gibt es wenige Gegenmittel, um ihn wieder auf Zimmertemperatur zu kalibrieren. In dieser Saison durften beispielsweise die Buffalo Bulls diese leidvolle Erfahrung am eigenen Leib spüren, als Howard 40 (!) seiner 45 Punkte nach dem Seitenwechsel erzielte und das Spiel im Alleingang gewann. Neben seinen Wurfqualitäten (41,8 Prozent bei 3,6 Dreiertreffern pro Spiel) ist Howard ein exzellenter Pick & Roll Spieler und setzt auch seine Mitspieler in Szene.

X-Faktor: Sam Hauser, Big, 6'8'', Junior Es gibt derzeit vielleicht kein schwierigeres Play in der gesamten NCAA für eine Verteidigung als das Pick & Pop zwischen Markus Howard und Sam Hauser. Die beiden haben in den letzten drei Jahren ein blindes Verständnis dafür entwickelt, wann der eine (Hauser) seinen Block wie stellen/lösen/slippen muss und der andere (Howard) passen/werfen/zum Korb ziehen kann. Daher ist es auch für Howards Spielweise enorm wichtig, dass Sam Hauser einen guten Tag von der Dreierlinie erwischt. Zugleich ist Hauser aber mehr als ein reiner Shooter, der an der Dreierlinie rumsteht. Der Junior hat ein gutes Ballhandling, kann also auch mal zum Korb ziehen und bei seinen Penetrations den Überblick wahren. 2,4 Assists pro Spiel sind daher keine Überraschung.
Style: Wenn es nach dem Geschmack der Golden Eagles geht, ensteht in der Regel ein attraktives Basketballspiel für den neutralen Zuschauer. Das Team von Steve Wojciechowski sucht sein Heil in der Flucht nach vorne. In dem Wissen, vermutlich nicht die besten Individualverteidiger im eigenen Kader zu haben, verschwenden die Golden Eagles gar nicht so viele Gedanken oder viel Energie an diesem Ende des Feldes. Stattdessen nehmen die Golden Eagles munter ihre Dreier und suchen grundsätzlich den schnellen Abschluss. Die Sets im Halbfeld sind meist einfach gehalten, aber sehr effektiv und genau dem Spielermaterial entsprechend konzipiert.
NBA & BBL Kandidaten: Markus Howard könnte vor einer interessanten Entscheidung stehen. Theoretisch könnte er für sein Senior Jahr noch eine Spielzeit auf dem Campus verweilen. Allerdings stellt sich ein wenig die Frage, was er in der kommenden Saison noch großartig im Vergleich zum Status Quo verbessern könnte. Howard kann sich dank seiner Wurfqualität und Pick & Roll Skills realistische Hoffnungen auf einen Verbleib in der NBA machen.
Fun/Quick Facts: Im Big East Tournament kam es zu einem jähen Ende im Halbfinale, als die Golden Eagles in einer hektischen Partie das Nachsehen gegenüber Seton Hall hatten. 49 Fouls, 85 Freiwürfe, drei Ejections und vier zusätzlich ausgefoulte Spieler waren die beeindruckenden Statistiken dieses chaotischen Aufeinandertreffens.
Tournament: Vor gut einem Monat sahen die Golden Eagles wie ein Team aus, das es mit jedem Gegner der NCAA aufnehmen und es schlicht aus der Halle schießen könnte. Dazu sind sie sicherlich weiterhin in der Lage. Doch eine schwächere zweite Hälfte der Conference Saison sorgte dafür, dass die geballte Euphorie und vielleicht auch der klitzekleine Überschwall an Motivation abebbten. Nun sollten die Mannen aus Milwaukee allerdings wieder eingenordet sein. Denn wenn die Golden Eagles gut drauf sind und offensiv mit einer guten Mischung aus Jumpern und Penetrations arbeiten, haben sie das Potential zum Dark Horse. Marquette sollte als Sleeper auf dem Zettel beim Bracketausfüllen vermerkt sein. Das Duell mit Ja Morant wird besonders Markus Howard reizen, der ein wenig Eigenwerbung betreiben könnte. Zuletzt laborierte er jedoch an einer Fingerverletzung, die ihn sichtlich irritierte.
Maryland Terrapins  MVP: Bruno Fernando, Big, 6'10'', Sophomore Lange zog sich das Recruiting um Bruno Fernando hin und als einer der letzten Top100 Spieler seines Jahrgangs entschied sich der Angolaner für die tapferen Landschildkröten. Nach einer soliden Freshman Saison hat sich Fernando in dieser Saison zu einem der besten Bigs der NCAA entwickelt. Es ist extrem schwierig für Bigs, am College eine wirklich dominante Rolle zu spielen, da Guards das Spiel prägen. Umso höher ist daher der Stellenwert einzuordnen, den Fernando bei den Terrps genießt. Denn Fernando ist Scorer, Rebounder, Rimprotector und sogar Playmaker in einem. Gerade die letztgenannte Eigenschaft sollte in diesem kurzen Rahmen besonders hervorgehoben werden. Denn Fernando ist ein exquisiter Passgeber - nicht bloß für einen Big, sondern auch im Vergleich zum durchschnittlichen Guard. Seine Courtvision und Spielintelligenz sind so weit ausgereift, dass er Rotationen der Defense erahnt, bevor diese notwendig werden. Die Pässe und Kickouts selbst sind von herausragender Qualität und kommen gestochen scharf in die Hände des Shooters.
X-Faktor: Anthony Cowan, Guard, 6'0'', Junior So gut Fernando als Playmaker die Halbfeldoffense der Terrapins orchestrieren kann, am Ende muss dennoch ein gescheiter Point Guard die Geschicke leiten, wenn ein Team das Tournament erreichen und dort etwas reißen möchte. Diese verantwortungsvolle Rolle fällt bei den Terrapins Anthony Cowan in den Schoß. Dieser wird zwar selten in erster Instanz genannt, wenn eine Aufzählung der besten Aufbauspieler der NCAA oder zumindest Big Ten aufgestellt wird. Dennoch sollte der Junior Guard keinesfalls unterschätzt werden. Cowan weiß genau, was er tut. Er kontrolliert das Tempo einer Partie, setzt seine Mitspieler in Szene und liefert einem sehr jungen Team damit die notwendige Ruhe.
Style: In der Offensive läuft sehr viel über Bruno Fernando. Der versierte Innenspieler ist im Lowpost eine Gefahr, da er mit seiner Kombination aus Athletik, Physis, Touch und guter Fußarbeit kaum im direkten Eins-gegen-Eins zu stoppen ist. Gehen Teams jedoch zum Doppeln über, wird daraus schnell ein Spiel mit dem Feuer. Dann gilt es für die Rollenspieler, ihren Part effizient zu erfüllen. Das ist keine einfache Aufgabe für die vielen Freshmen und Sophomores, die entweder noch Konstanz von der Dreierlinie und/oder in ihrem Entscheidungsverhalten vermissen lassen. Defensiv machen die Terrps bisweilen etwas zu wenig aus ihrer Athletik und verlassen sich darauf, dass ihr Torwart Fernando alle Fehler bereinigt.
NBA & BBL Kandidaten: Im kommenden Draft gibt es zumindest auf der Position des Big Man einige interessante Namen, die in die moderne NBA passen, auch wenn sie verschiedene Profile aufweisen. Einer dieser fünf bis sechs vielversprechenden Prospects ist der bereits mehrfach erwähnte Bruno Fernando. Athletik und Passvermögen sind die beiden Anziehungspunkte des Centers. Neben Fernando sorgt Freshman Jalen Smith dafür, dass ihm Scouts zumindest einen zweiten Blick zuwerfen. Den Eye Test besteht Smith körperlich, auch wenn er noch gehörig sein Spiel verfeinern muss, um ernsthaft in die Konversation um den Draft aufgenommen werden soll.
Fun/Quick Facts: Bruno Fernando könnte im Sommer für einen historischen Moment sorgen, sollte er es tatsächlich in die NBA schaffen. Er wäre der erste Angolaner in der NBA und ein Beweis dafür, wie global das Spiel sich entwickelt. Mit 15 verließ Fernando seine Heimat, um eine gute Basketballausbildung zu erhalten. Seine Entwicklung blieb nicht unbemerkt. Zuletzt besuchten sogar in den USA stationierte Botschafter Angolas ein Heimspiel der Terrapins.
Tournament: Täglich grüßt Punxsutawney Phil bei den Terrapins unter Mark Turgeon. Talent versammelt Coach Turgeon in der Regel genug um sich. Allerdings bleiben seine Teams meist jung, da Talente sich vorzeitig zum Draft anmelden oder aber in ihrer Entwicklung stagnieren, weswegen immer das Gefühl aufkommt, dass die Terrps zu wenig aus ihren Möglichkeiten machen. In dieser Saison scheint die Tournament Teilnahme für Maryland schon ein Erfolg zu sein, der gemessen am Talentlevel eingeplant werden konnte. Nun gilt es den Beweis zu liefern, dass die Terrps wirklich zu den besten 16 Teams der NCAA gehören, wie zum Teil kolportiert wird, und das zweite Wochenende erreichen. Die Dreierquote und die Leistungen der Rollenspieler werden darüber entscheiden, wie erfolgreich die Mission sich gestaltet.
Michigan Wolverines
MVP: Zavier Simpson, Guard, 6'0'', Junior Kaum ein Team hat so viele Schlüsselspieler im eigenen Kader, wie die Michigan Wolverines, die mal wieder eine relativ dünne Rotation fahren, dafür aber jedem Akteur innerhalb dieser Kaderkomposition Verantwortung übertragen. Aus diesem Kollektiv sticht Zavier Simpson mit seiner Toughness hervor. Der beste Verteidiger einer der besten Defensiven der NCAA setzt an diesem Ende den Ton. Zudem weitet er sein offensives Arsenal kontinuierlich aus. Während Bigs immer versessener darauf sind, Dreier loszulöten, wählt Simpson den entgegensetzten Weg und ist mittlerweile der König der Running Sky Hooks. In bester Abdul-Jabbar Manier nutzt Simpson diese Abschlussform in Ringnähe und ist damit sehr erfolgreich.
X-Faktor: Jon Teske, Big, 7'1'', Junior Jon Teske ist als Kontrast genau dieser Big, der mit Vorliebe Dreier nimmt. Auf den ersten Blick wirkt Teske nicht so wie jemand, der über eine Final Four Teilnahme entscheiden könnte. Doch tatsächlich könnte genau diese Rolle Teske zukommen. Nach dem Abgang von Moritz Wagner schien die hinterbliebende Lücke groß zu sein und nicht so schnell gefüllt werden zu können. Doch Teske, der bereits als Sophomore solide Backup Minuten lieferte, konnte das Optimum aus der bisherigen Saison herausholen. In der Defense ist Teske ein Anker, der für seine Größe das Pick & Roll unglaublich geschickt verteidigt und natürlich als Hindernis in Ringnähe für Stabilität sorgt. Seine defensive Präsenz wird genauso benötigt wie offensiver Output in Form von Dreiern und harten Rolls zum Brett.
Style: Nach wie vor verlangt es einen Moment der Orientierung bei Spielen der Wolverines, um zu realisieren, dass sie sich mittlerweile in erster Linie über gute und intelligente Teamverteidigung definieren, die mit der gewohnt eleganten Offense von John Beilein kombiniert wird. Das kollektive Spielverständnis in der Verteidigung ist enorm hoch und sorgt dafür, dass sich Gegner oft die Zähne ausbeißen. Im Angriff spielen die Wolverines geduldig ihre Read-and-react Offense. Dabei geht es weniger darum, was genau gelaufen wird, sondern mehr darum, die durchgeführten Aktionen mit der notwendigen Konsequenz zu bestreiten und Fehler des Gegners zu bestrafen.
NBA & BBL Kandidaten: Viele Spieler der Wolverines werden früher oder später in der NBA landen. Charles Matthews ist als Senior sowieso für den Draft gesetzt. Seine exzellente Verteidigung wird ihm einen Rosterspot einbringen. Ob er diesen behalten darf, wird davon abhängen, wie gut er seinen Wurf stabilisieren kann. Neben Matthews sind Jordan Poole und Ignas Brazdeikis mögliche Kandidaten für eine vorzeitige Draftanmeldung, auch wenn bei beiden das Feedback in den Workouts ausschlaggebend bei der Entscheidung sein dürfte.
Fun/Quick Facts: Ignas Brazdeikis ist eine überaus interessante Personalie. So wirft der gebürtige Litauer mit links, obwohl er selbst Rechtshänder ist. Der Kontakt zu den Wolverines kam über den ehemaligen Michigan Topscorer Nik Stauskas zustande, da die Landsleute sich aus ihrer Jugend kennen.

Tournament: Vor der Saison tauchten die Wolverines in nahezu keiner Preview oder Top25 Auflistung auf. Zu viele Schlüsselspieler schienen den Vorjahresfinalisten verlassen zu haben. Doch John Beilein bewies in den vergangenen Monaten mal wieder, was für ein guter Lehrmeister er ist und wie geschickt die Verpflichtung von Assistant Coach Luke Yaklich als de facto Defensivkoordinator war. Die Entwicklung der einzelnen Spieler und die Ausformung zu einem funktionierenden Kollektiv sind faszinierend von außen zu beobachten. Daher scheint ein erneuter Final Four Einzug auch durchaus realistisch. Während der letzten Saisonwochen versuchte Beilein vermehrt auch Bankspieler in die dünne Rotation einzubauen, um für Notfälle gewappnet zu sein. Das ist auch bitter notwendig, weil den Großteil der Saison nur sechs Akteure verlässlich ablieferten.
Michigan State Spartans
MVP: Cassius Winston, Guard, 6'1'', Junior
Die Spartans können den Luxus vorweisen, den vielleicht besten Aufbauspieler und Floor General der NCAA in ihren Reihen zu wissen. Angesichts eines Kaders, der vergleichsweise jung und dazu noch von Verletzungen gebeutelt ist, erweist sich Winstons Führungsstärke immer wieder von unschätzbarem Wert. Der Point Guard scheucht seine Mitspieler unaufhörlich nach vorne und hievt sie auf das jeweilige nächste Level. Winstons Übersicht, Entscheidungsverhalten und Scoringinstinkte sorgen dafür, dass das Schiff jederzeit auf Kurs bleibt und jeder Gegner bezwingbar erscheint. Von allen Final Four Anwärtern ist kaum ein Team so abhängig vom besten Spieler, wie die Spartans es von Winston sind.

X-Faktor: Nick Ward, Big, 6'9'', Junior
Ein Spieler, der Winston in der Regel unter die Arme greift könnte und für den diese Kategorie eigentlich seit drei Jahren fest reserviert ist, wäre Josh Langford. Für den Shooting Guard mit Inkonstanz als zweitem Vornamen ist die Saison verletzungsbedingt jedoch schon beendet. Option zwei ist daher Centerspieler Nick Ward. Der Linkshänder ist vor allem offensiv sehr beschlagen und jemand, der viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und damit umzugehen weiß. Solange Ward irgendwie noch einen Winkel kreieren kann, der es ihm erlaubt, zu seiner starken linken Hand zurückzukehren, sind auch zwei oder gar drei Gegenspieler zur gleichen Zeit kein Problem. Kaum ein Big Man hat einen derartig starken Oberkörper wie Ward. Mittlerweile überrascht Ward die Gegner auch mal mit sehr gezielten Abschlüssen über die andere Schulter per rechter Hand. Foulprobleme und die wackelige Pick & Roll Defense treiben Coach Izzo dennoch öfters zur Weißglut.

Style: Trotz ausgedünnter Personaldecke drücken die Spartans gerne das Gaspedal durch und versuchen möglichst viele Fastbreakpunkte zu kreieren. Voraussetzung dafür ist gutes Rebounding, das bei Tom Izzo traditionell ausgiebig trainiert wird. Das soll sich auch offensiv bezahlt machen, wo Putbacks eine zweite wichtige Punktequelle bedeuten. Klappen weder Fastbreak noch Offensivrebounding, muss Winston das Zepter in die Hand nehmen und die Halbfeldoffense strukturieren. Das Pick & Roll mit Kollege Ward ist dabei meist eine gute Option.

NBA & BBL Kandidaten: Nur zwei Seniors im Team, keine One-and-Done Freshmen und viele solide Collegespieler, denen das Siegel "NBA" nicht so prominent auf der Stirn prangt, dass sie unbedingt in diesem Sommer den Absprung wagen werden - das sind in diesem Jahr die Spartans. Kenny Goins und Matt McQuaid sind maximal für Europa vorgesehen, doch werden auch hier nur schwerlich Interessenten finden. Bei Cassius Winston und Nick Ward wird wohl das vierte Jahr folgen, ehe die Reise einen neuen Abzweig nimmt.

Fun/Quick Facts: Kenny Goins war einst ein Walk-on, der sich sein Stipendium erst durch kontinuierliche Trainingsarbeit verdiente. In dieser Saison ist er nur einer von drei Spielern, die alle Partien absolvierten. Neben Cassius Winston ist der Power Forward zudem der einzige Spieler, der in allen Spielen startete.

Tournament: Dass die Spartans eine derartig souveräne Saison ablieferten, ist in erster Linie ein Verdienst von Cassius Winston, der dafür gar nicht genug Anerkennung erhalten kann. Großartiges Guardplay ist im Tournament traditionell eine Grundvoraussetzung für einen tiefen Run. Im Duett mit Nick Ward ist die Offense der Spartans daher durchaus potent aufgestellt. Allerdings darf Letzterer nicht in Foulprobleme geraten, sonst kann die Luft schnell dünn werden. Gerade der Ausfall von Langford wird spürbar sein und könnte letztlich ausschlaggebend dafür werden, dass ein früheres Aus nicht abzuwenden ist.
Die Spartans können den Luxus vorweisen, den vielleicht besten Aufbauspieler und Floor General der NCAA in ihren Reihen zu wissen. Angesichts eines Kaders, der vergleichsweise jung und dazu noch von Verletzungen gebeutelt ist, erweist sich Winstons Führungsstärke immer wieder von unschätzbarem Wert. Der Point Guard scheucht seine Mitspieler unaufhörlich nach vorne und hievt sie auf das jeweilige nächste Level. Winstons Übersicht, Entscheidungsverhalten und Scoringinstinkte sorgen dafür, dass das Schiff jederzeit auf Kurs bleibt und jeder Gegner bezwingbar erscheint. Von allen Final Four Anwärtern ist kaum ein Team so abhängig vom besten Spieler, wie die Spartans es von Winston sind.
X-Faktor: Nick Ward, Big, 6'9'', Junior Ein Spieler, der Winston in der Regel unter die Arme greift könnte und für den diese Kategorie eigentlich seit drei Jahren fest reserviert ist, wäre Josh Langford. Für den Shooting Guard mit Inkonstanz als zweitem Vornamen ist die Saison verletzungsbedingt jedoch schon beendet. Option zwei ist daher Centerspieler Nick Ward. Der Linkshänder ist vor allem offensiv sehr beschlagen und jemand, der viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und damit umzugehen weiß. Solange Ward irgendwie noch einen Winkel kreieren kann, der es ihm erlaubt, zu seiner starken linken Hand zurückzukehren, sind auch zwei oder gar drei Gegenspieler zur gleichen Zeit kein Problem. Kaum ein Big Man hat einen derartig starken Oberkörper wie Ward. Mittlerweile überrascht Ward die Gegner auch mal mit sehr gezielten Abschlüssen über die andere Schulter per rechter Hand. Foulprobleme und die wackelige Pick & Roll Defense treiben Coach Izzo dennoch öfters zur Weißglut.
Style: Trotz ausgedünnter Personaldecke drücken die Spartans gerne das Gaspedal durch und versuchen möglichst viele Fastbreakpunkte zu kreieren. Voraussetzung dafür ist gutes Rebounding, das bei Tom Izzo traditionell ausgiebig trainiert wird. Das soll sich auch offensiv bezahlt machen, wo Putbacks eine zweite wichtige Punktequelle bedeuten. Klappen weder Fastbreak noch Offensivrebounding, muss Winston das Zepter in die Hand nehmen und die Halbfeldoffense strukturieren. Das Pick & Roll mit Kollege Ward ist dabei meist eine gute Option.
NBA & BBL Kandidaten: Nur zwei Seniors im Team, keine One-and-Done Freshmen und viele solide Collegespieler, denen das Siegel "NBA" nicht so prominent auf der Stirn prangt, dass sie unbedingt in diesem Sommer den Absprung wagen werden - das sind in diesem Jahr die Spartans. Kenny Goins und Matt McQuaid sind maximal für Europa vorgesehen, doch werden auch hier nur schwerlich Interessenten finden. Bei Cassius Winston und Nick Ward wird wohl das vierte Jahr folgen, ehe die Reise einen neuen Abzweig nimmt.
Fun/Quick Facts: Kenny Goins war einst ein Walk-on, der sich sein Stipendium erst durch kontinuierliche Trainingsarbeit verdiente. In dieser Saison ist er nur einer von drei Spielern, die alle Partien absolvierten. Neben Cassius Winston ist der Power Forward zudem der einzige Spieler, der in allen Spielen startete.

Tournament: Dass die Spartans eine derartig souveräne Saison ablieferten, ist in erster Linie ein Verdienst von Cassius Winston, der dafür gar nicht genug Anerkennung erhalten kann. Großartiges Guardplay ist im Tournament traditionell eine Grundvoraussetzung für einen tiefen Run. Im Duett mit Nick Ward ist die Offense der Spartans daher durchaus potent aufgestellt. Allerdings darf Letzterer nicht in Foulprobleme geraten, sonst kann die Luft schnell dünn werden. Gerade der Ausfall von Langford wird spürbar sein und könnte letztlich ausschlaggebend dafür werden, dass ein früheres Aus nicht abzuwenden ist.
Minnesota Golden Gophers
MVP: Jordan Murphy, Big, 6'6'', Senior
Als eine der Ikonen der Big Ten hat sich Jordan Murphy in den letzten Jahren etabliert. Obwohl der Power Forward mit der prächtigen Mähne auf dem Kopf nicht mal zwei Meter Körperlänge aufweisen kann, gibt es keinen besseren Rebounder in der NCAA zur Zeit. Das Double Double (14,8 Punkte und 11,5 Rebounds pro Spiel), das Murphy im Schnitt produziert - und die Betonung liegt wirklich auf Produktion in maschineller Fließbandmanier - liefert nur eine leise Note für das, was Murphy auf dem Court veranstaltet. Es ist vollkommen egal, ob er ausgeboxt wird bzw. wie viele Gegenspieler ihn am Rebound zu hindern versuchen. Denn trotz all dieser Bemühungen ist Murphy unaufhaltsam und krallt sich das Leder. Ein Fünftel aller Rebounds landen in Murphys Händen, wenn er auf dem Court steht.

X-Faktor: Amir Coffey, Guard, 6'8'', Junior
Während Jordan Murphy also der Mann für das Grobe ist, kann Amir Coffey als der filigrane Point Forward der Gophers bezeichnet werden, der einfach keine Konstanz in sein Spiel zu bekommen scheint. 16,3 Punkte pro Spiel sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es bei Coffey je nach Tagesform und Qualität des Gegners zwei verschiedene Modi gibt, wie diese Punktausbeute zustande kommt. Auf der einen Seite existiert ein anmutiger Coffey, der über seine langen Schritte und bevorzugt mit seiner stärkeren linken Hand in die Zone vordringt und dort gekonnt abschließt. In Kontrast dazu gibt es aber auch noch eine Form, bei der jede Spielfreude fehlt und lustlose Sprungwürfe an der Tagesordnung stehen.

Style: Richard Pitino ist - wenig überraschend - doch relativ von den Einflüssen seines Vaters geprägt, dem er lange als Co-Trainer zur Seite stand. Das bezieht sich jedoch vor allem auf die Offense. Viele Sets der Gophers sind exakt gleich zu denen, dank derer Louisville 2013 die (mittlerweile nachträglich aberkannte) Meisterschaft einsacken konnte. Viele Backscreens, Iverson Cuts und Pick & Rolls sollen die Defizite auf den Fersen halten. In der Verteidigung fehlen die Athleten und willigen Kletten im Backcourt, um die Presse oder Matchup Zone der Cardinals zu praktizieren. Doch dafür nutzen die Gophers ihre Länge geschickt aus.

NBA & BBL Kandidaten: Jordan Murphy ist als Reboundspezialist jemand, der möglicher als Small Ball Fünfer von NBA Teams zumindest in Erwägung gezogen werden sollte. Auf lange Sicht erscheint eine überaus erfolgreiche Karriere in Europa die wahrscheinlichere Option zu sein. Dupree McBrayer ist der einzige andere Senior. Ob es bei dem Linkshänder für eine Karriere in Europa reicht, ist zu bezweifeln, aber nicht auszuschließen.

Fun/Quick Facts: Jordan Murphys Karriere ist absolut bemerkenswert. Einst sollte er zu den VCU Rams gehen, ehe Shaka Smart die Uni für Texas verließ und Murphy dann doch in Minnesota heimisch wurde. In 75 seiner 131 Spiele für die Golden Gophers legte Murphy bislang ein Double Double auf.

Tournament: Minnesota ist durchaus ein Team, welches ein oder zwei Siege im Tournament ergattern kann. Das Potential dazu ist im Team ohne Zweifel vorhanden. Doch es kommt bei den Gophers in hohem Maße auf die Tagesform an. Die schwankt teils sehr extrem. Abseits von Jordan Murphy gibt es keine Konstanten und jeden Tag kann ein anderer für Impulse sorgen - oder eben keiner und Amir Coffey entscheidet sich dann auch noch den Kopf in den Sand zu stecken. Das darf sich der Linkshänder im Tournament nicht leisten. Dafür ist er schlicht zu talentiert und mit zu vielen offensiven Facetten ausgestattet.
Als eine der Ikonen der Big Ten hat sich Jordan Murphy in den letzten Jahren etabliert. Obwohl der Power Forward mit der prächtigen Mähne auf dem Kopf nicht mal zwei Meter Körperlänge aufweisen kann, gibt es keinen besseren Rebounder in der NCAA zur Zeit. Das Double Double (14,8 Punkte und 11,5 Rebounds pro Spiel), das Murphy im Schnitt produziert - und die Betonung liegt wirklich auf Produktion in maschineller Fließbandmanier - liefert nur eine leise Note für das, was Murphy auf dem Court veranstaltet. Es ist vollkommen egal, ob er ausgeboxt wird bzw. wie viele Gegenspieler ihn am Rebound zu hindern versuchen. Denn trotz all dieser Bemühungen ist Murphy unaufhaltsam und krallt sich das Leder. Ein Fünftel aller Rebounds landen in Murphys Händen, wenn er auf dem Court steht.
X-Faktor: Amir Coffey, Guard, 6'8'', Junior Während Jordan Murphy also der Mann für das Grobe ist, kann Amir Coffey als der filigrane Point Forward der Gophers bezeichnet werden, der einfach keine Konstanz in sein Spiel zu bekommen scheint. 16,3 Punkte pro Spiel sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es bei Coffey je nach Tagesform und Qualität des Gegners zwei verschiedene Modi gibt, wie diese Punktausbeute zustande kommt. Auf der einen Seite existiert ein anmutiger Coffey, der über seine langen Schritte und bevorzugt mit seiner stärkeren linken Hand in die Zone vordringt und dort gekonnt abschließt. In Kontrast dazu gibt es aber auch noch eine Form, bei der jede Spielfreude fehlt und lustlose Sprungwürfe an der Tagesordnung stehen.
Style: Richard Pitino ist - wenig überraschend - doch relativ von den Einflüssen seines Vaters geprägt, dem er lange als Co-Trainer zur Seite stand. Das bezieht sich jedoch vor allem auf die Offense. Viele Sets der Gophers sind exakt gleich zu denen, dank derer Louisville 2013 die (mittlerweile nachträglich aberkannte) Meisterschaft einsacken konnte. Viele Backscreens, Iverson Cuts und Pick & Rolls sollen die Defizite auf den Fersen halten. In der Verteidigung fehlen die Athleten und willigen Kletten im Backcourt, um die Presse oder Matchup Zone der Cardinals zu praktizieren. Doch dafür nutzen die Gophers ihre Länge geschickt aus.
NBA & BBL Kandidaten: Jordan Murphy ist als Reboundspezialist jemand, der möglicher als Small Ball Fünfer von NBA Teams zumindest in Erwägung gezogen werden sollte. Auf lange Sicht erscheint eine überaus erfolgreiche Karriere in Europa die wahrscheinlichere Option zu sein. Dupree McBrayer ist der einzige andere Senior. Ob es bei dem Linkshänder für eine Karriere in Europa reicht, ist zu bezweifeln, aber nicht auszuschließen.
Fun/Quick Facts: Jordan Murphys Karriere ist absolut bemerkenswert. Einst sollte er zu den VCU Rams gehen, ehe Shaka Smart die Uni für Texas verließ und Murphy dann doch in Minnesota heimisch wurde. In 75 seiner 131 Spiele für die Golden Gophers legte Murphy bislang ein Double Double auf.
Tournament: Minnesota ist durchaus ein Team, welches ein oder zwei Siege im Tournament ergattern kann. Das Potential dazu ist im Team ohne Zweifel vorhanden. Doch es kommt bei den Gophers in hohem Maße auf die Tagesform an. Die schwankt teils sehr extrem. Abseits von Jordan Murphy gibt es keine Konstanten und jeden Tag kann ein anderer für Impulse sorgen - oder eben keiner und Amir Coffey entscheidet sich dann auch noch den Kopf in den Sand zu stecken. Das darf sich der Linkshänder im Tournament nicht leisten. Dafür ist er schlicht zu talentiert und mit zu vielen offensiven Facetten ausgestattet.
Mississippi State Bulldogs
MVP: Quinndary Weatherspoon, Guard, 6'4'', Senior
Ein typisches Beispiel für einen Spieler, der sich im Laufe seiner vier Jahre kontinuierlich steigern konnte und letzten Endes von einem Rollenspieler zum Kopf der Mannschaft aufgestiegen ist, stellt Quinndary Weatherspoon dar. Der Senior ist nun in jeder Hinsicht der Akteur auf dem Court, der das Sagen hat und an dem sich seine Mitspieler aufrichten. 18,5 Punkte pro Spiel, fast 5 Rebounds und dazu noch mehr als zweieinhalb Assists und eineinhalb Steals legt Weatherspoon in dieser Saison auf und beweist seine Vielseitigkeit. Gerade in der Verteidigung ist sich der beste Spieler seines Teams nicht zu schade, auch die Sonderaufgaben zu übernehmen und gewissenhaft zu erledigen. Weatherspoon ist der ideale Collegespieler, den jeder Trainer gerne im Team hat und weiter hart an sich arbeiten wird.

X-Faktor: Lamar Peters, Guard, 6'0'', Junior
Bei Scoring Guard Lamar Peters ist nie ganz vorherzusehen, welche Tagesform er erwischt und wie gut oder eben mager seine Leistung ausfällt. Peters kann durchaus ein Spieler sein, der den Unterschied ausmacht. So hatte er in dieser Saison schon mehrere Spiele, in denen er 20 Punkte oder mehr auflegte. Gegen Clemson gelangen ihm beispielsweise 28 Zähler und er war ein Garant für den Sieg. Auf der anderen Seite blieb er 13 Mal im einstelligen Bereich, drei Mal sogar gänzlich ohne Punkte. Diese Extreme kosten den Bulldogs teils Siege, da neben Weatherspoon ein verlässlicher Co-Autor für das Drehbuch in der Offensive fehlt.

Style: Hail State steht für physischen Basketball mit viel Power und Athletik. Auf jeder Position befindet sich mindestens ein Spieler, der entweder extrem breit gebaut ist oder aber an die Hallendecke springen kann. Das macht sich vor allem in der Verteidigung bemerkbar, wo die Bigs der Bulldogs sehr genau aufpassen, wer sich dem Ring nähert und gerne mal den Abschluss in die dritte Reihe zurück schmettern. In der Offensive hängt viel davon ab, wie gut die Guards drauf sind. Der Großteil kann durchaus solide werfen, allerdings darf das nicht dazu führen, dass sie sich rein auf ihre Jumper verlassen und dafür ihre Athletik ungenutzt lassen.

NBA & BBL Kandidaten: Quinndary Weatherspoon hat sich über die Jahre von einem soliden Rollenspieler am College zu einem Leader und potentiellen NBA Pick entwickelt. Ob als Zweitrundenpick oder über Workouts: Weatherspoon wird seine Chance sicher erhalten. Eine solche erhofft sich auch Aric Holman. Die Anlagen des Stretch Bigs sind interessant, doch seine Degradierung zum Bankspieler war symbolisch für eine durchwachsene Spielzeit.

Fun/Quick Facts: 45 Punkte fehlen Quinndary Weatherspoon noch, bis er die Marke von 2.030 Punkten in seiner vierjährigen Karriere knacken würde und damit mit Rekordhalter Bailey Howell gleichziehen würde. Die Motivation zu einem tiefen Run im Tournament besteht also gleich doppelt.

Tournament: Die Bulldogs sind ein wenig die graue Maus, über die niemand so richtig spricht, die aber doch anwesend ist. Das liegt daran, dass Mississippi State weder die spektakulärsten Ergebnisse noch besten Spieler noch größte Tradition zu bieten hat. Doch die Resultate waren in diesem Jahr so solide, dass eine Tournament Teilnahme absolut gerechtfertigt ist. Nun wird sich zeigen müssen, aus welchem Holz das Team geschnitzt ist. Eigentlich schlummert in den Bulldogs ein gewisses Potential das jedoch nun schleunigst entfaltet werden muss.
Ein typisches Beispiel für einen Spieler, der sich im Laufe seiner vier Jahre kontinuierlich steigern konnte und letzten Endes von einem Rollenspieler zum Kopf der Mannschaft aufgestiegen ist, stellt Quinndary Weatherspoon dar. Der Senior ist nun in jeder Hinsicht der Akteur auf dem Court, der das Sagen hat und an dem sich seine Mitspieler aufrichten. 18,5 Punkte pro Spiel, fast 5 Rebounds und dazu noch mehr als zweieinhalb Assists und eineinhalb Steals legt Weatherspoon in dieser Saison auf und beweist seine Vielseitigkeit. Gerade in der Verteidigung ist sich der beste Spieler seines Teams nicht zu schade, auch die Sonderaufgaben zu übernehmen und gewissenhaft zu erledigen. Weatherspoon ist der ideale Collegespieler, den jeder Trainer gerne im Team hat und weiter hart an sich arbeiten wird.
X-Faktor: Lamar Peters, Guard, 6'0'', Junior Bei Scoring Guard Lamar Peters ist nie ganz vorherzusehen, welche Tagesform er erwischt und wie gut oder eben mager seine Leistung ausfällt. Peters kann durchaus ein Spieler sein, der den Unterschied ausmacht. So hatte er in dieser Saison schon mehrere Spiele, in denen er 20 Punkte oder mehr auflegte. Gegen Clemson gelangen ihm beispielsweise 28 Zähler und er war ein Garant für den Sieg. Auf der anderen Seite blieb er 13 Mal im einstelligen Bereich, drei Mal sogar gänzlich ohne Punkte. Diese Extreme kosten den Bulldogs teils Siege, da neben Weatherspoon ein verlässlicher Co-Autor für das Drehbuch in der Offensive fehlt.
Style: Hail State steht für physischen Basketball mit viel Power und Athletik. Auf jeder Position befindet sich mindestens ein Spieler, der entweder extrem breit gebaut ist oder aber an die Hallendecke springen kann. Das macht sich vor allem in der Verteidigung bemerkbar, wo die Bigs der Bulldogs sehr genau aufpassen, wer sich dem Ring nähert und gerne mal den Abschluss in die dritte Reihe zurück schmettern. In der Offensive hängt viel davon ab, wie gut die Guards drauf sind. Der Großteil kann durchaus solide werfen, allerdings darf das nicht dazu führen, dass sie sich rein auf ihre Jumper verlassen und dafür ihre Athletik ungenutzt lassen.
NBA & BBL Kandidaten: Quinndary Weatherspoon hat sich über die Jahre von einem soliden Rollenspieler am College zu einem Leader und potentiellen NBA Pick entwickelt. Ob als Zweitrundenpick oder über Workouts: Weatherspoon wird seine Chance sicher erhalten. Eine solche erhofft sich auch Aric Holman. Die Anlagen des Stretch Bigs sind interessant, doch seine Degradierung zum Bankspieler war symbolisch für eine durchwachsene Spielzeit.
Fun/Quick Facts: 45 Punkte fehlen Quinndary Weatherspoon noch, bis er die Marke von 2.030 Punkten in seiner vierjährigen Karriere knacken würde und damit mit Rekordhalter Bailey Howell gleichziehen würde. Die Motivation zu einem tiefen Run im Tournament besteht also gleich doppelt.
Tournament: Die Bulldogs sind ein wenig die graue Maus, über die niemand so richtig spricht, die aber doch anwesend ist. Das liegt daran, dass Mississippi State weder die spektakulärsten Ergebnisse noch besten Spieler noch größte Tradition zu bieten hat. Doch die Resultate waren in diesem Jahr so solide, dass eine Tournament Teilnahme absolut gerechtfertigt ist. Nun wird sich zeigen müssen, aus welchem Holz das Team geschnitzt ist. Eigentlich schlummert in den Bulldogs ein gewisses Potential das jedoch nun schleunigst entfaltet werden muss.
Montana Grizzlies
MVP: Ahmaad Rorie, Guard, 6'1'', Senior
Wie schon im Vorjahr ist Ahmaad Rorie der kleine, quirlige Anführer der Grizzlies, der seine Schnelligkeit sehr gerne benutzt, um etwaigen Gegenspielern einen Knoten in die Beine zu dribbeln. Mit seinen Penetrations zieht Rorie extrem viel Aufmerksamkeit auf sich, die er gerne dazu nutzt, um seine Mitspieler in Szene zu setzen. Vier Assists pro Spiel erscheinen da schon fast etwas zu tief bemessen zu sein. Trotz der Sicherheitsvorkehrungen, die eigens für den kleinen Guards getroffen werden, findet Rorie zur gleichen Zeit immer Wege, auch selbst als Scorer in Erscheinung zu treten und damit gerade in entscheidenden Phasen des Spiels Akzente zu setzen.

X-Faktor: Michael Oguine, Guard, 6'2'', Senior
Als fest eingespieltes Tandem präsentieren sich Rorie und Michael Oguine gerne. Der zweite Senior im Backcourt ist mit weniger Basketballskills ausgestattet, wendet dafür aber nochmal mehr Energie für seine Spielweise auf. Während Rorie viel über Geschwindigkeit regelt, kann Oguine dank der Sprungfeder an seinen Fußsohlen auch als spektakulärer Finisher in Erscheinung treten und trotz seiner relativ geringen Körpergröße das Leder mit aller Wucht einschlagen. Oguine ist offensiv etwas inkonstant, doch an guten Tagen liefert er dem Team den entscheidenden Push. Auf die Verteidigung des Seniors ist ohnehin Verlass.

Style: Die Offense von Montana sorgt dafür, dass die Grizzlies auch gegen High-Major-Teams zumindest eine Außenseiterchance haben. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie als Team wesentlich breiter aufgestellt und können das Scoring auf mehrere Schultern verteilen. Das ist besonders für den viel zitierten Rorie eine Entlastung, da dieser nicht mehr als einziger Fixpunkt der Offense fokussiert und attackiert wird. Der Dreier ist für die Grizzlies eine essentielle Waffe und mit über 38 Prozent Trefferquote gehören die Grizzlies in dieser Hinsicht zur Top25 der gesamten NCAA.

NBA & BBL Kandidaten: Ahmaad Rorie wird sicherlich in Europa fündig, wenngleich sein erster Verein auf der anderen Seite des Atlantiks womöglich nicht auf dem allerhöchsten Niveau spielen wird. Über die Jahre wird sich Rorie sicherlich hoch und einen Namen erarbeiten. Bei Michael Oguine und Big Man Jamar Akoh ist eine solche Aussage nicht so verlässlich zu treffen, aber auch nicht auszuschließen.

Fun/Quick Facts: Es ist selten, dass sich zwei Teams in zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit genau dem gleichen Seeding gegenüberstehen. Doch wie das Komitee so wollte, werden Montana und Michigan sich ein Rematch für die Erstrundenpartie aus 2018 liefern. Dieses erste Aufeinandertreffen war geeprägt von wenig Punkten (47:61 aus Sicht der Grizzlies) und Problemen mit der Spieluhr.

Tournament: Grundlegend sind die Grizzlies kein schlechtes Teams und könnten sicher vielen Teams auch durchaus gefährlich werden. Allerdings zeigte nicht erst das Matchup im letzten Jahr, dass Michigan für Montana kein idealer Gegner ist, da die Wolverines ihre Sache defensiv sehr ernstnehmen. Zudem sind die Big Sky Champs durch die Verletzung ihres Bigs Jamar Akoh massiv gehandicapt. Sein Einsatz ist unwahrscheinlich und zwingt die Grizzlies bereits seit mehreren Wochen zur Improvisation und sehr viel Small Ball. Die Außenspieler müssen für Montana jeweils einen Sahnetag erwischen, wenn das Spiel irgendwie eng bleiben soll.
Wie schon im Vorjahr ist Ahmaad Rorie der kleine, quirlige Anführer der Grizzlies, der seine Schnelligkeit sehr gerne benutzt, um etwaigen Gegenspielern einen Knoten in die Beine zu dribbeln. Mit seinen Penetrations zieht Rorie extrem viel Aufmerksamkeit auf sich, die er gerne dazu nutzt, um seine Mitspieler in Szene zu setzen. Vier Assists pro Spiel erscheinen da schon fast etwas zu tief bemessen zu sein. Trotz der Sicherheitsvorkehrungen, die eigens für den kleinen Guards getroffen werden, findet Rorie zur gleichen Zeit immer Wege, auch selbst als Scorer in Erscheinung zu treten und damit gerade in entscheidenden Phasen des Spiels Akzente zu setzen.

X-Faktor: Michael Oguine, Guard, 6'2'', Senior Als fest eingespieltes Tandem präsentieren sich Rorie und Michael Oguine gerne. Der zweite Senior im Backcourt ist mit weniger Basketballskills ausgestattet, wendet dafür aber nochmal mehr Energie für seine Spielweise auf. Während Rorie viel über Geschwindigkeit regelt, kann Oguine dank der Sprungfeder an seinen Fußsohlen auch als spektakulärer Finisher in Erscheinung treten und trotz seiner relativ geringen Körpergröße das Leder mit aller Wucht einschlagen. Oguine ist offensiv etwas inkonstant, doch an guten Tagen liefert er dem Team den entscheidenden Push. Auf die Verteidigung des Seniors ist ohnehin Verlass.
Style: Die Offense von Montana sorgt dafür, dass die Grizzlies auch gegen High-Major-Teams zumindest eine Außenseiterchance haben. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie als Team wesentlich breiter aufgestellt und können das Scoring auf mehrere Schultern verteilen. Das ist besonders für den viel zitierten Rorie eine Entlastung, da dieser nicht mehr als einziger Fixpunkt der Offense fokussiert und attackiert wird. Der Dreier ist für die Grizzlies eine essentielle Waffe und mit über 38 Prozent Trefferquote gehören die Grizzlies in dieser Hinsicht zur Top25 der gesamten NCAA.
NBA & BBL Kandidaten: Ahmaad Rorie wird sicherlich in Europa fündig, wenngleich sein erster Verein auf der anderen Seite des Atlantiks womöglich nicht auf dem allerhöchsten Niveau spielen wird. Über die Jahre wird sich Rorie sicherlich hoch und einen Namen erarbeiten. Bei Michael Oguine und Big Man Jamar Akoh ist eine solche Aussage nicht so verlässlich zu treffen, aber auch nicht auszuschließen.
Fun/Quick Facts: Es ist selten, dass sich zwei Teams in zwei aufeinanderfolgenden Jahren mit genau dem gleichen Seeding gegenüberstehen. Doch wie das Komitee so wollte, werden Montana und Michigan sich ein Rematch für die Erstrundenpartie aus 2018 liefern. Dieses erste Aufeinandertreffen war geeprägt von wenig Punkten (47:61 aus Sicht der Grizzlies) und Problemen mit der Spieluhr.

Tournament: Grundlegend sind die Grizzlies kein schlechtes Teams und könnten sicher vielen Teams auch durchaus gefährlich werden. Allerdings zeigte nicht erst das Matchup im letzten Jahr, dass Michigan für Montana kein idealer Gegner ist, da die Wolverines ihre Sache defensiv sehr ernstnehmen. Zudem sind die Big Sky Champs durch die Verletzung ihres Bigs Jamar Akoh massiv gehandicapt. Sein Einsatz ist unwahrscheinlich und zwingt die Grizzlies bereits seit mehreren Wochen zur Improvisation und sehr viel Small Ball. Die Außenspieler müssen für Montana jeweils einen Sahnetag erwischen, wenn das Spiel irgendwie eng bleiben soll.
Murray State Racers
MVP: Ja Morant, Guard, 6'3'', Sophomore
Zu diesem Zeitpunkt dürfte Ja Morant nach Zion Williamson der zweitbekannteste Name der NCAA in Deutschland sein. Als Highschool Spieler zunächst kaum rekrutiert und nur per Zufall von einem ehemaligen Assistant Coach der Racers entdeckt, der eigentlich auf der Suche nach einem Snack bei einem High School Turnier war und sich in einer Nebenhalle des Events verlief, ist Morant mittlerweile ein legitimer Anwärter auf einen der ersten drei Draftspots. Nach einer soliden Freshman Saison, in der Morant eher als Quarterback und Organisator gefragt war und in der Hackordnung an dritter Stelle stand, sind die Racers in dieser Saison das Team Morants. Er bestimmt das Geschehen und ist für gut ein Drittel der Teampunkte durch eigene Punkte und Assists verantwortlich. Morant ist ausgestattet mit katzenartiger Bewegungseleganz, die von explosiver Sprungkraft ummantelt ist. Trotz seiner vermeintlich schmächtigen Statur zog er bislang die viermeisten Freiwürfe der NCAA (über neun Versuche pro Spiel). Seine Assistpercentage von 51,6 Prozent bewegt sich zudem auf exorbitantem Niveau und verdeutlich erneut, wie oft Morant den Ball in den Händen hält und die entscheidende Aktion einleitet. Am ehesten sind Gegner daher gewillt, ihm den Distanzwurf zu geben, den er mit 33,6 Prozent nur leidentlich trifft.

X-Faktor: Shaq Buchanan, Guard, 6'3'', Senior
Im ganzen Trubel um Ja Morant und dessen kometenhaften Aufstieg vom unentdeckten Rekrut in einer Hinterhalle eines High School Turniers zum potentiellen Top3 Pick eines Drafts kriegt Leroy - genannt "Shaq" - Buchanan oft nicht die Anerkennung, die er eigentlich verdient hätte. Buchanan wurde vollkommen zurecht zum besten Verteidiger der Ohio Valley Conference gewählt. Auch im nationalen Vergleich muss sich der ehemalige Junior College Spieler vor keinem anderen Individuum an diesem Ende des Feldes verstecken. Buchanan ist ein spektakulärer Athlet, der sein Sprungvermögen allerdings auch sinnvoll einzusetzen vermag. Offensiv ist Buchanan zudem massiv unterschätzt. Neben spektakulärer Alley-Oop auf Vorlage seines Point Guards kann der Senior mit seinen Dreier zu einem Faktor aufsteigen. Er ist in dieser Hinsicht zwar nicht der Verlässlichste, hat aber zumindest das grundlegende Rüstzeug.

Style: Wie unschwer zu erraten ist, basiert die Offensive der Racers größtenteils darauf, dass Morant in einem sehr hohen Pick & Roll versucht, eine Lücke in die Verteidigungslinien des Gegners zu reißen. Wenn das nicht gelingt, hat Matt McMahon allerdings auch viele clevere Setplays in der Hinterhand, die er bevorzugt nach Auszeiten nutzt, um seinem Team und gerade Morant möglichst einfache Punkte ohne großen Aufwand zu ergaunern. Da Morant in der Regel die vollen 40 Minuten auf dem Parkett verbringt, agiert er defensiv energiesparend, was auch von seinem Coach zu managen ist und immer mal wieder Phasen in Zonenverteidigung bedeutet.

NBA & BBL Kandidaten: Um es ein letztes Mal zu erwähnen und da aller guten Dinge drei sind: Ja Morant ist ein Top3 Pick in diesem Draft. Daneben sollten NBA Teams auch gut überlegen, Shaq Buchanan eine Chance zu geben. Möglicherweise wird aus ihm noch ein sehr passabler 3-and-D Flügel. Auch wenn er dafür etwas klein geraten ist, kompensiert Buchanan fehlende Zentimeter mit Sprunggewalt.

Fun/Quick Facts: Die Lobhudelei auf Morant darf selbstverständlich auch in dieser Kategorie nicht ausbleiben. Derzeit legt Morant im Schnitt 24,6 Punkte und zehn Assists auf. Sollte er diese Werte im Tournament einigermaßen halten können, wäre er der erste Spieler der NCAA Historie, der mindestens 20 Zähler und zehn Vorlagen im Saisondurchschnitt aufweisen kann, seitdem die Assistwerte für College Athleten archiviert werden.

Tournament: Die erste Mission ist erfüllt. Wie für viele andere Mid-Majors im März auch lastete auf den Racers eine gehörige Portion Druck, das eigene Conference Tournament zu gewinnen und sich damit die Teilnahme am großen Tanz zu sichern. Nach der Pflicht folgt nun die Kür. Ohne Zugang zur Kabine zu haben, kann sich der außenstehende Beobachter jedoch sicher sein, dass der Hunger der Racers bei weitem noch nicht gestillt ist. Im letzten Jahr reichte ein couragierter Auftritt gegen West Virginia nicht für den Upset (68:85). Nach der einen oder anderen knappen Niederlage gegen Teams wie Alabama (72:78) oder Auburn (88:93) in dieser Saison, haben die Racers nun die erneut die Chance auf einen kleinen Cinderella Run. Dank Ja Morant können sie gegen jeden Gegner mithalten. Die Leistungen seiner Nebenleute werden über Sieg und Niederlage entscheiden.
Zu diesem Zeitpunkt dürfte Ja Morant nach Zion Williamson der zweitbekannteste Name der NCAA in Deutschland sein. Als Highschool Spieler zunächst kaum rekrutiert und nur per Zufall von einem ehemaligen Assistant Coach der Racers entdeckt, der eigentlich auf der Suche nach einem Snack bei einem High School Turnier war und sich in einer Nebenhalle des Events verlief, ist Morant mittlerweile ein legitimer Anwärter auf einen der ersten drei Draftspots. Nach einer soliden Freshman Saison, in der Morant eher als Quarterback und Organisator gefragt war und in der Hackordnung an dritter Stelle stand, sind die Racers in dieser Saison das Team Morants. Er bestimmt das Geschehen und ist für gut ein Drittel der Teampunkte durch eigene Punkte und Assists verantwortlich. Morant ist ausgestattet mit katzenartiger Bewegungseleganz, die von explosiver Sprungkraft ummantelt ist. Trotz seiner vermeintlich schmächtigen Statur zog er bislang die viermeisten Freiwürfe der NCAA (über neun Versuche pro Spiel). Seine Assistpercentage von 51,6 Prozent bewegt sich zudem auf exorbitantem Niveau und verdeutlich erneut, wie oft Morant den Ball in den Händen hält und die entscheidende Aktion einleitet. Am ehesten sind Gegner daher gewillt, ihm den Distanzwurf zu geben, den er mit 33,6 Prozent nur leidentlich trifft.

X-Faktor: Shaq Buchanan, Guard, 6'3'', Senior Im ganzen Trubel um Ja Morant und dessen kometenhaften Aufstieg vom unentdeckten Rekrut in einer Hinterhalle eines High School Turniers zum potentiellen Top3 Pick eines Drafts kriegt Leroy - genannt "Shaq" - Buchanan oft nicht die Anerkennung, die er eigentlich verdient hätte. Buchanan wurde vollkommen zurecht zum besten Verteidiger der Ohio Valley Conference gewählt. Auch im nationalen Vergleich muss sich der ehemalige Junior College Spieler vor keinem anderen Individuum an diesem Ende des Feldes verstecken. Buchanan ist ein spektakulärer Athlet, der sein Sprungvermögen allerdings auch sinnvoll einzusetzen vermag. Offensiv ist Buchanan zudem massiv unterschätzt. Neben spektakulärer Alley-Oop auf Vorlage seines Point Guards kann der Senior mit seinen Dreier zu einem Faktor aufsteigen. Er ist in dieser Hinsicht zwar nicht der Verlässlichste, hat aber zumindest das grundlegende Rüstzeug.

Style: Wie unschwer zu erraten ist, basiert die Offensive der Racers größtenteils darauf, dass Morant in einem sehr hohen Pick & Roll versucht, eine Lücke in die Verteidigungslinien des Gegners zu reißen. Wenn das nicht gelingt, hat Matt McMahon allerdings auch viele clevere Setplays in der Hinterhand, die er bevorzugt nach Auszeiten nutzt, um seinem Team und gerade Morant möglichst einfache Punkte ohne großen Aufwand zu ergaunern. Da Morant in der Regel die vollen 40 Minuten auf dem Parkett verbringt, agiert er defensiv energiesparend, was auch von seinem Coach zu managen ist und immer mal wieder Phasen in Zonenverteidigung bedeutet.
NBA & BBL Kandidaten: Um es ein letztes Mal zu erwähnen und da aller guten Dinge drei sind: Ja Morant ist ein Top3 Pick in diesem Draft. Daneben sollten NBA Teams auch gut überlegen, Shaq Buchanan eine Chance zu geben. Möglicherweise wird aus ihm noch ein sehr passabler 3-and-D Flügel. Auch wenn er dafür etwas klein geraten ist, kompensiert Buchanan fehlende Zentimeter mit Sprunggewalt.
Fun/Quick Facts: Die Lobhudelei auf Morant darf selbstverständlich auch in dieser Kategorie nicht ausbleiben. Derzeit legt Morant im Schnitt 24,6 Punkte und zehn Assists auf. Sollte er diese Werte im Tournament einigermaßen halten können, wäre er der erste Spieler der NCAA Historie, der mindestens 20 Zähler und zehn Vorlagen im Saisondurchschnitt aufweisen kann, seitdem die Assistwerte für College Athleten archiviert werden.
Tournament: Die erste Mission ist erfüllt. Wie für viele andere Mid-Majors im März auch lastete auf den Racers eine gehörige Portion Druck, das eigene Conference Tournament zu gewinnen und sich damit die Teilnahme am großen Tanz zu sichern. Nach der Pflicht folgt nun die Kür. Ohne Zugang zur Kabine zu haben, kann sich der außenstehende Beobachter jedoch sicher sein, dass der Hunger der Racers bei weitem noch nicht gestillt ist. Im letzten Jahr reichte ein couragierter Auftritt gegen West Virginia nicht für den Upset (68:85). Nach der einen oder anderen knappen Niederlage gegen Teams wie Alabama (72:78) oder Auburn (88:93) in dieser Saison, haben die Racers nun die erneut die Chance auf einen kleinen Cinderella Run. Dank Ja Morant können sie gegen jeden Gegner mithalten. Die Leistungen seiner Nebenleute werden über Sieg und Niederlage entscheiden.
Nevada Wolfpack
MVP: Jordan Caroline, Wing/Big, 6'7'', Senior
Jordan Caroline verkörpert, wofür Nevada in den letzten drei bis vier Jahren steht. Spieler aus anderen Programmen, die dort aus verschiedenen Gründen nicht glücklich wurden, erhalten eine zweite Chance, arbeiten wie die Irren an sich und werden von Jahr zu Jahr besser. Caroline ist für diesen Prozess ein Musterbeispiel. Einst kam er nach einer Freshman Saison in Southern Illinois zum Wolfsrudel als untersetzter Fünfer. Zuerst arbeitete Caroline an seiner Fitness, dann an seinem Game. Mittlerweile ist Caroline - zumindest am College - ein positionsloser Spieler, der mal den Ball nach vorne bringt, im Halbfeld vom Perimeter attackiert und den Dreier trifft (38 Prozent). Nach wie vor ist Caroline größte Stärke sein Kampfgeist, den er besonders beim Rebound und in Hustle Situationen zeigt. Auch zwei oder drei Gegenspieler können ihn oft nicht daran hindern, als Sieger aus solchen Momenten hervorzugehen.

X-Faktor: Caleb Martin, Guard, 6'7'', Senior
Nevada ist vielleicht das Team in der NCAA, gegen das eine Führung von 20 Punkten die geringste Bedeutung hat. Daran hat Caleb Martin einen großen Anteil. Denn dieser spielt Basketball, als hätte er kein Gewissen, was in diesem Fall eher positiv konnotiert ist. Egal ob er zuvor keinen Scheunentor getroffen hat, Martin wirft solange weiter, bis zwei oder drei Versuche in Folge ihr Ziel finden und kann dadurch auf einmal ein Spiel im Alleingang drehen. Martin ist kaum zu verteidigen, da er Würfe nimmt, mit denen die wenigsten Verteidiger rechnen. Zudem ist seine Wurftechnik derart unorthodox, dass er selbst mit der Hand des Gegenspieler im Gesicht immer nach Belieben abdrücken kann. Mehr als neun Versuche gönnt sich der Topscorer des Wolfsrudels pro Spiel.

Style: Viele Würfe aus der Distanz bei zum Teil durchschnittlichen Schützen aus zum Teil fragwürdigen Lagen erwecken manchmal den Eindruck, als würde jeder Wolf für sich spielen und das Rudel dabei zu kurz kommen. Allerdings folgt dieses vermeintliche Chaos durchaus Strukturen und jeder Spieler weiß genau um die Stärken und Vorlieben seines Nebenmanns, die sich in der Regel allesamt gut ergänzen. Durch die kurze Rotation erhält jeder Spieler genügend Minuten und auch eine gewisse Anzahl an Würfen, wodurch Animositäten kaum entstehen können. In der Verteidigung machen sich die Mannen von Eric Musselman zu Nutze, dass sie meist Lineups aufbieten, in denen alle fünf Spieler eine Größe aufweisen und entsprechend problemlos switchen können.

NBA & BBL Kandidaten: Jordan Caroline ist ein wenig zu klein, um wirklich sicher in der NBA zu landen. Doch seine Chance hat sich der Senior nach fünf Jahren College und erheblichen Verbesserungen redlich verdient. Sollte es in der NBA nicht klappen, wird er in Europa auf jeden Fall fündig. Bei den Martin Twins ist ebenfalls nicht sonnenklar, wohin die Reise sie führt. Caleb hat wegen seiner Qualitäten als Scorer eher noch eine Perspektive in der NBA als Cody, dem dazu der Wurf fehlt. Cody würde wiederum eher nach Europa passen als groß gewachsener Aufbauspieler. Dorthin passt auch Tre'Shawn Thurman als vielseitiger Flügelspieler mit interessanten Anlagen. Auch Starter Nummer fünf, Trey Porter, hat eine Profiperspektive in Europa als athletischer Big Man.

Fun/Quick Facts: Die fünf Herren, die gerade allesamt namentlich erwähnt wurden, bilden die Starting Five des Wolfsrudels. Sie alle verbindet, dass sie ihre Karriere an anderen Universitäten begannen, zu irgendeinem Zeitpunkt nach Nevada wechselten und nun jeweils in ihrem fünften Studienjahr als Senior die älteste Starting Five der NCAA bilden.

Tournament: Wer aus über 350 Teams und Universitäten herausstechen und in möglichst kurzer Zeit für Furore sorgen möchte, muss eine klare Identität entwickeln und diese mantraartig praktizieren. Als Eric Musselman 2015 nach Reno kam, entschied er sich für den schnellstmöglichen aller Wege: den Free Agent Markt in Form von Transfers. Während Recruiting und die Ausbildung junger Spieler viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen, wissen Spieler, die bereits einige Jahre am College verbrachten und sich nun nach einer Luftveränderung sehnen zu schätzen, wenn sie gutes Coaching und die Möglichkeit zur individuellen Verbesserung erhalten. In Musselmans viertem Jahr hat sich Nevada zu einem der besten zehn bis 20 Teams der NCAA aufgeschwungen und festsetzen können. Doch die ehrgeizige Truppe, besonders Musselman selbst, will nicht bloß diesen Status, sondern greift nach den Sternen - einer Final Four Teilnahme. Die Mischung für einen wilden Run hat das Wolfsrudel in der Tat. Doch die Konstanz fehlt. Das Wolfpack neigt dazu, den Start in Spiele zu verpennen und sich zu sehr auf die eigene Comeback Qualität zu verlassen. Das kann sich schnell rächen im Tournament Setting.
Jordan Caroline verkörpert, wofür Nevada in den letzten drei bis vier Jahren steht. Spieler aus anderen Programmen, die dort aus verschiedenen Gründen nicht glücklich wurden, erhalten eine zweite Chance, arbeiten wie die Irren an sich und werden von Jahr zu Jahr besser. Caroline ist für diesen Prozess ein Musterbeispiel. Einst kam er nach einer Freshman Saison in Southern Illinois zum Wolfsrudel als untersetzter Fünfer. Zuerst arbeitete Caroline an seiner Fitness, dann an seinem Game. Mittlerweile ist Caroline - zumindest am College - ein positionsloser Spieler, der mal den Ball nach vorne bringt, im Halbfeld vom Perimeter attackiert und den Dreier trifft (38 Prozent). Nach wie vor ist Caroline größte Stärke sein Kampfgeist, den er besonders beim Rebound und in Hustle Situationen zeigt. Auch zwei oder drei Gegenspieler können ihn oft nicht daran hindern, als Sieger aus solchen Momenten hervorzugehen.
X-Faktor: Caleb Martin, Guard, 6'7'', Senior Nevada ist vielleicht das Team in der NCAA, gegen das eine Führung von 20 Punkten die geringste Bedeutung hat. Daran hat Caleb Martin einen großen Anteil. Denn dieser spielt Basketball, als hätte er kein Gewissen, was in diesem Fall eher positiv konnotiert ist. Egal ob er zuvor keinen Scheunentor getroffen hat, Martin wirft solange weiter, bis zwei oder drei Versuche in Folge ihr Ziel finden und kann dadurch auf einmal ein Spiel im Alleingang drehen. Martin ist kaum zu verteidigen, da er Würfe nimmt, mit denen die wenigsten Verteidiger rechnen. Zudem ist seine Wurftechnik derart unorthodox, dass er selbst mit der Hand des Gegenspieler im Gesicht immer nach Belieben abdrücken kann. Mehr als neun Versuche gönnt sich der Topscorer des Wolfsrudels pro Spiel.
Style: Viele Würfe aus der Distanz bei zum Teil durchschnittlichen Schützen aus zum Teil fragwürdigen Lagen erwecken manchmal den Eindruck, als würde jeder Wolf für sich spielen und das Rudel dabei zu kurz kommen. Allerdings folgt dieses vermeintliche Chaos durchaus Strukturen und jeder Spieler weiß genau um die Stärken und Vorlieben seines Nebenmanns, die sich in der Regel allesamt gut ergänzen. Durch die kurze Rotation erhält jeder Spieler genügend Minuten und auch eine gewisse Anzahl an Würfen, wodurch Animositäten kaum entstehen können. In der Verteidigung machen sich die Mannen von Eric Musselman zu Nutze, dass sie meist Lineups aufbieten, in denen alle fünf Spieler eine Größe aufweisen und entsprechend problemlos switchen können.
NBA & BBL Kandidaten: Jordan Caroline ist ein wenig zu klein, um wirklich sicher in der NBA zu landen. Doch seine Chance hat sich der Senior nach fünf Jahren College und erheblichen Verbesserungen redlich verdient. Sollte es in der NBA nicht klappen, wird er in Europa auf jeden Fall fündig. Bei den Martin Twins ist ebenfalls nicht sonnenklar, wohin die Reise sie führt. Caleb hat wegen seiner Qualitäten als Scorer eher noch eine Perspektive in der NBA als Cody, dem dazu der Wurf fehlt. Cody würde wiederum eher nach Europa passen als groß gewachsener Aufbauspieler. Dorthin passt auch Tre'Shawn Thurman als vielseitiger Flügelspieler mit interessanten Anlagen. Auch Starter Nummer fünf, Trey Porter, hat eine Profiperspektive in Europa als athletischer Big Man.
Fun/Quick Facts: Die fünf Herren, die gerade allesamt namentlich erwähnt wurden, bilden die Starting Five des Wolfsrudels. Sie alle verbindet, dass sie ihre Karriere an anderen Universitäten begannen, zu irgendeinem Zeitpunkt nach Nevada wechselten und nun jeweils in ihrem fünften Studienjahr als Senior die älteste Starting Five der NCAA bilden.
Tournament: Wer aus über 350 Teams und Universitäten herausstechen und in möglichst kurzer Zeit für Furore sorgen möchte, muss eine klare Identität entwickeln und diese mantraartig praktizieren. Als Eric Musselman 2015 nach Reno kam, entschied er sich für den schnellstmöglichen aller Wege: den Free Agent Markt in Form von Transfers. Während Recruiting und die Ausbildung junger Spieler viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen, wissen Spieler, die bereits einige Jahre am College verbrachten und sich nun nach einer Luftveränderung sehnen zu schätzen, wenn sie gutes Coaching und die Möglichkeit zur individuellen Verbesserung erhalten. In Musselmans viertem Jahr hat sich Nevada zu einem der besten zehn bis 20 Teams der NCAA aufgeschwungen und festsetzen können. Doch die ehrgeizige Truppe, besonders Musselman selbst, will nicht bloß diesen Status, sondern greift nach den Sternen - einer Final Four Teilnahme. Die Mischung für einen wilden Run hat das Wolfsrudel in der Tat. Doch die Konstanz fehlt. Das Wolfpack neigt dazu, den Start in Spiele zu verpennen und sich zu sehr auf die eigene Comeback Qualität zu verlassen. Das kann sich schnell rächen im Tournament Setting.
New Mexico State Aggies
MVP: Terrell Brown, Guard, 6'1'', Junior
Aus diesem Kollektiv der Aggies einen einzelnen Akteur prominent hervorheben zu wollen, gleicht der Suche nach einem guten Dreierschützen in einer beliebigen litauischen Kleinstadt. Fündig wird man auf jeden Fall, aber die Unterschiede zwischen den einzelnen Kandidaten sind so marginal, dass es müßig wäre, sich zu sehr auf Individuen zu fokussieren und stattdessen der Genuss der funktionierenden Einheit im Fokus stehen sollte. Soll doch ein Protagonist ins Rampenlicht gezerrt werden, böte sich Terrell Brown am ehesten an. Der Combo Guard ist der Topscorer der Aggies mit 11,3 Zähler pro Partie und damit auch der einzige Spieler des Kaders, der überhaupt eine zweistellige Punktausbeute im Schnitt aufweist.

X-Faktor: Eli Chuha, Big, 6'7'', Senior
Neben einer zweistelligen Punktausbeute ist eine zweite Eigenschaft im Kader von New Mexico State rar gesäht. Die wenigsten Student Athletes begannen ihre Karriere in Las Cruces. Viele Junior College Transfers kamen vor der Saison aus allen Teilen des Landes auf den Campus. Da ist Eli Chuha, der all seine vier Collegejahre bei den Aggies verbrachte, die Ausnahme. Chuha ist ein vielseitiger, etwas zu klein geratener Big Man. Fehlende Zentimeter in die Vertikale gleicht Chuha mit breiten Schultern, einem wuchtigen Oberkörper und viel Intelligenz aus. Chuha ist ein typischer Rollenspieler auf hohem Niveau, der das Level seines Teams anhebt und dabei kaum Fehler begeht. 65,6 Prozent seiner Feldwürfe finden ihr Ziel.

Style: In der NCAA ist es üblich, dass Teams bisweilen sieben Spieler einsetzen, von denen zwei oder drei niemals das Leder in den Händen halten und nur den Statisten geben. Chris Jans verfolgt hingegen die entgegengesetzte Strategie und versetzt diese in Extreme. Zwölf oder 13 Akteure im Kader haben schon bedeutungsschwangere Minuten in dieser Saison gesehen. Diese Tiefe führt dazu, dass Jans' Mann jederzeit mit vollster Intensität ihre Gegenspieler in der Verteidigung beackern. In der Offensive finden die Aggies eine gute Mischung aus viel Transition und geordneter Halbfeldoffense. Das Ballmovement ist meist ansehnlich und geschmeidig, was die Unberechenbarkeit im Angriff zusätzlich erhöht.

NBA & BBL Kandidaten: Als einziger Senior hat Eli Chuha eine Aussicht auf den Werdegang zum Profi. Als Small Ball Fünfer ist er für viele europäische Clubs maßgeschneidert und könnte sich durchaus seine Sporen verdienen.

Fun/Quick Facts: Im Vergleich zum Vorjahr tummeln sich zehn neue Gesichter im Kader, der Großteil davon sind Spieler vom Junior College, denen Trainer Jans einen größeren Hunger attestiert. Für den Wurf der Saison sorgte bisher allerdings ein Sophomore, der schon in der letzten Saison mit von der Partie war. Johnny McCants versenkte einen Gamewinner von der Mittellinie gegen Grand Canyon.

Tournament: Es gibt unangenehme Gegner im NCAA Tournament und es gibt Teams wie New Mexico State, bei denen jedem einzelnen Spieler in großen Lettern das Wort "Upset" auf die Stirn geschrieben steht. Die Aggies verfügen über alle Ingredienzien, die das Musterrezept für den Sieg über einen Favoriten verlangt. Sie sind tief besetzt, haben mehrere Scorer im Team und spielen eine hartgesottene Defense. Einzig die mäßige Dreierquote und die geringe Körpergröße, speziell im Frontcourt, könnten größere Hindernisse gegen Auburn darstellen. Ansonsten dürfen sich Zuschauer dieser Erstrundenpartie auf ein Spektakel freuen. Auch wenn die Tigers als Sieger des SEC Tournament gerade massiv im Aufwind sind, werden sich die Aggies davon nicht beirren lassen.
Aus diesem Kollektiv der Aggies einen einzelnen Akteur prominent hervorheben zu wollen, gleicht der Suche nach einem guten Dreierschützen in einer beliebigen litauischen Kleinstadt. Fündig wird man auf jeden Fall, aber die Unterschiede zwischen den einzelnen Kandidaten sind so marginal, dass es müßig wäre, sich zu sehr auf Individuen zu fokussieren und stattdessen der Genuss der funktionierenden Einheit im Fokus stehen sollte. Soll doch ein Protagonist ins Rampenlicht gezerrt werden, böte sich Terrell Brown am ehesten an. Der Combo Guard ist der Topscorer der Aggies mit 11,3 Zähler pro Partie und damit auch der einzige Spieler des Kaders, der überhaupt eine zweistellige Punktausbeute im Schnitt aufweist.
X-Faktor: Eli Chuha, Big, 6'7'', Senior Neben einer zweistelligen Punktausbeute ist eine zweite Eigenschaft im Kader von New Mexico State rar gesäht. Die wenigsten Student Athletes begannen ihre Karriere in Las Cruces. Viele Junior College Transfers kamen vor der Saison aus allen Teilen des Landes auf den Campus. Da ist Eli Chuha, der all seine vier Collegejahre bei den Aggies verbrachte, die Ausnahme. Chuha ist ein vielseitiger, etwas zu klein geratener Big Man. Fehlende Zentimeter in die Vertikale gleicht Chuha mit breiten Schultern, einem wuchtigen Oberkörper und viel Intelligenz aus. Chuha ist ein typischer Rollenspieler auf hohem Niveau, der das Level seines Teams anhebt und dabei kaum Fehler begeht. 65,6 Prozent seiner Feldwürfe finden ihr Ziel.
Style: In der NCAA ist es üblich, dass Teams bisweilen sieben Spieler einsetzen, von denen zwei oder drei niemals das Leder in den Händen halten und nur den Statisten geben. Chris Jans verfolgt hingegen die entgegengesetzte Strategie und versetzt diese in Extreme. Zwölf oder 13 Akteure im Kader haben schon bedeutungsschwangere Minuten in dieser Saison gesehen. Diese Tiefe führt dazu, dass Jans' Mann jederzeit mit vollster Intensität ihre Gegenspieler in der Verteidigung beackern. In der Offensive finden die Aggies eine gute Mischung aus viel Transition und geordneter Halbfeldoffense. Das Ballmovement ist meist ansehnlich und geschmeidig, was die Unberechenbarkeit im Angriff zusätzlich erhöht.
NBA & BBL Kandidaten: Als einziger Senior hat Eli Chuha eine Aussicht auf den Werdegang zum Profi. Als Small Ball Fünfer ist er für viele europäische Clubs maßgeschneidert und könnte sich durchaus seine Sporen verdienen.
Fun/Quick Facts: Im Vergleich zum Vorjahr tummeln sich zehn neue Gesichter im Kader, der Großteil davon sind Spieler vom Junior College, denen Trainer Jans einen größeren Hunger attestiert. Für den Wurf der Saison sorgte bisher allerdings ein Sophomore, der schon in der letzten Saison mit von der Partie war. Johnny McCants versenkte einen Gamewinner von der Mittellinie gegen Grand Canyon.
Tournament: Es gibt unangenehme Gegner im NCAA Tournament und es gibt Teams wie New Mexico State, bei denen jedem einzelnen Spieler in großen Lettern das Wort "Upset" auf die Stirn geschrieben steht. Die Aggies verfügen über alle Ingredienzien, die das Musterrezept für den Sieg über einen Favoriten verlangt. Sie sind tief besetzt, haben mehrere Scorer im Team und spielen eine hartgesottene Defense. Einzig die mäßige Dreierquote und die geringe Körpergröße, speziell im Frontcourt, könnten größere Hindernisse gegen Auburn darstellen. Ansonsten dürfen sich Zuschauer dieser Erstrundenpartie auf ein Spektakel freuen. Auch wenn die Tigers als Sieger des SEC Tournament gerade massiv im Aufwind sind, werden sich die Aggies davon nicht beirren lassen.
North Carolina Tar Heels
MVP: Luke Maye, Big, 6'8'', Senior
Der Werdegang von Luke Maye vom Walk-on über den Helden des Elite Eight beim Championship Run 2017 bis hin zum All American dürfte mittlerweile einigermaßen bekannt sein. Nach dem enttäuschenden Abschied in der vergangenen Saison werden die Tar Heels wieder alles daran setzen, das dritte Final Four in vier Jahren zu erreichen. Maye ist dabei als Double-Double Maschine und verlässlicher Scorer ein integraler Bestandteil. Er gibt den Heels mit seiner Variabilität in der Offensive eine Menge Optionen, was mögliche Lineups anbelangt. Neben diesen taktischen Erwägungen ist und bleibt Maye ein höchst effizienter Collegespieler, der gegen nahezu jeden Kontrahenten seine 15 Punkte oder mehr auflegen kann.

X-Faktor: Coby White, Guard, 6'5'', Freshman
Der Aufbauspieler der Tar Heels ist vielleicht der beste Freshman der NCAA, über den verhältnismäßig kaum bis selten gesprochen wird, obwohl sein Team erfolgreich unterwegs und ständig im Fernsehen zu sehen ist. Nach dem Abgang von Joel Berry II ist jedoch kaum ein Qualitätsverlust erkennbar. Zwar fehlt dem Freshman mit der wallenden Haarmähne hin und wieder das Gespür bei der Tempokontrolle, doch dafür bringt er Vorzüge mit, die kaum zu matchen sind. Dank seiner enormen Größe bei gleichzeitig hoher Beweglichkeit und viel Geschwindigkeit ist White ein exzellenter Slasher auf dem Weg zum Korb. Im Gegensatz zu vielen anderen jungen Aufbauspielern mit einer entsprechenden Größe verfügt White auch noch über einen exzellenten Wurf, den er auch aus der NBA Distanz sicher verwandelt. Gelingt es ihm im Tournament, das Tempo einigermaßen zu kontrollieren, kann White seine Tar Heels ins Final Four führen.

Style: Am Stil wird sich in North Carolina nichts ändern, solange Roy Williams seine Regentschaft weiterführt. Die Heels wollen rennen und viele Ballbesitze haben. Dafür sind sie bereit, auch mal einen schlechten Wurf mit geringer Erfolgsaussicht in Kauf zu nehmen, solange der Rhythmus im Spiel erhalten bleibt. Klappen direkte Fastbreaks nicht, gibt es in der berühmten Secondary Offense viele Ausstiege und Optionen, die den Gegnern zwar bekannt sind, aber dennoch nicht allesamt verteidigt werden können. In der Verteidigung wollen die Tar Heels entsprechend aggressiv auf Steals gehen und trappen sehr gerne aus Auszeiten heraus.

NBA & BBL Kandidaten: Coby White ist aus NBA Perspektive der interessanteste Spieler. Ein wenig lässt sich seine Art mit der von Shai Gilgeous-Alexander vergleichen. Allerdings ist White schneller und ein besserer Schütze. Auf der anderen Seite fehlt ihm das Spielgefühl von SGA. Das fehlt auch Nassir Little noch. Der bullige Forward sollte eigentlich die Hauptattraktion der Recruiting Class sein, doch der ehemalige Top10 Rekrut konnte bis auf vereinzelte Spiele selten zeigen, dass er wirklich zu den besten Spielern des Jahrgangs gehört. Dennoch wird er sich wohl zum Draft anmelden und mit guten Workouts überzeugen müssen. Cam Johnson erhält ähnlich wie White zu wenig Aufmerksamkeit. Johnson ist vielleicht der beste Catch & Shoot Spieler des Draftjahrgangs und kann mit einer Größe von 6'9'' mindestens drei Positionen spielen. Kenny Williams ist als Shooter eher jemand für Europa.

Fun/Quick Facts: Einen Schreckmoment gab es vor gut zwei Wochen, als Roy Williams in der ersten Halbzeit beim Spiel gegen Clemson einen Schwächeanfall erlitt und das Spiel für einige Minuten unterbrochen werden musste. Williams verließ die Halle und kehrte nicht zurück. Auch wenn diese Situationen leider häufiger vorkommen, waren Spieler und Staff kurzzeitig sichtlich mitgenommen.

Tournament: Auch in dieser Saison haben die Tar Heels grundsätzlich die nötigen Werkzeuge im Koffer, um einen tiefen Run hinzulegen. Im Vergleich zu den drei Jahren zuvor fehlt eventuell etwas die Tiefe in der Spitze der Rotation, doch die erste Fünf ist nach wie vor qualitativ hochwertig besetzt und kann mit jeder anderen Startaufstellung der NCAA mithalten. Zudem ergänzen sich die Starter in ihren Qualitäten und Stärken sehr gut, weswegen sie sich kaum gegenseitig kanibalisieren. Die Aufbauposition könnte die Achillesferse werden, wenn Coby White einen schlechten Tag hat. Seventh Woods ist zwar ein ordentlicher Backup, mehr aber auch nicht.
Der Werdegang von Luke Maye vom Walk-on über den Helden des Elite Eight beim Championship Run 2017 bis hin zum All American dürfte mittlerweile einigermaßen bekannt sein. Nach dem enttäuschenden Abschied in der vergangenen Saison werden die Tar Heels wieder alles daran setzen, das dritte Final Four in vier Jahren zu erreichen. Maye ist dabei als Double-Double Maschine und verlässlicher Scorer ein integraler Bestandteil. Er gibt den Heels mit seiner Variabilität in der Offensive eine Menge Optionen, was mögliche Lineups anbelangt. Neben diesen taktischen Erwägungen ist und bleibt Maye ein höchst effizienter Collegespieler, der gegen nahezu jeden Kontrahenten seine 15 Punkte oder mehr auflegen kann.
X-Faktor: Coby White, Guard, 6'5'', Freshman Der Aufbauspieler der Tar Heels ist vielleicht der beste Freshman der NCAA, über den verhältnismäßig kaum bis selten gesprochen wird, obwohl sein Team erfolgreich unterwegs und ständig im Fernsehen zu sehen ist. Nach dem Abgang von Joel Berry II ist jedoch kaum ein Qualitätsverlust erkennbar. Zwar fehlt dem Freshman mit der wallenden Haarmähne hin und wieder das Gespür bei der Tempokontrolle, doch dafür bringt er Vorzüge mit, die kaum zu matchen sind. Dank seiner enormen Größe bei gleichzeitig hoher Beweglichkeit und viel Geschwindigkeit ist White ein exzellenter Slasher auf dem Weg zum Korb. Im Gegensatz zu vielen anderen jungen Aufbauspielern mit einer entsprechenden Größe verfügt White auch noch über einen exzellenten Wurf, den er auch aus der NBA Distanz sicher verwandelt. Gelingt es ihm im Tournament, das Tempo einigermaßen zu kontrollieren, kann White seine Tar Heels ins Final Four führen.
Style: Am Stil wird sich in North Carolina nichts ändern, solange Roy Williams seine Regentschaft weiterführt. Die Heels wollen rennen und viele Ballbesitze haben. Dafür sind sie bereit, auch mal einen schlechten Wurf mit geringer Erfolgsaussicht in Kauf zu nehmen, solange der Rhythmus im Spiel erhalten bleibt. Klappen direkte Fastbreaks nicht, gibt es in der berühmten Secondary Offense viele Ausstiege und Optionen, die den Gegnern zwar bekannt sind, aber dennoch nicht allesamt verteidigt werden können. In der Verteidigung wollen die Tar Heels entsprechend aggressiv auf Steals gehen und trappen sehr gerne aus Auszeiten heraus.
NBA & BBL Kandidaten: Coby White ist aus NBA Perspektive der interessanteste Spieler. Ein wenig lässt sich seine Art mit der von Shai Gilgeous-Alexander vergleichen. Allerdings ist White schneller und ein besserer Schütze. Auf der anderen Seite fehlt ihm das Spielgefühl von SGA. Das fehlt auch Nassir Little noch. Der bullige Forward sollte eigentlich die Hauptattraktion der Recruiting Class sein, doch der ehemalige Top10 Rekrut konnte bis auf vereinzelte Spiele selten zeigen, dass er wirklich zu den besten Spielern des Jahrgangs gehört. Dennoch wird er sich wohl zum Draft anmelden und mit guten Workouts überzeugen müssen. Cam Johnson erhält ähnlich wie White zu wenig Aufmerksamkeit. Johnson ist vielleicht der beste Catch & Shoot Spieler des Draftjahrgangs und kann mit einer Größe von 6'9'' mindestens drei Positionen spielen. Kenny Williams ist als Shooter eher jemand für Europa.
Fun/Quick Facts: Einen Schreckmoment gab es vor gut zwei Wochen, als Roy Williams in der ersten Halbzeit beim Spiel gegen Clemson einen Schwächeanfall erlitt und das Spiel für einige Minuten unterbrochen werden musste. Williams verließ die Halle und kehrte nicht zurück. Auch wenn diese Situationen leider häufiger vorkommen, waren Spieler und Staff kurzzeitig sichtlich mitgenommen.
Tournament: Auch in dieser Saison haben die Tar Heels grundsätzlich die nötigen Werkzeuge im Koffer, um einen tiefen Run hinzulegen. Im Vergleich zu den drei Jahren zuvor fehlt eventuell etwas die Tiefe in der Spitze der Rotation, doch die erste Fünf ist nach wie vor qualitativ hochwertig besetzt und kann mit jeder anderen Startaufstellung der NCAA mithalten. Zudem ergänzen sich die Starter in ihren Qualitäten und Stärken sehr gut, weswegen sie sich kaum gegenseitig kanibalisieren. Die Aufbauposition könnte die Achillesferse werden, wenn Coby White einen schlechten Tag hat. Seventh Woods ist zwar ein ordentlicher Backup, mehr aber auch nicht.
North Dakota State Bison
MVP: Vinnie Shahid, Guard, 5'11'', Junior
Es ist immer wieder aufs Neue erstaunlich, was für talentierte Spieler sich mitunter am Junior College tummeln und lange Zeit unentdeckt unter dem Radar fliegen. Zu dieser Gattung gehört auch Vinnie Shahid. Der Neuzugang im Kader der Bison hat schon im ersten Jahr gelernt, die Ansagen von der Kommandobrücke zu geben und sein Team hört auf den Kapitän im Backcourt. Shahid hat sich diese Autorität dadurch verdient, dass er im Angriff eine ungemeine Spielübersicht und Ruhe ausstrahlt. Mit ihm auf dem Court scheint es keinerlei Chance darauf zu geben, dass irgendetwas misslingen könnte. Besonders im Pick & Roll spielt Shahid Pässe, die auf einen enormen hohen Intelligenzquotienten hindeuten. Seine Lookaways und Crosscourt Pässe über das Feld in die Weakside Corner können selbst auf Profiebene nicht alle Aufbauspieler sehen. 2,7 Assists pro Spiel scheinen in Anbetracht seiner Passfertigkeiten ein deutlich zu geringer Wert zu sein. Dass der Topscorer (12,8 Zähler pro Spiel) aber auch selbst weiß, wo der Korb hängt, bewies er mit seinem Auftritt im Summit League Finale. 20 seiner 22 Punkte erzielte Shahid nach der Halbzeit.

X-Faktor: Tyson Ward, Wing/Big, 6'6'', Junior
Ein weiterer interessanter Spieler bei den Bison ist Tyson Ward. Nominell ist er als Power Forward aufgestellt. Das mag auf den ersten Blick etwas verwundern, da er mit knapp unter zwei Metern Körpergröße eigentlich etwas zu klein dafür geraten ist. Auch seine schlaksige Figur würde eher auf einen Flügelspieler schließen lassen, weshalb ihn mancher Gegenspieler zunächst vielleicht unterschätzen mag. Doch darin liegt genau die Gefahr bei Ward. Denn sein Skillset ist enorm vielseitig ausgelegt und entsprechend schwierig für seine Gegenspieler zu deuten. Am Zonenrand überzeugt er mit einer guten Fußarbeit und vielen Moves, die meist darauf ausgelegt sind, dass er zu seiner stärkeren rechten Schulter zurückkehren kann. Langsamere Gegenspieler zieht er an die Dreierlinie hinaus und zwingt sie entweder zur Verteidigung des Drives oder bestraft zu viel Abstand mit einem Jumper, auch wenn seine Quote von draußen mit 31,5 Prozent auch nicht sonderlich berauschend ist.

Style: Offensiv bieten die Bison sehr gefälligen Basketball. Die Mischung aus Inside- und Outsidegame ist relativ ausgewogen, was viel Freude beim Zuschauen bereitet. Meist versuchen die Summit League Champs mit Postups die Defense auf der Weakside zum Absinken zu verleiten, woraufhin der Kickout folgt und das Closeout attackiert wird. Alternativ können sie jederzeit Pick & Rolls laufen und so für ein Zusammenziehen der Defense, Kickouts und Closeouts Drives sorgen. 315 Dreier traf NDSU in dieser Saison bereits, was für einen Platz unter den Top30 der gesamten NCAA reicht.

NBA & BBL Kandidaten: Da sich kein einziger Senior im Kader befindet, wird das Team mutmaßlich in gleicher Konstellation auch in der nächsten Saison an den Start gehen. Der eine oder andere Akteur sollte mittelfristig interessante für europäische Clubs der zweiten oder auch dritten Reihe sein.

Fun/Quick Facts: In den vergangenen Jahren war die Summit League das Territorium von South Dakota State und speziell dem 3.000 Punkte Scorer Mike Daum. Zum achten Mal in Folge heißt der Vertreter dieser eher kleinen Liga entweder North Dakota State oder South Dakota State. Beim letzten Auftritt der Bison standen mit Lawrence Alexander (MBC, Göttingen) und Dexter Werner (Bernau) zwei Akteure im Kader, die in der Zwischenzeit mehr oder wenige erfolgreiche Abstecher nach Deutschland unternahmen.

Tournament: Eigentlich hatten alle Beobachter die Jackrabbits der South Dakota State University mit Mike Daum in der Hauptrolle fest eingeplant und sich auf einen spektakulären Schlusspunkt seiner Karriere eingestellt. Doch die Bison erwiesen sich als Nutznießer eines Ausrutschers des Favoriten und sind nun anstelle der Jackrabbits im Teilnehmerfeld. Auch wenn das nicht zu erwarten war, ist NDSU ein durchaus würdiger Vertreter und auch ein potenter Upset Sleeper, haben als 16 Seed aber natürlich die denkbar schlechtesten Karten. Die Bison spielen wunderbaren Basketball, können Dreier treffen und verfügen über eine tiefe Rotation. Die Rezeptur stimmt, nun kommt es auf die Tagesform und Widerstandsfähigkeit in Brettnähe an.
Es ist immer wieder aufs Neue erstaunlich, was für talentierte Spieler sich mitunter am Junior College tummeln und lange Zeit unentdeckt unter dem Radar fliegen. Zu dieser Gattung gehört auch Vinnie Shahid. Der Neuzugang im Kader der Bison hat schon im ersten Jahr gelernt, die Ansagen von der Kommandobrücke zu geben und sein Team hört auf den Kapitän im Backcourt. Shahid hat sich diese Autorität dadurch verdient, dass er im Angriff eine ungemeine Spielübersicht und Ruhe ausstrahlt. Mit ihm auf dem Court scheint es keinerlei Chance darauf zu geben, dass irgendetwas misslingen könnte. Besonders im Pick & Roll spielt Shahid Pässe, die auf einen enormen hohen Intelligenzquotienten hindeuten. Seine Lookaways und Crosscourt Pässe über das Feld in die Weakside Corner können selbst auf Profiebene nicht alle Aufbauspieler sehen. 2,7 Assists pro Spiel scheinen in Anbetracht seiner Passfertigkeiten ein deutlich zu geringer Wert zu sein. Dass der Topscorer (12,8 Zähler pro Spiel) aber auch selbst weiß, wo der Korb hängt, bewies er mit seinem Auftritt im Summit League Finale. 20 seiner 22 Punkte erzielte Shahid nach der Halbzeit.
X-Faktor: Tyson Ward, Wing/Big, 6'6'', Junior Ein weiterer interessanter Spieler bei den Bison ist Tyson Ward. Nominell ist er als Power Forward aufgestellt. Das mag auf den ersten Blick etwas verwundern, da er mit knapp unter zwei Metern Körpergröße eigentlich etwas zu klein dafür geraten ist. Auch seine schlaksige Figur würde eher auf einen Flügelspieler schließen lassen, weshalb ihn mancher Gegenspieler zunächst vielleicht unterschätzen mag. Doch darin liegt genau die Gefahr bei Ward. Denn sein Skillset ist enorm vielseitig ausgelegt und entsprechend schwierig für seine Gegenspieler zu deuten. Am Zonenrand überzeugt er mit einer guten Fußarbeit und vielen Moves, die meist darauf ausgelegt sind, dass er zu seiner stärkeren rechten Schulter zurückkehren kann. Langsamere Gegenspieler zieht er an die Dreierlinie hinaus und zwingt sie entweder zur Verteidigung des Drives oder bestraft zu viel Abstand mit einem Jumper, auch wenn seine Quote von draußen mit 31,5 Prozent auch nicht sonderlich berauschend ist.
Style: Offensiv bieten die Bison sehr gefälligen Basketball. Die Mischung aus Inside- und Outsidegame ist relativ ausgewogen, was viel Freude beim Zuschauen bereitet. Meist versuchen die Summit League Champs mit Postups die Defense auf der Weakside zum Absinken zu verleiten, woraufhin der Kickout folgt und das Closeout attackiert wird. Alternativ können sie jederzeit Pick & Rolls laufen und so für ein Zusammenziehen der Defense, Kickouts und Closeouts Drives sorgen. 315 Dreier traf NDSU in dieser Saison bereits, was für einen Platz unter den Top30 der gesamten NCAA reicht.
NBA & BBL Kandidaten: Da sich kein einziger Senior im Kader befindet, wird das Team mutmaßlich in gleicher Konstellation auch in der nächsten Saison an den Start gehen. Der eine oder andere Akteur sollte mittelfristig interessante für europäische Clubs der zweiten oder auch dritten Reihe sein.
Fun/Quick Facts: In den vergangenen Jahren war die Summit League das Territorium von South Dakota State und speziell dem 3.000 Punkte Scorer Mike Daum. Zum achten Mal in Folge heißt der Vertreter dieser eher kleinen Liga entweder North Dakota State oder South Dakota State. Beim letzten Auftritt der Bison standen mit Lawrence Alexander (MBC, Göttingen) und Dexter Werner (Bernau) zwei Akteure im Kader, die in der Zwischenzeit mehr oder wenige erfolgreiche Abstecher nach Deutschland unternahmen.

Tournament: Eigentlich hatten alle Beobachter die Jackrabbits der South Dakota State University mit Mike Daum in der Hauptrolle fest eingeplant und sich auf einen spektakulären Schlusspunkt seiner Karriere eingestellt. Doch die Bison erwiesen sich als Nutznießer eines Ausrutschers des Favoriten und sind nun anstelle der Jackrabbits im Teilnehmerfeld. Auch wenn das nicht zu erwarten war, ist NDSU ein durchaus würdiger Vertreter und auch ein potenter Upset Sleeper, haben als 16 Seed aber natürlich die denkbar schlechtesten Karten. Die Bison spielen wunderbaren Basketball, können Dreier treffen und verfügen über eine tiefe Rotation. Die Rezeptur stimmt, nun kommt es auf die Tagesform und Widerstandsfähigkeit in Brettnähe an.
Northeastern Huskies
MVP: Vasa Pusica, Guard, 6'5'', Senior
Als Aufbauspieler der klassischen Schule hat Vasa Pusica alle Strippen in der Hand. Ohne das Abnicken des spielintelligenten Floor Generals passiert auf dem Spielfeld gar nichts. Der Serbe drückt dem Spiel seinen Stempel auf, was für die Huskies immer ein gutes Zeichen ist. Mit der Ruhe und Übersicht, die Pusica beim Ballvortrag ausstrahlt, steckt er seine Mitspieler an, die prompt mit Sicherheit auftreten. 4,2 Vorlagen pro Partie verteilt Pusica direkt. Doch der indirekte Einfluss ist nochmals um ein Vielfaches größer. Gleichzeitig ist Pusica auch als Scorer in der Lage, Spiele zu entscheiden. 17,8 Punkte pro Spiel legt Pusica in dieser Saison auf und hat dabei so gut wie jede Waffe im Arsenal. Pusica kann dank seiner Größe in der Zone finishen, hat notfalls einen Floater und trifft den Dreier aus dem Dribbling hochprozentig.

X-Faktor: Shawn Occeus, Guard, 6'4'', Junior
In der Vorsaison wurde Shawn Occeus noch zum besten Verteidiger der Conference gewählt. In dieser Saison wurde Occeus leider massiv von Verletzungen - gerade zu Saisonbeginn - ausgebremst. Erst in den vergangenen Wochen arbeitete sich der beste Athlet und eben Verteidiger wieder in einen gewohnten Rhythmus. Einen fitten Occeus mit aufsteigender Formkurve können die Huskies jederzeit gebrauchen. Occeus sorgt mit seiner energiegeladenen Spielweise meist sofort dafür, dass sich das Spiel ändert und der Gegner deutlich mehr Aufwand für Punkte betreiben muss. Der Junior mischt eine athletische Bauweise zusammen mit einer guten Antizipationsgabe, die es ihm erlaubt Plays und Rotationen erahnen.

Style: Wie gut die Offense von den Huskies funktioniert, verrät ein erster Blick auf die Advanced Stats des Teams. Sowohl in True Shooting als auch in effektiver Feldwurfquote rangieren die Huskies unter den jeweils besten fünf Teams des Teilnehmerfelds. Das ist natürlich alles andere als ein Zufall. Denn wie bereits einleitend besprochen, können sich die Huskies auf ihren Aufbauspieler Pusica blind verlassen, der gerade aus dem Pick & Roll heraus fast immer die richtige Entscheidung trifft. Dadurch entstehen viele offene Würfe, die von den Huskies gerade entlang der Dreierlinie mit 38,8 Prozent (Top20 in der gesamten NCAA) selten ungenutzt lassen.

NBA & BBL Kandidaten: Die Spielweise von Vasa Pusica riecht verdächtig nach Spanien. Mit seiner Mischung aus Körpergröße, Spielintelligenz und Dirigiervermögen im Pick & Roll ist der Aufbauspieler jemand, der früher oder später sicherlich in der ACB landen wird.

Fun/Quick Facts: Beobachter mit guten Augen und einem ausgeprägten Namensgedächtnis werden bei Northeasterns Bankspieler Tomas Murphy hellhörig werden. Dieser ist der jüngere Bruder von Erik und Alex, die beide ebenfalls viele Jahre in der NCAA verbrachten. Ersterer begann die aktuelle Spielzeit in Frankfurt, ehe sich beide Seiten für einen Tapetenwechsel entschieden.

Tournament: Der Favorit der Conference war sicherlich zurecht Hofstra, doch das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch Northeastern ein sehr unangenehmer Gegner sein kann. Im Jahr 2019 verloren die Huskies lediglich drei Spiele und konnten sich in Rage spielen, nach der Wut ob des verkorksten Saisonstarts. Nun ist zwar der Unmut abgeflaut, doch das Selbstvertrauen dafür massiv gestiegen. Durch Vasa Pusica auf der Aufbauposition können die Huskies ohnehin gegen fast jeden Gegner eine gute Figur abgeben.
Als Aufbauspieler der klassischen Schule hat Vasa Pusica alle Strippen in der Hand. Ohne das Abnicken des spielintelligenten Floor Generals passiert auf dem Spielfeld gar nichts. Der Serbe drückt dem Spiel seinen Stempel auf, was für die Huskies immer ein gutes Zeichen ist. Mit der Ruhe und Übersicht, die Pusica beim Ballvortrag ausstrahlt, steckt er seine Mitspieler an, die prompt mit Sicherheit auftreten. 4,2 Vorlagen pro Partie verteilt Pusica direkt. Doch der indirekte Einfluss ist nochmals um ein Vielfaches größer. Gleichzeitig ist Pusica auch als Scorer in der Lage, Spiele zu entscheiden. 17,8 Punkte pro Spiel legt Pusica in dieser Saison auf und hat dabei so gut wie jede Waffe im Arsenal. Pusica kann dank seiner Größe in der Zone finishen, hat notfalls einen Floater und trifft den Dreier aus dem Dribbling hochprozentig.
X-Faktor: Shawn Occeus, Guard, 6'4'', Junior In der Vorsaison wurde Shawn Occeus noch zum besten Verteidiger der Conference gewählt. In dieser Saison wurde Occeus leider massiv von Verletzungen - gerade zu Saisonbeginn - ausgebremst. Erst in den vergangenen Wochen arbeitete sich der beste Athlet und eben Verteidiger wieder in einen gewohnten Rhythmus. Einen fitten Occeus mit aufsteigender Formkurve können die Huskies jederzeit gebrauchen. Occeus sorgt mit seiner energiegeladenen Spielweise meist sofort dafür, dass sich das Spiel ändert und der Gegner deutlich mehr Aufwand für Punkte betreiben muss. Der Junior mischt eine athletische Bauweise zusammen mit einer guten Antizipationsgabe, die es ihm erlaubt Plays und Rotationen erahnen.
Style: Wie gut die Offense von den Huskies funktioniert, verrät ein erster Blick auf die Advanced Stats des Teams. Sowohl in True Shooting als auch in effektiver Feldwurfquote rangieren die Huskies unter den jeweils besten fünf Teams des Teilnehmerfelds. Das ist natürlich alles andere als ein Zufall. Denn wie bereits einleitend besprochen, können sich die Huskies auf ihren Aufbauspieler Pusica blind verlassen, der gerade aus dem Pick & Roll heraus fast immer die richtige Entscheidung trifft. Dadurch entstehen viele offene Würfe, die von den Huskies gerade entlang der Dreierlinie mit 38,8 Prozent (Top20 in der gesamten NCAA) selten ungenutzt lassen.
NBA & BBL Kandidaten: Die Spielweise von Vasa Pusica riecht verdächtig nach Spanien. Mit seiner Mischung aus Körpergröße, Spielintelligenz und Dirigiervermögen im Pick & Roll ist der Aufbauspieler jemand, der früher oder später sicherlich in der ACB landen wird.

Fun/Quick Facts: Beobachter mit guten Augen und einem ausgeprägten Namensgedächtnis werden bei Northeasterns Bankspieler Tomas Murphy hellhörig werden. Dieser ist der jüngere Bruder von Erik und Alex, die beide ebenfalls viele Jahre in der NCAA verbrachten. Ersterer begann die aktuelle Spielzeit in Frankfurt, ehe sich beide Seiten für einen Tapetenwechsel entschieden.

Tournament: Der Favorit der Conference war sicherlich zurecht Hofstra, doch das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch Northeastern ein sehr unangenehmer Gegner sein kann. Im Jahr 2019 verloren die Huskies lediglich drei Spiele und konnten sich in Rage spielen, nach der Wut ob des verkorksten Saisonstarts. Nun ist zwar der Unmut abgeflaut, doch das Selbstvertrauen dafür massiv gestiegen. Durch Vasa Pusica auf der Aufbauposition können die Huskies ohnehin gegen fast jeden Gegner eine gute Figur abgeben.
Northern Kentucky Norse
MVP: Drew McDonald, Big, 6'8'', Senior
Zu den besten Mid-Major Spielern gehört Drew McDonald sicherlich, auch wenn er im Vergleich zu anderen Spielern von gefährlichen Teams aus kleineren Conferences seltener seinen Namen in der öfffentlichen Diskussion vernehmen darf. Mit 19,1 Punkten und 9,5 Rebounds schrammt der Senior nur knapp am Double Double vorbei. McDonald ist ein Stretch Big (40,9 Prozent Dreierquote), der am College und gerade auf Ebene der Mid-Majors ein sehr schwieriges Matchup darstellt. Aus dem Pick & Pop trifft McDonald seine Dreier besonders gerne. Daher sind seine langsameren Gegenspieler oft zu langen Closeouts gezwungen, die McDonald geschickt attackiert. Auch wenn das Faceup Game seinem Naturell am ehesten entspricht, kann er schwächere Gegenspieler in Brettnähe oder am Zonenrand in Schwierigkeiten bringen.

X-Faktor: Tyler Sharpe, Guard, 6'1'', Junior
Es gibt diese Spieler, die immer auf den ersten Blick vollkommen unterschätzt werden, weil sie den Coaches nicht athletisch, groß oder schnell genug sind. Dadurch erhalten solche Basketballer oft gar nicht erst die Chance, ihre verborgenen Talente, die bei einer oberflächlichen Begutachtung vielleicht unter den Tisch fallen, zu präsentieren. Tyler Sharpe ist ein gutes Beispiel dafür. Der Linkshänder versuchte sein Glück als Walk-on, zog weiter als Walk-on zu den Norse und ist hier nun angekommen und hat ein Stipendium. Mit seinen wilden Dreiern hat er sich dieses längst verdient. Zwar trifft Sharpe nur zweieinhalb Mal pro Spiel, doch mit seinen wilden Serien kann er ein Spiel an sich reißen und entscheiden.

Style: Im Angriff läuft fast alles über Drew McDonald. Coach John Brennan macht sich das vielseitige Skillset seines nominellen Centerspielers zu Nutze, indem er ihn wie bereits einleitend erwähnt, öfter in Pick & Pops involviert. Diese werden meist gezielt mit vorangestellten Aktionen vorbereitet. Misdirection oder Ramscreens, bei denen McDonalds Gegenspieler vor dem eigentlichen direkten Pick blockiert wird, um die Lücke zwischen McDonald und seinem Bewacher nochmal zu vergrößern, sind beispielsweise gern gewählt. In der Verteidigung wechseln die Norse bei Bedarf auch mal zu einer Zonenverteidigung, um McDonald zu schützen.

NBA & BBL Kandidaten: Der nun schon mehrfach erwähnte Drew McDonald wird wohl den Weg nach Europa wagen und dort prüfen, wie übertragbar seine Spielweise in diesen Gefilden ist. Während der Big als Spielertyp in dieser Hinsicht einen relativ klaren Weg vor sich hat, gilt es langfristig Jalen Tate im Auge zu behalten. Als Aufbauspieler mit einer Größe von 6'6'' bringt der Sophomore hochspannende Anlagen mit. Kann er auch nur ansatzweise einen Wurf antrainieren, ist die NBA eine Option, auch wenn sie noch in weiter Ferne ist.

Fun/Quick Facts: 26 Siege sind ein neuer Bestwert in der noch jungen Historie der Nordmänner in der Division I. An der zweiten Tournament Teilnahme in drei Jahren ist besonders Drew McDonald Schuld. Als Kind und Jugendlicher sahnte der Topscorer der Norse noch ordentlich Trophäen als passionierter Golfspieler ab. 

Tournament: Die Tournament Teilnahme ist das erste erreichte Etappenziel. Nun muss es darum gehen, die eigene Prestige durch einen Upset zu steigern. Die Kombination, die dazu notwendig ist, kommt der Kaderstruktur der Norse entgegen. Mit Drew McDonald haben sie einen klaren Führungsspieler, der im Angriff übernehmen kann, wenn es brenzlig wird. Dazu bilden Jalen Tate und Tyler Sharpe einen interessanten Backcourt. Ab Position fünf wird es in der Rotation jedoch merklich dünner und alle folgenden Akteure muss dringend ihren besten Tag erwischen und noch ein wenig über sich hinauswachsen, wenn es eine Überraschung geben soll.
Zu den besten Mid-Major Spielern gehört Drew McDonald sicherlich, auch wenn er im Vergleich zu anderen Spielern von gefährlichen Teams aus kleineren Conferences seltener seinen Namen in der öfffentlichen Diskussion vernehmen darf. Mit 19,1 Punkten und 9,5 Rebounds schrammt der Senior nur knapp am Double Double vorbei. McDonald ist ein Stretch Big (40,9 Prozent Dreierquote), der am College und gerade auf Ebene der Mid-Majors ein sehr schwieriges Matchup darstellt. Aus dem Pick & Pop trifft McDonald seine Dreier besonders gerne. Daher sind seine langsameren Gegenspieler oft zu langen Closeouts gezwungen, die McDonald geschickt attackiert. Auch wenn das Faceup Game seinem Naturell am ehesten entspricht, kann er schwächere Gegenspieler in Brettnähe oder am Zonenrand in Schwierigkeiten bringen.
X-Faktor: Tyler Sharpe, Guard, 6'1'', Junior Es gibt diese Spieler, die immer auf den ersten Blick vollkommen unterschätzt werden, weil sie den Coaches nicht athletisch, groß oder schnell genug sind. Dadurch erhalten solche Basketballer oft gar nicht erst die Chance, ihre verborgenen Talente, die bei einer oberflächlichen Begutachtung vielleicht unter den Tisch fallen, zu präsentieren. Tyler Sharpe ist ein gutes Beispiel dafür. Der Linkshänder versuchte sein Glück als Walk-on, zog weiter als Walk-on zu den Norse und ist hier nun angekommen und hat ein Stipendium. Mit seinen wilden Dreiern hat er sich dieses längst verdient. Zwar trifft Sharpe nur zweieinhalb Mal pro Spiel, doch mit seinen wilden Serien kann er ein Spiel an sich reißen und entscheiden.
Style: Im Angriff läuft fast alles über Drew McDonald. Coach John Brennan macht sich das vielseitige Skillset seines nominellen Centerspielers zu Nutze, indem er ihn wie bereits einleitend erwähnt, öfter in Pick & Pops involviert. Diese werden meist gezielt mit vorangestellten Aktionen vorbereitet. Misdirection oder Ramscreens, bei denen McDonalds Gegenspieler vor dem eigentlichen direkten Pick blockiert wird, um die Lücke zwischen McDonald und seinem Bewacher nochmal zu vergrößern, sind beispielsweise gern gewählt. In der Verteidigung wechseln die Norse bei Bedarf auch mal zu einer Zonenverteidigung, um McDonald zu schützen.
NBA & BBL Kandidaten: Der nun schon mehrfach erwähnte Drew McDonald wird wohl den Weg nach Europa wagen und dort prüfen, wie übertragbar seine Spielweise in diesen Gefilden ist. Während der Big als Spielertyp in dieser Hinsicht einen relativ klaren Weg vor sich hat, gilt es langfristig Jalen Tate im Auge zu behalten. Als Aufbauspieler mit einer Größe von 6'6'' bringt der Sophomore hochspannende Anlagen mit. Kann er auch nur ansatzweise einen Wurf antrainieren, ist die NBA eine Option, auch wenn sie noch in weiter Ferne ist.
Fun/Quick Facts: 26 Siege sind ein neuer Bestwert in der noch jungen Historie der Nordmänner in der Division I. An der zweiten Tournament Teilnahme in drei Jahren ist besonders Drew McDonald Schuld. Als Kind und Jugendlicher sahnte der Topscorer der Norse noch ordentlich Trophäen als passionierter Golfspieler ab.

Tournament: Die Tournament Teilnahme ist das erste erreichte Etappenziel. Nun muss es darum gehen, die eigene Prestige durch einen Upset zu steigern. Die Kombination, die dazu notwendig ist, kommt der Kaderstruktur der Norse entgegen. Mit Drew McDonald haben sie einen klaren Führungsspieler, der im Angriff übernehmen kann, wenn es brenzlig wird. Dazu bilden Jalen Tate und Tyler Sharpe einen interessanten Backcourt. Ab Position fünf wird es in der Rotation jedoch merklich dünner und alle folgenden Akteure muss dringend ihren besten Tag erwischen und noch ein wenig über sich hinauswachsen, wenn es eine Überraschung geben soll.

Ohio State Buckeyes
MVP: Kaleb Wesson, Big, 6'9'', Sophomore
Einen interessanten Spielertypen gibt Kaleb Wesson mittlerweile ab. Der Sophomore ist nach wie vor ein massiger Big Man, der sein Kampfgewicht bevorzugt in direkter Brettnähe einsetzt, wo er sich sichtlich am wohlsten fühlt. Kein Wunder, denn wenn der Centerspieler erstmal mit einem Bein in der Zone steht, kann der Verteidiger in aller Regel nichts mehr ausrichten. 14,4 Punkte pro Spiel erzielt Wesson und dieser Wert ist nur so gering, weil er erstens viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und das Zuspiel daher oft nicht möglich ist. Und zweitens schenkt er sich mit seinen Fouls gerne Mal Eigenkörbe ein. Die beste Verteidigung für den Gegner besteht darin, Wesson in der Verteidigung zu beschäftigen und ihn dort zu Fehlern zu verleiten.

X-Faktor: C.J. Jackson, Guard, 6'1'', Senior
Als Gegenpart zu Wesson ist C.J. Jackson eher der typische Pass First Point Guard, der vornehmlich das Spiel organisiert und strukturiert und zusieht, dass seine Mitspieler an der richtigen Position verortet sind. Erst wenn Not am Mann ist und Wesson beispielsweise zu viel Zeit auf der Bank verbringen muss, rückt Jackson selbst ins erste Glied und versucht sein Glück. Diese Eigenschaft musste er sich in den letzten beiden Saisons erst mühselig aneignen und noch immer fehlt ab und an das Gespür dafür, wann und wie er einen Gang hochschalten muss. Im Tournament muss er diesen Schalter im richtigen Moment nutzen - sonst schauen die Buckeyes in die Röhre.

Style: Chris Holtmann verdient in höchstem Maße Anerkennung dafür, wie viel er aus dem vorhandenen Spielermaterial herausholt. Grundsätzlich ist Verlass darauf, dass die Buckeyes gegen so gut wie jeden Gegner in einem Spiel bleiben können. Das liegt vor allem an der strukturierten Spielweise in der Offensive. Obwohl relativ klar ist, wer das primäre Ziel der meisten Spielzüge ist, sind die Sets so konzipiert, dass die Gegner nicht einfach in der Zone absinken und das Anspiel auf Wesson einfach verhindern können. Misdirection Aktionen, Screen-the-Screener und clevere Pick & Roll Plays gehören zum Repertoire.

NBA & BBL Kandidaten: C.J. Jackson und Keyshawn Woods sind die beiden Seniors des Teams und die einzigen Akteure, die nächste Saison im Profibereich unterwegs sein könnten. Bei Jackson ist die Perspektive durchaus realistisch, da er zumindest nach Europa gut passt. Woods wird sich hingegen strecken müssen, um einen Vertrag zu erhalten.

Fun/Quick Facts: Die beiden Wesson Brüder Kaleb und Andre sind sehr unterschiedlich veranlagt. Vor allem auf Kaleb waren viele Teams scharf, weswegen Andre oft von den gleichen Schulen ein Stipendienangebot erhielt, um einen Draht zur Familie aufzubauen. Diese Versuche waren jedoch insofern zum Scheitern verurteilt, als Vater Keith in den 80ern ein Buckeye und Ohio State somit der klare Favorit war.

Tournament: Die Buckeyes sind eine der grauen Mäuse des diesjährigen Teilnehmerfeldes. Dan Dakich, ein ESPN Experte, der für die Big Ten zuständig ist und nicht vor zumindest kontrovers diskutierbaren Aussagen zurückschreckt, sagte bei einer Übertragung in diesem Jahr ein mal sinngemäß, dass Ohio State ein Spiel immer eng halten könne, aber letztlich keine Aussicht auf den Sieg hätte. Tatsächlich ist diese Beschreibung relativ nah an der Realität dran, so wie sie sich für den Gelegenheitszuschauer darstellt. Tatsächlich erscheint es nicht so zu sein, als könnten die Buckeyes in den kommenden Tagen und Wochen für große Überraschungen sorgen. Dafür fehlt ein wenig die Starpower.
Einen interessanten Spielertypen gibt Kaleb Wesson mittlerweile ab. Der Sophomore ist nach wie vor ein massiger Big Man, der sein Kampfgewicht bevorzugt in direkter Brettnähe einsetzt, wo er sich sichtlich am wohlsten fühlt. Kein Wunder, denn wenn der Centerspieler erstmal mit einem Bein in der Zone steht, kann der Verteidiger in aller Regel nichts mehr ausrichten. 14,4 Punkte pro Spiel erzielt Wesson und dieser Wert ist nur so gering, weil er erstens viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und das Zuspiel daher oft nicht möglich ist. Und zweitens schenkt er sich mit seinen Fouls gerne Mal Eigenkörbe ein. Die beste Verteidigung für den Gegner besteht darin, Wesson in der Verteidigung zu beschäftigen und ihn dort zu Fehlern zu verleiten.
X-Faktor: C.J. Jackson, Guard, 6'1'', Senior Als Gegenpart zu Wesson ist C.J. Jackson eher der typische Pass First Point Guard, der vornehmlich das Spiel organisiert und strukturiert und zusieht, dass seine Mitspieler an der richtigen Position verortet sind. Erst wenn Not am Mann ist und Wesson beispielsweise zu viel Zeit auf der Bank verbringen muss, rückt Jackson selbst ins erste Glied und versucht sein Glück. Diese Eigenschaft musste er sich in den letzten beiden Saisons erst mühselig aneignen und noch immer fehlt ab und an das Gespür dafür, wann und wie er einen Gang hochschalten muss. Im Tournament muss er diesen Schalter im richtigen Moment nutzen - sonst schauen die Buckeyes in die Röhre.
Style: Chris Holtmann verdient in höchstem Maße Anerkennung dafür, wie viel er aus dem vorhandenen Spielermaterial herausholt. Grundsätzlich ist Verlass darauf, dass die Buckeyes gegen so gut wie jeden Gegner in einem Spiel bleiben können. Das liegt vor allem an der strukturierten Spielweise in der Offensive. Obwohl relativ klar ist, wer das primäre Ziel der meisten Spielzüge ist, sind die Sets so konzipiert, dass die Gegner nicht einfach in der Zone absinken und das Anspiel auf Wesson einfach verhindern können. Misdirection Aktionen, Screen-the-Screener und clevere Pick & Roll Plays gehören zum Repertoire.
NBA & BBL Kandidaten: C.J. Jackson und Keyshawn Woods sind die beiden Seniors des Teams und die einzigen Akteure, die nächste Saison im Profibereich unterwegs sein könnten. Bei Jackson ist die Perspektive durchaus realistisch, da er zumindest nach Europa gut passt. Woods wird sich hingegen strecken müssen, um einen Vertrag zu erhalten.
Fun/Quick Facts: Die beiden Wesson Brüder Kaleb und Andre sind sehr unterschiedlich veranlagt. Vor allem auf Kaleb waren viele Teams scharf, weswegen Andre oft von den gleichen Schulen ein Stipendienangebot erhielt, um einen Draht zur Familie aufzubauen. Diese Versuche waren jedoch insofern zum Scheitern verurteilt, als Vater Keith in den 80ern ein Buckeye und Ohio State somit der klare Favorit war.
Tournament: Die Buckeyes sind eine der grauen Mäuse des diesjährigen Teilnehmerfeldes. Dan Dakich, ein ESPN Experte, der für die Big Ten zuständig ist und nicht vor zumindest kontrovers diskutierbaren Aussagen zurückschreckt, sagte bei einer Übertragung in diesem Jahr ein mal sinngemäß, dass Ohio State ein Spiel immer eng halten könne, aber letztlich keine Aussicht auf den Sieg hätte. Tatsächlich ist diese Beschreibung relativ nah an der Realität dran, so wie sie sich für den Gelegenheitszuschauer darstellt. Tatsächlich erscheint es nicht so zu sein, als könnten die Buckeyes in den kommenden Tagen und Wochen für große Überraschungen sorgen. Dafür fehlt ein wenig die Starpower.
Oklahoma Sooners
MVP: Christian James, Guard, 6'4'', Senior
Es ist schwer vorstellbar, dass es mittlerweile schon wieder drei Jahre her ist, seitdem die Sooners ihren Final Four Run hinlegten und angeführt von einem kometenhaft aufsteigenden Buddy Hield die Herzen vieler neutraler Zuschauer mit ihrer Spielweise, die von einem offenen Visier geprägt war und nach wie vor ist, eroberten. Damals war Christian James noch ein Freshman, der kaum in die Rotation eingebunden wurde. Dennoch nahm Hield ihn unter seine Fittiche und machte ihm gerne mal die eine oder andere Ansage. Es dauerte knapp zwei Jahre, bis James all die Informationsfetzen und einzelnen Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammensetzen konnte. Doch nun als Senior ist James endlich der Anführer, den die Sooners brauchen. 14,4 Punkte und 6,3 Rebounds sammelt James pro Spiel ein und ist der Mann für die wichtigen Würfe eines Spiels.

X-Faktor: Brady Manek, Big, 6'9'', Sophomore
Während die gesamte Collegewelt in der vergangenen Saison über Trae Young und seine Freshman Saison diskutierte, spielte Altersgenosse Brady Manek nicht mehr eine Statistenrolle, die ihm jedoch immerhin zu einem konstanten Platz in der Starting Five verhalf. Nun als Sophomore versucht Manek zu demonstrieren, dass mehr in ihm steckt, als nur ein verkappter Stretch Vierer, der sich in die Ecke stellt. Maneks Quoten von außen sind leicht runtergegangen (knapp 35 Prozent seiner Dreier finden ihr Ziel), doch dafür ist er wesentlich entschlossener beim Weg zum Korb. Er attackiert mittlerweile auch mal Closeouts und geht beim Abschluss sehr entschlossen vor. Genau diese zweite Option im Angriff brauchen die Sooners für den Teamerfolg.

Style: Lon Kruger ist einer der unaufgeregtesten Coaches, die in der NCAA ihren Taktstock schwingen. Er gewährt seinen Spielern viele Freiheiten in der Offensive und setzt darauf, dass diese gute Entscheidungen treffen und in ihrer Freiheit aufblühen. Ist wirklich Not am Mann, kann Kruger aber auch clevere Setplays aus der Tiefe seiner Trickkiste zurückgreifen. In der Verteidigung switchen die Sooners fast alle Screens, die eine gegnerische Mannschaft zu stellen versucht. Das führt zu viel Verwirrung und Unmut, wodurch die Sooners oft den Ton angeben.

NBA & BBL Kandidaten: Christian James ist für die NBA vermutlich etwas zu klein und nicht sprungkräftig genug, doch europäische Teams könnten in dem Flügelspieler einen interessanten Neuzugang finden. Der Rest des Kaders ist hinsichtlich einer möglichen Profiperspektive eher uninteressant.

Fun/Quick Facts: Seit Jahren praktiziert Lon Kruger eine Politik der offenen Tür. Während andere Coaches die große Geheimniskrämerei galant zelebrieren, lädt Kruger jeden interessierten Menschen zu seinen Trainingseinheiten ein. Diese sind öffentlich und frei zugänglich - eine Seltenheit im (semi-)professionellen Sport.

Tournament: Der starke Start in die Saison sorgt dafür, dass die Sooners auch in diesem Jahr wieder tanzen dürfen. Auf einen 11:1 Beginn außerhalb der eigenen Conference, bauten die Sooners besonders in den vergangenen Saisonwochen stark ab. Der traurige Höhepunkt dieser Talfahrt war zuletzt erreicht, als sich die Sooners im Big12 Tournament den West Virginia Mountaineers geschlagen geben mussten, die bis dahin eine miserable Saison ablieferten. Für Kruger und sein Team gilt es nun mit verändertem Gesicht, einen würdigen Abschied für die vielen Seniors im Kader zu finden.
Es ist schwer vorstellbar, dass es mittlerweile schon wieder drei Jahre her ist, seitdem die Sooners ihren Final Four Run hinlegten und angeführt von einem kometenhaft aufsteigenden Buddy Hield die Herzen vieler neutraler Zuschauer mit ihrer Spielweise, die von einem offenen Visier geprägt war und nach wie vor ist, eroberten. Damals war Christian James noch ein Freshman, der kaum in die Rotation eingebunden wurde. Dennoch nahm Hield ihn unter seine Fittiche und machte ihm gerne mal die eine oder andere Ansage. Es dauerte knapp zwei Jahre, bis James all die Informationsfetzen und einzelnen Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammensetzen konnte. Doch nun als Senior ist James endlich der Anführer, den die Sooners brauchen. 14,4 Punkte und 6,3 Rebounds sammelt James pro Spiel ein und ist der Mann für die wichtigen Würfe eines Spiels.
X-Faktor: Brady Manek, Big, 6'9'', Sophomore Während die gesamte Collegewelt in der vergangenen Saison über Trae Young und seine Freshman Saison diskutierte, spielte Altersgenosse Brady Manek nicht mehr eine Statistenrolle, die ihm jedoch immerhin zu einem konstanten Platz in der Starting Five verhalf. Nun als Sophomore versucht Manek zu demonstrieren, dass mehr in ihm steckt, als nur ein verkappter Stretch Vierer, der sich in die Ecke stellt. Maneks Quoten von außen sind leicht runtergegangen (knapp 35 Prozent seiner Dreier finden ihr Ziel), doch dafür ist er wesentlich entschlossener beim Weg zum Korb. Er attackiert mittlerweile auch mal Closeouts und geht beim Abschluss sehr entschlossen vor. Genau diese zweite Option im Angriff brauchen die Sooners für den Teamerfolg.
Style: Lon Kruger ist einer der unaufgeregtesten Coaches, die in der NCAA ihren Taktstock schwingen. Er gewährt seinen Spielern viele Freiheiten in der Offensive und setzt darauf, dass diese gute Entscheidungen treffen und in ihrer Freiheit aufblühen. Ist wirklich Not am Mann, kann Kruger aber auch clevere Setplays aus der Tiefe seiner Trickkiste zurückgreifen. In der Verteidigung switchen die Sooners fast alle Screens, die eine gegnerische Mannschaft zu stellen versucht. Das führt zu viel Verwirrung und Unmut, wodurch die Sooners oft den Ton angeben.
NBA & BBL Kandidaten: Christian James ist für die NBA vermutlich etwas zu klein und nicht sprungkräftig genug, doch europäische Teams könnten in dem Flügelspieler einen interessanten Neuzugang finden. Der Rest des Kaders ist hinsichtlich einer möglichen Profiperspektive eher uninteressant.
Fun/Quick Facts: Seit Jahren praktiziert Lon Kruger eine Politik der offenen Tür. Während andere Coaches die große Geheimniskrämerei galant zelebrieren, lädt Kruger jeden interessierten Menschen zu seinen Trainingseinheiten ein. Diese sind öffentlich und frei zugänglich - eine Seltenheit im (semi-)professionellen Sport.

Tournament: Der starke Start in die Saison sorgt dafür, dass die Sooners auch in diesem Jahr wieder tanzen dürfen. Auf einen 11:1 Beginn außerhalb der eigenen Conference, bauten die Sooners besonders in den vergangenen Saisonwochen stark ab. Der traurige Höhepunkt dieser Talfahrt war zuletzt erreicht, als sich die Sooners im Big12 Tournament den West Virginia Mountaineers geschlagen geben mussten, die bis dahin eine miserable Saison ablieferten. Für Kruger und sein Team gilt es nun mit verändertem Gesicht, einen würdigen Abschied für die vielen Seniors im Kader zu finden.
Old Dominion Monarchs
MVP: B.J. Stith, Guard, 6'5'', Senior
Als Rekrut war B.J. Stith relativ hoch gehandelt und ging entsprechend auch auf das Stipendienangebot der Virginia Cavaliers ein. Dort blieb er allerdings nur für 13 Spiele und sein Freshman Jahr, ehe er entschied, innerhalb das Staates nach Norfolk, Virginia zu den Monarchs zu wechseln. Hier ist Stith nun seit seinem ersten Jahr ein wichtiger Bestandteil des Teams, Starter und nun als Senior auch der Anführer. Als Topscorer (16,9 Punkte pro Partie) dreht sich vieles im Spiel der Monarchs darum, ihm einen guten Wurf zu verschaffen. Neben seinem guten Wurf (mehr als zwei Distanztreffer im Schnitt), setzt Stith seinen wuchtigen Körper immer wieder geschickt ein, um zum Korb zu ziehen. Zusätzlich ist er ein exzellenter Rebounder - nicht bloß für einen Guard - und sammelt im Schnitt 7,4 Abpraller pro Begegnung ein.

X-Faktor: Ahmad Caver, Guard, 6'2'', Senior
Damit Stith jedoch seine Situationen erhält, um überhaupt die Scoring Last seines Teams schultern zu können, ist ein guter Aufbauspieler erforderlich, der ihm einerseits den Rücken freihält und ihm andererseits sogar offene Würfe verschafft. Diesen Part übernimmt Ahmad Caver. Der Point Guard im Team der Monarchs ist ein guter Allrounder, der das Spiel exzellent dirigiert und viel Kontrolle ausstrahlt. Wenn Caver die Zügel in der Hand hält, scheint es von außen betrachtet gar nicht die Möglichkeit eines Ballverlusts zu geben. Neben der Organisation des Spiels (5,6 Assists pro Spiel) besitzt Caver auch ein feines Gespür dafür, wann er selbst das Heft des Handelns in die Hand und zum Korb ziehen muss.

Style: Der Stil, den Jeff Jones spielen lässt, sieht sehr gefällig aus. Von allen Teams des Teilnehmerfeldes gehören die Monarchs sicherlich zu den diszipliniertesten, was die Halbfeldoffense angeht. Das Playbook ist relativ dick und insofern schwierig für den Gegner zu verarbeiten, als sich viele Einstiege ähneln und es viel Konzentration erfordert, die kleinen Nuancen schnell genug zu erahnen. Viele Pässe von einer Seite zur anderen, noch mehr indirekte Blöcke und gute Reads bei Fehlern der Defense beschreiben die Angriffsbemühungen in Kürze.

NBA & BBL Kandidaten: B.J. Stith könnte in Europa sicher eine Anstellung finden. Als Two-Way-Player hat der Flügelspieler eine gute Veranlagung zum Scoren. Auch Aufbauspieler Ahmad Caver ist sicher jemand, der in Europa Interessenten finden würde.

Fun/Quick Facts: Die Freude bei den Monarchs über den Einzug ins NCAA Tournament war riesig. Auch und gerade bei Headcoach Jeff Jones. Der ist weiterhin Trainer seines Teams, obwohl er seit letztem Herbst gegen seinen Prostatakrebs kämpft. Mit der Teilnahme am Big Dance geht für Jones ein Traum in Erfüllung.

Tournament: Die Art und Weise, wie die Monarchs Basketball spielen, in Kombination mit der Spielstärke im Backcourt sind schon geeignete Werkzeuge, um einen Upset zu basteln. Auch wenn die Teilnahme am Tournament per se schon ein großer Erfolg ist, mit dem so vor der Saison nicht unbedingt zu rechnen war, sind die Vertreter der Conference USA noch nicht am Ende ihrer Mission angelangt. Wenn sie schon die Gelegenheit erhalten, wollen sie auch weiter an ihrer Geschichte schreiben. Das Matchup gegen Purdue könnte eines für Basketballästheten werden, da beide Teams sehr gepflegte Setplays zeigen und von dominanten Guards gesteuert werden. Ein Duell auf Augenhöhe bahnt sich an.
Als Rekrut war B.J. Stith relativ hoch gehandelt und ging entsprechend auch auf das Stipendienangebot der Virginia Cavaliers ein. Dort blieb er allerdings nur für 13 Spiele und sein Freshman Jahr, ehe er entschied, innerhalb das Staates nach Norfolk, Virginia zu den Monarchs zu wechseln. Hier ist Stith nun seit seinem ersten Jahr ein wichtiger Bestandteil des Teams, Starter und nun als Senior auch der Anführer. Als Topscorer (16,9 Punkte pro Partie) dreht sich vieles im Spiel der Monarchs darum, ihm einen guten Wurf zu verschaffen. Neben seinem guten Wurf (mehr als zwei Distanztreffer im Schnitt), setzt Stith seinen wuchtigen Körper immer wieder geschickt ein, um zum Korb zu ziehen. Zusätzlich ist er ein exzellenter Rebounder - nicht bloß für einen Guard - und sammelt im Schnitt 7,4 Abpraller pro Begegnung ein.
X-Faktor: Ahmad Caver, Guard, 6'2'', Senior Damit Stith jedoch seine Situationen erhält, um überhaupt die Scoring Last seines Teams schultern zu können, ist ein guter Aufbauspieler erforderlich, der ihm einerseits den Rücken freihält und ihm andererseits sogar offene Würfe verschafft. Diesen Part übernimmt Ahmad Caver. Der Point Guard im Team der Monarchs ist ein guter Allrounder, der das Spiel exzellent dirigiert und viel Kontrolle ausstrahlt. Wenn Caver die Zügel in der Hand hält, scheint es von außen betrachtet gar nicht die Möglichkeit eines Ballverlusts zu geben. Neben der Organisation des Spiels (5,6 Assists pro Spiel) besitzt Caver auch ein feines Gespür dafür, wann er selbst das Heft des Handelns in die Hand und zum Korb ziehen muss.
Style: Der Stil, den Jeff Jones spielen lässt, sieht sehr gefällig aus. Von allen Teams des Teilnehmerfeldes gehören die Monarchs sicherlich zu den diszipliniertesten, was die Halbfeldoffense angeht. Das Playbook ist relativ dick und insofern schwierig für den Gegner zu verarbeiten, als sich viele Einstiege ähneln und es viel Konzentration erfordert, die kleinen Nuancen schnell genug zu erahnen. Viele Pässe von einer Seite zur anderen, noch mehr indirekte Blöcke und gute Reads bei Fehlern der Defense beschreiben die Angriffsbemühungen in Kürze.
NBA & BBL Kandidaten: B.J. Stith könnte in Europa sicher eine Anstellung finden. Als Two-Way-Player hat der Flügelspieler eine gute Veranlagung zum Scoren. Auch Aufbauspieler Ahmad Caver ist sicher jemand, der in Europa Interessenten finden würde.
Fun/Quick Facts: Die Freude bei den Monarchs über den Einzug ins NCAA Tournament war riesig. Auch und gerade bei Headcoach Jeff Jones. Der ist weiterhin Trainer seines Teams, obwohl er seit letztem Herbst gegen seinen Prostatakrebs kämpft. Mit der Teilnahme am Big Dance geht für Jones ein Traum in Erfüllung.
Tournament: Die Art und Weise, wie die Monarchs Basketball spielen, in Kombination mit der Spielstärke im Backcourt sind schon geeignete Werkzeuge, um einen Upset zu basteln. Auch wenn die Teilnahme am Tournament per se schon ein großer Erfolg ist, mit dem so vor der Saison nicht unbedingt zu rechnen war, sind die Vertreter der Conference USA noch nicht am Ende ihrer Mission angelangt. Wenn sie schon die Gelegenheit erhalten, wollen sie auch weiter an ihrer Geschichte schreiben. Das Matchup gegen Purdue könnte eines für Basketballästheten werden, da beide Teams sehr gepflegte Setplays zeigen und von dominanten Guards gesteuert werden. Ein Duell auf Augenhöhe bahnt sich an.
Ole Miss Runnin' Rebels
MVP: Terence Davis, Guard, 6'4'', Senior
Wenn es um reine Athletik in Bezug auf Sprungvermögen und Explosivität geht, gehört Terence Davis zur absoluten Elite der NCAA. Kaum ein Spieler kann seine Sprungfedern in den Schuhen so oft in Form von Putback- und Posterdunks monetarisieren. Während das zu Beginn seiner Karriere noch die einzige Facette, die der Flügelspieler verlässlich einbringen konnte, hat er sich spielerisch enorm steigern können. Der Dreier fällt mit über 36 Prozent so hochprozentig wie nie. Dazu hat sich Davis auch als Ballhandler verbessert. Mittlerweile kann er mehr als nur Closeouts zu attackieren. Sowohl Eins-gegen-Eins als auch Pick & Roll Situationen weisen noch Verbesserungspotentiale in Hinblick auf das Entscheidungsverhalten auf, doch Davis kann sich mittlerweile zumindest zum Brett vorarbeiten. 3,4 Assists pro Partie sprechen ebenfalls dafür, dass Davis mittlerweile über eine gewisse Übersicht verfügt.

X-Faktor: Breein Tyree, Guard, 6'2'', Junior
Der Topscorer (18,1 Zähler im Schnitt) der Rebels ist ein wechselmütiger Spieler, bei dem sich Mitspieler und Trainer nie ganz sicher sein können, wie sehr auf seine Tagesform Verlass ist und wie lange eine gute Phase während eines Spiels anhält. Tyree schwankt bisweilen sehr zwischen den Extremen. Auf eine grandiose erste Halbzeit, in der scheinbar alles fällt, kann eine eiskalte zweite Halbzeit mit einer Fahrkarte nach der nächsten folgen. Tyree lebt davon, dass sein Jumper den Weg durch die Reuse findet. An einem guten Tag kann er so problemlos 30 Punkte auflegen. Genau so eine Leistung könnten die Rebels gut brauchen, wenn es mit einem Sieg im Tournament klappen soll.

Style: Kermit Davis brachte sein vollgepacktes Playbook im vergangenen Sommer mit an seine neue Arbeitsstelle. Der ehemalige Erfolgscoach von Middle Tennessee State ist einer der besten Taktiker, die sich so durch die Hallen der NCAA knobeln. Alle fünf Spieler sind in die Offense involviert und haben ihre Aufgaben zu erledigen - sei es einen Cut zu sprinten, einen Block zu setzen oder per Drive für Punkte zu sorgen. Viele Misdirection Aktionen, Backdoorcuts, Screen-the-Screener Setups sowie schier endlose Pick & Rolls bei gutem Spacing umfassen die Offense der Rebels. In der Defensive tun sich die neuen Schützlinge von Davis noch schwer damit, seine wechselnden Verteidigungsformen zu verinnerlichen, weswegen dies eher schlecht als recht funktioniert.

NBA & BBL Kandidaten: Terence Davis ist ein interessanter Fall. Dank seiner Athletik und seines ordentlichen Wurfes wird Davis sicherlich zu Workouts von NBA Teams eingeladen werden. Die Frage ist, ob er als 3-and-D-Spieler eine Nische für sich in der NBA finden kann. Das ist nicht auszuschließen. Allerdings müsste sich Davis sowohl beim Wurf als auch in der Verteidigung dazu steigern.

Fun/Quick Facts: Für Aufsehen sorgten die Rebels mit einer Aktion vor dem Heimspiel gegen Georgia. Während der Hymne knieten acht Spieler nieder, um gegen ein zeitgleich stattfindende Pro-Konföderierten Kundgebung zu protestieren. Es blieb bei diesem einmaligen Protest und das Echo aus der Bevölkerung war überaus positiv und bestärkend.

Tournament: Die Leistung von Kermit Davis in dieser Saison bestätigt einmal mehr, dass es nur wenige Coaches in der NCAA gibt, die aus ihrem Spielermaterial im Verhältnis zur individuellen Qualität so erfolgreich mit ihrem Team unterwegs sind. Niemand hätte vor der Saison ernsthaft damit gerechnet, die Rebels im Tournament anzutreffen. Hier angekommen wird Ole Miss alles daran setzen, auch einen Sieg zu entführen. Ob dafür das Talentlevel angesichts des geringen Ausmaßes an Erfahrung ausreichend ist, werden die kommenden Tage zeigen müssen. Das Guards der Rebels müssen sich dazu in bester Manier präsentieren.
Wenn es um reine Athletik in Bezug auf Sprungvermögen und Explosivität geht, gehört Terence Davis zur absoluten Elite der NCAA. Kaum ein Spieler kann seine Sprungfedern in den Schuhen so oft in Form von Putback- und Posterdunks monetarisieren. Während das zu Beginn seiner Karriere noch die einzige Facette, die der Flügelspieler verlässlich einbringen konnte, hat er sich spielerisch enorm steigern können. Der Dreier fällt mit über 36 Prozent so hochprozentig wie nie. Dazu hat sich Davis auch als Ballhandler verbessert. Mittlerweile kann er mehr als nur Closeouts zu attackieren. Sowohl Eins-gegen-Eins als auch Pick & Roll Situationen weisen noch Verbesserungspotentiale in Hinblick auf das Entscheidungsverhalten auf, doch Davis kann sich mittlerweile zumindest zum Brett vorarbeiten. 3,4 Assists pro Partie sprechen ebenfalls dafür, dass Davis mittlerweile über eine gewisse Übersicht verfügt.
X-Faktor: Breein Tyree, Guard, 6'2'', Junior Der Topscorer (18,1 Zähler im Schnitt) der Rebels ist ein wechselmütiger Spieler, bei dem sich Mitspieler und Trainer nie ganz sicher sein können, wie sehr auf seine Tagesform Verlass ist und wie lange eine gute Phase während eines Spiels anhält. Tyree schwankt bisweilen sehr zwischen den Extremen. Auf eine grandiose erste Halbzeit, in der scheinbar alles fällt, kann eine eiskalte zweite Halbzeit mit einer Fahrkarte nach der nächsten folgen. Tyree lebt davon, dass sein Jumper den Weg durch die Reuse findet. An einem guten Tag kann er so problemlos 30 Punkte auflegen. Genau so eine Leistung könnten die Rebels gut brauchen, wenn es mit einem Sieg im Tournament klappen soll.
Style: Kermit Davis brachte sein vollgepacktes Playbook im vergangenen Sommer mit an seine neue Arbeitsstelle. Der ehemalige Erfolgscoach von Middle Tennessee State ist einer der besten Taktiker, die sich so durch die Hallen der NCAA knobeln. Alle fünf Spieler sind in die Offense involviert und haben ihre Aufgaben zu erledigen - sei es einen Cut zu sprinten, einen Block zu setzen oder per Drive für Punkte zu sorgen. Viele Misdirection Aktionen, Backdoorcuts, Screen-the-Screener Setups sowie schier endlose Pick & Rolls bei gutem Spacing umfassen die Offense der Rebels. In der Defensive tun sich die neuen Schützlinge von Davis noch schwer damit, seine wechselnden Verteidigungsformen zu verinnerlichen, weswegen dies eher schlecht als recht funktioniert.
NBA & BBL Kandidaten: Terence Davis ist ein interessanter Fall. Dank seiner Athletik und seines ordentlichen Wurfes wird Davis sicherlich zu Workouts von NBA Teams eingeladen werden. Die Frage ist, ob er als 3-and-D-Spieler eine Nische für sich in der NBA finden kann. Das ist nicht auszuschließen. Allerdings müsste sich Davis sowohl beim Wurf als auch in der Verteidigung dazu steigern.
Fun/Quick Facts: Für Aufsehen sorgten die Rebels mit einer Aktion vor dem Heimspiel gegen Georgia. Während der Hymne knieten acht Spieler nieder, um gegen ein zeitgleich stattfindende Pro-Konföderierten Kundgebung zu protestieren. Es blieb bei diesem einmaligen Protest und das Echo aus der Bevölkerung war überaus positiv und bestärkend.

Tournament: Die Leistung von Kermit Davis in dieser Saison bestätigt einmal mehr, dass es nur wenige Coaches in der NCAA gibt, die aus ihrem Spielermaterial im Verhältnis zur individuellen Qualität so erfolgreich mit ihrem Team unterwegs sind. Niemand hätte vor der Saison ernsthaft damit gerechnet, die Rebels im Tournament anzutreffen. Hier angekommen wird Ole Miss alles daran setzen, auch einen Sieg zu entführen. Ob dafür das Talentlevel angesichts des geringen Ausmaßes an Erfahrung ausreichend ist, werden die kommenden Tage zeigen müssen. Das Guards der Rebels müssen sich dazu in bester Manier präsentieren.
Oregon Ducks
MVP: Payton Pritchard, Guard, 6'2'', Junior
Als Freshman war Payton Prichtard bereits Starter beim damaligen Final Four Team. Als der Exodus der Schlüsselspieler folgte, musste Pritchard als Sophomore plötzlich den Floor General mimen und war dafür noch nicht bereit. Erst im Laufe dieser Saison lernte der Guard, mit dieser Rolle umzugehen. Gleichbedeutend mit dem Aufwärtstrend des Teams erlebte Pritchard in den letzten Wochen eine Renaissance in seinem Spiel und geht die Spielorganisation nun mit einer ganz anderen Selbstverständlichkeit an. Pritchards Zahlen (12,7 Punkte und 4,5 Assists pro Spiel) stechen nicht sofort hervor, doch sind überaus solide. Symbolhaft für die neue Leichtigkeit im Spiel des Juniors war eine Szene im PAC12 Finale, als er mit einem Steal und Dunk, die er nur selten auspackt, für die Schlussnote eines exzellenten Spiels sorgte.

X-Faktor: Louis King, Wing, 6'9'', Freshman
Auf dem Freshman ruhten vor Saisonbeginn die größten Hoffnungen. Auch wenn Kollege Bol Bol mehr Hype erfuhr, was vor allem mit dessen Statur und seinem berühmten Vater zu erklären war, galt King als der Neuling, der dem Spiel auf Anhieb seinen Stempel aufdrücken und eine mit Dillon Brooks vergleichbare Rolle einnehmen würde. Nach einer Meniskusverletzung aus der High School Zeit verpasste King die ersten sieben Partien und brauchte nochmal etwa ebenso viele, bis er wieder zu alter Stärke zurückgelangt war. King ist mit seiner Größe als Flügelspieler ein interessanter Spielertyp. Ihm fehlen noch Ballhandling und Konstanz im Wurf (35,6 Prozent Dreierquote), um sein ganzes Potential entfalten zu können, doch schon jetzt ist er der Topscorer der Ducks (13,1 Punkte pro Spiel) und kann ein Spiel mit seinen Punkten in die richtige Richtung lenken.

Style: In einem Zeitalter, in dem vier Guards auf dem Feld zur gleichen Zeit keine Seltenheit mehr sind, muss Dana Altman, der eigentlich selbst dem Small Ball freundlich zugewandt ist, in Anbetracht der Kaderkonstitution viel experimentieren. Auch wenn er Bill Waltons mehrfach angebrachten Vorschlag, Aufbauspieler Pritchard mit vier Bigs zu umgeben noch nicht ausprobiert hat, so sind die Ducks dem doch gefährlich nah. Athletik und Größe haben die Ducks massig im Kader. Defensiv ist das auch überaus zuträglich, da sie so ihre Matchup Zone noch effektiver aufstellen können. Aus dieser generieren die Ducks viele Fastbreakpunkte und halten sich oft genug über Wasser. Das Problem ist die Offensive. 34 Prozent der Dreier finden ihr Ziel, wodurch das Spielfeld sehr engmaschig aussieht. Da die Ducks ohnehin keinen Akteur aufbieten, der sich konstant seinen eigenen Wurf kreieren kann, entsteht schnell Ratlosigkeit auf dem Feld.

NBA & BBL Kandidaten: Bol Bol wird die Uni nach einer halben Saison wieder verlassen. Solange er ein Enigma bleibt, hat er angesichts der schwachen Draft Class eine gute Chance, relativ hoch gedraftet zu werden. Ihn in den kommenden Jahren zu beobachten, dürfte eine spannende Beschäftigung werden. Louis King wird wohl für ein Sophomore Jahr zurückkehren. Paul White könnte als Senior den Versuch einer Profikarriere in Europa starten. Allerdings quälte er sich die letzten Jahre durch die Saison mit massiven Knöchelproblemen und hat dank seiner Bestnoten auch abseits des Courts eine gute Perspektive vor sich. Langfristig ist Kenny Wooten ein Name, der in der NBA auftauchen wird. Mit seiner Größe über derartige Höhe und Leichtigkeit im Sprungvermögen zu verfügen, ist rar.

Fun/Quick Facts: Den erneuten Aufschwung sollte vor allem die neue Freshman Class verantworten. Die beiden Juwelen des Jahrgangs waren und sind Bol Bol und Louis King. Allerdings verbrachten die beiden verletzungsbedingt nur zwei Spiele zusammen auf dem Feld. King verpasste den Start der Saison wegen den Nachwehen seiner Verletzung, Bol Bol absolvierte im Januar sein letztes Spiel, ehe ihn Fußprobleme zum Saisonende zwangen.

Tournament: Das Narrativ, das sich gutes Coaching daran ablesen ließe, wie sehr sich ein Team im Laufe einer Saison entwickelt habe oder eben nicht, wird sehr gerne und oft bemüht. Es enthält auch einen wahren Kern, der allerdings gerne überstrapaziert wird. Im Falle von Oregon lässt sich ohne Zweifel behaupten, dass sich das Team im Laufe der vergangenen sechs bis acht Wochen massiv verbessert hat und Coach Dana Altman daran einen gehörigen Anteil hatte. Das Talentlevel und die Erfahrung der vergangenen lassen die diesjährigen Ducks zwar vermissen, aber zumindest sind sie wieder im Tournament vertreten und mit ihrer Länge und Athletik ein extrem unangenehmer Gegner. Wenn aus ihrer Defense genug Offense kreieren können, um 65 oder 70 Punkte zu erzielen, haben die Ducks eine Siegchance.
Als Freshman war Payton Prichtard bereits Starter beim damaligen Final Four Team. Als der Exodus der Schlüsselspieler folgte, musste Pritchard als Sophomore plötzlich den Floor General mimen und war dafür noch nicht bereit. Erst im Laufe dieser Saison lernte der Guard, mit dieser Rolle umzugehen. Gleichbedeutend mit dem Aufwärtstrend des Teams erlebte Pritchard in den letzten Wochen eine Renaissance in seinem Spiel und geht die Spielorganisation nun mit einer ganz anderen Selbstverständlichkeit an. Pritchards Zahlen (12,7 Punkte und 4,5 Assists pro Spiel) stechen nicht sofort hervor, doch sind überaus solide. Symbolhaft für die neue Leichtigkeit im Spiel des Juniors war eine Szene im PAC12 Finale, als er mit einem Steal und Dunk, die er nur selten auspackt, für die Schlussnote eines exzellenten Spiels sorgte.
X-Faktor: Louis King, Wing, 6'9'', Freshman Auf dem Freshman ruhten vor Saisonbeginn die größten Hoffnungen. Auch wenn Kollege Bol Bol mehr Hype erfuhr, was vor allem mit dessen Statur und seinem berühmten Vater zu erklären war, galt King als der Neuling, der dem Spiel auf Anhieb seinen Stempel aufdrücken und eine mit Dillon Brooks vergleichbare Rolle einnehmen würde. Nach einer Meniskusverletzung aus der High School Zeit verpasste King die ersten sieben Partien und brauchte nochmal etwa ebenso viele, bis er wieder zu alter Stärke zurückgelangt war. King ist mit seiner Größe als Flügelspieler ein interessanter Spielertyp. Ihm fehlen noch Ballhandling und Konstanz im Wurf (35,6 Prozent Dreierquote), um sein ganzes Potential entfalten zu können, doch schon jetzt ist er der Topscorer der Ducks (13,1 Punkte pro Spiel) und kann ein Spiel mit seinen Punkten in die richtige Richtung lenken.
Style: In einem Zeitalter, in dem vier Guards auf dem Feld zur gleichen Zeit keine Seltenheit mehr sind, muss Dana Altman, der eigentlich selbst dem Small Ball freundlich zugewandt ist, in Anbetracht der Kaderkonstitution viel experimentieren. Auch wenn er Bill Waltons mehrfach angebrachten Vorschlag, Aufbauspieler Pritchard mit vier Bigs zu umgeben noch nicht ausprobiert hat, so sind die Ducks dem doch gefährlich nah. Athletik und Größe haben die Ducks massig im Kader. Defensiv ist das auch überaus zuträglich, da sie so ihre Matchup Zone noch effektiver aufstellen können. Aus dieser generieren die Ducks viele Fastbreakpunkte und halten sich oft genug über Wasser. Das Problem ist die Offensive. 34 Prozent der Dreier finden ihr Ziel, wodurch das Spielfeld sehr engmaschig aussieht. Da die Ducks ohnehin keinen Akteur aufbieten, der sich konstant seinen eigenen Wurf kreieren kann, entsteht schnell Ratlosigkeit auf dem Feld.
NBA & BBL Kandidaten: Bol Bol wird die Uni nach einer halben Saison wieder verlassen. Solange er ein Enigma bleibt, hat er angesichts der schwachen Draft Class eine gute Chance, relativ hoch gedraftet zu werden. Ihn in den kommenden Jahren zu beobachten, dürfte eine spannende Beschäftigung werden. Louis King wird wohl für ein Sophomore Jahr zurückkehren. Paul White könnte als Senior den Versuch einer Profikarriere in Europa starten. Allerdings quälte er sich die letzten Jahre durch die Saison mit massiven Knöchelproblemen und hat dank seiner Bestnoten auch abseits des Courts eine gute Perspektive vor sich. Langfristig ist Kenny Wooten ein Name, der in der NBA auftauchen wird. Mit seiner Größe über derartige Höhe und Leichtigkeit im Sprungvermögen zu verfügen, ist rar.
Fun/Quick Facts: Den erneuten Aufschwung sollte vor allem die neue Freshman Class verantworten. Die beiden Juwelen des Jahrgangs waren und sind Bol Bol und Louis King. Allerdings verbrachten die beiden verletzungsbedingt nur zwei Spiele zusammen auf dem Feld. King verpasste den Start der Saison wegen den Nachwehen seiner Verletzung, Bol Bol absolvierte im Januar sein letztes Spiel, ehe ihn Fußprobleme zum Saisonende zwangen.
Tournament: Das Narrativ, das sich gutes Coaching daran ablesen ließe, wie sehr sich ein Team im Laufe einer Saison entwickelt habe oder eben nicht, wird sehr gerne und oft bemüht. Es enthält auch einen wahren Kern, der allerdings gerne überstrapaziert wird. Im Falle von Oregon lässt sich ohne Zweifel behaupten, dass sich das Team im Laufe der vergangenen sechs bis acht Wochen massiv verbessert hat und Coach Dana Altman daran einen gehörigen Anteil hatte. Das Talentlevel und die Erfahrung der vergangenen lassen die diesjährigen Ducks zwar vermissen, aber zumindest sind sie wieder im Tournament vertreten und mit ihrer Länge und Athletik ein extrem unangenehmer Gegner. Wenn aus ihrer Defense genug Offense kreieren können, um 65 oder 70 Punkte zu erzielen, haben die Ducks eine Siegchance.
Purdue Boilermakers  MVP: Carsen Edwards, Guard, 6'1'', Junior Angesichts der statistischen Werte sollte es ein leichtes sein, Carsen Edwards als den unangefochtenen Leader der Boilermakers zu identifizieren. Doch bei kurzer Bedenkzeit ist diese Wahl gar nicht mehr so leicht gegen etwaige Vorbehalte zu verteidigen. Gewiss hat Edwards mit seinen Scoringausbrüchen einen gehörigen Anteil daran, dass Purdue eine derartig souveräne Saison nach einem durchwachsenen Start abliefern konnte. Andererseits schwankt Edwards immer wieder zwischen Genie und Wahnsinn. Gegen Indiana beendete Edwards beispielsweise eine fürchterlich anzusehende Partie mit einer Quote von vier Treffern bei 24 Versuchen aus dem Feld. Er konnte sich bei Teamkollege Matt Haarms bedanken, der einen wilden letzten Abschluss von Edwards per Putback zum Sieg vergoldete. Edwards Scoringtalente sind nicht abzustreiten und gehören zur Elite der NCAA. Allerdings muss er lernen, auch seine Mitspieler besser in Szene zu setzen und ihnen sein Vertrauen zu schenken. Mit mehr Uneigennützigkeit würde sich auch Edwards' Effizienz erhöhen, da er nicht mehr so berechenbar wäre.
X-Faktor: Trevion Williams, Big, 6'9'', Freshman Auf den großen Positionen waren die Boilermakers in den vergangenen Jahren traditionell stark aufgestellt und hatten dort ihre Schlüsselspieler. In dieser Saison fehlen jedoch die großen Namen, erfahrenen Haudegen oder hochgehandelten Talente. Daher ist es kein Zufall, dass Purdues Saison sich in dem Moment zu einem besseren Verlauf hinwendete, als Trevion Williams fest in die Rotation eingebaut wurde und teils sogar startete. Williams ist noch ein gutes Stück davon entfernt, ein dominanter Spieler zu sein, doch die Anlagen dazu hat der Freshman in jedem Fall. Williams bringt viel Physis mit, hat Touch und gute Instinkte. In einem engen Tournament Spiel könnte er mit einem Dutzend Punkten oder vielen wichtigen Rebounds für den entscheidenden Kick sorgen.
Style: Bei den Boilermakers ist darauf Verlass, dass ihre Halbfeldoffense zu den ausgefeiltesten der NCAA gehört. Viele Misdirection Plays, unzählige indirekte Blöcke und Ballbewegung von Seite zu Seite sind dabei die Grundpfeiler. Da in dieser Saison ein dominanter Innenspieler fehlt, liegt der Fokus mehr auf den Shootern im Backcourt und vor allem Ausstiegen für Carsen Edwards' Drives. In der Verteidigung machen sich die Boilermakers zu Nutze, dass sie insgesamt ein sehr großes Team sind, das gerade im Froncourt den Raum für die gegnerischen Teams verknappen kann.
NBA & BBL Kandidaten: Nach wie vor wird Carsen Edwards als möglicher Draftpick diskutiert. Allerdings stellt sich ein wenig die Frage, ob er eine bestimmte Nische bedienen kann und wie diese aussehen würde. Edwards kann zwar Punkte auf das Tableau zaubern, braucht dafür aber auch eine gewisse Anzahl an Würfen und Touches, um produzieren zu können. Gemessen an seinem Können liegt hierin möglicherweise ein Problem, da sein Produktionsvermögen den Aufwand im Vergleich zu vielen Konkurrenten in dieser Rolle nicht rechtfertigt. Ryan Cline könnte dank seines Leistungssprungs eine Profikarriere in Europa anstreben.
Fun/Quick Facts: Mit einer Bilanz von 6:5 starteten die Boilermakers in diese Saison und wirkten nicht ansatzweise so, als hätten sie eine Chance, am NCAA Tournament teizunehmen. Es folgten mehrere Brandreden von Coach Matt Painter, die ihre Wirkung nicht verfehlten. Vier Spiele mussten die Boilermakers seitdem herschenken und waren lange Zeit im Titelrennen der Big Ten involviert.
Tournament: Wie in den letzten Zeilen durch die Blume dargelegt wurde, hängen die Erfolgsaussichten bei den Boilermakers zum Großteil von der Tagesform von Carsen Edwards ab. Gelingt es dem Scoring Guard, seine Würfe in schöner Regelmäßigkeit zu versenken und dabei seine Mitspieler nicht zu vernachlässigen, können die Boilermakers nahezu jedem Gegner zumindest Paroli bieten. Ein oder zwei Tournament Siege sind daher durchaus möglich. Für mehr scheinen dem Kader die Ausgeglichenheit und Tiefe zu fehlen.
Saint Mary's Gaels
MVP: Jordan Ford, Guard, 6'1'', Junior
Wie schwierig es für Collegespieler sein kann, Aufmerksamkeit zu erregen und die Anerkennung zu erhalten, die sie eigentlich verdient hätten, zeigt sich am Beispiel Jordan Ford mustergültig. Der pfeilschnelle Guards der Gaels ist der Alleinunterhalter in der Offensive und legt entsprechend imposante Boxscore Stats auf. Mit 21,3 Punkten pro Spiel ist Ford einer der gefährlichsten und explosivsten Scorer der NCAA. Beachtenswert ist vor allem, dass Ford trotz seiner Verantwortungslast (die Usagerate von 28,8 gibt das nur unzureichend wider) höchst effizient agiert (True Shooting 60,1 Prozent). Dabei gilt es wiederum zu beachten, dass Ford den vielleicht schwierigsten Wurf des Basketballs, den Floater aus dem abrupten Abstoppen nach einem schnellen Handwechsel, gemeistert hat und entsprechend sicher beherrscht. Dazu versenkt Ford auch 42,3 Prozent seiner Dreierversuche bei über zwei Treffern pro Spiel.

X-Faktor: Malik Fitts, Big, 6'8'', Sophomore
Auch wenn Ford den Mammutanteil der Offensive der Gaels steuert, kann er sich letztlich darauf verlassen, dass ihm mit Malik Fitts ein spannender Power Forward zur Seite steht. Fitts startete schon als Freshman zwei Drittel seiner Spieler und deutete da vor allem gutes Rollenspieler Potential an. In dieser Saison erfolgte nun ein gewaltiger Satz in der Entwicklung. Fitts liefert eine gute Komplementarität zu Fords wuseliger Spielweise. Fitts ist ein kräftiger Vierer, der über Athletik verfügt und seine Skills erweitern konnte. Der Dreier sitzt nun ebenfalls sicher - 40,3 Prozent seiner Versuche finden ihr Ziel. Dazu hat Fitts auch im Eins-gegen-Eins gute Anlagen. Seine Gegenspieler sind meist langsamer, was sich besonders bei Closeouts bezahlt macht. Fitts' Ballhandling ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch rudimentär.

Style: Das Finale der WCC gegen Gonzaga war eine gute Blaupause dafür, wie Saint Mary's seit Jahren spielt. Unter Randy Bennett gehören sie traditionell zu den langsamsten Teams der NCAA, was die Pace angeht. Das mit unattraktivem Betonbasketball zu assoziieren, wäre jedoch ein Fehlschluss. Denn die Gaels setzen darauf, dass ihre Halbfeldoffense so gut ist, dass sie nach 20 Sekunden Angriffszeit einen gänzlich unbedrängten Korbleger oder offenen Dreier erhalten. Diese Rechnung geht in der Regel auch auf, was daran liegt, dass das Setplay von viel Bewegung aller fünf Spieler und endlosen Pick & Rolls geprägt ist. Zusätzlich sollte die Defense der Gaels nicht unterschätzt werden. Auch wenn sie nicht über die besten Athleten verfügen, stellen sich die Gaels individuell und kollektiv clever genug an, um ihre Gegner in knifflige Situationen zu befördern.

NBA & BBL Kandidaten: Kein Senior ist für Europa geschweige denn die NBA interessant und mit einer vorzeitigen Draftanmeldung ist auch nicht zu rechnen. Mittelfristig sind Jordan Ford und Malik Fitts Namen, die sich der geneigte Basketballfan einprägen sollte, da sie ihm irgendwann in einer anderen Liga über den Weg laufen werden.

Fun/Quick Facts: Auch in dieser Saison trieft der Kader der Gaels vor internationalem Flair. Zehn der 15 Spieler des Kaders (inklusive einiger Walk-ons) stammen nicht aus den USA. Stärkste Fraktion sind erneut die Australier, da Bennetts Staff gute Beziehungen zur dortigen Basketballszene pflegt und sich auf die Pipeline verlassen kann. Ein Neuseeländer, der sowohl optisch als auch wegen seines Namens ins Auge sticht, ist Dan Fotu, Bruder von Isaac, der gerade in Ulm spielt. Die beiden sind sich in ihren Bewegungsabläufen verblüffend ähnlich, besetzen aber unterschiedliche Positionen.

Tournament: Die allgemeine Verblüffung über dieses WCC Finale war mit Händen zu greifen. Gonzaga verlor kein einziges Regular Season Spiel, schlug die Gegner durchschnittlich mit gut 27 Punkten Unterschied und verpasste Saint Mary's dabei auch zwei empfindliche Niederlagen (u.a. ein 46:94 aus Gaels Sicht). Dennoch stehen die Gaels nach einem 60:47 Erfolg nun im NCAA Tournament und wissen nicht, wohin mit ihrer Freude. Die Bid-Stealer werden nun alles daran setzen, ihre Saison um mindestens ein weiteres Spiel zu verlängern. Dank Jordan Ford, der guten Halbfeldoffense und einer überaus soliden Defense haben die Mannen von Coach Bennett durchaus auch Upset Potential, solange sie es schaffen, ein Spiel wie gegen Gonzaga zu verlangsamen und dem Gegner die eigene Pace aufzuzwingen.
Wie schwierig es für Collegespieler sein kann, Aufmerksamkeit zu erregen und die Anerkennung zu erhalten, die sie eigentlich verdient hätten, zeigt sich am Beispiel Jordan Ford mustergültig. Der pfeilschnelle Guards der Gaels ist der Alleinunterhalter in der Offensive und legt entsprechend imposante Boxscore Stats auf. Mit 21,3 Punkten pro Spiel ist Ford einer der gefährlichsten und explosivsten Scorer der NCAA. Beachtenswert ist vor allem, dass Ford trotz seiner Verantwortungslast (die Usagerate von 28,8 gibt das nur unzureichend wider) höchst effizient agiert (True Shooting 60,1 Prozent). Dabei gilt es wiederum zu beachten, dass Ford den vielleicht schwierigsten Wurf des Basketballs, den Floater aus dem abrupten Abstoppen nach einem schnellen Handwechsel, gemeistert hat und entsprechend sicher beherrscht. Dazu versenkt Ford auch 42,3 Prozent seiner Dreierversuche bei über zwei Treffern pro Spiel.
X-Faktor: Malik Fitts, Big, 6'8'', Sophomore Auch wenn Ford den Mammutanteil der Offensive der Gaels steuert, kann er sich letztlich darauf verlassen, dass ihm mit Malik Fitts ein spannender Power Forward zur Seite steht. Fitts startete schon als Freshman zwei Drittel seiner Spieler und deutete da vor allem gutes Rollenspieler Potential an. In dieser Saison erfolgte nun ein gewaltiger Satz in der Entwicklung. Fitts liefert eine gute Komplementarität zu Fords wuseliger Spielweise. Fitts ist ein kräftiger Vierer, der über Athletik verfügt und seine Skills erweitern konnte. Der Dreier sitzt nun ebenfalls sicher - 40,3 Prozent seiner Versuche finden ihr Ziel. Dazu hat Fitts auch im Eins-gegen-Eins gute Anlagen. Seine Gegenspieler sind meist langsamer, was sich besonders bei Closeouts bezahlt macht. Fitts' Ballhandling ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch rudimentär.
Style: Das Finale der WCC gegen Gonzaga war eine gute Blaupause dafür, wie Saint Mary's seit Jahren spielt. Unter Randy Bennett gehören sie traditionell zu den langsamsten Teams der NCAA, was die Pace angeht. Das mit unattraktivem Betonbasketball zu assoziieren, wäre jedoch ein Fehlschluss. Denn die Gaels setzen darauf, dass ihre Halbfeldoffense so gut ist, dass sie nach 20 Sekunden Angriffszeit einen gänzlich unbedrängten Korbleger oder offenen Dreier erhalten. Diese Rechnung geht in der Regel auch auf, was daran liegt, dass das Setplay von viel Bewegung aller fünf Spieler und endlosen Pick & Rolls geprägt ist. Zusätzlich sollte die Defense der Gaels nicht unterschätzt werden. Auch wenn sie nicht über die besten Athleten verfügen, stellen sich die Gaels individuell und kollektiv clever genug an, um ihre Gegner in knifflige Situationen zu befördern.
NBA & BBL Kandidaten: Kein Senior ist für Europa geschweige denn die NBA interessant und mit einer vorzeitigen Draftanmeldung ist auch nicht zu rechnen. Mittelfristig sind Jordan Ford und Malik Fitts Namen, die sich der geneigte Basketballfan einprägen sollte, da sie ihm irgendwann in einer anderen Liga über den Weg laufen werden.
Fun/Quick Facts: Auch in dieser Saison trieft der Kader der Gaels vor internationalem Flair. Zehn der 15 Spieler des Kaders (inklusive einiger Walk-ons) stammen nicht aus den USA. Stärkste Fraktion sind erneut die Australier, da Bennetts Staff gute Beziehungen zur dortigen Basketballszene pflegt und sich auf die Pipeline verlassen kann. Ein Neuseeländer, der sowohl optisch als auch wegen seines Namens ins Auge sticht, ist Dan Fotu, Bruder von Isaac, der gerade in Ulm spielt. Die beiden sind sich in ihren Bewegungsabläufen verblüffend ähnlich, besetzen aber unterschiedliche Positionen.
Tournament: Die allgemeine Verblüffung über dieses WCC Finale war mit Händen zu greifen. Gonzaga verlor kein einziges Regular Season Spiel, schlug die Gegner durchschnittlich mit gut 27 Punkten Unterschied und verpasste Saint Mary's dabei auch zwei empfindliche Niederlagen (u.a. ein 46:94 aus Gaels Sicht). Dennoch stehen die Gaels nach einem 60:47 Erfolg nun im NCAA Tournament und wissen nicht, wohin mit ihrer Freude. Die Bid-Stealer werden nun alles daran setzen, ihre Saison um mindestens ein weiteres Spiel zu verlängern. Dank Jordan Ford, der guten Halbfeldoffense und einer überaus soliden Defense haben die Mannen von Coach Bennett durchaus auch Upset Potential, solange sie es schaffen, ein Spiel wie gegen Gonzaga zu verlangsamen und dem Gegner die eigene Pace aufzuzwingen.
Seton Hall Pirates
MVP: Myles Powell, Guard, 6'2'', Junior
Im Schatten einer der besten Classes der Geschichte der Seton Hall Pirates, musste sich Myles Powell als Freshman mit einer Rolle als Bankspieler begnügen, konnte als Sophomore zum Starter aufsteigen und ist nun als Junior der unbestrittene Leitwolf. Die Freibeuter sind sogar in hohem Maße von Powell abhängig. 22,9 Punkte erzielt Powell in dieser Saison durchschnittlich und mimt damit offensiv den Alleinunterhalter. Auch spielerisch ist die Progression im Spiel des Guards beachtlich. Einst als reiner Schütze abseits des Balls platziert, strahlt Powell nun auch viel mehr Gefahr im direkten Eins-gegen-Eins und vor allem auch im Pick & Roll aus. Wenige Guards in der NCAA sind so aggressiv, wenn sie einen direkten Block gestellt bekommen.

X-Faktor: Quincy McKnight, Guard, 6'4'', Junior
Entscheidend für den Erfolg der Pirates ist, dass Powell genug Unterstützung von seinen Mitpiraten erhälten. Die Starting Five muss grundsätzlich viele Minuten gehen und ist entsprechend eingespielt. Am meisten Upside bietet Quincy McKnight. In seinem ersten Jahr beim Big East Finalisten liefert der Sacred Heart Transfer eine sehr solide Spielzeit ab. Natürlich kann er nicht die Zahlen reproduzieren, die er in der schwachen NEC allabendlich auflegte. Doch für das Tournament sollte die Devise beim Combo Guard lauten, wieder mehr auf den eigenen Abschluss zu schauen. Seine 9,5 Punkte im Schnitt muss McKnight toppen, wenn die Pirates gute Erfolgsaussichten haben wollen.

Style: In den letzten Jahren waren die Teams von Seton Hall immer durch ihre toughe Class um Angel Delgado und Desi Rodriguez geprägt, die über viel Herz und Einsatz Spiele einsacken konnte. Dabei wurde jedoch oft außer Acht gelassen, dass die Halbfeldoffense der Pirates durchaus gefällig anzuschauen ist. Kevin Willard ist ein kreativer Coach, wenn es darum geht, diverse Pick & Rolls vorzubereiten. Gerade in einem Jahr, wo so viel von Myles Powell abhängt, ist es essentiell, dass sich die Schemata nicht zu schnell abnutzen. Eine bessere Dreierquote (32,4 Prozent) verhindert allerdings, dass die Offense auch wirklich flüssig läuft.

NBA & BBL Kandidaten: Michael Nzei ist der einzige Senior des Kaders und wird vermutlich nicht genügend Basketballskills aufweisen können, um eine Profikarriere in Europa zu starten. Myles Powell ist noch zu weit von der NBA entfernt für eine vorzeitige Draft Anmeldung.

Fun/Quick Facts: Auch wenn es nur schwer vorstellbar erscheint, sieht man sich heute Spiele der Pirates an, so hatte Myles Powell zu seinen High School Zeiten mit massivem Übergewicht zu kämpfen. Erst über den Sommer vor seinem Freshman Jahr bei den Pirates verlor Powell fast 20 Kilogramm an hinderlicher Masse.

Tournament: Dank Myles Powell haben die Pirates immer gute Karten, gegen jeden Gegner in Schlagdistanz zu bleiben. Können sie der Partie einen eher langsamen Stil aufzwingen und ihre Halbfelddefense aufstellen, steigen die Erfolgsaussichten um ein Vielfaches. Über die gesamte Saison war jedoch die Konstanz das große Problem. Einer ausgeglichene Bilanz in der Big East auf der einen Seite steht die Finalteilnahme beim Conference Turnier gegenüber. Mit Wofford treffen die Pirates auf einen unangenehmen Gegner. Ein Erstrundenaus ist durchaus möglich.
Im Schatten einer der besten Classes der Geschichte der Seton Hall Pirates, musste sich Myles Powell als Freshman mit einer Rolle als Bankspieler begnügen, konnte als Sophomore zum Starter aufsteigen und ist nun als Junior der unbestrittene Leitwolf. Die Freibeuter sind sogar in hohem Maße von Powell abhängig. 22,9 Punkte erzielt Powell in dieser Saison durchschnittlich und mimt damit offensiv den Alleinunterhalter. Auch spielerisch ist die Progression im Spiel des Guards beachtlich. Einst als reiner Schütze abseits des Balls platziert, strahlt Powell nun auch viel mehr Gefahr im direkten Eins-gegen-Eins und vor allem auch im Pick & Roll aus. Wenige Guards in der NCAA sind so aggressiv, wenn sie einen direkten Block gestellt bekommen.
X-Faktor: Quincy McKnight, Guard, 6'4'', Junior Entscheidend für den Erfolg der Pirates ist, dass Powell genug Unterstützung von seinen Mitpiraten erhälten. Die Starting Five muss grundsätzlich viele Minuten gehen und ist entsprechend eingespielt. Am meisten Upside bietet Quincy McKnight. In seinem ersten Jahr beim Big East Finalisten liefert der Sacred Heart Transfer eine sehr solide Spielzeit ab. Natürlich kann er nicht die Zahlen reproduzieren, die er in der schwachen NEC allabendlich auflegte. Doch für das Tournament sollte die Devise beim Combo Guard lauten, wieder mehr auf den eigenen Abschluss zu schauen. Seine 9,5 Punkte im Schnitt muss McKnight toppen, wenn die Pirates gute Erfolgsaussichten haben wollen.
Style: In den letzten Jahren waren die Teams von Seton Hall immer durch ihre toughe Class um Angel Delgado und Desi Rodriguez geprägt, die über viel Herz und Einsatz Spiele einsacken konnte. Dabei wurde jedoch oft außer Acht gelassen, dass die Halbfeldoffense der Pirates durchaus gefällig anzuschauen ist. Kevin Willard ist ein kreativer Coach, wenn es darum geht, diverse Pick & Rolls vorzubereiten. Gerade in einem Jahr, wo so viel von Myles Powell abhängt, ist es essentiell, dass sich die Schemata nicht zu schnell abnutzen. Eine bessere Dreierquote (32,4 Prozent) verhindert allerdings, dass die Offense auch wirklich flüssig läuft.
NBA & BBL Kandidaten: Michael Nzei ist der einzige Senior des Kaders und wird vermutlich nicht genügend Basketballskills aufweisen können, um eine Profikarriere in Europa zu starten. Myles Powell ist noch zu weit von der NBA entfernt für eine vorzeitige Draft Anmeldung.
Fun/Quick Facts: Auch wenn es nur schwer vorstellbar erscheint, sieht man sich heute Spiele der Pirates an, so hatte Myles Powell zu seinen High School Zeiten mit massivem Übergewicht zu kämpfen. Erst über den Sommer vor seinem Freshman Jahr bei den Pirates verlor Powell fast 20 Kilogramm an hinderlicher Masse.
Tournament: Dank Myles Powell haben die Pirates immer gute Karten, gegen jeden Gegner in Schlagdistanz zu bleiben. Können sie der Partie einen eher langsamen Stil aufzwingen und ihre Halbfelddefense aufstellen, steigen die Erfolgsaussichten um ein Vielfaches. Über die gesamte Saison war jedoch die Konstanz das große Problem. Einer ausgeglichene Bilanz in der Big East auf der einen Seite steht die Finalteilnahme beim Conference Turnier gegenüber. Mit Wofford treffen die Pirates auf einen unangenehmen Gegner. Ein Erstrundenaus ist durchaus möglich.
St. Louis Billikens
MVP: Javon Bess, Guard, 6'5'', Senior
Seine Karriere begann Javon Bess bei den Michigan State Spartans. Allerdings erwischte er eine ungünstige Phase, da ihm viele spätere NBA Spieler direkt vor der Nase saßen und er mit seiner Position als Rollenspieler nicht warm wurde. Obwohl er als Sophomore sogar 13 Mal starten durfte, verließ er East Lansing und folgte dem Ruf von Travis Ford nach Saint Louis. Hier ist Bess nun der unbestrittene Leader, was er vor allem durch seine klaren Ansagen auf dem Court unterstreicht. Neben seiner Mentalität bringt er als Topscorer des Teams (15,4 Punkte pro Spiel) durchaus auch basketballerische Qualitäten mit. Bess lebt von seiner Physis und dem Zug zum Korb. Im Eins-gegen-Eins wuchtet er sich oft genug in Brettnähe, um dort mit Muskelkraft abschließen zu können. Die große Schwachstelle ist der Wurf. Allerdings schießt er mit 33,9 Prozent noch die beste Quote aus der Distanz von allen Rotationsspielern.

X-Faktor: Tramaine Isabell, Guard, 6'1'', Senior
Es ist keine einfache Aufgabe für einen Aufbauspieler ein Team zu orchestrieren, das von außen einfach kein Zielwasser zu trinken scheint. Wenn permanent fünf Verteidiger die Zone verbarrikadieren, gibt es wenig Handlungs- und Entscheidungsspielraum, da der Platz dazu einfach zu begrenzt ist. Umso höher ist daher die Leistung von Tramaine Isabell zu werten, der dennoch mit seiner Dynamik und seinem Ideenreichtum Lösungen findet, wo es eigentlich keine Optionen gibt und so 3,7 Assists pro Spiel verteilt. Auch als Scorer tritt Isabell in Erscheinung (13,9 Zähler pro Partie). Möchten die Billikens den Upset über die Bühne bringen, muss Isabell ein herausragendes Spiel als Takt- und Ideengeber abliefern.

Style: Die Billikens müssen Spiele über ihre Toughness und Athletik gewinnen, weswegen sie ein defensivorientiertes Team sind. An diesem Ende des Feldes stellen sich die Billikens auch durchaus geschickt an. Sie wissen, wie sie physisch spielen können, ohne dabei ständig Fouls zu begehen. Im Zweifelsfall lauert Hasahn French als Rimprotector im Hintergrund. Das Problem ist hingegen die Offensive. Spezifischer liegt das Problem an der Dreierlinie. Von dort treffen sie nur mickrige 31,7 Prozent ihrer Versuche und rangieren NCAA weit auf einem der Plätze im unteren Viertel. Dadurch ist das gesamte Offensivspiel berechenbar. In jeder Pick & Roll Situation wird das Spielfeld eng, weil der Mitspieler aus der Weakside Ecke zum Korb cuttet, anstatt das Spacing zu halten. Daraus entstehen Turnovers und schwierige Abschlüsse.

NBA & BBL Kandidaten: Javon Bess und Tramaine Isabell sind zwei Seniors, die den Weg nach Europa finden könnten. Bess ist vielseitig und athletisch und kann somit ein guter Spieler auf dem mittlerem Spielniveau europäischer Ligen werden. Isabell ist als kreativer Aufbauspieler vielleicht mit etwas mehr Upside ausgestattet.

Fun/Quick Facts: Wie viele andere Teams auch profitieren die Billikens in ihrem Erfolg von der Motivation einiger Transfers, ihrer Karriere mit einem Neuanfang frischen Wind zu verschaffen. Der bereits erwähnte Bess startete bei den Michigan State Spartans und Dion Wiley war schon in der Big Ten für Maryland unterwegs. Auch die Kehrseite lernte das Team in dieser Saison kennen, als der hochgehandelte Freshman Carte'Are Gordon das Team zur Saisonmitte verließ.

Tournament: Nach einem akzeptablen Start in die Saison verloren die Billikens Ende Januar den Faden und zusätzlich zwischenzeitlich sieben von zehn Spielen. Dass sie nun doch noch im März tanzen dürfen, haben sie sich im A10 Tournament hart erarbeitet, als sie im Final einen permanenten Rückstand erst gegen Ende der zweiten Halbzeit umbiegen konnten. Das Tournament Spiel gegen Virginia Tech ist da schon fast die Belohnung. Gegen die Hokies geht Saint Louis als Underdog in die Partie. Das liegt der Mentalität des Teams von Travis Ford zwar, doch wird alleine nicht ausreichend sein, um eine der besten Offensiven des Landes zu stoppen.
Seine Karriere begann Javon Bess bei den Michigan State Spartans. Allerdings erwischte er eine ungünstige Phase, da ihm viele spätere NBA Spieler direkt vor der Nase saßen und er mit seiner Position als Rollenspieler nicht warm wurde. Obwohl er als Sophomore sogar 13 Mal starten durfte, verließ er East Lansing und folgte dem Ruf von Travis Ford nach Saint Louis. Hier ist Bess nun der unbestrittene Leader, was er vor allem durch seine klaren Ansagen auf dem Court unterstreicht. Neben seiner Mentalität bringt er als Topscorer des Teams (15,4 Punkte pro Spiel) durchaus auch basketballerische Qualitäten mit. Bess lebt von seiner Physis und dem Zug zum Korb. Im Eins-gegen-Eins wuchtet er sich oft genug in Brettnähe, um dort mit Muskelkraft abschließen zu können. Die große Schwachstelle ist der Wurf. Allerdings schießt er mit 33,9 Prozent noch die beste Quote aus der Distanz von allen Rotationsspielern.
X-Faktor: Tramaine Isabell, Guard, 6'1'', Senior Es ist keine einfache Aufgabe für einen Aufbauspieler ein Team zu orchestrieren, das von außen einfach kein Zielwasser zu trinken scheint. Wenn permanent fünf Verteidiger die Zone verbarrikadieren, gibt es wenig Handlungs- und Entscheidungsspielraum, da der Platz dazu einfach zu begrenzt ist. Umso höher ist daher die Leistung von Tramaine Isabell zu werten, der dennoch mit seiner Dynamik und seinem Ideenreichtum Lösungen findet, wo es eigentlich keine Optionen gibt und so 3,7 Assists pro Spiel verteilt. Auch als Scorer tritt Isabell in Erscheinung (13,9 Zähler pro Partie). Möchten die Billikens den Upset über die Bühne bringen, muss Isabell ein herausragendes Spiel als Takt- und Ideengeber abliefern.
Style: Die Billikens müssen Spiele über ihre Toughness und Athletik gewinnen, weswegen sie ein defensivorientiertes Team sind. An diesem Ende des Feldes stellen sich die Billikens auch durchaus geschickt an. Sie wissen, wie sie physisch spielen können, ohne dabei ständig Fouls zu begehen. Im Zweifelsfall lauert Hasahn French als Rimprotector im Hintergrund. Das Problem ist hingegen die Offensive. Spezifischer liegt das Problem an der Dreierlinie. Von dort treffen sie nur mickrige 31,7 Prozent ihrer Versuche und rangieren NCAA weit auf einem der Plätze im unteren Viertel. Dadurch ist das gesamte Offensivspiel berechenbar. In jeder Pick & Roll Situation wird das Spielfeld eng, weil der Mitspieler aus der Weakside Ecke zum Korb cuttet, anstatt das Spacing zu halten. Daraus entstehen Turnovers und schwierige Abschlüsse.
NBA & BBL Kandidaten: Javon Bess und Tramaine Isabell sind zwei Seniors, die den Weg nach Europa finden könnten. Bess ist vielseitig und athletisch und kann somit ein guter Spieler auf dem mittlerem Spielniveau europäischer Ligen werden. Isabell ist als kreativer Aufbauspieler vielleicht mit etwas mehr Upside ausgestattet.
Fun/Quick Facts: Wie viele andere Teams auch profitieren die Billikens in ihrem Erfolg von der Motivation einiger Transfers, ihrer Karriere mit einem Neuanfang frischen Wind zu verschaffen. Der bereits erwähnte Bess startete bei den Michigan State Spartans und Dion Wiley war schon in der Big Ten für Maryland unterwegs. Auch die Kehrseite lernte das Team in dieser Saison kennen, als der hochgehandelte Freshman Carte'Are Gordon das Team zur Saisonmitte verließ.
Tournament: Nach einem akzeptablen Start in die Saison verloren die Billikens Ende Januar den Faden und zusätzlich zwischenzeitlich sieben von zehn Spielen. Dass sie nun doch noch im März tanzen dürfen, haben sie sich im A10 Tournament hart erarbeitet, als sie im Final einen permanenten Rückstand erst gegen Ende der zweiten Halbzeit umbiegen konnten. Das Tournament Spiel gegen Virginia Tech ist da schon fast die Belohnung. Gegen die Hokies geht Saint Louis als Underdog in die Partie. Das liegt der Mentalität des Teams von Travis Ford zwar, doch wird alleine nicht ausreichend sein, um eine der besten Offensiven des Landes zu stoppen.
Tennessee Volunteers
MVP: Grant Williams, Big, 6'7'', Junior
Vor der Saison gab es keinen klaren Kandidaten, der sich unbedingt in der Frage nach dem wertvollsten Spieler der NCAA aufgedrängt hätte. Nach gut vier Monaten gilt es zwar zu konstatieren, dass sich an diesem Status nicht sonderlich viel geändert hat und das Rennen zwischen mehreren Kandidaten knapp ausfallen dürfte. Doch für Grant Williams besteht der Unterschied darin, dass er nun fest in der Diskussion um den Spieler des Jahres etabliert ist. Williams setzte einer sehr ordentlichen Sophomore Saison eine nochmals deutlich bessere Junior Saison hinterher. Als etwas zu klein geratener Power Forward ist Williams am College ein Mismatch, da er für die meisten Bigs am Perimeter nicht zu halten ist und Flügelspieler physisch überspielt. Zudem sind seine Qualitäten als Anführer in Kabine und Trainingshalle sowie als Leitfigur in der Crunchtime nicht zu unterschätzen.

X-Faktor: Admiral Schofield, Wing, 6'6'', Senior
Nach wie vor gilt: den besten Namen der NCAA besitzt Admiral Schofield. Besonders die Passung zwischen Vorname, optischem Erscheinungsbild und Mentalität auf dem Spielfeld bereiteten der Jury bei der Wahl ein leichtes Spiel. Doch abseits dieses bedeutungsschwangeren Titels ist Schofield ein gutes Beispiel dafür, wie sehr sich ein Spieler im Laufe von vier Collegejahren verbessern kann. Mittlerweile ist der Senior ein gefährlicher Shooter, der nicht mehr an der Dreierlinie alleine gelassen werden sollte. Viel wichtiger ist jedoch, dass er mittlerweile weiß, wann es sinnvoll ist, mal einen Wurf aus der Distanz zu nehmen und wann er lieber seine Physis in Zonennähe ausspielen sollte. Das erforderte einen langen Lernprozess, der nun jedoch erfolgreich abgeschlossen sein dürfte und den Unterschied zwischen Final Four oder Aus am ersten Wochenende bedeuten könnte.

Style: Tennessee pflegt einen Stil, der nicht weit verbreitet ist und damit unangenehm in der Vorbereitung für den Gegner anmutet. Rick Barnes möchte über eine kontrollierte Early Offense für schnelle und möglichst einfache Punkte sorgen. Oft ist es Grant Williams, der als Trailer in der Spielfeldmitte den Ball bekommt und als verkappter Point Forward die Spielgestaltung übernimmt, indem er aus verschiedenen Optionen die günstigste auswählt. Zudem wollen die Vols ihr Insidespiel über Rebounding oder Postups für Williams und Schofield etablieren. In der Verteidigung versuchen die Vols sehr aggressiv zu agieren und schon einfachste Swing Pässe zu unterbinden. Rebounding wird ebenfalls ganz groß geschrieben. Letzten Endes will Tennessee immer das toughere Team sein.

NBA & BBL Kandidaten: Grant Williams könnte sich in diesem Frühling vorzeitig zum Draft anmelden und hätte sicherlich keine schlechten Chancen, wenn es darum ginge, in der ersten Runde gezogen zu werden. Auch wenn er in seiner Erscheinung nicht unbedingt so wirkt, als würde er zweifellos in die NBA gehören, hat Williams viele Qualität, die das Interesse von NBA Teams wecken dürften. Admiral Schofield konnten in den vergangenen Wochen ebenfalls viel Eigenwerbung betreiben. Als harter Arbeiter für das Ende der Rotation könnte er seine Nische finden.

Fun/Quick Facts: Grant Williams hatte mehrere Optionen offen, als er sich für ein College entscheiden sollte. So war Yale beispielsweise unter den letzten drei Universitäten, die Williams in Erwägung zog. Im College Basketball gilt es mittlerweile als Seltenheit, dass Teams über Jahre zusammenwachsen und von älteren Spielern geprägt sind. Die Vols sind die Antithese dieser Behauptung. In dieser Saison wurde kein einziger Punkt von einem Freshman erzielt.

Tournament: Nach wie vor bleiben die Volunteers ein enorm schwierig einzuschätzendes Team. Zwischen Mitte Dezember und Anfang Februar wirkten die Vols teilweise wie die beste Mannschaft der NCAA. Siege über Gonzaga oder Kentucky waren dabei genauso beeindruckend, wie die mentale Stärke in engen Schlussphasen (nach Verlängerung gegen Vanderbilt) oder in feindlichen Atmosphären (bei den Florida Gators). Dennoch bleibt die Frage, ob die Vols alleine über Toughness das Final Four erreichen oder gar Meister werden können. Die Guards glänzen mit fehlender Konstanz und die Bigs neigen zu unnötigen Fouls, weswegen viel vom Triumvirat aus Grant Williams, Admiral Schofield und Jordan Bone abhängt.
Vor der Saison gab es keinen klaren Kandidaten, der sich unbedingt in der Frage nach dem wertvollsten Spieler der NCAA aufgedrängt hätte. Nach gut vier Monaten gilt es zwar zu konstatieren, dass sich an diesem Status nicht sonderlich viel geändert hat und das Rennen zwischen mehreren Kandidaten knapp ausfallen dürfte. Doch für Grant Williams besteht der Unterschied darin, dass er nun fest in der Diskussion um den Spieler des Jahres etabliert ist. Williams setzte einer sehr ordentlichen Sophomore Saison eine nochmals deutlich bessere Junior Saison hinterher. Als etwas zu klein geratener Power Forward ist Williams am College ein Mismatch, da er für die meisten Bigs am Perimeter nicht zu halten ist und Flügelspieler physisch überspielt. Zudem sind seine Qualitäten als Anführer in Kabine und Trainingshalle sowie als Leitfigur in der Crunchtime nicht zu unterschätzen.
X-Faktor: Admiral Schofield, Wing, 6'6'', Senior Nach wie vor gilt: den besten Namen der NCAA besitzt Admiral Schofield. Besonders die Passung zwischen Vorname, optischem Erscheinungsbild und Mentalität auf dem Spielfeld bereiteten der Jury bei der Wahl ein leichtes Spiel. Doch abseits dieses bedeutungsschwangeren Titels ist Schofield ein gutes Beispiel dafür, wie sehr sich ein Spieler im Laufe von vier Collegejahren verbessern kann. Mittlerweile ist der Senior ein gefährlicher Shooter, der nicht mehr an der Dreierlinie alleine gelassen werden sollte. Viel wichtiger ist jedoch, dass er mittlerweile weiß, wann es sinnvoll ist, mal einen Wurf aus der Distanz zu nehmen und wann er lieber seine Physis in Zonennähe ausspielen sollte. Das erforderte einen langen Lernprozess, der nun jedoch erfolgreich abgeschlossen sein dürfte und den Unterschied zwischen Final Four oder Aus am ersten Wochenende bedeuten könnte.
Style: Tennessee pflegt einen Stil, der nicht weit verbreitet ist und damit unangenehm in der Vorbereitung für den Gegner anmutet. Rick Barnes möchte über eine kontrollierte Early Offense für schnelle und möglichst einfache Punkte sorgen. Oft ist es Grant Williams, der als Trailer in der Spielfeldmitte den Ball bekommt und als verkappter Point Forward die Spielgestaltung übernimmt, indem er aus verschiedenen Optionen die günstigste auswählt. Zudem wollen die Vols ihr Insidespiel über Rebounding oder Postups für Williams und Schofield etablieren. In der Verteidigung versuchen die Vols sehr aggressiv zu agieren und schon einfachste Swing Pässe zu unterbinden. Rebounding wird ebenfalls ganz groß geschrieben. Letzten Endes will Tennessee immer das toughere Team sein.
NBA & BBL Kandidaten: Grant Williams könnte sich in diesem Frühling vorzeitig zum Draft anmelden und hätte sicherlich keine schlechten Chancen, wenn es darum ginge, in der ersten Runde gezogen zu werden. Auch wenn er in seiner Erscheinung nicht unbedingt so wirkt, als würde er zweifellos in die NBA gehören, hat Williams viele Qualität, die das Interesse von NBA Teams wecken dürften. Admiral Schofield konnten in den vergangenen Wochen ebenfalls viel Eigenwerbung betreiben. Als harter Arbeiter für das Ende der Rotation könnte er seine Nische finden.
Fun/Quick Facts: Grant Williams hatte mehrere Optionen offen, als er sich für ein College entscheiden sollte. So war Yale beispielsweise unter den letzten drei Universitäten, die Williams in Erwägung zog. Im College Basketball gilt es mittlerweile als Seltenheit, dass Teams über Jahre zusammenwachsen und von älteren Spielern geprägt sind. Die Vols sind die Antithese dieser Behauptung. In dieser Saison wurde kein einziger Punkt von einem Freshman erzielt.
Tournament: Nach wie vor bleiben die Volunteers ein enorm schwierig einzuschätzendes Team. Zwischen Mitte Dezember und Anfang Februar wirkten die Vols teilweise wie die beste Mannschaft der NCAA. Siege über Gonzaga oder Kentucky waren dabei genauso beeindruckend, wie die mentale Stärke in engen Schlussphasen (nach Verlängerung gegen Vanderbilt) oder in feindlichen Atmosphären (bei den Florida Gators). Dennoch bleibt die Frage, ob die Vols alleine über Toughness das Final Four erreichen oder gar Meister werden können. Die Guards glänzen mit fehlender Konstanz und die Bigs neigen zu unnötigen Fouls, weswegen viel vom Triumvirat aus Grant Williams, Admiral Schofield und Jordan Bone abhängt.
Syracuse Orange
MVP: Tyus Battle, Guard, 5'11'', Junior
Es ist nicht sonderlich schwierig zu erkennen, wer bei Syracuse offensiv das Kommando führt und auf wen die Spielanlage ausgerichtet ist. Aus einem mit viel Mittelmaß versehenen Team ragt Tyus Battle als balldominanter Scoring Guard heraus. Wenn es so etwas wie ein Scorergen geben sollte, trägt Battle das sicher in sich. Der Schwierigkeitsgrad, den er zum Teil bei seinen Würfen an den Tag legt, erreicht Dimensionen, auf die J.R. Smith neidisch wäre. Doch ähnlich wie auch Smith hat Battle ein Näschen dafür, solche gut verteidigten und zum Teil forcierten Abschlüsse zu versenken. Allein: es gibt sowieso kaum Alternativen. Daher sind ineffiziente 17,2 Punkte pro Partie immer noch besser als gar keine Punkte.

X-Faktor: Paschal Chukwu, Big, 7'2'', Senior
Es mag seltsam anmuten, einen Spieler, der gerade mal 4,3 Punkte und 5,4 Rebounds im Schnitt auf das Parkett bringt, einen derart hohen Stellenwert zuzuschreiben, doch bei Syracuse ticken die Uhren nun mal anders. Das Markenzeichen ist halt die Zonenverteidigung und Paschal Chukwu ist der Leuchtturm dieser Verteidigungsform, der dafür sorgt, dass in Korbnähe einfach kein offener Wurf abgegeben wird. Es dauerte einige Zeit, bis der fast 2,20 Meter große Centerspieler den Überblick aufweisen konnte, um nicht bloß als Torwart ein paar Würfe zu blocken, sondern auch seine Mitspieler zu instruieren und Fehlerquellen frühzeitig zu erkennen. Daher muss Chukwu in der Lage sein, seine Fouls zu managen. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob Chukwu den Ring beschützt oder nicht.

Style: Wie bereits beschrieben lebt Syracuse von der Zonenverteidigung, die dafür sorgt, dass Gegner ihr Tempo schlagartig drosseln müssen und sich viele schlechte Würfe leisten. Jim Boeheim hat aus dieser schnöden Verteidigungsform eine eigene, leicht skurrile Kunstform entwickelt, bei der die Verteidigung dem Kontrahenten auferlegt, welche Passoptionen möglich sind oder eben nicht. Oft bleibt nur ein Notwurf aus sieben Metern, der eine geringe Erfolgsaussicht hat. Darauf lauern die orange gekleideten Mannen und versuchen viele Fastbreakpunkte zu erzielen. Denn die Halbfeldoffense ist quasi nicht-existent.

NBA & BBL Kandidaten: Von den beiden Seniors Frank Howard und Paschal Chukwu wird wohl keiner eine Profikarriere hinlegen können. Chukwu ist basketballerisch zu limitiert und Howard kann offensiv ebenfalls zu wenige Qualitäten sein Eigen nennen, um auf europäischem Niveau zu bestehen.

Fun/Quick Facts: Im Februar kam die überraschende und traurige Nachricht, dass Coach Boeheim in einen Autounfall verwickelt war, bei dem ein Passant zu Tode kam. Zwar konnte Boeheim eindeutig von jeder Schuld freigesprochen werden, doch beim anschließenden Duell mit den Duke Blue Devils war Boeheim sichtlich mitgenommen und das Resultat zweitrangig.

Tournament: Wie jedes Jahr sind die Orange ein Team, was nur zu Fehleinschätzungen führen kann. Denn für einen tiefen Run fehlt einfach das offensive Talent. Die 2-3-Zone wird dennoch dafür sorgen, dass Syracuse in einem engen Spiel, das niemals so eng sein dürfte, die Nerven und Geduld des Gegners auf eine harte Probe stellt. Wenn die Orange es schaffen, ihren Gegner unter 70 Punkten zu halten, haben sie jederzeit und gegen jedes Team eine Siegchance, wie der Erfolg bei den Duke Blue Devils bewies.
Es ist nicht sonderlich schwierig zu erkennen, wer bei Syracuse offensiv das Kommando führt und auf wen die Spielanlage ausgerichtet ist. Aus einem mit viel Mittelmaß versehenen Team ragt Tyus Battle als balldominanter Scoring Guard heraus. Wenn es so etwas wie ein Scorergen geben sollte, trägt Battle das sicher in sich. Der Schwierigkeitsgrad, den er zum Teil bei seinen Würfen an den Tag legt, erreicht Dimensionen, auf die J.R. Smith neidisch wäre. Doch ähnlich wie auch Smith hat Battle ein Näschen dafür, solche gut verteidigten und zum Teil forcierten Abschlüsse zu versenken. Allein: es gibt sowieso kaum Alternativen. Daher sind ineffiziente 17,2 Punkte pro Partie immer noch besser als gar keine Punkte.
X-Faktor: Paschal Chukwu, Big, 7'2'', Senior Es mag seltsam anmuten, einen Spieler, der gerade mal 4,3 Punkte und 5,4 Rebounds im Schnitt auf das Parkett bringt, einen derart hohen Stellenwert zuzuschreiben, doch bei Syracuse ticken die Uhren nun mal anders. Das Markenzeichen ist halt die Zonenverteidigung und Paschal Chukwu ist der Leuchtturm dieser Verteidigungsform, der dafür sorgt, dass in Korbnähe einfach kein offener Wurf abgegeben wird. Es dauerte einige Zeit, bis der fast 2,20 Meter große Centerspieler den Überblick aufweisen konnte, um nicht bloß als Torwart ein paar Würfe zu blocken, sondern auch seine Mitspieler zu instruieren und Fehlerquellen frühzeitig zu erkennen. Daher muss Chukwu in der Lage sein, seine Fouls zu managen. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob Chukwu den Ring beschützt oder nicht.
Style: Wie bereits beschrieben lebt Syracuse von der Zonenverteidigung, die dafür sorgt, dass Gegner ihr Tempo schlagartig drosseln müssen und sich viele schlechte Würfe leisten. Jim Boeheim hat aus dieser schnöden Verteidigungsform eine eigene, leicht skurrile Kunstform entwickelt, bei der die Verteidigung dem Kontrahenten auferlegt, welche Passoptionen möglich sind oder eben nicht. Oft bleibt nur ein Notwurf aus sieben Metern, der eine geringe Erfolgsaussicht hat. Darauf lauern die orange gekleideten Mannen und versuchen viele Fastbreakpunkte zu erzielen. Denn die Halbfeldoffense ist quasi nicht-existent.
NBA & BBL Kandidaten: Von den beiden Seniors Frank Howard und Paschal Chukwu wird wohl keiner eine Profikarriere hinlegen können. Chukwu ist basketballerisch zu limitiert und Howard kann offensiv ebenfalls zu wenige Qualitäten sein Eigen nennen, um auf europäischem Niveau zu bestehen.
Fun/Quick Facts: Im Februar kam die überraschende und traurige Nachricht, dass Coach Boeheim in einen Autounfall verwickelt war, bei dem ein Passant zu Tode kam. Zwar konnte Boeheim eindeutig von jeder Schuld freigesprochen werden, doch beim anschließenden Duell mit den Duke Blue Devils war Boeheim sichtlich mitgenommen und das Resultat zweitrangig.
Tournament: Wie jedes Jahr sind die Orange ein Team, was nur zu Fehleinschätzungen führen kann. Denn für einen tiefen Run fehlt einfach das offensive Talent. Die 2-3-Zone wird dennoch dafür sorgen, dass Syracuse in einem engen Spiel, das niemals so eng sein dürfte, die Nerven und Geduld des Gegners auf eine harte Probe stellt. Wenn die Orange es schaffen, ihren Gegner unter 70 Punkten zu halten, haben sie jederzeit und gegen jedes Team eine Siegchance, wie der Erfolg bei den Duke Blue Devils bewies.
Texas Tech Red Raiders  MVP: Jarrett Culver, Guard, 6'6'', Sophomore Im letztjährigen Elite Eight Team, das von Seniors nur so gespickt war und zu den ältesten Mannschaften der NCAA gehörte, konnte Culver sich als Starter eine eher unauffällige, aber dennoch bedeutungsvolle Rolle sichern. Zu dieser Saison musste Culver nun ins erste Glied der Führungsriege rücken und löste diese Umgewöhnung mit Bravour. Culvers Rolle passt hervorragend zu seiner vielseitigen Veranlagung. Als fast zwei Meter großer Aufbauspieler dirigiert er im Angriff seine Mannen, seziert die gegnerische Pick & Roll Defense und zeigt sein großartiges Gespür als Passgeber. Hinzu kommt eine deutliche Verbesserung beim Wurf, die dafür sorgt, dass Gegner nicht einfach mehr unter Blöcken entlangschleichen können. Zudem ist Culver einer der besten Verteidiger der NCAA. Er kann Guards vor sich halten und an der Penetration hindern, wobei seine Hüftmobilität und Größe hervorstechen. Zudem ist er ein intelligenter Teamverteidiger, der nie eine Rotation verpasst.
X-Faktor: Matt Mooney, Guard, 6'3'', Senior Abseits von Culver ist es sehr schwer, einen zweiten Spieler explizit hervorheben zu wollen. Dafür sind die Red Raiders viel zu tief und ausgeglichen besetzt. Jeder Akteur kann eine Partie auf seine ganz eigene Art beeinflussen und hat mal seinen besonderen Tag, an dem er aus dem Kollektiv hervorsticht. Am ehesten könnte noch Matt Mooney zu dem Spieler mutieren, der in den wichtigen Momenten zu Höchstleistungen aufsteigt. Als Graduate Transfer, der in der Summit League mehr als 19 Punkte pro Spiel auflegte, brauchte Mooney ein wenig, sich in seine neue Rolle einzufinden. Doch nun am Ende der Saison weiß Mooney ganz genau, wann er sich seine Momente nehmen muss, um mit wilden Dreier und Turnarounds aus der Mitteldistanz die Spiele zu entscheiden.
Style: Intensität wird bei Chris Beard ganz groß geschrieben. Aus der begrenzten Trainingszeit, die Collegeteams pro Woche zusteht, versucht Beard immer das Optimum herauszuholen, indem er kurze und klare Ansagen macht und von seinen Spielern Perfektion in der Umsetzung erwartet. Die Red Raiders sind eines der besten Defensivteams der NCAA und können jedes Team bei 60 oder 70 Punkten halten. Die Athletik und Physis im Frontcourt bilden eine gefährliche Mischung mit der Aufmerksamkeit und Hartnäckigkeit im Backcourt. Im Angriff ist Beard von seiner Zeit unter Bob Knight geprägt, weshalb die klassische Motion Offense mit vielen indirekten Blöcken den Standard bei den Red Raiders bildet. Allerdings hat sich Beard ein wenig von dieser Offense losgesagt und lässt wesentlich mehr Pick & Rolls mit Culver und Mooney als Ballhandler laufen.
NBA & BBL Kandidaten: Nach der letzten Saison wäre Jarrett Culver womöglich gegen Ende der ersten Runde gezogen worden. Dieses Jahr scheint es schon in Stein gemeißelt zu sein, dass Culver unter den zehn Erstgenannten am Draftabend weilen dürfte. Selbst die Top5 scheint realistisch zu sein. Ein weiterer Spieler, der für NBA Teams interessant sein könnte ist St John's Transfer Tariq Owens. Spindeldürr, athletisch und ein exzellenter Shotblocker und Rimprotector sind dessen wesentliche Merkmale. Zusätzlich deutete sich während der letzten Woche an, dass er möglicherweise auch den Dreier für sich entdecken und mit etwas Training und Fantasie als Stretch Big für die Bank durchgehen könnte. Matt Mooney wird sein Glück in Europa versuchen und dort sicher seinen Platz finden.
Fun/Quick Facts: Culver ist nicht nur der beste Spieler der Red Raiders, sondern auch ein Hometown Kid. Zwei Meilen vom Campus entfernt wuchs Culver auf und ging entsprechend auch in der Nähe zur Highschool. Für Chris Beard hielt die Saison einen besonderen Moment bereit, als er seinen 50. Sieg für die Red Raiders einsackte und damit mit seinem alten Mentor Pat Knight gleichzog und ihn mittlerweile mit über 70 Siegen längst überflügelt hat.
Tournament: Zu Beginn der Big12 Saison verloren die Red Raiders drei Spiele in Folge und wirkten untypischerweise sehr unfokussiert und ließen sich die Butter vom Brot nehmen. Doch Spiel für Spiel gelangten die Raiders seitdem zu ihren starken Form der ersten Saisonwochen zurück. Seit Anfang Februar sind die Raiders das stärkste Team der Big12 und müssen sich vor niemandem verstecken. Mit ihrer Defense, einem Culver in bestechender Form und einer Dreierquote, die in den letzten Wochen beispielsweise Kansas übel mitspielte, scheinen die Red Raiders ihre Lanzen für das Tournament auf Hochglanz poliert zu haben und das Final Four fest im Visier zu haben.
UCF Knights
MVP: Tacko Fall, Big, 7'6'', Senior
Als erstes und - nach wie vor immer noch viel zu häufig - gerne ausschließlich wird in Zusammenhang mit der Person Tacko Fall über seine enorme Körpergröße geredet. Diese ist natürlich die Basis für seine Spielweise, die ihn so besonders macht, und daher ist es auch legitim sie besonders hervorzuheben. Dabei sollte jedoch nicht vernachlässigt werden, dass Fall auch ein guter Basketballer ist, der über ordentliche technische Fähigkeiten verfügt. Gerade dieser Aspekt sollte viel stärker betont werden, denn die Entwicklung des Senegalesen während der letzten vier Jahre ist beachtlich. War er zu Beginn nur zum Rimprotector direkt am Ring degradiert, ist er nun jemand, der Pick & Rolls einigermaßen verteidigen kann, offensiv im Lowpost gesucht wird und sich grundsätzlich mit dem Ball sehr koordiniert bewegt. Mit ihm auf dem Feld treten die Knight wesentlich selbstsicherer auf als ohne ihn.

X-Faktor: Aubrey Dawkins, Guard, 6'6'', Junior
Wenn Aubrey Dawkins heiß läuft, wird es enorm schwierig, ihn wieder zum Abkühlen zu bringen. Vor wenigen Wochen erzielte Dawkins beispielsweise ein neues Career High von 36 Punkten und war der Alleinunterhalter bei den Knights, konnte die 62:67-Niederlage bei den Temple Owls jedoch nicht abwenden. Da die Knights offensiv gerne mal Durchhänger haben, hängt viel davon ab, wie gut Dawkins von außen trifft. Er ist der einzige Spieler des Kaders, der einerseits genügend Würfe nimmt und andererseits in seiner Technik konstant genug wirkt, um als guter Schütze bezeichnet werden zu können. Auf ihn konzentrieren sich gegnerische Verteidiger daher in besonderem Maße, da sie wissen, dass er den Unterschied auf dem Feld ausmachen kann.

Style: Alles ist auf Tacko Fall ausgerichtet. Das beginnt in der Defense, wo die Knights zu den besseren Teams der gesamten NCAA gehören. Vor einigen Jahren mussten sie noch 40 Minuten lang permanent eine 2-3-Zone aufstellen, damit Fall auch ja in Korbnähe bleiben und Würfe blocken konnte. Fall hat sich in seiner Mobilität mittlerweile so sehr verbessert, dass er durchaus auch das Blocken-und-Abrollen verteidigen kann, wodurch die Mannverteidigung bei den Knights mittlerweile überwiegt. Nach wie vor ist die Zone jedoch ein probates Mittel, wenn Johnny Dawkins den Rhythmus des Gegners brechen möchte. Offensiv wandert der Ball entweder zu Fall, sofern dieser unmittelbar in der Zone gute Position hat, oder aber der schussstarke Aubrey Dawkins bzw. der athletische B.J. Taylor versuchen ihr Glück im Eins-gegen-Eins, wahlweise aus indirekten Blöcken kommend.

NBA & BBL Kandidaten: Vor zehn Jahren wäre Tacko Fall jemand gewesen, der auf jeden Fall in der NBA hätte landen können. Nun hat er das Pech, das niemand mehr nach Center mit 7'6'' Körpergröße sucht, da das Spiel für ihn einfach zu schnell geworden ist. In Europa könnte er jedoch vergleichbar mit einem Walter Tavares von Real Madrid bei kontinuierlicher Entwicklung zumindest ein ordentliches Spiellevel erreichen. Auch B.J. Taylor wird sein Glück in Europa versuchen.

Fun/Quick Facts: Die Knights werden oft als schlafender Riese betitelt. Das in Orlando ansässige Basketballprogramm verfügt über eine hervorragende Infrastruktur, kann aber nur wenig Tradition und Erfolge aufweisen. Zum letzten Mal standen die Knights 2005 im NCAA Tournament. Noch nie gelang ein Sieg, seit die Schule 1984 in die Division I aufgenommen wurde.

Tournament: Johnny Dawkins befindet sich in seiner dritten Saison. Im Fanlager hält sich ein wenig das Gefühl, das man dem Zeitplan ein Jahr hinterhinke und erst jetzt an der Stelle - einer Tournament Teilnahme - stehe, an der man schon letztes Jahr hätte stehen sollen. Doch die Verletzungen einiger eingeplanter Leistungsträger machte einen Strich durch diese Planung. Nun haben die Knights die Chance, direkt den nächsten Schritt hinterherzulegen. Ein Sieg im Tournament wäre unbeschreiblich bedeutsam für die Prestige des Programms und entsprechend heiß ersehnt. Solange die Defense steht und offensiv ein paar Würfe bei den Guards fallen, präsentieren sich die Ritter als gefährlicher Kontrahent.
Als erstes und - nach wie vor immer noch viel zu häufig - gerne ausschließlich wird in Zusammenhang mit der Person Tacko Fall über seine enorme Körpergröße geredet. Diese ist natürlich die Basis für seine Spielweise, die ihn so besonders macht, und daher ist es auch legitim sie besonders hervorzuheben. Dabei sollte jedoch nicht vernachlässigt werden, dass Fall auch ein guter Basketballer ist, der über ordentliche technische Fähigkeiten verfügt. Gerade dieser Aspekt sollte viel stärker betont werden, denn die Entwicklung des Senegalesen während der letzten vier Jahre ist beachtlich. War er zu Beginn nur zum Rimprotector direkt am Ring degradiert, ist er nun jemand, der Pick & Rolls einigermaßen verteidigen kann, offensiv im Lowpost gesucht wird und sich grundsätzlich mit dem Ball sehr koordiniert bewegt. Mit ihm auf dem Feld treten die Knight wesentlich selbstsicherer auf als ohne ihn.
X-Faktor: Aubrey Dawkins, Guard, 6'6'', Junior Wenn Aubrey Dawkins heiß läuft, wird es enorm schwierig, ihn wieder zum Abkühlen zu bringen. Vor wenigen Wochen erzielte Dawkins beispielsweise ein neues Career High von 36 Punkten und war der Alleinunterhalter bei den Knights, konnte die 62:67-Niederlage bei den Temple Owls jedoch nicht abwenden. Da die Knights offensiv gerne mal Durchhänger haben, hängt viel davon ab, wie gut Dawkins von außen trifft. Er ist der einzige Spieler des Kaders, der einerseits genügend Würfe nimmt und andererseits in seiner Technik konstant genug wirkt, um als guter Schütze bezeichnet werden zu können. Auf ihn konzentrieren sich gegnerische Verteidiger daher in besonderem Maße, da sie wissen, dass er den Unterschied auf dem Feld ausmachen kann.
Style: Alles ist auf Tacko Fall ausgerichtet. Das beginnt in der Defense, wo die Knights zu den besseren Teams der gesamten NCAA gehören. Vor einigen Jahren mussten sie noch 40 Minuten lang permanent eine 2-3-Zone aufstellen, damit Fall auch ja in Korbnähe bleiben und Würfe blocken konnte. Fall hat sich in seiner Mobilität mittlerweile so sehr verbessert, dass er durchaus auch das Blocken-und-Abrollen verteidigen kann, wodurch die Mannverteidigung bei den Knights mittlerweile überwiegt. Nach wie vor ist die Zone jedoch ein probates Mittel, wenn Johnny Dawkins den Rhythmus des Gegners brechen möchte. Offensiv wandert der Ball entweder zu Fall, sofern dieser unmittelbar in der Zone gute Position hat, oder aber der schussstarke Aubrey Dawkins bzw. der athletische B.J. Taylor versuchen ihr Glück im Eins-gegen-Eins, wahlweise aus indirekten Blöcken kommend.
NBA & BBL Kandidaten: Vor zehn Jahren wäre Tacko Fall jemand gewesen, der auf jeden Fall in der NBA hätte landen können. Nun hat er das Pech, das niemand mehr nach Center mit 7'6'' Körpergröße sucht, da das Spiel für ihn einfach zu schnell geworden ist. In Europa könnte er jedoch vergleichbar mit einem Walter Tavares von Real Madrid bei kontinuierlicher Entwicklung zumindest ein ordentliches Spiellevel erreichen. Auch B.J. Taylor wird sein Glück in Europa versuchen.
Fun/Quick Facts: Die Knights werden oft als schlafender Riese betitelt. Das in Orlando ansässige Basketballprogramm verfügt über eine hervorragende Infrastruktur, kann aber nur wenig Tradition und Erfolge aufweisen. Zum letzten Mal standen die Knights 2005 im NCAA Tournament. Noch nie gelang ein Sieg, seit die Schule 1984 in die Division I aufgenommen wurde.
Tournament: Johnny Dawkins befindet sich in seiner dritten Saison. Im Fanlager hält sich ein wenig das Gefühl, das man dem Zeitplan ein Jahr hinterhinke und erst jetzt an der Stelle - einer Tournament Teilnahme - stehe, an der man schon letztes Jahr hätte stehen sollen. Doch die Verletzungen einiger eingeplanter Leistungsträger machte einen Strich durch diese Planung. Nun haben die Knights die Chance, direkt den nächsten Schritt hinterherzulegen. Ein Sieg im Tournament wäre unbeschreiblich bedeutsam für die Prestige des Programms und entsprechend heiß ersehnt. Solange die Defense steht und offensiv ein paar Würfe bei den Guards fallen, präsentieren sich die Ritter als gefährlicher Kontrahent.
UC Irvine Anteaters
MVP: Max Hazzard, Guard, 5'10'', Junior
Aus dem wunderbar funktionierenden Kollektiv, in dem jeder Akteur seine Rolle besitzt und diese nach Muster ausfüllt, einen einzelnen Protagonisten auszuwählen, fällt schwer. Letztendlich ist wohl Max Hazzard derjenige, der am ehesten als Anführer zu deklarieren ist. Hazzard mag zwar ein kleingewachsener Guard sein, doch das sollte seine Gegenspieler nicht dazu verleiten, ihn zu unterschätzen. Gerade aus der Distanz ist der Guard brandgefährlich, weil er auf einen blitzsauberen Jumper zurückgreifen kann, für den er weder viel Zeit noch Raum braucht. Zweieinhalb Dreier landen durchschnittlich im gegnerischen Korb.

X-Faktor: Collin Welp, Big, 6'9'', Freshman
Beim Nachnamen Welp werden deutsche Basketballfans sicherlich hellhörig. Und tatsächlich ist Collin der Sohn von dem vor vier Jahren verstorbenen Europameister von 1993 Chris Welp. Collin ist ähnlich wie sein Vater mit einem guten Postup Game ausgestattet und verfügt über ein sehr breit gefächertes Skillset. Ohne Vorwissen würde der neutrale Beobachter nicht erahnen, dass er einen Freshman vor sich sieht, wenn er die Nummer 40 der Anteaters erstmals betrachtet. Welp ist spielintelligent, macht einen abgezockten Eindruck und traut sich gerade offensiv viel zu. Daher ist er auch jemand, der mal mit schnellen acht oder zehn Zählern in kurzer Zeit einen Run entscheidend miteinleiten kann.

Style: Teamwork wird bei Russ Turner groß geschrieben. Jeder Spieler hat eine Rolle, die er auszufüllen hat, wenn er Teil der tiefen Rotation sein will. In der Offensive packen die Anteaters keine besonderen Setplays aus, sondern setzen vor allem darauf, dass sie gute Matchups finden, den Ball bewegen und gute Entscheidungen treffen. In der Verteidigung können die Guards durchaus Druck ausüben, in dem Wissen, dass sie mit Jonathan Galloway einen der besten Shotblocker der NCAA in ihrem Rücken als Radiergummi nutzen können. Die Teamdefense der Anteaters ist daher wahrscheinlich auch ihre größte Stärke. Rotationen kommen zum richtigen Zeitpunkt und erlauben wenige offene Würfe.

NBA & BBL Kandidaten: Da die Anteaters insgesamt ein sehr junges Team sind, gibt es nur einen Senior, der eventuell eine Profikarriere in Betracht ziehen könnte. Jonathan Galloway hat seine Qualitäten als Shotblocker und Athlet. Abseits seiner Verteidigung ist Galloway jedoch limitiert, weswegen ihm keine Garantie für eine erfolgreiche Karriere ausgestellt werden kann.

Fun/Quick Facts: Drei Namen klingen vertraut bei der Betrachtung des Rosters - nicht ohne Grund. Neben dem bereits ausführlicher vorgestellten Collin Welp sind dies JC Butler und Spencer Rivers. Butler ist der Sohn Ex-NBA Spieler Caron Butler und Spencer Rivers der Sohn von Doc und Bruder von Austin.

Tournament: Die Anteaters sind auch in diesem Jahr mal wieder ein toughes Matchup und werden ihrem Gegner alles abverlangen. Der Frontcourt macht UC Irvine so gefährlich. Für einen Mid-Major sind die Ameisenbären hier sehr tief und auch sehr variabel aufgestellt. Die einzelnen Bigs weisen unterschiedliche Skillsets und athletische Anlagen auf, die sich gut ergänzen. Hinzu kommen einige fähige Guards, die an guten Tagen mit ihren Würfen ebenfalls einen wichtigen Impuls setzen, zumindest aber wenig Unsinn fabrizieren. Können sie hier mögliche physische Defizite ausgleichen, indem sie sich clever anstellen und aus der Distanz erfolgreich sind, ist der Upset realistisch.
Aus dem wunderbar funktionierenden Kollektiv, in dem jeder Akteur seine Rolle besitzt und diese nach Muster ausfüllt, einen einzelnen Protagonisten auszuwählen, fällt schwer. Letztendlich ist wohl Max Hazzard derjenige, der am ehesten als Anführer zu deklarieren ist. Hazzard mag zwar ein kleingewachsener Guard sein, doch das sollte seine Gegenspieler nicht dazu verleiten, ihn zu unterschätzen. Gerade aus der Distanz ist der Guard brandgefährlich, weil er auf einen blitzsauberen Jumper zurückgreifen kann, für den er weder viel Zeit noch Raum braucht. Zweieinhalb Dreier landen durchschnittlich im gegnerischen Korb.
X-Faktor: Collin Welp, Big, 6'9'', Freshman Beim Nachnamen Welp werden deutsche Basketballfans sicherlich hellhörig. Und tatsächlich ist Collin der Sohn von dem vor vier Jahren verstorbenen Europameister von 1993 Chris Welp. Collin ist ähnlich wie sein Vater mit einem guten Postup Game ausgestattet und verfügt über ein sehr breit gefächertes Skillset. Ohne Vorwissen würde der neutrale Beobachter nicht erahnen, dass er einen Freshman vor sich sieht, wenn er die Nummer 40 der Anteaters erstmals betrachtet. Welp ist spielintelligent, macht einen abgezockten Eindruck und traut sich gerade offensiv viel zu. Daher ist er auch jemand, der mal mit schnellen acht oder zehn Zählern in kurzer Zeit einen Run entscheidend miteinleiten kann.
Style: Teamwork wird bei Russ Turner groß geschrieben. Jeder Spieler hat eine Rolle, die er auszufüllen hat, wenn er Teil der tiefen Rotation sein will. In der Offensive packen die Anteaters keine besonderen Setplays aus, sondern setzen vor allem darauf, dass sie gute Matchups finden, den Ball bewegen und gute Entscheidungen treffen. In der Verteidigung können die Guards durchaus Druck ausüben, in dem Wissen, dass sie mit Jonathan Galloway einen der besten Shotblocker der NCAA in ihrem Rücken als Radiergummi nutzen können. Die Teamdefense der Anteaters ist daher wahrscheinlich auch ihre größte Stärke. Rotationen kommen zum richtigen Zeitpunkt und erlauben wenige offene Würfe.
NBA & BBL Kandidaten: Da die Anteaters insgesamt ein sehr junges Team sind, gibt es nur einen Senior, der eventuell eine Profikarriere in Betracht ziehen könnte. Jonathan Galloway hat seine Qualitäten als Shotblocker und Athlet. Abseits seiner Verteidigung ist Galloway jedoch limitiert, weswegen ihm keine Garantie für eine erfolgreiche Karriere ausgestellt werden kann.
Fun/Quick Facts: Drei Namen klingen vertraut bei der Betrachtung des Rosters - nicht ohne Grund. Neben dem bereits ausführlicher vorgestellten Collin Welp sind dies JC Butler und Spencer Rivers. Butler ist der Sohn Ex-NBA Spieler Caron Butler und Spencer Rivers der Sohn von Doc und Bruder von Austin.
Tournament: Die Anteaters sind auch in diesem Jahr mal wieder ein toughes Matchup und werden ihrem Gegner alles abverlangen. Der Frontcourt macht UC Irvine so gefährlich. Für einen Mid-Major sind die Ameisenbären hier sehr tief und auch sehr variabel aufgestellt. Die einzelnen Bigs weisen unterschiedliche Skillsets und athletische Anlagen auf, die sich gut ergänzen. Hinzu kommen einige fähige Guards, die an guten Tagen mit ihren Würfen ebenfalls einen wichtigen Impuls setzen, zumindest aber wenig Unsinn fabrizieren. Können sie hier mögliche physische Defizite ausgleichen, indem sie sich clever anstellen und aus der Distanz erfolgreich sind, ist der Upset realistisch.
Utah State Aggies
MVP: Sam Merrill, Guard, 6'5'', Junior
Der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Aggies ist Sam Merrill mit gut 21 Punkten pro Partie. Das Besondere an Merrills Spielweise ist dabei jedoch, dass er das Team anführt und unter Kontrolle hat, ohne dafür großartig ein Loch in den Boden dribbeln zu müssen. Stattdessen bindet Merrill viel Aufmerksamkeit dadurch, dass er sich gut aus indirekten Blöcken bewegt und meist beide involvierten Verteidiger ablenkt, wodurch Freiräume für seine Mitspieler entstehen. Merrill ist ein Shooter mit butterweichem Handgelenk (39 Prozent Erfolgsquote bei zweieinhalb Treffern pro Spiel), der zusätzlich aber genau mit seinen Reizen zu spielen weiß. Wie ein abgezockter Profis nutzt er kleine Zuckungen mit der Schulter oder dem Kopf, um Gegenspieler zum Sprung zu verleihen und in der Zwischenzeit mit ein oder zwei schnellen Dribblings die entstehende Lücke zu nutzen.

X-Faktor: Neemias Queta, Big, 6'11'', Freshman
Es ist schon relativ ungewöhnlich, wenn ein Spieler gleichzeitig als Sleeper oder aber Senkrechtstarter bezeichnet werden kann. Diese beiden Aggregatzustände treffen momentan jedoch auf Neemias Queta zu. Der Portugiese legte eine sensationelle Freshman Saison hin. Auf Anhieb scort er im Schnitt zweistellig, obwohl sein Skillset noch begrenzt ist. Dafür rollt er sich im Pick & Roll ideal ab. Fast wichtiger ist jedoch sein defensiver Einfluss auf ein Spiel. Quetas Blockpercentage von 10,6 Prozent bewegt sich auf einem Niveau, das viele der besten Shotblocker unter den Draft Prospects der vergangenen Jahre erreichten. Mit ihm auf dem Feld überlegen sich gegnerische Guards zwei Mal, ob sie in die Zone penetrieren sollen.

Style: In seinem ersten Jahr als Headcoach hat es Craig Smith direkt geschafft, eine klare erkennbare Handschrift zu verpassen. Gerade die Offensive der Aggies ist wunderbar anzusehen, da sie viel Bewegung enthält und hochprozentige Abschlüsse generiert. Unzählige Handoffs reihen sich aneinander, während auf der Weakside entweder ein Pindown vorbereitet wird oder aber entlang der Baseline ein Crossscreen für den Big gestellt wird. Gerade aus Auszeiten heraus lässt sich Smith immer wieder clevere Kniffe einfallen und verschafft seiner Mannschaft einfache Punkte.

NBA & BBL Kandidaten: Neemias Queta ist ein faszinierender Fall. Vermutlich wird sich der Freshman Big für den Draft anmelden, sich Feedback einholen, Workouts absolvieren und dann eine abschließende Entscheidung treffen. Queta ist genau der Big, der in der NBA gerade gefragt ist: athletisch, kann den Ring beschützen und offensiv Pick & Rolls laufen.

Fun/Quick Facts: Dabei landete Queta mehr oder weniger per Zufall bei den Aggies. Lange Zeit blieb der Portugiese unentdeckt. Erst ein starker Auftritt mit der U20 Auswahl Portugals bei der B-Europameisterschaft im vergangenen Sommer machte College Recruiter auf den Big Man aufmerksam. Ende August, gut einen Monat vor dem offiziellen Trainingsstart gab Queta dann den Aggies seine Zusage.

Tournament: In ihrer Spielweise erinnern die Aggies ein wenig den Loyola Ramblers des vergangenen Tournaments, die sich als Cinderella bis ins Final Four spielen konnten. Abgesehen davon, dass den Aggies der göttliche Beistand fehlt, weil sie nicht auf Edelfan Sister Jean zurückgreifen können, sollten die Aggies auch vor Beginn des Tournaments schon als enorm gefährliches Team eingestuft werden. Schließlich konnten sie sowohl den Regular Season als auch den Conference Tournament Titel einheimsen - vor dem hochgehandelten Wolfsrudel aus Nevada. Tatsache ist, dass die Aggies durchaus das zweite Wochenende erreichen können. Die spielerische Qualität, das Teamspiel, die Qualitäten von Einzelkönner Sam Merrill und die Torwartpräsenz von Neemias Queta machen das möglich.
Der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Aggies ist Sam Merrill mit gut 21 Punkten pro Partie. Das Besondere an Merrills Spielweise ist dabei jedoch, dass er das Team anführt und unter Kontrolle hat, ohne dafür großartig ein Loch in den Boden dribbeln zu müssen. Stattdessen bindet Merrill viel Aufmerksamkeit dadurch, dass er sich gut aus indirekten Blöcken bewegt und meist beide involvierten Verteidiger ablenkt, wodurch Freiräume für seine Mitspieler entstehen. Merrill ist ein Shooter mit butterweichem Handgelenk (39 Prozent Erfolgsquote bei zweieinhalb Treffern pro Spiel), der zusätzlich aber genau mit seinen Reizen zu spielen weiß. Wie ein abgezockter Profis nutzt er kleine Zuckungen mit der Schulter oder dem Kopf, um Gegenspieler zum Sprung zu verleihen und in der Zwischenzeit mit ein oder zwei schnellen Dribblings die entstehende Lücke zu nutzen.
X-Faktor: Neemias Queta, Big, 6'11'', Freshman Es ist schon relativ ungewöhnlich, wenn ein Spieler gleichzeitig als Sleeper oder aber Senkrechtstarter bezeichnet werden kann. Diese beiden Aggregatzustände treffen momentan jedoch auf Neemias Queta zu. Der Portugiese legte eine sensationelle Freshman Saison hin. Auf Anhieb scort er im Schnitt zweistellig, obwohl sein Skillset noch begrenzt ist. Dafür rollt er sich im Pick & Roll ideal ab. Fast wichtiger ist jedoch sein defensiver Einfluss auf ein Spiel. Quetas Blockpercentage von 10,6 Prozent bewegt sich auf einem Niveau, das viele der besten Shotblocker unter den Draft Prospects der vergangenen Jahre erreichten. Mit ihm auf dem Feld überlegen sich gegnerische Guards zwei Mal, ob sie in die Zone penetrieren sollen.
Style: In seinem ersten Jahr als Headcoach hat es Craig Smith direkt geschafft, eine klare erkennbare Handschrift zu verpassen. Gerade die Offensive der Aggies ist wunderbar anzusehen, da sie viel Bewegung enthält und hochprozentige Abschlüsse generiert. Unzählige Handoffs reihen sich aneinander, während auf der Weakside entweder ein Pindown vorbereitet wird oder aber entlang der Baseline ein Crossscreen für den Big gestellt wird. Gerade aus Auszeiten heraus lässt sich Smith immer wieder clevere Kniffe einfallen und verschafft seiner Mannschaft einfache Punkte.
NBA & BBL Kandidaten: Neemias Queta ist ein faszinierender Fall. Vermutlich wird sich der Freshman Big für den Draft anmelden, sich Feedback einholen, Workouts absolvieren und dann eine abschließende Entscheidung treffen. Queta ist genau der Big, der in der NBA gerade gefragt ist: athletisch, kann den Ring beschützen und offensiv Pick & Rolls laufen.
Fun/Quick Facts: Dabei landete Queta mehr oder weniger per Zufall bei den Aggies. Lange Zeit blieb der Portugiese unentdeckt. Erst ein starker Auftritt mit der U20 Auswahl Portugals bei der B-Europameisterschaft im vergangenen Sommer machte College Recruiter auf den Big Man aufmerksam. Ende August, gut einen Monat vor dem offiziellen Trainingsstart gab Queta dann den Aggies seine Zusage.

Tournament: In ihrer Spielweise erinnern die Aggies ein wenig den Loyola Ramblers des vergangenen Tournaments, die sich als Cinderella bis ins Final Four spielen konnten. Abgesehen davon, dass den Aggies der göttliche Beistand fehlt, weil sie nicht auf Edelfan Sister Jean zurückgreifen können, sollten die Aggies auch vor Beginn des Tournaments schon als enorm gefährliches Team eingestuft werden. Schließlich konnten sie sowohl den Regular Season als auch den Conference Tournament Titel einheimsen - vor dem hochgehandelten Wolfsrudel aus Nevada. Tatsache ist, dass die Aggies durchaus das zweite Wochenende erreichen können. Die spielerische Qualität, das Teamspiel, die Qualitäten von Einzelkönner Sam Merrill und die Torwartpräsenz von Neemias Queta machen das möglich.
VCU Rams
MVP: Marcus Evans, Guard, 6'2'', Junior
Marcus Evans ist ein interessanter Spielertyp, der gerade oft dazu gezwungen ist, Dinge auf dem Spielfeld zu übernehmen, die er seinem Naturell nach eigentlich nicht versuchen würde. Evans muss beispielsweise gerade den Point Guard und Spielgestalter mimen, obwohl er eigentlich am liebsten selbst scort. Immerhin hat sich Evans mit dieser ungewohnten Rolle arrangieren können und macht nun das beste aus seinen Möglichkeiten. Mehr als drei Assists gelingen Evans, der sich besonders als Pick & Roll Spieler stark steigern konnte. Mit fast 14 Punkten pro Spiel findet Evans jedoch immer noch genügend Gelegenheiten, um auch den eigenen Gelüsten nachgehen zu können.

X-Faktor: De'Riante Jenkins, Wing, 6'5'', Junior
Es gibt Spieler, bei denen reicht ein erster Blick, um festzustellen, dass sie kurz davor sind, vor überschüssiger Energie zu platzen. Jenkins ist ein Vertreter dieser Spielersorte. Der athletische Flügelspieler mag technisch und spielerisch noch nicht dort sein, wo er nach drei Collegejahren vermutlich stehen wollte. Doch seine Energie ist nach wie vor so elektrisierend wie schon zu Freshman Zeiten und überträgt sich gerne mal auf seine Mitspieler. Durch diese Ansteckungsgefahr ist Jenkins in hohem Maße verantwortlich für den Teamerfolg. Wenn bei den Rams gerade die Luft raus ist - egal ob offensiv oder defensiv -, können sie sich darauf verlassen, dass Jenkins das Kommando übernimmt und mit einer wilden Aktion Schwung in die Kiste bringt.

Style: Die Rams gehören in dieser Saison wieder zu den gefürchtetesten Defensivteams der NCAA. Zwar sind sie noch nicht wieder dem Havoc Style unter Shaka Smart verfallen. Doch in angepasster Art versuchen die Rams diesen Stil wieder zu kopieren und sich ihm anzunähern. In letzter Zeit streuen sie immer mal wieder die berühmte Diamond Fullcourt Press ein. Gleichzeitig versuchen sie jedoch im Halbfeld etwas kontrollierter zu verteidigen und weniger Risiken einzugehen, wobei sie mit dieser Strategie gut fahren. In der Offense läuft viel über Spread Offense und Pick & Rolls.

NBA & BBL Kandidaten: Der einzige Senior des Team ist Michael Gilmore, der jedoch im Laufe seiner Karriere stark stagnierte und daher keine Profiperspektive aufweist. Im nächsten Jahr spülen die Rams interessantere Spieler auf den Markt.

Fun/Quick Facts: Mike Rhoades war der Associate Head Coach unter Shaka Smart, als die Rams ihren famosen Run ins Final Four 2011 hinlegten. Ähnlich wie sein Vorvorgänger setzt Rhoades auch auf eine intensive und gut funktionierende Verteidigung. Das zweite beste Defensivrating der gesamten NCAA ist dafür der verdiente Lohn.

Tournament: Die Tournament Teilnahme war das Ziel für die Rams in dieser Saison. Dass ihre Saison so überzeugend ablief und auch eine Niederlage gegen Rhode Island im Viertelfinale des A10 Tournaments zu verkraften war, hätten vor der Saison sicherlich nur die kühnsten Optimisten so prophezeit. Durch den jungen Kader, bei dem die meisten Spieler sich erst im zweiten oder dritten Jahr befinden, soll diese Erfahrung vor allem einen Lerneffekt herstellen. Natürlich können die Rams mit ihrer Spielweise auch ein oder zwei Spiele klauen und werden alles daran setzen, doch wahrscheinlich sind sie noch ein Jahr davon entfernt, für Radau zu sorgen.
Marcus Evans ist ein interessanter Spielertyp, der gerade oft dazu gezwungen ist, Dinge auf dem Spielfeld zu übernehmen, die er seinem Naturell nach eigentlich nicht versuchen würde. Evans muss beispielsweise gerade den Point Guard und Spielgestalter mimen, obwohl er eigentlich am liebsten selbst scort. Immerhin hat sich Evans mit dieser ungewohnten Rolle arrangieren können und macht nun das beste aus seinen Möglichkeiten. Mehr als drei Assists gelingen Evans, der sich besonders als Pick & Roll Spieler stark steigern konnte. Mit fast 14 Punkten pro Spiel findet Evans jedoch immer noch genügend Gelegenheiten, um auch den eigenen Gelüsten nachgehen zu können.
X-Faktor: De'Riante Jenkins, Wing, 6'5'', Junior Es gibt Spieler, bei denen reicht ein erster Blick, um festzustellen, dass sie kurz davor sind, vor überschüssiger Energie zu platzen. Jenkins ist ein Vertreter dieser Spielersorte. Der athletische Flügelspieler mag technisch und spielerisch noch nicht dort sein, wo er nach drei Collegejahren vermutlich stehen wollte. Doch seine Energie ist nach wie vor so elektrisierend wie schon zu Freshman Zeiten und überträgt sich gerne mal auf seine Mitspieler. Durch diese Ansteckungsgefahr ist Jenkins in hohem Maße verantwortlich für den Teamerfolg. Wenn bei den Rams gerade die Luft raus ist - egal ob offensiv oder defensiv -, können sie sich darauf verlassen, dass Jenkins das Kommando übernimmt und mit einer wilden Aktion Schwung in die Kiste bringt.

Style: Die Rams gehören in dieser Saison wieder zu den gefürchtetesten Defensivteams der NCAA. Zwar sind sie noch nicht wieder dem Havoc Style unter Shaka Smart verfallen. Doch in angepasster Art versuchen die Rams diesen Stil wieder zu kopieren und sich ihm anzunähern. In letzter Zeit streuen sie immer mal wieder die berühmte Diamond Fullcourt Press ein. Gleichzeitig versuchen sie jedoch im Halbfeld etwas kontrollierter zu verteidigen und weniger Risiken einzugehen, wobei sie mit dieser Strategie gut fahren. In der Offense läuft viel über Spread Offense und Pick & Rolls.
NBA & BBL Kandidaten: Der einzige Senior des Team ist Michael Gilmore, der jedoch im Laufe seiner Karriere stark stagnierte und daher keine Profiperspektive aufweist. Im nächsten Jahr spülen die Rams interessantere Spieler auf den Markt.
Fun/Quick Facts: Mike Rhoades war der Associate Head Coach unter Shaka Smart, als die Rams ihren famosen Run ins Final Four 2011 hinlegten. Ähnlich wie sein Vorvorgänger setzt Rhoades auch auf eine intensive und gut funktionierende Verteidigung. Das zweite beste Defensivrating der gesamten NCAA ist dafür der verdiente Lohn.
Tournament: Die Tournament Teilnahme war das Ziel für die Rams in dieser Saison. Dass ihre Saison so überzeugend ablief und auch eine Niederlage gegen Rhode Island im Viertelfinale des A10 Tournaments zu verkraften war, hätten vor der Saison sicherlich nur die kühnsten Optimisten so prophezeit. Durch den jungen Kader, bei dem die meisten Spieler sich erst im zweiten oder dritten Jahr befinden, soll diese Erfahrung vor allem einen Lerneffekt herstellen. Natürlich können die Rams mit ihrer Spielweise auch ein oder zwei Spiele klauen und werden alles daran setzen, doch wahrscheinlich sind sie noch ein Jahr davon entfernt, für Radau zu sorgen.
Vermont Catamounts
MVP: Anthony Lamb, Big, 6'6'', Junior
Pünktlich zum NCAA Tournament präsentiert sich Anthony Lamb in bester Form und wird die Bühne für sich nutzen, um zu zeigen, weshalb er der beste Power Forward abseits der Power 5 Conferences ist und sich selbst vor den dortigen Vertretern nicht verstecken muss. Obwohl er leicht undersized ist und auch nicht als sprunggewaltiger Athlet bezeichnet werden kann, ist es eine gehörige Herausforderung, Lamb in einem Spiel unter 20 Punkten zu halten. Im Schnitt gelingen dem Junior mehr als 21 Zähler, wobei er auch schon Teams wie Yale (34 Punkte), Harvard (37 Punkte) und St. Bonaventure (42 Punkte) ordentlich Punkte einschenken konnte. Lamb ist ein bulliger Vierer mit gutem Touch, solidem Jumper und vielzähligen Eins-gegen-Eins Moves.

X-Faktor: Ernie Duncan, Guard, 6'3'', Senior
Als eindimensionaler Shooter im Catch & Shoot startete Ernie Duncan vorwiegend seine Karriere. Es folgte das Upgrade zu einem gefährlichen Schützen aus der Bewegung. Dieses Potential besaß Duncan vermutlich früher schon, doch erst in seinem Sophomore Jahr wurde er gezielt durch Offballscreens geschickt. Nun als Senior vollzog er einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt. Ohne den langjährigen Aufbauspieler Trae Bell-Haynes musste Duncan diese Saison auch vermehrt in die Organisation des Spiels eingebunden werden. Das gelang dem Guard bislang auch einigermaßen souverän. Zwar sollten keine Wunderdinge von ihm erwartet werden, doch ab und zu lässt Duncan Playmaking Potential aufblitzen. Viel wichtiger ist ohnehin, dass Duncan seinen Touch als Shooter demonstriert (42,9 Prozent bei knapp zweieinhalb Treffern pro Spiel).

Style: Unter John Becker pflegen die Catamounts einen sehr geordneten Basketball. Gerade im Halbfeld kreieren sich die Champs America East Conference viele offene Würfe und bekommen eigentlich immer den Abschluss, den sie haben wollen. Häufig wandert der Ball natürlich zu Anthony Lamb, der gerade im Midpost Bereich oder aus dem Pick & Pop eine Menge Gefahr ausstrahlt. Klappt das nicht, schlängelt sich im Zweifelsfall einer der Duncan Brüder um mehrere Screens herum, bis er einen offenen Wurf vom Perimeter erhält.

NBA & BBL Kandidaten: Ernie Duncan ist der einzige Senior des Kaders, der in die Nähe einer Profikarriere gestellt werden könnte. Allerdings ist ein wenig fraglich, ob er als Profi mehr aufweisen könnte als einen verlässlichen Schuss und ob dieser wiederum so gut ist, dass er darauf eine langjährige Karriere aufbauen könnte. Anthony Lambs Fall wird da im nächsten Jahr schon spannender zu diskutieren sein.

Fun/Quick Facts: Fünf Mal haben in der Historie der Division I drei Brüder gleichzeitig in einem Team gespielt. Zuletzt waren das die drei Plumlees bei Duke. Bei den Catamounts sind es die Duncan Brüder. Ernie ist ein Redshirt Senior, Everett ein Redshirt Junior und Robin ein Freshman.

Tournament: Vor zwei Jahren boten die Catamounts den Purdue Boilermakers um Biggie Swanigan lange Paroli. Daran will das diesjährige Vermont Team anknüpfen. Dank Anthony Lamb haben sie fast immer eine verlässliche Option in der Offensive, auf die sie sich verlassen können. Doch auch neben Lamb gibt es mehrere Spieler im Kader, die im entscheidenden Moment Verantwortung übernehmen können, wenn es die Situation erfordert. Gerade auf den Guardpositionen sind die Catamounts so tief besetzt wie nie zuvor. Vermont ist gefährlich und ein heißer Upset Kandidat.
Pünktlich zum NCAA Tournament präsentiert sich Anthony Lamb in bester Form und wird die Bühne für sich nutzen, um zu zeigen, weshalb er der beste Power Forward abseits der Power 5 Conferences ist und sich selbst vor den dortigen Vertretern nicht verstecken muss. Obwohl er leicht undersized ist und auch nicht als sprunggewaltiger Athlet bezeichnet werden kann, ist es eine gehörige Herausforderung, Lamb in einem Spiel unter 20 Punkten zu halten. Im Schnitt gelingen dem Junior mehr als 21 Zähler, wobei er auch schon Teams wie Yale (34 Punkte), Harvard (37 Punkte) und St. Bonaventure (42 Punkte) ordentlich Punkte einschenken konnte. Lamb ist ein bulliger Vierer mit gutem Touch, solidem Jumper und vielzähligen Eins-gegen-Eins Moves.
X-Faktor: Ernie Duncan, Guard, 6'3'', Senior Als eindimensionaler Shooter im Catch & Shoot startete Ernie Duncan vorwiegend seine Karriere. Es folgte das Upgrade zu einem gefährlichen Schützen aus der Bewegung. Dieses Potential besaß Duncan vermutlich früher schon, doch erst in seinem Sophomore Jahr wurde er gezielt durch Offballscreens geschickt. Nun als Senior vollzog er einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt. Ohne den langjährigen Aufbauspieler Trae Bell-Haynes musste Duncan diese Saison auch vermehrt in die Organisation des Spiels eingebunden werden. Das gelang dem Guard bislang auch einigermaßen souverän. Zwar sollten keine Wunderdinge von ihm erwartet werden, doch ab und zu lässt Duncan Playmaking Potential aufblitzen. Viel wichtiger ist ohnehin, dass Duncan seinen Touch als Shooter demonstriert (42,9 Prozent bei knapp zweieinhalb Treffern pro Spiel).
Style: Unter John Becker pflegen die Catamounts einen sehr geordneten Basketball. Gerade im Halbfeld kreieren sich die Champs America East Conference viele offene Würfe und bekommen eigentlich immer den Abschluss, den sie haben wollen. Häufig wandert der Ball natürlich zu Anthony Lamb, der gerade im Midpost Bereich oder aus dem Pick & Pop eine Menge Gefahr ausstrahlt. Klappt das nicht, schlängelt sich im Zweifelsfall einer der Duncan Brüder um mehrere Screens herum, bis er einen offenen Wurf vom Perimeter erhält.
NBA & BBL Kandidaten: Ernie Duncan ist der einzige Senior des Kaders, der in die Nähe einer Profikarriere gestellt werden könnte. Allerdings ist ein wenig fraglich, ob er als Profi mehr aufweisen könnte als einen verlässlichen Schuss und ob dieser wiederum so gut ist, dass er darauf eine langjährige Karriere aufbauen könnte. Anthony Lambs Fall wird da im nächsten Jahr schon spannender zu diskutieren sein.
Fun/Quick Facts: Fünf Mal haben in der Historie der Division I drei Brüder gleichzeitig in einem Team gespielt. Zuletzt waren das die drei Plumlees bei Duke. Bei den Catamounts sind es die Duncan Brüder. Ernie ist ein Redshirt Senior, Everett ein Redshirt Junior und Robin ein Freshman.
Tournament: Vor zwei Jahren boten die Catamounts den Purdue Boilermakers um Biggie Swanigan lange Paroli. Daran will das diesjährige Vermont Team anknüpfen. Dank Anthony Lamb haben sie fast immer eine verlässliche Option in der Offensive, auf die sie sich verlassen können. Doch auch neben Lamb gibt es mehrere Spieler im Kader, die im entscheidenden Moment Verantwortung übernehmen können, wenn es die Situation erfordert. Gerade auf den Guardpositionen sind die Catamounts so tief besetzt wie nie zuvor. Vermont ist gefährlich und ein heißer Upset Kandidat.
Villanova Wildcats
MVP: Phil Booth, Guard, 6'3'', Senior Bis zu dieser Saison wurde Phil Booth eigentlich immer als der Spieler beschrieben, der beim ersten Titelgewinnen gegen North Carolina im Finale mit 20 Punkten Topscorer war. Entsprechend haftete ihm während der ersten drei Jahre ein wenig das Etikett des reinen Scoring Guards, der dafür ein wenig an Körpergröße vermissen lässt und entsprechend vom Jumpshot abhängig sei. Dieses Klischee konnte Booth in der laufenden Saison abstreifen. Ob Booth es schon immer konnte und erst jetzt zeigen darf, weil die etablierten Point Guards der Vorjahre fehlen, oder ob er sich die Skills als Organisator erst in den vergangenen Monaten aneignete, werden wir wohl nie erfahren. Fakt ist: Booth ist ein absolut überzeugender Pick & Roll Spieler, der neben seiner Position als bester Punktersammler mit fast 19 Punkten pro Spiel auch noch als Passgeber glänzt (fast vier Vorlagen durchschnittlich).
X-Faktor: Eric Paschall, Wing/Big, 6'8'', Senior Einen vergleichbaren Sprung wie Booth legte Eric Paschall in dieser Saison zwar nicht hin, dennoch etablierte er sich als einer der Leader des Teams und ist daher auch mitverantwortlich dafür, dass die Wildcats so eine solide Saison spielen. Mit seiner Vielseitigkeit ist Paschall außerdem eine gefährliche Waffe, da er je nach Matchup zum echten Problem für den Gegner werden kann. Entscheidend ist hierbei vor allem, dass der Distanzwurf des Fordham Transfers mit einer gewissen Sicherheit fällt. Denn oft genug wird der gegnerische Big auf Paschall angesetzt, der seinen Schnelligkeitsvorteil dann jedoch nur bedingt ausspielen kann, wenn der Dreier nicht fällt und der Gegner absinkt. Grundsätzlich ist Paschall ein emotionaler Anführer, der dem Team nochmal einen zusätzlichen Push verschaffen kann.
Style: Am Stil hat sich nichts verändert zu den Vorjahren. Die Wildcats prägen den Begriff Positionslosigkeit jedes Mal auf ein Neues mit ihren unkonventionellen Lineups. Teils stellt mit Jermaine Samuels ein knapp zwei Meter großer, gelernter Flügelspieler die direkten Blöcke im Pick & Roll und mimt den Fünfer. Erneut leben die Wildcats vom Dreier. Über 1.000 Versuche haben sie als Team schon genommen und liegen damit in der Top5 NCAA weit. Die Quote ist dieses Jahr jedoch deutlich schlechter. In der Verteidigung wird viel geswitcht, was oft zu einer Mischung aus Matchup Zone und Mannverteidigung verwischt.
NBA & BBL Kandidaten: Phil Booths Verbesserungen sind so markant, dass er sich im Laufe der Saison von einem guten Guard mit Euroleague Perspektive zum NBA Spieler gemausert hat. Ein Team, das die Augen offen hält und mit Sachverstand die Entwicklung verfolgt hat, sollte sich Booth als Schnäppchen in der zweiten Runde sichern. Bei Eric Paschall hängt viel von der Konstanz im Wurf ab, doch grundsätzlich kann er auch einen guten Rollenspieler abgeben. Abseits der beiden Seniors befinden sich fast nur Sophomores und Freshmen im Kader, die erst am Anfang ihrer Entwicklung stehen.
Fun/Quick Facts: Der Erfolg des Vorjahres war teuer dadurch erkauft, dass nahezu die komplette erste Fünf dem Campus dem Rücken kehrte und sich zum Teil vorzeitig zum Draft anmeldete. Saddiq Bey ist daher vielleicht die größte Überraschung in dieser Saison. Der Freshman sollte ursprünglich für NC State spielen, wich jedoch von seiner Zusage zurück, gab dafür im August Nova seine Zustimmung und spielt nun fast 30 Minuten pro Spiel.

Tournament: Jay Wrights Coaching ist in dieser Saison ähnlich bewunderswert wie in den beiden Meisterjahren. Angesichts der vielen Abgänge, der Jugend und Unerfahrenheit des Kaders und der Entwicklung, die die jungen Spieler in den letzten Monaten hinlegen konnten, hat Wright seinen Status als vielleicht bester Trainer der NCAA wieder mal unterstreichen können. Nun sind die Wildcats tatsächlich in einer Position, in der das zweite Wochenende nicht undenkbar erscheint - erstaunlich vor dem Hintergrund, dass eine Tournament Teilnahme im November nicht fest verbucht werden konnte. Fallen die Würfe von außerhalb, ist das eine gefährliche Mischung in Kombination mit der Erfahrung und den Closer Qualitäten von Phil Booth.
Virginia Cavaliers
MVP: Ty Jerome, Guard, 6'5'', Junior
Noch immer wird der unscheinbare Aufbauspieler der Cavaliers vom geneigten Zuschauer maßlos unterschätzt. Jerome sorgt nicht für spektakuläre Aktionen am Fließband. Stattdessen gibt es jedoch kaum einen Aufbauspieler in der NCAA, der so gut das Tempo einer Partie kontrollieren kann wie Virginias Floor General. In seinen ersten beiden Jahren als Cavalier war Jerome etwas zu sehr auf eine geringe Fehlerquote bedacht, weshalb er sich als Scorer teils selbst einschränkt. Diese falsche Scheu konnte Jerome in dieser Saison ablegen. Wann immer Virginia in einer engen Schlussphase dringend Punkte braucht, traut sich Jerome in dieser Saison zur Tat zu schreiten. Besonders herauszuheben ist dabei, dass er sich bei seinen Vorstößen nicht mehr nur auf seinen guten Distanzwurf, den er auch aus NBA Reichweite trifft, verlässt, sondern auch mal beherzt zum Korb zieht und seinen Touch demonstriert.

X-Faktor: De'Andre Hunter, Wing/Big, 6'7'', Sophomore
Das mediale Echo auf den letztjährigen Upset von UMBC war riesig und sehr oft wurde das nachfolgende Sommerloch von den Vertretern der Collegepresse mit tiefenphilosophischen Gedankenexperimenten darüber gefüllt, ob und vor allem welchen Unterschied ein fitter De'Andre Hunter gemacht hätte. Hunter war nach einer starken Redshirt Freshman Saison ein zentraler Bestandteil der Offensive und verletzte sich kurz vor dem Start des Tournaments. Dieses Jahr ist Hunter jedoch putzmunter und will nun in der Praxis zeigen, wie wichtig er für die Cavs ist. Hunter ist einer der besten Two-Way-Player der NCAA und kann mit seiner Physis und Athletik eine Komponente in das Spiel Virginias bringen, die kein anderer Akteur liefert. Zudem hat sich Hunters Skillset erweitert und der Wurf fällt dieses Jahr deutlich stabiler.

Style: Neben den Diskussionen um die Hunter Verletzung rankte sich ein zweiter Strang der Aufarbeitung dieser Sensation um die Frage, ob Virginias Spielweise noch zeitgemäß sei und solche Überraschungen nicht provozieren würden. Coach Tony Bennett ließen diese Überlegungen offensichtlich ungerührt. Denn auch in dieser Saison spielen die Cavs mit einer sehr langsamen Pace von knapp über 60 Ballbesitzen pro Spiel. Bei genauerer Betrachtung werden dennoch kleine Anpassungen deutlich. In engen Schlussphasen verwendet Bennett diese Saison deutlich häufiger gezielte Setplays, anstatt sich auf seine traditionelle Blocker-and-Mover-Offense (zwei Bigs stellen permanent Down-/Flarescreens für die drei Guards) zu verlassen. In der Verteidigung rühren die Cavs weiter fleißig Beton an und stellen sich mit ihrer Pack Line Defense in die Drivepassagen der gegnerischen Offense.

NBA & BBL Kandidaten: De'Andre Hunter wird sich nach dem Tournament mit der Entscheidung einer vorzeitigen Draftanmeldung auseinandersetzen müssen. Wenn er das Maximum aus seinem Draftwert herausholen möchte, sollte er sich wahrscheinlich auch anmelden. Der Draft ist schwach und Hunter stellt einen Spielertypen dar, der begehrt ist und immer Konjunktur hat. Ein weiterer Kandidat könnte Ty Jerome sein. Als Backup auf der Aufbauposition oder auch in der Manier eines Jalen Brunson wird sich Jerome früher oder später seinen NBA Spot sichern. Big Man Jack Salt legt keine spektakulären Zahlen auf, ist jedoch ein verlässlicher Defensivanker und stellt harte Screen. Er könnte ähnlich einem Dennis Clifford von ALBA Berlin in der BBL landen.

Fun/Quick Facts: Zum vierten Mal in sechs Jahren sind die Cavaliers ein 1 Seed im Tournament. Ebenso häufig konnten die Cavaliers in dieser Zeitspanne den Titel ACC für die Regular Season entweder für sich entscheiden oder zumindest mit einem weiteren Team teilen. 182 Siegen stehen 36 Niederlagen gegenüber. Virginia ist und bleibt eine gut geölte Maschine.
Noch immer wird der unscheinbare Aufbauspieler der Cavaliers vom geneigten Zuschauer maßlos unterschätzt. Jerome sorgt nicht für spektakuläre Aktionen am Fließband. Stattdessen gibt es jedoch kaum einen Aufbauspieler in der NCAA, der so gut das Tempo einer Partie kontrollieren kann wie Virginias Floor General. In seinen ersten beiden Jahren als Cavalier war Jerome etwas zu sehr auf eine geringe Fehlerquote bedacht, weshalb er sich als Scorer teils selbst einschränkt. Diese falsche Scheu konnte Jerome in dieser Saison ablegen. Wann immer Virginia in einer engen Schlussphase dringend Punkte braucht, traut sich Jerome in dieser Saison zur Tat zu schreiten. Besonders herauszuheben ist dabei, dass er sich bei seinen Vorstößen nicht mehr nur auf seinen guten Distanzwurf, den er auch aus NBA Reichweite trifft, verlässt, sondern auch mal beherzt zum Korb zieht und seinen Touch demonstriert.
X-Faktor: De'Andre Hunter, Wing/Big, 6'7'', Sophomore Das mediale Echo auf den letztjährigen Upset von UMBC war riesig und sehr oft wurde das nachfolgende Sommerloch von den Vertretern der Collegepresse mit tiefenphilosophischen Gedankenexperimenten darüber gefüllt, ob und vor allem welchen Unterschied ein fitter De'Andre Hunter gemacht hätte. Hunter war nach einer starken Redshirt Freshman Saison ein zentraler Bestandteil der Offensive und verletzte sich kurz vor dem Start des Tournaments. Dieses Jahr ist Hunter jedoch putzmunter und will nun in der Praxis zeigen, wie wichtig er für die Cavs ist. Hunter ist einer der besten Two-Way-Player der NCAA und kann mit seiner Physis und Athletik eine Komponente in das Spiel Virginias bringen, die kein anderer Akteur liefert. Zudem hat sich Hunters Skillset erweitert und der Wurf fällt dieses Jahr deutlich stabiler.
Style: Neben den Diskussionen um die Hunter Verletzung rankte sich ein zweiter Strang der Aufarbeitung dieser Sensation um die Frage, ob Virginias Spielweise noch zeitgemäß sei und solche Überraschungen nicht provozieren würden. Coach Tony Bennett ließen diese Überlegungen offensichtlich ungerührt. Denn auch in dieser Saison spielen die Cavs mit einer sehr langsamen Pace von knapp über 60 Ballbesitzen pro Spiel. Bei genauerer Betrachtung werden dennoch kleine Anpassungen deutlich. In engen Schlussphasen verwendet Bennett diese Saison deutlich häufiger gezielte Setplays, anstatt sich auf seine traditionelle Blocker-and-Mover-Offense (zwei Bigs stellen permanent Down-/Flarescreens für die drei Guards) zu verlassen. In der Verteidigung rühren die Cavs weiter fleißig Beton an und stellen sich mit ihrer Pack Line Defense in die Drivepassagen der gegnerischen Offense.
NBA & BBL Kandidaten: De'Andre Hunter wird sich nach dem Tournament mit der Entscheidung einer vorzeitigen Draftanmeldung auseinandersetzen müssen. Wenn er das Maximum aus seinem Draftwert herausholen möchte, sollte er sich wahrscheinlich auch anmelden. Der Draft ist schwach und Hunter stellt einen Spielertypen dar, der begehrt ist und immer Konjunktur hat. Ein weiterer Kandidat könnte Ty Jerome sein. Als Backup auf der Aufbauposition oder auch in der Manier eines Jalen Brunson wird sich Jerome früher oder später seinen NBA Spot sichern. Big Man Jack Salt legt keine spektakulären Zahlen auf, ist jedoch ein verlässlicher Defensivanker und stellt harte Screen. Er könnte ähnlich einem Dennis Clifford von ALBA Berlin in der BBL landen.

Fun/Quick Facts: Zum vierten Mal in sechs Jahren sind die Cavaliers ein 1 Seed im Tournament. Ebenso häufig konnten die Cavaliers in dieser Zeitspanne den Titel ACC für die Regular Season entweder für sich entscheiden oder zumindest mit einem weiteren Team teilen. 182 Siegen stehen 36 Niederlagen gegenüber. Virginia ist und bleibt eine gut geölte Maschine.
 
MVP: Kerry Blackshear Jr., Big, 6'10'', Junior
Schon vor der Saison war klar, dass Kerry Blackshear Jr. eine gesonderte Rolle einnehmen würde. Denn wie auch in der Vorsaison ist er der einzige Spieler des Kaders, der das Attribut "Big" verdient. Blackshear ist der einzige Akteur des Kaders, der über zwei Meter am Zollstock misst. Somit ist es existenziell wichtig für die Hokies, dass der einzige Big Man des Kaders sich von Foulproblemen fernhält und sich möglichst auch nicht verletzt. Doch Blackshear ist nicht nur aufgrund dieser dünnen Kaderkonstellation der wertvollste Spieler der Hokies. In den Wochen, in denen Kapitan Justin Robinson verletzt ausfiel, wuchs Blackshear über sich hinaus und zeigte sich ganzes Repertoire, das er schon immer angedeutet hatte, aber selten offen präsentierte. Blackshear hat ein starkes Perimeter Game inklusive Distanzwurf und Drive, das am College bei Fünfern selten anzutreffen ist. Blackshear kann problemlos 25 Punkte in einer Partie auflegen, ohne dass sich ein Korb dem anderen auch nur ansatzweise ähneln würde.
X-Faktor: Nickeil Alexander-Walker, Guard, 6'5'', Sophomore
Der Kanadier legte einen großen Entwicklungssprung in dieser Saison hin und ist ein interessanter Two-Way-Player. In den vergangenen Wochen war er durch den Ausfall von Aufbauspieler Robinson in deutlich größerem Ausmaß mit der Spielgestaltung in der Halbfeldoffense beauftragt. Hierbei waren seine Darbietungen etwas wechselhaft. Zwar ist er ein exzellenter Passgeber, der aus dem Pick & Roll zu den besten Kickoutspielern der NCAA gehört. Doch sein Ballhandling ist nach wie vor etwas gewöhnungsbedürftig. Der Sophomore dribbelt teils sehr hoch und weit von seinem Körper entfernt, wodurch er gerne mal unnötig den Ball vertendelt. Turnovers zu reduzieren und zusätzlich aggressiv als Scorer aufzutreten, müssen daher für die Tournament Spiele zu NAWs Sonderaufgaben angehoben werden.
Style: Buzz Williams ist einer der unterhaltsamsten und zugleich perfektionistischsten Trainer, die in den nächsten Wochen zu bewundern sein werden. Williams verteidigt am Seitenrand mit und brüllt laut Kommandos, bleibt dabei aber stets positiv. Ob genau das ausschlaggebend dafür ist, dass die Hokies durchaus eine gute Defense auspacken können, sei dahingestellt. Für die kreative Offense darf Williams jedoch auf jeden Fall Lorbeeren ernten. Denn bei jedem Spiel der Hokies gibt es einzelne Spielzüge, die sich Hobbytrainer vor dem Bildschirm mitkritzeln sollten, und auch das Ballmovement mit vielen Extrapässen und gutem Entscheidungsverhalten sorgen für vergnügliche Basketballunterhaltung.
NBA & BBL Kandidaten: Nickeil Alexander-Walker könnte Ende der ersten Runde gedraftet werden. Das Two-Way-Potential des Guards ist verlockend. Zudem scheint er noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen zu sein. Wurf und Ballhandling lassen sich sicherlich noch feintunen. Neben NAW ist auch Justin Robinson mittlerweile jemand, der als Backup Guard in der NBA bestehen kann. Kein College Spieler splittet Pick & Rolls so selbstverständlich und spielt härtere Kickoutpässe. Ahmed Hill hat als Shootingspezialist Außenseiterchancen, sollte aber eher den Weg nach Europa einschlagen.
Fun/Quick Facts: Erstmals seit die Hokies Bestandteil der stärksten Conference der NCAA sind (immerhin 15 Jahre), konnten Virginia Tech mindestens elf Siege einfahren. Garant dafür war Kerry Blackshear Jr. Dieser hat die besondere Angewohnheit, dass er nie seine linke Ferse auf den Boden setzt, sondern immer auf Zehenspitzen läuft. Sein Vater und ein Bruder haben ebenfalls diesen Laufstil und auch gezielte Versuche des Coaching Staffs, diese Gewohnheit abzutrainieren, blieben relativ erfolglos.
Tournament: Vor der Saison waren die Hokies als legitimes Top10 eingestuft worden. Selbst ohne die beiden vermeintlich besten Spieler - Chris Clarke wurde aus dem Programm geworfen und Justin Robinson verpasste die zweite Hälfte der Conference Saison mit einer Fußverletzung - lieferten die Hokies eine grandiose Saison ab und sollten sich nun im März dafür belohnen. Die Tiefe des Kaders ist ein wenig angegriffen, aber solange die Hokies ihre Dreier treffen und sich offensiv gute Würfe erspielen, indem sie aggressiv auftreten, können die Hokies jedes Team schlagen. Auch das zweite Wochenende ist sicherlich in Reichweite. Gerade durch die Rückkehr von Aufbauspieler Justin Robinson sind die Erfolgsaussichten der Hokies gewaltig gestiegen. Zudem haben sie Duke, gegen die es möglicherweise im Sweet Sixteen ginge, bereits schlagen können.
Washington Huskies
MVP: Matisse Thybulle, Wing, 6'6'', Senior
Es ist selten der Fall, dass der wichtigste Spieler eines College Teams, nicht ein mal zehn Punkte pro Spiel auflegt. Doch für die Washington Huskies gibt es schlicht keinen wichtigeren Akteur im Kader als Matisse Thybulle. Der Flügelspieler ist der beste Verteidiger der Conference, der beste Verteidiger in der Schulhistorie und jemand, der perfekt den Stil verkörpert, den Mike Hopkins in den letzten zwei Jahren implementierte. Thybulle ist ein athletischer Flügelspieler mit endlos langen Armen und den schnelleren Reflexen als Lucky Luke beim Griff zum Colt. Besonders in der Verteidigung wird das immer wieder offensichtlich. Kein Spieler verändert so viele Pässe wie Thybulle, der scheinbar immer seine Finger im Spiel hat. Mit seiner Präsenz auf dem Feld verändert sich die Herangehensweise gegnerischer Mannschaften schlagartig und sie agieren deutlich zögerlicher. Durch seinen Einfluss auf die Verteidigung der Huskies ermöglicht er zusätzlich viele leichte Fastbreakpunkt.

X-Faktor: Jaylen Nowell, Guard, 6'5'', Sophomore
Für die Offensive ist meist Jaylen Nowell verantwortlich. Der Sophomore ist der einzige Spieler des Kaders, der sich konstant einen eigenen Abschluss kreieren kann. Nowell ist ein physischer Guard, der nichts wirklich herausragend kann, aber sein Offensivrepertoire so strukturiert hat, dass er in jeder Facette zumindest respektiert werden muss und an guten Tagen auch mit seinen potentiellen Fähigkeiten umzugehen weiß. Nowell ist jemand, der seinen Pull-up aus der Mitteldistanz einigermaßen sicher trifft, was für den Gegner schon problematisch, da er sich fast immer in die Zone mogelt. Der Flügelspieler ist physisch zu stark, um ihn davon abzuhalten. Grundsätzlich hat Nowell sein Spiel in dieser Saison stabilisieren können. Der Dreier fällt sicherer und auch das Auge für den Mitspieler ist besser justiert.

Style: Wie bereits einleitend angeklungen kam Mike Hopkins vor zwei Jahren nach Seattle und etablierte als System, was er sich unter seinem Lehrmeister Jim Boeheim am anderen Ende der USA in Syracuse aneignen konnte: Die berüchtigte 2-3-Zone. Mit dieser speziellen Ausrichtung der Zonenverteidigung, die durchaus aggressiv auf Steals geht, Traps in den Spielfeldecken einstreut und Gegner vor schwierige Entscheidungen stellt, haben die Huskies eine passende Identität entwickelt. Sie unterbinden den Rhythmus des Gegners und erbeuten sich viele Punkte aus Schnellangreifen. Die Offense ist bisweilen ein Problem. Viele Spieler sind eindimensional und im Backcourt fehlt jemand, der aus dem Pick & Roll jederzeit eine gesunde Lösung finden kann.

NBA & BBL Kandidaten: Matisse Thybulle wird als Verteidigungsspezialist seine Rolle und seinen Platz in der NBA finden. In einer Zeit, in der variable Verteidiger eine gern gesehene Spielerspezies sind, sollte Senior Thybulle seine Chance erhalten. Zwei andere Seniors sind David Crisp und Noah Dickerson. Beide werden aber eher Europa übersiedeln. Crisp ist ein zu klein geratener Shooting Guard, dessen Wurf etwas streaky ausfällt. Dickerson ist ein foulanfälliger Small Ball Fünfer mit gutem Rebounding.

Fun/Quick Facts: Den Schulrekord hat Matisse Thybulle mit 321 Ballgewinnen in seiner vierjährigen Karriere in dieser Kategorie bereits längst überschritten und peilt nun weitere Rekorde an. Gelingt ihm ein weiterer Ballklau, überholt er Gary Payton als Alltime Leader der PAC12 Historie. 115 Steals verzeichnete Thybulle alleine in dieser Saison und brach damit den alten PAC12 Rekord von Jason Kidd.

Tournament: Die Huskies sind in dieser Saison das mit Abstand beste PAC12 Team. Das Problem ist nur, dass die Conference sich so wahnsinnig schwach präsentierte, dass diese Aussage ein Muster ohne Wert ist. Durch ihre Zonenverteidigung können die Huskies jedem Gegner auf die Pelle rücken, weil diese Verteidigungsvariante schnell zur Geduldsprobe werden kann. Gerade im Setting eines Tournaments Spiels ist es um das Nervenkostüm nicht immer bestens bestellt, weswegen die Huskies durchaus für Überraschungen sorgen könnten, auch wenn sie vielleicht nicht die talentiertere Mannschaft sind.

Es ist selten der Fall, dass der wichtigste Spieler eines College Teams, nicht ein mal zehn Punkte pro Spiel auflegt. Doch für die Washington Huskies gibt es schlicht keinen wichtigeren Akteur im Kader als Matisse Thybulle. Der Flügelspieler ist der beste Verteidiger der Conference, der beste Verteidiger in der Schulhistorie und jemand, der perfekt den Stil verkörpert, den Mike Hopkins in den letzten zwei Jahren implementierte. Thybulle ist ein athletischer Flügelspieler mit endlos langen Armen und den schnelleren Reflexen als Lucky Luke beim Griff zum Colt. Besonders in der Verteidigung wird das immer wieder offensichtlich. Kein Spieler verändert so viele Pässe wie Thybulle, der scheinbar immer seine Finger im Spiel hat. Mit seiner Präsenz auf dem Feld verändert sich die Herangehensweise gegnerischer Mannschaften schlagartig und sie agieren deutlich zögerlicher. Durch seinen Einfluss auf die Verteidigung der Huskies ermöglicht er zusätzlich viele leichte Fastbreakpunkt.
X-Faktor: Jaylen Nowell, Guard, 6'5'', Sophomore
Für die Offensive ist meist Jaylen Nowell verantwortlich. Der Sophomore ist der einzige Spieler des Kaders, der sich konstant einen eigenen Abschluss kreieren kann. Nowell ist ein physischer Guard, der nichts wirklich herausragend kann, aber sein Offensivrepertoire so strukturiert hat, dass er in jeder Facette zumindest respektiert werden muss und an guten Tagen auch mit seinen potentiellen Fähigkeiten umzugehen weiß. Nowell ist jemand, der seinen Pull-up aus der Mitteldistanz einigermaßen sicher trifft, was für den Gegner schon problematisch, da er sich fast immer in die Zone mogelt. Der Flügelspieler ist physisch zu stark, um ihn davon abzuhalten. Grundsätzlich hat Nowell sein Spiel in dieser Saison stabilisieren können. Der Dreier fällt sicherer und auch das Auge für den Mitspieler ist besser justiert.
Style: Wie bereits einleitend angeklungen kam Mike Hopkins vor zwei Jahren nach Seattle und etablierte als System, was er sich unter seinem Lehrmeister Jim Boeheim am anderen Ende der USA in Syracuse aneignen konnte: Die berüchtigte 2-3-Zone. Mit dieser speziellen Ausrichtung der Zonenverteidigung, die durchaus aggressiv auf Steals geht, Traps in den Spielfeldecken einstreut und Gegner vor schwierige Entscheidungen stellt, haben die Huskies eine passende Identität entwickelt. Sie unterbinden den Rhythmus des Gegners und erbeuten sich viele Punkte aus Schnellangreifen. Die Offense ist bisweilen ein Problem. Viele Spieler sind eindimensional und im Backcourt fehlt jemand, der aus dem Pick & Roll jederzeit eine gesunde Lösung finden kann.
NBA & BBL Kandidaten: Matisse Thybulle wird als Verteidigungsspezialist seine Rolle und seinen Platz in der NBA finden. In einer Zeit, in der variable Verteidiger eine gern gesehene Spielerspezies sind, sollte Senior Thybulle seine Chance erhalten. Zwei andere Seniors sind David Crisp und Noah Dickerson. Beide werden aber eher Europa übersiedeln. Crisp ist ein zu klein geratener Shooting Guard, dessen Wurf etwas streaky ausfällt. Dickerson ist ein foulanfälliger Small Ball Fünfer mit gutem Rebounding.
Fun/Quick Facts: Den Schulrekord hat Matisse Thybulle mit 321 Ballgewinnen in seiner vierjährigen Karriere in dieser Kategorie bereits längst überschritten und peilt nun weitere Rekorde an. Gelingt ihm ein weiterer Ballklau, überholt er Gary Payton als Alltime Leader der PAC12 Historie. 115 Steals verzeichnete Thybulle alleine in dieser Saison und brach damit den alten PAC12 Rekord von Jason Kidd.
Tournament: Die Huskies sind in dieser Saison das mit Abstand beste PAC12 Team. Das Problem ist nur, dass die Conference sich so wahnsinnig schwach präsentierte, dass diese Aussage ein Muster ohne Wert ist. Durch ihre Zonenverteidigung können die Huskies jedem Gegner auf die Pelle rücken, weil diese Verteidigungsvariante schnell zur Geduldsprobe werden kann. Gerade im Setting eines Tournaments Spiels ist es um das Nervenkostüm nicht immer bestens bestellt, weswegen die Huskies durchaus für Überraschungen sorgen könnten, auch wenn sie vielleicht nicht die talentiertere Mannschaft sind.

Wisconsin Badgers
 
MVP: Ethan Happ, Big, 6'10'', Senior
In einer Ära, in der Einhörner die NBA regieren, haben die Badgers ihr ganz eigenes Unikat, das allerdings kaum mit den Fabelwesen aus der besten Liga der Welt zu vergleichen ist. Dennoch gibt es keinen Spieler, dem Ethan Happ im Ansatz ähnelt, weswegen er eine Sonderstellung genießt. Happ ist grundsätzlich ein Big Man, der sich mit dem Rücken zum Korb am wohlsten fühlt. Hier bittet er seinen Gegenspieler zum Tanz und tankt sich mit unzähligen Fakes, Finten und Pirouetten durch. Soweit relativ normal. Ungewöhnlich ist jedoch, dass Happ als Point Center nach einem Defensivrebound meist selbst das Leder über den Court nach vorne bringt und ohne einen weiteren Pass zunächst das Postup sucht. Kommt die Hilfe, kann Happ seine Spielübersicht auskosten und findet meist die freien Mitspieler. Hätte Happ einen verlässlichen Wurf, wäre er am College gar nicht zu verteidigen.
X-Faktor: Brad Davison, Guard, 6'3'', Sophomore
Schon als Freshman sorgte Brad Davison mit seiner energiegeladenen Art und Weise auf dem Feld für einige Kontroversen. Gerade bei den Fanlagern der anderen Teams macht sich Davison schnell unbeliebt, da er defensiv alles gibt, was in seinen Kräften liegt. Alleine im Spiel gegen NC State zog Davison beispielsweise vier Offensivfouls. Davison ist ein Derwisch, der seine Gegner in seinen Bann zieht und dafür sorgt, dass sie ihren Fokus verlieren - zumindest ist dies der Regelfall. Es gibt allerdings auch Situationen, in denen Davison mit seiner Spielweise für einen Schub an Extramotivation sorgt und sein Matchup zu Höchstleistungen anspornt. Das ist immer ein unkalkulierbares Glücksspiel.
Style: Die altehrwürdige Swing Offense, die vor über zwei Jahrzehnten vom ehemaligen Erfolgscoach Bo Ryan eingeführt wurde, ist auch unter Greg Gard noch Bestandteil des Angriffs. Allerdings ist Gard auch gewillt, von dieser Art des Cuttens und Passens abzuweichen, wenn dadurch die Gefahr besteht, dass Ethan Happ seine Dominanz nicht ausspielen kann. Denn ein Großteil der offenen Würfe und guten Abschlüsse entsteht aus Ballkontakten seitens des Point Bigs. Im Idealfall postet sich Happ auf und wartet darauf, dass die Weakside Verteidiger zu weit absinken, um sie dafür zu bestrafen und cuttende Mitspieler zu finden. In der Verteidigung sind die Badgers nach wie vor ein Phänomen. Regelmäßig halten sie ihre Gegner bei etwa 60 Punkten, verteidigen sehr solide und begehen dabei kaum Fouls.
NBA & BBL Kandidaten: Ethan Happ wird für die NBA ein interessanter Fall sein. Denn der spielintelligente Big kann auf dem Basketballcourt so gut wie alles - außer werfen. Wie passt das in die heutige NBA? Eher nicht so gut, wäre vermutlich die Standardantwort. Auf der anderen Seite ist Happ für einen Big Man so spielintelligent und verfügt über eine derartig gute Fußarbeit, dass es nachlässig wäre, ihm nicht zumindest eine Chance zu gewähren. Khalil Iverson konnte sich spielerisch während seiner Karriere leider nicht so weiterentwickeln wie erhofft. Er ist nach wie mehr oder weniger ein reiner Athlet, weshalb er selbst in Europa nur ein Wackelkandidat wäre.
Fun/Quick Facts: Dies wird das letzte Tournament für Ethan Happ sein, womit er eine grandiose College Karriere abschließt. Als einer von drei Spielern der Big Ten Historie gelang es ihm, während seiner vier Spieljahre über 2000 Punkte und 1000 Rebounds einzusammeln.
Tournament: Die Bagders sind nach einem eher enttäuschenden Vorjahr wieder auf der Höhe und bereit, für das eine oder andere unbedarfte Team den Spielverderber zu mimen. Abseits der großen Schlagzeilen lieferte Wisconsin mal wieder eine überaus solide Saison ab, die für eine Spitzenposition in der Big Ten zwar nicht reichte. Gleichzeitig sind die Dachse aber auch zu gut, um sie als Mittelmaß zu bezeichnen. Besonders wenn Ethan Happ auch Unterstützung von seinen Mitspielern erhält - im Idealfall von mehreren zum gleichen Zeitpunkt.
Wofford Terriers
MVP: Fletcher Magee, Guard, 6'4'', Senior
Eines der Gesichter der kommenden Madness könnte Fletcher Magee werden. Voraussetzung ist dafür, dass er seine Dreier weiter so verrückt trifft wie in seinen vier Jahren bisher und Wofford zusätzlich den Upset erringen kann. Beides ist mindestens möglich. Magee ist nicht nur aufgrund seiner mehr als 500 Dreier im Laufe seiner Karriere der beste Schütze der NCAA. In dieser Saison erzielt der Senior 4,6 Dreier pro Spiel und weist dabei eine Erfolgsquote von 42,8 Prozent auf. Doch weniger als diese imposanten Zahlen beeindruckt Magee vor allem dadurch, dass er seine Abschlüsse mit einem hohen Schwierigkeitsgrad versieht. Meist weisen seine Schultern und Hüfte in die vom Korb entgegengesetzte Richtung, wenn er zum Catch & Shoot aus dem indirekten Block ansetzt. Erst in der Luft dreht sich der Shooter ein und findet sein Ziel. Der Erfolg gibt ihm Recht.

X-Faktor: Cameron Jackson, Big, 6'8'', Senior
Alles wird sich um Fletcher Magee drehen, wenn die Terriers spielen. Und das ist auch weder überraschend noch ungerechtfertigt. Allerdings sollte bei all dem Trubel nicht unterschlagen werden, dass die Terriers mit Cameron Jackson über einen enorm fähigen Innenspieler verfügen. Jackson wäre bei fast allen Teams des Teilnehmerfelds Starter und wahrscheinlich auch ein Schlüsselspieler. Während seiner vier Jahre hat sich Jackson spielerisch enorm steigern können und sein Skillset erweitert. Schon immer war Jackson körperlich einer Schrankwand nicht unähnlich - allerdings einer sehr beweglichen mit akzeptablem Sprungvermögen. Dadurch ist er als Finisher, Rebounder und Verteidiger gleichermaßen effektiv.

Style: Auch wenn die Würfe von Magee durchaus wild sind und es auf den ersten Blick so wirken mag, als ob die Terriers vom Zufall und Magees Quoten von außen abhängig wären, so kann dem Gelegenheitszuschauer versichert werden, dass das Team von Mike Young sehr gepflegten Basketball spielen kann. Viele von Magees Würfen sind gut und clever durch Setplays herausgespielt. Hinzukommt, dass Big Cameron Jackson immer wieder geschickt in Szene gesetzt wird. Die tiefe Rotation bei den Terriers sorgt dafür, dass immer frische Beine auf dem Feld stehen. Grundsätzlich sind Terriers mit ihrer Mischung aus Shooting (sagenhafte 41,6 Prozent als Team) und Jackson als Insidepräsenz unter den Brettern überaus gefährlich.

NBA & BBL Kandidaten: Aufgrund seiner Wurfgefahr wird Fletcher Magee sicherlich das eine oder andere Workout von NBA Teams erhalten. Shooting ist gerade eines der wertvollsten Güter in der besten Liga der Welt und das hat Magee mehr als nur auf Lager. Ob Magee letztlich als eindimensionaler Shooter in der NBA überdauern kann, wird die Zukunft zeigen müssen. Neben Magee ist Cameron Jackson ein unterschätzter Spieler, der zumindest in Europa eine erfolgreiche Karriere hinlegen wird.

Fun/Quick Facts: 502 Dreier versenkte Fletcher Magee in seiner bisherigen Karriere und hat nun im Tournament die Chance, einen neuen Rekord in der NCAA Geschichte aufzustellen. Der bisherige Leader Travis Bader konnte zwischen 2010 und 2014 504 Dreier erzielen. Da Magee 4,6 Dreier pro Partie trifft, sollte diese Marke tatsächlich in den kommenden Tagen geknackt werden können.

Tournament: Die Terriers verfügen über die Zutaten, um für den Upset zu sorgen. Gutes Guardplay, noch besseres Wurfvermögen, dazu eine ordentliche Kadertiefe und eine Präsenz am Brett bilden ein sehr komplettes Paket. Viel wird davon abhängen, wie gut die Würfe fallen, von denen die Terriers im Angriff einfach leben. Doch auch ohne überragende Quoten sollten die Terriers sich durch ihre Spielweise auf Augenhöhe mit ihrem Gegner bewegen. 29 Siege sind kein Zufallsprodukt - gerade in der starken Southern Conference.

Eines der Gesichter der kommenden Madness könnte Fletcher Magee werden. Voraussetzung ist dafür, dass er seine Dreier weiter so verrückt trifft wie in seinen vier Jahren bisher und Wofford zusätzlich den Upset erringen kann. Beides ist mindestens möglich. Magee ist nicht nur aufgrund seiner mehr als 500 Dreier im Laufe seiner Karriere der beste Schütze der NCAA. In dieser Saison erzielt der Senior 4,6 Dreier pro Spiel und weist dabei eine Erfolgsquote von 42,8 Prozent auf. Doch weniger als diese imposanten Zahlen beeindruckt Magee vor allem dadurch, dass er seine Abschlüsse mit einem hohen Schwierigkeitsgrad versieht. Meist weisen seine Schultern und Hüfte in die vom Korb entgegengesetzte Richtung, wenn er zum Catch & Shoot aus dem indirekten Block ansetzt. Erst in der Luft dreht sich der Shooter ein und findet sein Ziel. Der Erfolg gibt ihm Recht.
X-Faktor: Cameron Jackson, Big, 6'8'', Senior
Alles wird sich um Fletcher Magee drehen, wenn die Terriers spielen. Und das ist auch weder überraschend noch ungerechtfertigt. Allerdings sollte bei all dem Trubel nicht unterschlagen werden, dass die Terriers mit Cameron Jackson über einen enorm fähigen Innenspieler verfügen. Jackson wäre bei fast allen Teams des Teilnehmerfelds Starter und wahrscheinlich auch ein Schlüsselspieler. Während seiner vier Jahre hat sich Jackson spielerisch enorm steigern können und sein Skillset erweitert. Schon immer war Jackson körperlich einer Schrankwand nicht unähnlich - allerdings einer sehr beweglichen mit akzeptablem Sprungvermögen. Dadurch ist er als Finisher, Rebounder und Verteidiger gleichermaßen effektiv.
Style: Auch wenn die Würfe von Magee durchaus wild sind und es auf den ersten Blick so wirken mag, als ob die Terriers vom Zufall und Magees Quoten von außen abhängig wären, so kann dem Gelegenheitszuschauer versichert werden, dass das Team von Mike Young sehr gepflegten Basketball spielen kann. Viele von Magees Würfen sind gut und clever durch Setplays herausgespielt. Hinzukommt, dass Big Cameron Jackson immer wieder geschickt in Szene gesetzt wird. Die tiefe Rotation bei den Terriers sorgt dafür, dass immer frische Beine auf dem Feld stehen. Grundsätzlich sind Terriers mit ihrer Mischung aus Shooting (sagenhafte 41,6 Prozent als Team) und Jackson als Insidepräsenz unter den Brettern überaus gefährlich.
NBA & BBL Kandidaten: Aufgrund seiner Wurfgefahr wird Fletcher Magee sicherlich das eine oder andere Workout von NBA Teams erhalten. Shooting ist gerade eines der wertvollsten Güter in der besten Liga der Welt und das hat Magee mehr als nur auf Lager. Ob Magee letztlich als eindimensionaler Shooter in der NBA überdauern kann, wird die Zukunft zeigen müssen. Neben Magee ist Cameron Jackson ein unterschätzter Spieler, der zumindest in Europa eine erfolgreiche Karriere hinlegen wird.
Fun/Quick Facts: 502 Dreier versenkte Fletcher Magee in seiner bisherigen Karriere und hat nun im Tournament die Chance, einen neuen Rekord in der NCAA Geschichte aufzustellen. Der bisherige Leader Travis Bader konnte zwischen 2010 und 2014 504 Dreier erzielen. Da Magee 4,6 Dreier pro Partie trifft, sollte diese Marke tatsächlich in den kommenden Tagen geknackt werden können.
Tournament: Die Terriers verfügen über die Zutaten, um für den Upset zu sorgen. Gutes Guardplay, noch besseres Wurfvermögen, dazu eine ordentliche Kadertiefe und eine Präsenz am Brett bilden ein sehr komplettes Paket. Viel wird davon abhängen, wie gut die Würfe fallen, von denen die Terriers im Angriff einfach leben. Doch auch ohne überragende Quoten sollten die Terriers sich durch ihre Spielweise auf Augenhöhe mit ihrem Gegner bewegen. 29 Siege sind kein Zufallsprodukt - gerade in der starken Southern Conference.

Yale Bulldogs
MVP: Miye Oni, Guard, 6'6'', Junior
Das NCAA Tournament ist immer eine gute Bühne für Spieler, die sich über Jahre hocharbeiten mussten und als Prospects noch nicht das Standing vergleichbarer Talente genießen, die seit High School Tagen unter stetiger Beobachtung stehen. Daher wird Miye Oni besonders motiviert sein, wenn es für seine Bulldogs im ersten Tournament Spiel ums Weiterkommen geht. Der Point Forward des Ivy League Vertreters ist enorm vielseitig veranlagt und kann nahezu jede Aufgabe übernehmen, die anfällt. 17,6 Punkte und 6,4 Rebounds pro Spiel sind da nur die Spitze des Eisbergs. Er übernimmt den Spielaufbau, kreiert im Halbfeld für sich und auch andere (3,6 Assists pro Partie) und weiß sich mittlerweile auch als Shotmaker zu profilieren. Zwar ist Oni nach einer starken Junior Saison schon deutlich bekannter in der Szene, doch eine gute Leistung bei einem möglichen Upset, würde ihm auch einem breiteren Publikum bekannt machen.
X-Faktor: Alex Copeland, Guard, 6'3'', Senior
Auch wenn Oni seinen Part als Point Forward hervorragend ausfällt, braucht es manchmal einfach einen erfahrenen und gelernten Point Guard auf der Pritsche, der weiß, wann und wie er die Zügel in die Hand nehmen muss, um den Karren nicht in den Morast entgleiten zu lasten. Copeland kann genau das liefern. Wenn es Spitz auf Knopf steht und die Bulldogs dringend einen guten Angriff brauchen, ist es ratsam, Copeland in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Der Aufbauspieler hat ein Gespür dafür, auch aus verfahrenen Situationen noch die bestmögliche Option zu finden und zumindest eine Übergangslösung zu erreichen. Das kann entweder ein kluger Pass zum Mitspieler oder aber ein eigener Abschluss für den zweitbesten Scorer (13,4 Punkte im Schnitt) sein.
Style: Durch die vielen Optionen und die hohe individuelle Qualität des Kaders, ist die Offensive der Bulldogs sehr variabel aufgestellt und mit einigen Freiheiten versehen. Meist leitet ein Pick & Roll mit den Ballhandlern Oni und Copeland den Angriff ein, woraus es anschließend gute Entscheidungen zu treffen gilt. Zusätzlich zum Guardplay haben die Bulldogs mehrere Big Men, denen sie den Ball im Lowpost geben können, wenn mal dringende Punkte erforderlich sind. Diese Variabilität sorgt für eine gute Balance und Unberechenbarkeit im Angriff.
NBA & BBL Kandidaten: Wie bereits erwähnt ist Miye Oni ein ganz heißer Sleeper in Bezug auf den kommenden Draft. Unter den Scouts und Draftanalysten ist Oni zwar ein Begriff, doch eine größere Öffentlichkeit zu schaffen, würde dem Draftwert des Juniors sicherlich helfen. Neben Oni ist Power Forward Jordan Bruner ein zweiter interessanter NBA Prospect, der jedoch vermutlich für ein Senior Jahr zurückkehren wird. Ob Alex Copeland einen Versuch in Europa in startet, wird abzuwarten sein.
Fun/Quick Facts: Onis jetziger Status ist bemerkenswert bei einem Blick auf seinen Werdegang. Als High School Spieler hatte er lange Zeit überhaupt keine Stipendienangebote. Oni war kurz davor in der Division III zu spielen, ehe er in seinem letzten High School Jahr nach überstandener Knieverletzung doch noch einige Angebote erhielt und sich letztlich für Yale entschied.
Tournament: Seit Jahren befindet sich die Ivy League im Wandel. Es ist erstaunlich, wie athletisch die Topteams der Conference mittlerweile sind und auch den Power 5 Teams in dieser Hinsicht nicht mehr wirklich unterlegen sind. Durch die Schließung dieser Lücke ist es in jedem Jahr eine Überlegung wert, den Ivy League Vertreter als Upset Pick in Erwägung zu ziehen. Gerade bei Yale bietet sich das 2019 an. Die Mischung aus Guardplay, Tiefe im Frontcourt und Athletik ist sehr verlockend. Dazu treffen sie auf ein angeschlagenes LSU Team, das mehrere Probleme abseits des Courts zu bewerkstelligen hat.

Tournament: Wie schon in den letzten Jahren haben die Cavaliers die Grenzüberschreitung vor Augen: sie wollen endlich das Final Four erreichen. Seit Jahren wird Tony Bennett als einer der besten Trainer der NCAA angesehen. Tatsächlich gilt es, Bennett dafür Respekt zu zollen, dass bei seinen Teams die Summe mehr ergibt als die bloße Addition der Einzelteile. Eine Final Four Teilnahme würde das Resümee Bennetts aufhübschen, seinen Widersachen den Wind aus den Segeln nehmen und wäre zudem ein verdienter Lohn für die Arbeit der vergangenen Jahre. Firepower im Backcourt ist vorhanden, Hunter liefert Physis auf dem Flügel und die Bigs passen perfekt zu den Cavs. Die Mischung stimmt auf dem Papier, nun werden Nerven und Tagesform entscheidend sein.