02 April 2019

2. Apr, 2019


Der Kreis schließt sich: Das Ende der Regular Season 2018/19 steht bevor und somit auch das finale Voting zum #NBACHEF Spieler des Monats. Die letzte Abstimmung der Saison spiegelt das Gesamtbild wider. Giannis Antetokounmpo (Milwaukee Bucks) gewinnt den Osten zum vierten Mal innerhalb einer Spielzeit – Rekord. James Harden (Houston Rockets) gewinnt den Westen saisonübergreifend zum insgesamt achten Mal – ebenfalls Rekord. Nicht ganz zufällig gelten diese beiden Spieler als die klaren Favoriten bei der anstehenden MVP-Wahl.

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick | 2. Apr, 2019


Giannis Antetokounmpo
(Milwaukee Bucks)

Stats März:
29,0 PPG | 12,5 RPG | 6,2 APG | 1,5 BPG | 1,0 SPG | 58,0% FG | 76,1% FT in 13 gm.

Highlights u. a.:
33 Pts, 16 Reb, 9 Ass, 3 Blk, beim Sieg über die Heat [16.3.]
52 Pts, 16 Reb, 7 Ass, bei der Niederlage gegen die 76ers [17.3.]
34 Pts, 9 Reb, 5 Ass, beim Sieg über die Clippers [29.3.]

Was bleibt noch zu sagen über Giannis Antetokounmpo, das hier an Ort und Stelle nicht schon bei der Wahl zum Oktober/November, Dezember und Februar bereits geschrieben worden ist? Nun, kurz vor Ende der regulären Saison, lassen sich höchstens die damals noch als Wahrscheinlichkeit und Voraussicht aufgeführten Aspekte endgültig zementieren.

Die Bucks werden als bestes Team des Ostens über die Ziellinie gehen und keine Playoff-Serie auf fremdem Parkett beginnen, nicht einmal falls sie den großen Sprung in die Finals schaffen. Sie haben seit dem All-Star Break zwölf von 16 Partien gewonnen, die beste Punktdifferenz der Liga und stellen die drittbeste Offensive sowie die beste Defensive der Liga.

Weil die NBA eine Liga der Superstars ist steht und fällt dieser Erfolg mit Giannis. Dass der Grieche sein Team in Punkten, Rebounds und Assists anführt, ist 2018/19 keine Neuigkeit mehr. Dass er sich die Eastern Conference zu eigen gemacht hat, hingegen schon. Die Frage nach dem besten Spieler des Ostens hat Antetokounmpo eindrucksvoll beantwortet. Nun gilt es, diese Leistungen in der Postseason zu bestätigen, denn der Ausnahmeathlet hat bisher in drei Anläufen noch keine Playoff-Serie gewonnen, seine Bucks warten auf den ersten Erfolg seit 2001.

Das Voting gewinnt er auch diesen Monat recht souverän mit 57%. Sein Verfolger ist und bleibt Joel Embiid von den Philadelphia 76ers, der einzige Spieler, der Antetokounmpo in dieser Saison einen Award zum Spieler des Monats streitig machte. Auf Phillys Center entfallen 29%, die restlichen Prozente gehen an Debütant Trae Young von den Atlanta Hawks.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:

Der beste Spieler des besten Teams. An beiden Enden des Feldes. M-V-P! M-V-P! (Torben Siemer)

Die griechische Naturgewalt ist weiterhin das Maß aller Dinge in seiner Conference. An beiden Enden des Courts hat er massiv positiven Einfluss darauf, dass seine Mannschaft den besten Record der gesamten Liga hat. Selbst ein fast schon gemütlicher März mit neun Siegen und vier Niederlagen ändert an diesem Zustand nichts. (Christoph Lenz)



James Harden
(Houston Rockets)

Stats März:
35,6 PPG | 6,3 RPG | 7,0 APG | 0,8 BPG | 1,9 SPG | 43,1% FG | 89,7% FT in 15 gm.

Highlights u. a.:
57 Pts, 7 Reb, 8 Ass, 2 Blk, 2 Stl, bei der Niederlage gegen die Grizzlies [21.3.]
61 Pts, 7 Reb, 3 Stl, 9-13 3PM, beim Sieg über die Spurs [23.3.]
50 Pts, 11 Reb, 10 Ass, beim Sieg über die Kings [30.3.]

Ebenso wie bei Giannis fällt es auch bei James Harden inzwischen schwer, weitere Superlative aufs Papier zu bringen, die den allabendlichen Galavorstellungen von Houstons Nummer 13 gerecht werden. Im Dezember und Januar gewann er dieses Voting einstimmig, nun folgt der dritte Streich, diesmal mit fast voller Punktzahl.

Apropos Punkte: Die aktuell durchschnittlichen +36 Punkte pro Spiel hat seit Michael Jordan 1986/87 kein NBA-Spieler gescort. Im März arbeitete „The Beard“ nachdrücklich daran, der erste Spieler seit MJ mit dieser hohen Ausbeute zu bleiben: Harden erzielte nie weniger als 20 Punkte, dafür zwei Mal über 40 Punkte, zwei Mal über 50 Punkte und ein Mal sogar satte 61 – ein Career High, punktgleich mit den 61, die er erst im Januar aufgelegt hatte.

Bei allem Fokus auf Punktausbeute und Court Vision darf nicht vergessen werden, dass auch das alte Vorurteil des Defensivallergikers Harden nicht mehr greift. Seine Rockets hatten im März das zweitbeste Defensiv-Rating, sein Beitrag dazu kann sich sehen lassen: 3,6 Deflections per Game (nur Paul George hat unter den Spielern mit relevanten Minuten minimal mehr), 2,1 Steals per Game (auch hier nur ein knapper zweiter Platz hinter George), im Post-Up hält er Gegner bei einer Wurfquote von 37,4%. Diese wohlwollende Auswahl macht Harden selbstverständlich nicht annähernd zu einem elitären Verteidiger, zeigt aber immerhin, dass er auch diesen Part seines Spiels nachdrücklich verbessert hat.

Unterm Strich ergibt all das eine eindeutige Wahl zum Spieler des Monats März im Westen. Harden gewinnt mit deutlichen 86%, das perfekte Ergebnis macht ihm lediglich Devin Booker von den Phoenix Suns streitig, an den die verbliebenen 14% gehen.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:

Eigentlich braucht diese Wahl keine Erklärung. James Harden hat allein in dieser Saison gegen JEDES andere NBA-Team mindestens einmal 30 Punkte aufgelegt. Und allein im März dreimal 50 und mehr. The beard is a walking bucket. (Torben Siemer)

Ein abermals fantastischer Monat für den Bart. Nicht nur ein prall gefülltes Stat-Sheet, sondern auch effiziente Wurfquoten und vor allem einen siegreichen Monat für seine Rockets. Er erfüllt seine Pflicht im MVP-Duell und lässt nicht locker, sodass dieses Rennen bis zur Ziellinie spannend bleiben wird. (Christoph Lenz)



Wer waren eure Spieler des Monats März

Giannis Antetokounmpo
Joel Embiid
Trae Young
James Harden
Devin Booker
Other
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