02 Mai 2019

02. Mai, 2019


Während die Top-Klubs den NBA-Titel unter sich ausmachen, haben die anderen Franchises die Saison 2018/19 längst abgehakt und blicken optimistisch/pessimistisch in die Zukunft. Im gewohnten 30er Split analysiert die #NBACHEF-Redaktion alle Teams, ihre Situation und den bevorstehenden Sommer. Heute: Die Sacramento Kings.

von STEFAN DUPICK @hoopsgamede | 02. Mai, 2019


Saison 2018/19

Die abgelaufene Saison war für die Kings ein Erfolg und für die NBA-Familie eine große Überraschung. Die Playoffs wurden am Ende zwar verpasst, aber niemand hat damit gerechnet, dass Sacramento das Rennen um die Postseason so lange offen gestalten kann. Die meisten Experten haben die Kings erneut als Lottery-Team gesehen und das in einem Jahr, in dem sie den eigenen Draft Pick abgeben müssen. Letztlich wurden es 39 Siege und Platz neun in der Western Conference.

Besonders erfreulich die positive Entwicklung des Backcourts um De’Aaron Fox und Buddy Hield. Fox zeigte in seiner zweiten Saison, dass er zu einem der besseren Point Guards der NBA heranreifen kann und Hield ist die ideale Ergänzung auf der Zwei – ein Scorer, der über 40% von Draußen trifft.


Rookie Marvin Bagley III. hatte Anlaufschwierigkeiten, unterstrich in der zweiten Saisonhälfte jedoch sein Potential, ein wichtiger Eckpfeiler im Team der Kings zu werden. Auch die Verpflichtung von Harrison Barnes via Trade von den Dallas Mavericks kurz vor der Trade Deadline ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Der Vertrag des Forwards wird zwar etwas zu teuer: Barnes hat eine Player Option über 25 Mio. $. Die Kings mussten jedoch nicht viel abgeben und zudem können sie es sich leisten. Das Grundgerüst des Teams steht, jetzt geht es darum, das junge Team zu entwickeln und zu ergänzen.


Offseason Agenda

Der erste Move der Offseason ist bereits geschehen. Auch wenn Ex-Coach Dave Joerger das Team in eine gute Richtung entwickelte, musste er bereits kurz nach der Saison seinen Hut nehmen. Offensichtlich haben sich die Gerüchte um eine mäßige Beziehung zur Führungsetage um GM Vlade Divac bewahrheitet. Ein glücklicher Zufall, dass Luke Walton von den Los Angeles Lakers entlassen wurde, denn die Kings machten umgehend Nägel mit Köpfen und verpflichteten Walton als neuen Coach. Der 39-Jährige gilt als besonders geeignet für die Förderung junger Spieler.


Harrison Barnes wird seine erwähnte Spieler-Option ziehen und ein weiteres Jahr in der kalifornischen Hauptstadt verweilen, somit bleibt der Kern des Teams zusammen. Lediglich hinter Willie Cauley-Stein steht ein Fragezeichen, der Center wird Restricted Free Agent und sein Verbleib somit fraglich. Sollte der Preis des 6. Picks des Drafts 2015 zu hoch steigen, könnten die Kings WCS ziehen lassen und sich nach einer günstigeren Alternative umsehen. Ebenfalls Free Agents werden Big Man Kosta Koufos sowie die während der Saison akquirierten Alec Burks und Corey Brewer.

Das Hauptziel für Luke Walton wird es sein, das Team weiterzuentwickeln. Nebenher wird das Front Office über den Sommer versuchen, sinnvolle Ergänzungsspieler nach Sacramento zu lotsen.


Draft

Dem Draft wird in Sacramento dieser Tage nicht viel Beachtung geschenkt, denn der eigene Erstrunden-Pick geht entweder nach Philadelphia oder nach Boston. Die 76ers bekommen den Pick, wenn es in der Lottery am 14. Mai der allererste werden sollte (unwahrscheinlich), ansonsten landet er bei den Celtics.

Immerhin dürfen die Kings in der zweiten Runde eingreifen. Hier haben sie sogar zwei Picks. Während der eigene (#42) nach Philadelphia geht, halten die Kings den 40. Pick von den Minnesota Timberwolves sowie den 47. von den Orlando Magic.


Zukunft

Die Kings sind für die Zukunft gerüstet. Mit Fox, Hield und Bagley sind die Grundpfeiler des Teams vorhanden. Bogdan Bogdanović und Harrison Barnes sind sehr gute Ergänzungen, mit Harry Giles und Caleb Swanigan stehen zudem zwei junge Spieler im Aufgebot, die viel Potential haben und in günstigen Verträgen stecken.


Wenn es das Management es schafft, weitere gute Ergänzungsspieler zu verpflichten und Luke Walton den vorhandenen Kern entwickelt, dann könnte es in der kommenden Saison endlich wieder Playoff-Basketball in lilanen Teil von Kalifornien geben. Die Fans der Kings warten bereits viel zu lange auf diesen Tag, bald 14 Jahre.