13 August 2019

13. Aug, 2019


In jedem NBA-Sommer gibt es Teams, die definitiv zu den Gewinnern zählen und auch solche, die fraglos der Verliererkategorie zuzuordnen sind. Und dann sind da noch die vielen Härtefälle dazwischen, an denen sich die Geister scheiden. Haben die Verantwortlichen denn nun ihren Job gemacht oder aber nicht? Stehen die Klubs besser oder schlechter da? Der #NBACHEFSQUAD beleuchtet fünf Streitfälle der Western Conference.

von NBACHEFSQUAD  | 13. Aug, 2019




Portland Trail Blazers

Re-Sign: Rodney Hood
Plus: Hassan Whiteside, Kent Bazemore, Mario Hezonja, Anthony Tolliver
Minus: Moe Harkless, Al-Farouq Aminu, Evan Turner, Enes Kanter, Seth Curry, Meyers Leonard, Jake Layman

Stefan Dupick @hoopsgamede: Portland hat mit McCollum und Lillard verlängert und das Grundgerüst langfristig in Rip City gebunden. Im Bereich der Rollenspieler gab es viele Wechsel. Der Whiteside-Trade könnte sich als Glücksgriff erweisen, ebenso sind die Verpflichtungen von Bazemore, Hezonja und Tolliver positiv zu beurteilen und auch Nassir Little könnte zu einem Steal der Draft mutieren. Die Blazers sind auf einem guten Weg und sind für mich ein Gewinner des Sommers.

Jonas Röhrig @jonasRo19: Ein eindeutiger Gewinner des Sommers aus meiner Sicht. Mit Kent Bazemore, den man im Trade für Evan Turner erhalten hat, konnten sie ihre Rotation auf dem Flügel deutlich aufwerten. Weder Turner noch der nach Orlando gewechselte Al Farouq Aminu strahlten von dort letztes Jahr konstant Gefahr aus. Welchen Einfluss Hassan Whiteside in Portland nehmen kann ist fraglich. Im schlimmsten Fall ist er für ein Paar Blocks und Rebounds gut und hilft die Zeit zu überbrücken, bis Nurkic wieder fit ist. Viel mehr sollte man von dem charakterlich schwierigen Center allerdings nicht erwarten. Ansonsten wurden die Verträge von Rodney Hood und CJ McCollum verlängert und Pau Gasol als Mentor für Zach Collins verpflichtet. Ein guter Sommer für Portland.

Christoph Lenz @NBAKenner: Kontinuität ist König. Mit diesem Konzept sind die Trail Blazers bisher stets gut gefahren. Trotz alljährlicher Gerüchte um Trades von Lillard und/oder McCollum hat das Front Office um Neil Olshey nie den Abzug gedrückt. In diesem Sommer und wohl auch in der kommenden Saison werden die Gerüchte wohl so sehr verstummen wie seit Jahren nicht, denn beide Stars wurden mit Vertragsverlängerungen bis weit in die 2020er an Portland gebunden. Auch wenn die restlichen Moves (insbesondere der Whiteside-Trade) die Blazers in meinen Augen nicht besser, sondern eher schlechter machen, sind die Blazers durch die Verlängerungen Offseason-Gewinner.

Jan Wiesinger @WiesiG: Portland ist All-in! Aber reicht dieser Beton-Backcourt gegen die starke Konkurrenz? Der Whiteside-Deal war ein absoluter Coup und vielleicht einer der besten Moves des diesjährigen Sommers. Pau ist wie die Blazers ein Gewinner und kann einem NBA-Team noch immer einen Mehrwert bringen. Fragezeichen stehen hinter dem Playmaking von der etwas geschwächten Bank.

Daniel Schlechtriem @W14Pick: Die Abgänge von Aminu und Harkless werden schmerzen, denn dieses Duo hat im Hintergrund die Drecksarbeit gemacht, sodass Lillard und McCollum scheinen konnten. Wer macht sich in Portland jetzt die Hände schmutzig? Whiteside und Hezonja? Ganz sicher nicht. Bazemore ist auch nicht der Typ dafür. Die Blazers haben nun etwas mehr Shooting, dafür verliert die ohnehin nur durchschnittliche Verteidigung sowie die weiterhin spärlich besetzte Bank an Boden. Eine Rückkehr in die Conference Finals wird so zum weit entfernten Traum, das macht Portland zu Verlierern.



Sacramento Kings

Re-Sign: Harrison Barnes
Plus: Trevor Ariza, Cory Joseph, Dewayne Dedmon, Richaun Holmes, Tyler Lydon,
Minus: Willie Cauley-Stein, Alec Burks, Kosta Koufos, Frank Mason, Ben McLemore, 

Dupick: Sacramento wird in der kommenden Saison den nächsten Schritt machen, dennoch sehe ich den Sommer skeptisch. Luke Waltons Verpflichtung ist super, danach wird es jedoch fragwürdig. Die Verlängerung mit Harrison Barnes war zu teuer, der Vertrag von Ariza ebenfalls und auch die Verpflichtungen auf den großen Positionen sind nur bedingt nachvollziehbar. Bagley gehört die Zukunft und soll mit Harry Giles zusammenspielen (wenn dieser mal fit ist!), aber warum verpflichten sie dann mit Dedmon und Holmes zwei weitere Center!? Für mich sind die Kings ein Verlierer des Sommers.

Röhrig: Nach einer überraschend guten Saison und 39 Siegen dachte Vlade Divac wohl, dass es jetzt Zeit ist, Veteranen in den Kader zu holen. Er gab langfristige Verträge an Trevor Ariza, Cory Joseph und Dewayne Dedmon, die in Summe über die nächsten Jahre 100 Mio. $ verdienen werden. Aber besonders die Vertragsverlängerung für Harrison Barnes über vier Jahre und 85 Mio. $ kam bei den eigenen Fans nicht besonders gut an. Seltsam ist vor allem der Zeitpunkt, zu dem die Kings große Teile ihres Salary Cap verbauen, denn schließlich laufen die Rookie-Verträge ihrer jungen Stars bald nach und nach aus, Buddy Hield wird schon im kommenden Sommer Restricted Free Agent. Hinzu kommt, dass der Frontcourt der Kings durch die Neuverpflichtungen ziemlich überladen ist; wie passen Dedmon und Richaun Holmes zusammen mit Harry Giles, Marvin Bagley und Nemanja Bjelica in eine Rotation? Es war kein prototypischer Kings-Sommer, aber es wurde mal wieder zu viel Geld für Mittelmaß ausgegeben, das macht sie zu Verlierern des Sommers.

Lenz: Lang leben die Könige! In Sacramento stehen große Zeiten bevor, mit Blick auf das Talent im Roster und insbesondere dem inspirierenden Auftritt von De’Aaron Fox im Trainingscamp von Team USA. Die Aktionen der Kings zeigen, dass sie ihre Attraktivität am Markt nicht (mehr) überschätzen und mit realistischen Einschätzungen und kleinen, gezielten Eingriffen, das natürliche Wachstum des Rosters befördern. Klar ist Harrison Barnes teuer, aber für wen soll Sacramento das Geld sonst ausgeben? Ein stabiler Kader mit neuem Coach und der Entwicklung der jungen Spieler könnten die Kings zur großen Überraschung im Westen machen. Allein diese theoretische Möglichkeit zu haben, macht eine der frustrierendsten Franchises der letzten zehn Jahre zum Gewinner.

Wiesinger: Die Verträge von Barnes und Ariza gefallen nur bedingt, dürften aber in erster Linie auch CBA-Hintergründe haben. Der große Wurf, den talentierten Kern um einen wirklichen Plus-Spieler zu erweitern, der die Kings zumindest in grobe Playoff-Richtung manövriert hätte, ist aber auch nicht gelungen. Im weiter erstarkten Westen sind sie damit ein Verlierer.

Schlechtriem: Als hätten die Kings nichts aus den sinnbefreiten Veteranen-Verpflichtungen der letzten Jahre wie Zach Randolph oder George Hill gelernt, schmeißen sie jetzt Ariza, Joseph und Dedmon ohne Verstand mit Kohle zu, anstatt weiter geduldig junge Spieler zu entwickeln. Besagtes Trio wird kein Minusfaktor sein, bringt Sacramento aber auch nicht näher an die ersten Playoffs seit 2006 ran. Abgesehen vom Barnes-Vertrag hat Divac keine größeren Schäden angerichtet, das reicht aber nicht mehr, um auf die Gewinnerseite gewählt zu werden. Wieder mal sind die Kings Verlierer.



Golden State Warriors

Re-Sign: Klay Thompson, Kevon Looney
Plus: D'Angelo Russell, Willie Cauley-Stein, Alec Burks, Glenn Robinson III, Omari Spellman
Minus: Kevin Durant, Andre Iguodala, Shaun Livingston, DeMarcus Cousins, Andrew Bogut, Jordan Bell, Quinn Cook, Jonas Jerebko

Dupick: Die Dubs konnten das Team in der Breite verstärken, Russell, Cauley-Stein, Spellman oder Burks sind sehr gute Verpflichtungen. Wenn du in Kevin Durant aber deinen wichtigsten Spieler verlierst, dann kannst du nur ein Verlierer des Sommers sein.

Röhrig: Meiner Meinung nach, haben die Warriors aus ihren Möglichkeiten das Maximale rausgeholt und das macht sie zu Gewinnern des Sommers. Durant wäre vermutlich auch bei einem Titelgewinn gewechselt und, dass Golden State aber im Gegenzug D’Angelo Russell bekommen hat war ein starker Move. Im Backcourt kann nun das Projekt Curry/Russell ausprobiert werden, bis Klay Thompson, dessen Vertrag auch verlängert wurde, wieder fit ist. Ansonsten haben die Warriors in der Free Agency gute Deals abgeschlossen und sowohl Kevon Looney als auch Willie Caulie-Stein unter Marktwert verlängern bzw. verpflichten können. Die Vertragsverlängerung für Draymond Green ist bei heutigen Verhältnissen ein echter Discount, schließlich hätte er nach der kommenden Saison für deutlich mehr unterschreiben können.

Lenz: Unabhängig davon, wie sich das auf das Team-Gefüge und das letztliche Ergebnis in kurzer und mittlerer Frist auswirkt: Einen Top-10 Spieler zu verlieren ist so ein großer Verlust, dass allein dadurch und ohne einen Blick auf irgendetwas anderes werfen zu müssen, das jeweilige Team zum Verlierer der Offseason wird. Dass Kevin Durant im Verlauf der Playoffs als legitimer Top-1 Spieler der Liga gesehen wurde macht die Warriors in diesem konkreten Fall unabhängig von Verletzungen und anderer Querelen zu einem der größeren Verlierer.

Wiesinger: Thompson trotz schwerer Verletzung für viel Geld verlängert. Den besten Spieler des Teams verloren. Dennoch sind die Warriors für mich Gewinner der Offseason. Russell bei dem unvermeidbaren Abgang von KD herauszuschlagen ist schlichtweg ein Management-Meisterwerk. Auch die Verlängerung von Defensiv-Seele Draymond Green, einem Spieler mit einem ligaweit einmaligen Skillset, erscheint äußerst sinnvoll.

Schlechtriem: Das ist wirklich eine Frage der Betrachtungsweise. Die Warriors haben in Durant einen der drei besten Spieler der Welt verloren – wie können sie da Gewinner sein? Im Austausch Russell zu akquirieren ist jedoch Schadensbegrenzung höchster Güte und wird die Verletzung Thompsons vorerst kaschieren. Also sind sie die Gewinner einer Verlierersituation. Blicken wir aber über diese Personalien hinaus, geht der Daumen runter: Iguodala und Livingston waren Stützen des dreifachen Meisterschaftsteams, Cousins zumindest vom Talent her Elite. Die dafür geholten Rollenspieler überzeugen allesamt nicht: WCS wird plötzlich groß geschrieben wie im Vorjahr Jerebko, der jetzt nicht mal mehr das Minimum wert ist. Burks und Robinson haben sich auf hohem Niveau noch nicht bewiesen, Looney nie mehr als 18,5 Minuten pro Abend gespielt. Den Warriors fehlt Tiefe auf allen Positionen, selbst wenn Thompson frühzeitig zurückkehrt. Ihr Unbesiegbarkeitsnimbus ist weg, sie sind nicht mehr Favorit, solange Klay fehlt nicht mal mehr unter den Top Contendern. Daher: Verlierer.



Oklahoma City Thunder

Re-Sign: Nerlens Noel, 
Plus: Chris Paul, Shai Gilgeous-Alexander, Danilo Gallinari, Mike Muscala
Minus: Russell Westbrook, Paul George, Markieff Morris, Jerami Grant, Patrick Patterson, Raymond Felton,

Dupick: In Oklahoma gab es die größten Überraschungen. Niemand hat damit gerechnet, dass OKC in Westbrook und George seine besten Spieler verliert. Dennoch sind die Thunder in meinen Augen ein Gewinner des Sommers. Die Thunder waren zuletzt ein sicheres Playoff-Team, aber mehr auch nicht. Zudem war das Team sehr teuer und der Weg sah auch für die kommende Saison ein Playoff-Aus in der ersten Runde vor. Durch die Trades kann OKC 'on-the-flight' den Rebuild starten. Mit Paul, SGA, Gallo und Adams ist das Grundgerüst noch immer solide und zusätzlich kommen gefühlte zehn Picks aus Houston bzw. Los Angeles. Plötzlich sind die Thunder eines der spannendsten Projekte der Liga.

Röhrig: Sicher hatten sich die Thunder ihren Sommer deutlich ruhiger vorgestellt. Sie haben in den Verhandlungen um Paul George ihre Situation perfekt ausgenutzt und die Clippers bis zur absoluten Schmerzgrenze gezwungen. Nach dem anschließenden Deal, der Westbrook nach Houston brachte haben die Thunder jetzt 15 Erstrunden-Picks in den nächsten sieben Jahren angesammelt. Der Abgang der zwei Superstars könnte eine glückliche Fügung für OKC gewesen sein. Denn für die George/ Westbrook Kombination wäre vermutlich auch in den nächsten Jahren spätestens in der zweiten Playoff-Runde Schluss gewesen. Aber wer zwei mehrfache All-Stars an direkte Konkurrenten abgeben muss, ist ein Verlierer des Sommers.

Lenz: Auf dem Papier sieht der Tausch von zwei klaren All-Stars für jede Menge Fragezeichen in Form von Draft-Picks erstmal nicht nach dem Gewinner aus, der die Thunder sind. Die spezielle Situation um Westbrook und George, die aufgrund von Spielweise, Vertrag und Verletzungen irgendwo zwischen Fragezeichen und Ausrufezeichen im eher negativen Sinne liegen, verändert die Situation entscheidend. Das bisherige Team hat in einer enttäuschenden und eher tristen Saison möglicherweise sein Potenzial ausgeschöpft, das Potenzial der einmaligen Pick-Armee scheint aktuell unerschöpflich und unterfüttert die Thunder mit Hoffnung und Vorfreude.

Wiesinger: Zwei Top-Stars verloren. Trotz bestmöglicher Ausbeute, einer rosigen Langfrist-Perspektive und eines vorausschauenden Umbaus sind die Thunder zunächst mal ein Verlierer.

Schlechtriem: Rein sportlich? Verlierer, denn knapp 50 Siege wird OKC so schnell nicht mehr holen. Aber: Die Thunder steckten fest, mit Westbrook und George sowie dem bestehenden Support Cast wäre auch in den kommenden Jahren nicht mehr als der nächste First Round Exit möglich gewesen. Und dafür 50 Mio. $ Tax zahlen? Nein. Georges Abwanderungswille war letztlich ein Glücksfall für Oklahoma City, denn er hat sie aus dieser misslichen Lage befreit und OKC muss Identifikationsfigur Westbrook nicht bis 2023 bezahlen, kann ihn fortschicken, ohne Krawalle in der Stadt zu riskieren. Jetzt ist der erste große Schritt eines mehr als vielversprechenden Rebuilds getan. Der Sommer 2019 wird als richtungsweisend in die Franchise-Geschichte eingehen und das im positiven Sinne. Die Thunder sind ein Gewinner des Sommers.



Los Angeles Lakers

Re-Sign: JaVale McGee, Kentavious Caldwell-Pope, Rajon Rondo, Alex Caruso
Plus: Anthony Davis, DeMarcus Cousins, Avery Bradley, Danny Green, Jared Dudley, Troy Daniels, Quinn Cook
Minus: Brandon Ingram, Lonzo Ball, Josh Hart, Tyson Chandler, Reggie Bullock, Lance Stephenson

Dupick: Die Lakers haben Anthony Davis bekommen und dafür quasi den kompletten Kader nach New Orleans geschickt. Für einen Top-5-Spieler macht man diesen Deal vermutlich immer, dennoch war der Preis sehr hoch. Das zweite Ziel des Sommers wurde jedoch verfehlt. Es sollte ein weiterer Superstar nach Los Angeles geholt werden, egal ob Kawhi, Walker oder Butler, die Lakers überzeugten keinen der hochkarätigen Free Agents. Glücklicherweise konnten sie mit Danny Green, DeMarcus Cousins, Avery Bradley, Quinn Cook oder Jared Dudley einen schlagkräftigen Kader zusammenstellen, somit sehe ich die Lakers als Gewinner.

Röhrig: Allein die Tatsache, dass die Lakers LeBron den (eventuell) besten Mitspieler seiner Karriere an die Seite stellen, macht sie schon zu Gewinnern aus meiner Sicht. Das Signing von Cousins war ein echtes Schnäppchen und im Backcourt wurde mit Danny Green ein zweifacher Champion und bewiesener 3-and-D Flügelspieler verpflichtet. Die Lakers sind wie jedes LeBron-Team im „Win now“-Modus und haben in diesem Sommer alles dafür getan, um ihren Superstar das bestmögliche Team an die Seite zu stellen. Auch wenn Kawhi ihnen eine empfindliche Absage erteilt hat, war es (zumindest kurzfristig) ein guter Sommer für die Lakers.

Lenz: Während die Warriors durch den Verlust eines Superstars zum Verlierer werden ist die Rechnung bei den Lakers ähnlich einfach, aber natürlich in die gegensätzliche Richtung. Ein Kaliber wie Anthony Davis, egal zu welchem Preis, egal in welches Roster zu addieren sorgt dafür, dass dieses Team ein Gewinner der jeweiligen Offseason ist. So auch im konkreten Fall der Lakers.

Wiesinger: Die Lakers haben sämtliche Assets für Anthony Davis verramscht. Kann man so sehen. Mir haben aber die übrigen Additionen sehr gut gefallen. Inbesondere das Cousins-Leasing könnte voll einschlagen. Die Lakers sind nach dem Sommer ein Contender und damit auch Gewinner.

Schlechtriem: Anthony Davis' Addition hat Lila-Gold vorerst den Hals gerettet, die vielen namhaften und erfahrenen Zugänge versprechen zumindest mehr als die zuletzt geholten 37 Siege. Das täuscht aber darüber hinweg, dass wieder kein namhafter Free Agent die Lakers gewählt hat, ebenso wenig wie Coaches der zweiten oder dritten Reihe, namentlich Monty Williams und Ty Lue. Für die ersten Playoffs seit 2013 wird das wohl reichen. Solange es bei den Lakers weiter primär um persönliche Eitelkeiten geht, solange die Teambesitzerloge und das Front Office weiter Clownfiesta spielt, solange Irritationen auf der Trainerbank (Jason Kidd, c'mon...) nur eine Frage der Zeit und solange die Lakers entgegen ihrer Ansprüche weiter das zweite Team in Los Angeles sind, sind sie ein Verlierer.