02 Dezember 2019

2. Dez, 2019


Die Wahl zum #NBACHEF Spieler des Monats meldet sich zurück – mit business as usual in der Eastern Conference, dafür einem Debütanten in der Western Conference. Giannis Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks dominiert weiterhin den Osten und hat nun saisonübergreifend fünf der letzten sechs Abstimmungen zum Spieler des Monats für sich entschieden. Im Westen begehrt derweil Luka Dončić von den Dallas Mavericks auf und lässt die höchste Prominenz der Liga hinter sich.

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick | 2. Dez, 2019


Giannis Antetokounmpo
(Milwaukee Bucks)

Stats Oktober/November:
30,9 PPG | 13,4 RPG | 5,9 APG | 1,4 BPG | 1,5 SPG | 56,0% FG | 58,6% FT in 20 gm.

Highlights u. a.:
38 Pts, 16 Reb, 9 Ass, 2 Blk, 2 Stl, beim Sieg über die Clippers [7.11.]
24 Pts, 19 Reb, 15 Ass, 3 Stl, beim Sieg über die Trail Blazers [22.11.]
50 Pts, 14 Reb, 6 Ass, beim Sieg über die Jazz [26.11.]

Der MVP des Vorjahres ist schon wieder einer beeindruckenden Frühform und macht konstant genau dort weiter, wo er letzte Spielzeit aufgehört hat, die menschliche Allzweckwaffe führt sein Team in Punkten, Rebounds, Assists und Steals an – und das in weiterhin gerade einmal allabendlichen 32 Minuten auf dem Feld.

Erwartungsgemäß stehen Giannis' Bucks wieder in den Top 3 im Offensiv- wie im Defensiv-Rating und geradezu selbstverständlich auf dem ersten Platz der Conference, haben von ihren ersten 20 gerade mal drei Partien verloren und zudem die letzten elf gewonnen. Damit ist früh klar, dass Milwaukee – angeführt von Antetokounmpo – auch dieses Jahr niemand den Heimvorteil mindestens bis in die Conference Finals streitig machen wird.

Angesichts dieser erdrückenden Dominanz hat die Konkurrenz im Osten wenig entgegen zu setzen: Der Grieche gewann seit LeBron James' Umzug in den Westen nunmehr jede Abstimmung zum Spieler des Monats der Eastern Conference mit der einzigen Ausnahme im Januar diesen Jahres, als Joel Embiid von den Philadelphia 76ers knapp vor ihm lag.

Eine einstimmige Wahl pro Giannis wie im Februar kam beim ersten Voting der neuen Saison (noch) nicht zustande. Den Thron ein klein wenig streitig macht ihm der amtierende Most Improved Player, Pascal Siakam vom Titelverteidiger Toronto Raptors. Auf Antetokounmpo entfallen 78% der Redaktionsstimmen, die restlichen 22% holt sich Siakam.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:

Der amtierende MVP hat sein volles Potenzial anscheinend - und zum Schrecken der anderen Teams - noch immer nicht ganz ausgeschöpft. Im Oktober und November hagelte es vom „Greek Freak“ durchschnittlich 30.9 Punkte und 13.4 Rebounds pro Spiel. Beide Werte liegen über denen aus seiner MVP-Saison letztes Jahr. Der Osten wird sich warm anziehen müssen. (Marc Lange)

Der MVP ist ganz klar auf Kurs, seinen Titel der Vorsaison zu verteidigen. Giannis liefert knapp 31 Punkte, 13,4 Rebounds und knapp sechs Assists. Zahlen, die an den jungen Shaq erinnern und dennoch beeindruckender sind, da Giannis viel agiler spielt, als der „Diesel. Im Gegensatz zur Vorsaison hat sich der Greek Freak erneut verbessert. Er dominiert den Osten der NBA nach Belieben und ist hauptverantwortlich für den Erfolg der Bucks. Wenn der Grieche sich jetzt noch einen soliden Dreier zulegen sollte, dann steigt Giannis endgültig in den Olymp der NBA auf. (Stefan Dupick)



Luka Dončić
(Dallas Mavericks)

Stats Oktober/November:
30,8 PPG | 9,9 RPG | 9,6 APG | 0,2 BPG | 1,4 SPG | 48,6% FG | 82,4% FT in 18 gm.

Highlights u. a.:
29 Pts, 14 Reb, 15 Ass, beim Sieg über die Cavaliers [4.11.]
42 Pts, 11 Reb, 12 Ass, beim Sieg über die Spurs [19.11.]
35 Pts, 10 Reb, 11 Ass, 4, Stl, beim Sieg über die Warriors [21.11.]

Eine doppelte Premiere: Der erst 20 Jahre alte Luka Dončić lässt seinem kometenhaften Aufstieg den logischen nächsten Schritt folgen und krönt sich erstmals zum NBACHEF Spieler des Monats. Er ist auch der erste Spieler seiner Dallas Mavericks, dem diese Ehre zuteil wird.

Im Oktober und November erreichte er zusammengerechnet beinahe ein Triple Double im Schnitt (nur im November war es eines), erzielte ein neues Career High von 42 Punkten gleich zwei Mal, auch die 15 Vorlagen in aufeinanderfolgenden Spielen am 2. und 4. November waren Karrierebestwerte.

Während sich die Phoenix Suns, Sacramento Kings und Atlanta Hawks weiterhin fragen, was sie am Draft-Abend 2018 geritten hat (sie alle hätten Dončić draften können), marschieren die Mavericks mit diebischer Freude in Richtung ihrer ersten Playoffs seit 2016.

Dončić gewinnt die Auszeichnung zum Spieler des Monats gegen zwei gestandene Spieler, die in dieser Kategorie zum Stammpersonal gehören. An den Slowenen gehen 67% der Stimmen, gefolgt von James Harden von den Houston Rockets mit 22% sowie LeBron James von den Los Angeles Lakers mit 11%.

Stimmen-Snippets aus der Redaktion:

Ein historischer Monat für Dallas' Juwel: Der 20-jährige Slowene kommt im November auf 32,4 Punkte, 10,3 Rebounds und 10,4 Assists und ist damit erst der dritte Spieler nach Russell Westbrook und Oscar Robertson, der über einen Kalendermonat durchschnittlich ein Triple Double auflegt. (Marc Lange)

LeBron James, Anthony Davis, Kawhi Leonard oder James Harden, die Western Conference ist überladen mit Superstars. Im ersten Viertel der Saison ist es jedoch Luka, der Nacht ein, Nacht aus für Begeisterungsstürme sorgt und einen Rekord nach dem anderen pulverisiert. Der 20-jährige Slowene legt quasi ein Triple-Double auf und ist der Hauptgrund dafür, dass die Mavs ganz klar auf Playoff-Kurs sind. Daher ist es auch kein Wunder, dass die MVP-Chöre in Dallas immer lauter werden und Dončić unser German Wunderkind bereits jetzt vergessen macht. (Stefan Dupick)



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