10 Januar 2020

10. Jan, 2020


Die NBA geht ins neue Kalenderjahr und in eine neue Dekade, doch ganz lässt uns das vergangene Jahr noch nicht los. Bei der Wahl zum #NBACHEF Spieler des Monats Dezember 2019 triumphieren zwei alte Bekannte mit fast einstimmiger Souveränität. Giannis Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks im Osten sowie James Harden von den Houston Rockets im Westen dominieren weiter die Spielfelder und die Stimmzettel.

von DANIEL SCHLECHTRIEM @W14Pick | 10. Jan, 2020


Giannis Antetokounmpo
(Milwaukee Bucks)

Stats Dezember:
29,3 PPG | 12,0 RPG | 5,3 APG | 0,8 BPG | 0,8 SPG | 54,6% FG | 64,4% FT in 12 gm.

Highlights u. a.:
32 Pts, 15 Reb, 8 Ass, beim Sieg über die Magic [10.12.]
48 Pts, 14 Reb, 4 Ass, bei der Niederlage gegen die Mavericks [17.12.]
34 Pts, 11 Reb, 7 Ass, 5-8 3PM beim Sieg über die Lakers [20.12.]

Als LeBron James im Sommer 2018 die Eastern Conference verließ, stieg die Hoffnung auf Spannung und Abwechslung. Mit den Toronto Raptors als NBA Champion 2019 hat das funktioniert – bei der Wahl zum Spieler des Monats nicht so sehr. Abgesehen von Januar 2019 (Joel Embiid) hat Giannis Antetokounmpo seit LeBrons Umzug jede Wahl im Osten für sich entschieden, teils mehr als deutlich.

So auch im Dezember, als nicht nur seine Bucks den Gegnern wenig schenkten – 14 Siege aus 16 Spielen – und weiter unangefochten als beste Mannschaft der Liga vorangehen, auch der „Greek Freak“ selbst war wieder mal kaum zu halten und erzielte in seinen nur 28,6 Minuten auf dem Feld 29,3 Punkte.

Bemerkenswert im Dezember ist die beachtliche Dreierquote von 39,1% – bisher Giannis‘ Achillesferse. Ob er aus der Distanz konstant zu treffen vermag und somit sein Spiel noch dominanter gestaltet oder ob die ansehnliche Quote nur ein Ausrutscher nach oben war, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. Sie wird die ohnehin schon turmhohe Ehrfurcht vor Antetokounmpo jedenfalls nicht verringern.

Ob mit Dreier oder nicht – die Frage, ob Giannis 2019/20 überhaupt einen anderen Spieler in die Nähe der monatlichen Auszeichnung kommen lässt, muss an dieser Stelle ernsthaft gestellt werden. Für den Dezember entfallen 83% der Stimmen aus der Redaktion auf den amtierenden MVP, die restlichen 17% gehen an Jaylen Brown von den Boston Celtics.



James Harden
(Houston Rockets)

Stats Dezember:
37,3 PPG | 5,6 RPG | 6,9 APG | 1,2 BPG | 2,1 SPG | 48,1% FG | 85,0% FT in 14 gm.

Highlights u. a.:
55 Pts, 3 Reb, 8 Ass, 2 Blk, 2 Stl, beim Sieg über die Cavaliers [12.12.]
54 Pts, 5 Reb, 7 Ass, 3 Blk, 2 Stl, beim Sieg über die Magic [14.12.]
44 Pts, 10 Reb, 6 Ass, 3 Blk, beim Sieg über die Nets [29.12.]

Giannis‘ bärtiges Äquivalent im umkämpfteren Westen heißt James Harden, an den nun immerhin vier der letzten sechs Auszeichnungen zum Spieler des Monats gehen. Die Lebensversicherung der Rockets kratzt weiter mit Nachdruck an Michael Jordans Scoring-Rekord (37,1 Punkte pro Spiel) aus dem Basketball der Neuzeit und hält seine Mannschaft so im Rennen um die vorderen vier Plätze der Conference.

Im Dezember legte Harden gleich drei Mal über 50 Punkte auf, dazu zwei Mal über 40 und nie weniger als 23 – was im Schnitt immer noch Platz 18 im ligaweiten Ranking bedeuten würde. Diese Zahlen hielt er aufrecht, obwohl er für seine Verhältnisse nur selten an die Freiwurflinie durfte: 9,5 Mal pro Spiel. Im Vormonat waren es noch 13,9 Mal. Ebenso bemerkenswert sind die zwei Steals und der eine Block pro Spiel – eine Kombination, wie sie unter Guards eher selten auftaucht und daher Hardens wachsenden Einfluss in der Defensive unterstreicht.

Mit Harden und Antetokounmpo gewinnen nicht ganz zufällig die beiden neuerlichen Favoriten auf den MVP-Titel. Bis dahin entscheidet „The Beard“ das vorliegende Voting mit 83% der Redaktionsstimmen ebenso klar für sich wie sein Gegenspieler der anderen Conference. Die volle Punktzahl streitig macht ihm diesem Mal einzig Dennis Schröder von den Oklahoma City Thunder.



Wer waren eure Spieler des Monats Dezember

Giannis Antetokounmpo
Jaylen Brown
James Harden
Dennis Schröder
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