16 November 2020

16. Nov, 2020


Die Trade-Phase hat gerade erst begonnen. Drei Deals sind aber bereits vermeldet. Keiner davon größer als der für Star-Spielmacher Chris Paul, der in der kommenden Saison in Phoenix spielen wird.

von SEB DUMITRU @nbachefkoch | 16. Nov, 2020

Chris Paul hat einen neuen Arbeitgeber: die Phoenix Suns tradeten vor wenigen Minuten für den 10-fachen NBA All-Star. Im Gegenzug für Paul und Abdel Nader wechseln Ricky Rubio, Kelly Oubre Jr. Jalen Lecque, Ty Jerome und ein künftiger First Round Pick (2022) nach Oklahoma City.

'CP3' revitalisierte seine Hall of Fame Karriere in seinem einzigen Jahr in OKC und bewies, das er noch genug im Tank hat, um den Unterschied zu machen. Er absolvierte 70 von 72 möglichen Partien (und alle in den Playoffs), brillierte als Mentor von Shai Gilgeous-Alexander und Dennis Schröder. 


Der 'Point God' führte die Thunder auf und abseits des Parketts an und schaffte nach 17.6 Punkten, 5.0 Rebounds und 6.7 Assists pro Abend zum ersten Mal seit 2016 wieder der Sprung ins All-Star Team und in ein All-NBA Team. 

Das überzeugte die Suns, für Paul zu traden - trotz dessen Monster-Salär. Der Segen von Suns-Star Devin Booker und Head Coach Monty Williams hatten viel mit dieser Akquisition zu tun. Booker will spätestens nach der 8-0 Performance seiner Suns in der Bubble in seinem bald sechsten Profijahr endlich in die Postseason. Williams wird froh sein, mit seinem ehemaligen Point Guard aus New Orleans Pelicans Zeiten (2010/11) vereint zu sein.


Paul plus Booker plus DeAndre Ayton - Phoenix drängt dank dieses dynamischen Trios, zumindest auf dem Papier, aus dem Dunstkreis der Playoff-Anwärter zu einem der Favoriten auf einen Top-8 Platz im Westen. Es wäre die erste Teilnahme für das Wüstenteam seit 2010 - die zweitlängste aktive Dürre in der NBA nach den Sacramento Kings (2006).

Oklahoma City setzt derweil seinen im Sommer 2019 eingeschlagenen Kurs unter GM Sam Presti unbeirrt fort. Daran hat auch die sportlich erfolgreiche, vergangene Saison nichts verändert. Die Ausrichtung bleibt: Rebuild und Akkumulation. Und die Jagd nach allen Draft-Picks, die existieren.


OKC verfügt jetzt über 17 Erstrundenpicks zwischen 2020 und 2026. Es kann gut sein, dass nach dem gestrigen Deal mit den Lakers und dem heutigen mit Phoenix bald noch einige hinzu kommen. 

Big Man Steven Adams steht ligaweit hoch genug im Kurs, um ins Gespräch zu kommen - trotz seines Preises. Der eben erste verpflichtete Danny Green passt ebenfalls viel besser zu einem Contender auf der Suche nach 3-&-D, als in OKCs Rebuild. Und via Free Agent Danilo Gallinari könnte Presti per Sign-and-Trade ebenfalls noch abstauben.