18 November 2020

18. Nov, 2020


Mock Drafts gibt's im Draft-Vorfeld zuhauf. Die meisten sind nach den ersten Picks bereits im Arsch. Die Skripte zu 'Boom or Bust' hingegen, die überdauern, beinflussen das Narrativ zu Spielern über Jahre, ehe sich kollektiv verfestigt, ob ein Draft-Pick eingeschlagen hat oder eben nicht. Unsere Draft-Redaktion hat sich die Top-Talente dieses Jahrgangs in genau diesem Stil angeschaut: Best Case/Worst Case Szenarien. 

von der NBACHEF DRAFT-REDAKTION @nbachef_de | 18. Nov, 2020 

LaMelo Ball

Torben ADELHARDT @Torben41
Boom: Spektakulärer Basketball-Savant, der in den Bereichen Passing, Vision und Ballhandling überragt. Sollte sein Pull-Up-Wurf fallen, ist er der offensive Fixstern eines ambitionierten NBA-Teams; das langjährige Gesicht einer Franchise. Die moderne Reinkarnation von „White Chocolate“.

Bust: Kann mit seinen Skills eigentlich nur als primärer Ballhandler in prominenter Rolle funktionieren. Ohne verlässliches Shooting und hochprozentigen Abschlüssen in Korbnähe sollte er aber keine +25% USG stemmen. Klingt schwierig, ist es auch. Dazu ein absoluter Minus-Verteidiger aufgrund fehlender Physis sowie Einsatzwillen.

Seb DUMITRU @nbachefkoch
Boom: Der beste pure Playmaker dieser Klasse evoziert Vergleiche mit Shaun Livingston, Jason Williams und Penny Hardaway. Seine Größe (mehr als zwei Meter), sein Überblick und sein Spielgefühl unterscheiden ihn von den meisten anderen Talenten auf der Eins. Trotz staccato-Style hat Ball die Offense im Griff, defensiv ist Upside zum adäquaten Verteidiger dank Länge und Instinkten. Umgibt sich Ball mit den richtigen Leuten und beißt sich fest, steckt in ihm ein NBA Franchise Point Guard.

Bust: Irgend etwas wirkt bei LaMelo immer 'off'. Das fällt nicht nur im persönlichen Gespräch auf, sondern scheint auch sein Decision-Making, seine Disziplin und seine Wurfform infiziert zu haben. Man muss von 18-Jährigen im Lifetime-Rampenlicht sicherlich keine ausgeformte, stete Persönlichkeit erwarten, aber die spielerischen Schwächen, gepaart mit dem losen On/Off Schalter im Kopf, würden mich als GM drei Mal nachdenken lassen, bevor ich den Commissioner anrufe, um meinen Pick durchzugeben.


Anthony Edwards

ADELHARDT
Boom: Athletischer Scoring-Wing, kann sich seinen eigenen Abschluss überall im Halfcourt kreieren - und treffen. Als Playmaker vor allem in Drive-and-Kick-Situationen effektiv und kann ein gutes Playoff-Team als Top-Scorer anführen

Bust: Wirft gerne und oft, nur leider mit unterdurchschnittlichem Erfolg. Statt zum Korb zu ziehen, lötet er aus der Mitteldistanz drauf und hat Probleme sich in einem funktionierenden Offensivsystem zu integrieren. In der Defensive zu gleichen Teilen lust- und kopflos.

Axel BABST @babstmadness
Boom: Es gibt Dinge, die lassen sich nicht wegdiskutieren. Im Falle von Anthony Edwards heißt das, dass die Mischung aus Physis, Jugend, aufblitzendem Scorergen und einer Vielzahl nützlicher Skills ein verlockendes Potential suggeriert. Kann Edwards das wirklich zur Gänze entfalten, wird es schwierig für seine Jahrgangskollegen, das zu toppen.  Als scorender Bulldozer könnte er die erste Option für ein Team werden, dass auch mal eine Playoffserie gewinnt. Dass er es in die oberste Riege zeitgenössischer Basketballer schafft, will ich mir aber selbst bei aller größtem Optimismus nicht ausmalen.
Bust: Dieses berühmt berüchtigte Spieler gegen Michigan State – spezifischer: die zweite Hälfte; noch spezifischer: die letzten 16 Minuten – sind meist der Aufhänger, um zu unterstreichen, welches Potential in Edwards zu schlummern scheint. Die Spartans führten zu dem Zeitpunkt scheinbar uneinholbar mit 33:61. Und plötzlich zündete Edwards den Turbo, scorte 33 Zähler und Georgia kam zwischenzeitlich auf zwei Punkte Unterschied heran (verlor letztlich dennoch). Warum ich diese Performance im Worst Case aufführe? Weil ich nicht überzeugt bin, dass Edwards solche Leistungen auch nur ansatzweise konstant in der NBA zeigen kann. Denn auch hier waren viele schwache Wurfentscheidungen und forcierte Abschlüsse Part der Geschichte. Edwards wird sicher seinen Spot in der NBA erhalten, allerdings kann es im ungeschicktesten Fall auch darin enden, dass er als Dion Waiters Verschnitt und Mikrowelle von der Bank kommt.


James Wiseman

ADELHARDT
Boom: "You can't teach height...and mobility in the open court..." oder so. Wiseman ist mit seinen athletischen Tools für einen Spieler seiner Größe speziell. Fällt in der Offense der Catch-and-Shoot aus dem Pick-and-Pop und verbessert er seine Fußarbeit in der Pick-and-Roll-Defense - dann haben wir einen athletischeren Myles Turner.

Bust: Wie hoch ist der Floor bei einem großgewachsenen Rim Runner, der in der Verteidigung lediglich in einer Drop Coverage besteht? Vermutlich Hassan Whiteside. Wiseman sieht sich selbst als ultralanger Flügelspieler, der Dreier aus dem Dribbling nimmt und den Ball auf den Boden setzen kann. Spoiler Alert: Kann er nicht…

DUMITRU
Boom: Kein Big in diesem Jahrgang kann mit Wisemans Physis-Paket mithalten: offensiv wie defensiv bringt der explosive Athlet mehr als genug mit, um bereits als Rookie Einfluss zu haben. Exzellenter Shotblocker, Rim Runner und Finisher aus dem Pick & Roll, mit guter Wurfmechanik und Low Post Flair. Hat die lange Pause genutzt, um an seinen Schwächen zu arbeiten. Arbeitsmoral und Charakter sind überdurchschnittlich.  

Bust: "You can't teach... feel for the game." Wiseman scheint das gewisse Etwas zu fehlen, um vorne wie hinten zu einer dominanten Waffe zu werden. Er verpasst Rotation, liest das Parkett nicht immer richtig, trifft falsche Entscheidungen - alles Indizien dafür, dass alles für ihn zu schnell passiert. Landet er nicht in der perfekten Situation, um diese Schwäche langsam und bedächtig zu neutralisieren, geht hier für ein DeAndre Jordan/Hassan Whiteside Plafond ein vermutlicher Top-Three Pick hops.


Killian Hayes

ADELHARDT
Boom: Herausragender Passer im Pick-and-Roll. Kann mit seiner linken Hand jeden nur erdenklichen Pass spielen und scannt die gegnerische Defensive permanent nach Lücken. Er macht seine Mitspieler besser und setzt Verteidigungen mit seinem Pull-Up-Spiel unter Druck. Es riecht nach multiplen All-Star-Game-Teilnahmen.

Bust: Wie effektiv kann er sein, wenn er mit seiner Off-Hand quasi nichts macht? Der fehlende Burst schränkt ihn bei seinen Drives ein und begrenzt seine offensive Upside. Die athletischen Limitationen fallen umso stärker ins Gewicht, wenn er sein Ballhandling nicht weiter verbessert.

Axel BABST @babstmadness
Boom: Killian Hayes tut, was er in den vergangenen vier Jahren gemacht hat: Er besticht mit einer unverschämten Abgebrühtheit für sein Alter, lässt alles auf sich zukommen, um dann jede Herausforderung mit Bravour zu meistern – ohne jedoch sofort Begeisterungsstürme auszulösen. Mit zunehmender Routine gewinnt er nicht nur das Vertrauen seiner Coaches, sondern auch immer mehr Anerkennung bei den Fans der NBA. Spektakulär unspektakulär steigt er zu einem der besten Guards der NBA auf, führt sein Team in die Playoffs und wird vielleicht sogar All-Star.

Bust: Hayes konnte sein Spiel zwar immer dem nächsten Level anpassen, wirklich neue Facetten erhielt sein Spiel jedoch nicht. Teils laxes Ballhandling, Abhängigkeit von der linken Hand und wackeliger Wurf blieben Mankos. Kann er dieses Mal also a) wieder seine Stärken beim Übergang BBL-NBA konservieren und b) dieses Mal auch seine Schwächen verringern? Gelingt beides nicht, dürfte Hayes zwar immer noch ein Rollenspieler in der NBA sein können, aber ob das wirklich sein Anspruch sein sollte...


Obi Toppin

ADELHARDT
Boom: Sprunggewaltiger Highflyer mit effektivem Distanzwurf aus dem Pick-and-Pop sowie Spot-Up. Liefert dadurch gleichermaßen vertikales wie horizontales Spacing, was ihn zu einem gefährlichen Offensivspieler macht. Kenyon Martin mit mehr On-Ball-Skills.

Bust: Defensiv de facto unspielbar. Als nomineller Ringbeschützer zu klein, langsamer Fußarbeit und akuter Hüftsteifheit auf dem Flügel noch problematischer. Spektakulär als Dunker in Transition. Killt ohne verlässlichen Distanzwurf das Spacing. Issa Anthony Bennett Vibez, yikes.

BABST
Boom: „Obi Toppin – real game, no gimmicks!“ In bester Amar’e Stoudemire Manier dunkt sich der Dayton Flyer in die Herzen der NBA Fans, treibt seine Coaches durch seine mangelnde Defense bisweilen zur Weißglut und sorgt dafür, dass die Defense Coordinators im Staff Nachtschichten beim Gameplanning schieben. Toppin hat aber spielerisch mehr auf dem Kasten als der neue Co-Trainer der Brooklyn Nets. Im Wunschszenario ist er eine valide zweite Option in einem Playoffteam, da er eine gute Mischung aus Inside-Outside-Game bietet und über die Zeit lernt, seine mangelnde Flexibilität in der Defense zu kaschieren.

Bust: Leicht verheerend sieht der Worst Case aus. Toppin ist defensiv maximal zur Regular Season spielbar, kann seine Athletik nur begrenzt einsetzen und hat auch spielerisch seinen Zenit überschritten, weswegen er gegen athletisch ebenbürtige NBA Defender keinen Stich sieht. Dann wäre er tatsächlich nur als Rollenspieler und überwiegend während der Regular Season spielbar.


Deni Avdija

ADELHARDT
Boom: Seine basketballerische Vielseitigkeit kommt dem israelischen Flügelspieler in einem egalitären NBA-Offensivsystem sehr entgegen. Läuft das Pick-and-Roll als sekundärer Playmaker, trifft offene Distanzwürfe, cuttet zum Korb und spielt gute Team-Defense. Der ideale Co-Star.

Bust: Vielseitig? Ja. Aber welcher Skill ist ausgeprägt genug, um auf NBA-Niveau wirklich zu Tragen zu kommen? Unterdurchschnittlicher Werfer, Dribbler und Passer. Klassischer Fall von "Jack of all trades, master of none".

BABST
Boom: Avdija legt körperlich zu und findet einen innovativen Coach, der bereit ist, Experimente einzugehen. Dann könnte als Avdija als Playmaking 5 für richtig Furore sorgen. Denn Avdijas Spielintelligenz und grundlegendes Basketballtalent sind unverkennbar. In dieser Rolle kann er seine exzellente Übersicht und Passfertigkeit genauso gut einbringen wie er etwaige Schwächen in der Defense oder beim Shooting unter den Teppich kehren könnte. Ein solider Starter kann der Israeli sicherlich werden.

Bust: Avdijas Wurf bleibt von den vielen kleinen Unsauberkeiten übersät, die zur Zeit verhindern, dass er als verlässlich deklariert werden könnte. Das wird Avdijas offensive Strahlkraft so sehr einschränken, dass er in Kombination mit Problemen in der Verteidigung nie mehr als ein Rollenspieler wird. Dragan Bender trat jüngst den Weg zurück nach Europa an.


Isaac Okoro

ADELHARDT
Boom: Muskelbepackter Edelverteidiger auf dem Flügel, kann allabendlich den besten Wing des Gegners verteidigen und problemlos switchen. In der Offensive ist er abseits des Spaldings als Cutter gefährlich und attackiert auch mit dem Ball in der Hand aggressiv den Korb. Solides Passing und Ballhandling machen ihn zu einem idealen sekundären Ballhandler.

Bust: Sollte der Sprungwurf weder aus der Mittel- noch aus der Langdistanz zumindest durchschnittlich fallen, ist sein offensiver NBA-Fit kompliziert, da Headcoaches ihm auch nicht die Rolle des Vollzeit-Ballhandlers anvertrauen werden. Reiner Energy-Wing in der Offense und athletischer Verteidiger.

BABST
Boom: Im absoluten Optimalfall wird Isaac Okoro der kompletteste Spieler des Drafts und überzeugt als Two-Way-Player an beiden Enden des Courts mit dominantem Auftreten. Schon jetzt ist Okoro unangefochten der unangenehmste Verteidiger, der zur Wahl steht. Er hat die Physis und die Mentalität, um auch gestandene Stars zur Verzweiflung zu bringen. In der Offensive gilt abzuwarten, wie weit die Entwicklung reichen kann. Stabilisiert er Wurf und entwickelt Moves als Playmaker, könnte er sogar offensiv konstant Akzente setzen. Als zweite Geige hinter einem absoluten Superstar könnte Okoro in  Zukunft durchaus einem Contender kräftig unter die Arme greifen.

Bust: Der Worst Case wäre vermutlich, dass Okoro offensiv stagniert. Dann wäre er immer noch ein exzellenter Verteidiger, der an guten Tagen seinen Dreier trifft oder sein Spielverständnis einbringen kann, an schlechten Tagen aber kein verlässlicher Baustein ist. Damit wäre er immer noch ein solider Starter für die allermeisten NBA Teams.


Onyeka Okongwu

ADELHARDT
Boom: Herzstück einer guten NBA-Defense. Beschützt den Korb, slidet gut mit den gegnerischen Guards und ermöglicht ein effektives Schwitching-Scheme. Im Angriff fungiert er als Passer im High- und Lowpost, trifft solide aus dem Catch-and-Shoot und vollstreckt jedes Anspiel aus dem Pick-and-Roll.
Potenzieller All-Star.

Bust: Athletischer Rim Runner mit Problemen in der Post-Defense und mieser Fußarbeit am Perimeter. Trifft seine Freiwürfe mit okayer Erfolgsquote, aber sonst kein brauchbarer Schütze. Big Men wie ihn gibt es auch sonst für die MLE.

BABST
Boom: Der Darling und Aufsteiger vieler Draftgurus wird dem vielen Lob gerecht. Er entwickelt sich zu einem der besten – vielleicht dem besten Defensiv Big – der gesamten NCAA. Egal ob Rimprotection beim krachenden Dunkversuch oder Switch gegen den quirligsten Point Guard der Liga: Okongwu gelingt beides mit spielender Leichtigkeit. Dazu offenbart er offensiv schwer zu erahnende Skills als Playmaker aus dem Short Roll, der entweder mit einem Dribbling zum Dunk ansetzt oder aber als Ballverteiler zu glänzen beginnt. Der Star in erster Reihe wird der USC Big zwar nicht, doch insgeheim mausert er sich zum teaminternen MVP eines Playoffteams.

Bust: Okongwu kann zwar defensiv einigermaßen das liefern, was sich gerade viele Experten und GMs in diversen Front Offices von dem Prospect erhoffen. Doch gerade offensiv bleibt sein Spiel rudimentär. Er ist weiterhin angewiesen auf Durchstecker und Lobs, tut sich beim Finish gegen NBA Länge plötzlich ungleich schwerer. Damit wäre er immer noch ein solider Rollenspieler.


Tyrese Haliburton

ADELHARDT
Boom: Herausragender Passer und Spot-Up-Schütze mit tollem Spielverständnis, der jede Offensive (noch) besser macht. Kann als primärer Ballhandler oder auch Co-Spielgestalter fungieren. Sein uneigennütziger und selbstloser Spielstil machen ihn zum Players- und Coaching-Darling.

Bust: Da Hali aufgrund seiner fehlenden Physis und Dynamik kaum in die Zone gelangt, ist sein Potenzial als On-Ball-Creator beschränkt. Trifft seine Würfe nur aus dem Stand - aus dem Dribbling geht fast nichts. Als reaktionärer Passer und Werfer sowie ordentlicher Team-Verteidiger trotzdem ein brauchbarer Rollenspieler.

BABST
Boom: Der Wurf bessert sich rapide. Dabei geht es weniger um die Quote, sondern vor allem um die Technik. Kann er den Release beschleunigen, wird er zumindest im Catch & Shoot eine ordentliche Waffe sein. Wichtiger wäre jedoch das Pullup-Game zu verbessern. Wird er hier gefährlicher und lernt er grundsätzlich mehr Aggressivität auf der Suche nach eigenen Punkten an den Tag zu legen, kann er das mit seiner Spielübersicht zu einem attraktiven Gesamtpaket schnüren. Haliburton wird ein solider Starter in der NBA.

Bust: Der Wurf bleibt eine Problemzone. Im Pick & Roll reicht ein einfacher Switch, um Haliburton aus dem Konzept zu bringen und ihm seine wesentlichen Stärken zu nehmen. Damit kann er vielleicht noch den Motor einer zweiten Fünf am Laufen halten – mehr aber nicht.


Devin Vassell

ADELHARDT
Boom: Bester Team-Verteidiger unter allen Flügelspielern. Wildert in den Passwegen, blockt Würfe als Help-Defender und checkt auch gengerische Ballhandler. Vassell trifft den Dreier verlässlich aus dem Spot-Up und kann sich auch seinen eigenen Wurf in Ansätzen kreieren. Three-and-D-Spieler der Premiumklasse.

Bust: Ohne weitere Muskelmasse ist er in der On-Ball-Defense gegen kräftige Wings eingeschränkt. Sollte sich der Wurf doch als shaky erweisen und er sein Ballhandling nicht verbessern, geht es auch schnell in die dunklen Sphären eines Stanley Johnson oder Josh Jackson.

BABST
Boom: Vassell ist mehr als der reine 3-and-D-Spezialist, für den ihn viele Experten während der Saison lange hielten und erst nach extensiver Videobegutachtung auf den Zug aufsprangen: Vassell hat auch Upside als Playmaker für sich und andere. Mit der Entfaltung dieses Deluxe Pakets bringt Vassell über Jahre seinen Arbeitgeber zur Verzückung und entwickelt sich zu einem der besseren Allrounder der NBA, ohne jedoch die ganz großen Starallüren zu entwickeln. Auf dem Parkett bedeutet das, dass er eine veritable zweite oder dritte Option im Angriff sein kann, während er sich in der Verteidigung um die Bewachung des besten Scorers des Gegners kümmert. Solche Two-Way-Player sind in späten Playoffrunden ganz besonders wichtig.

Bust: Es bleibt doch „nur“ die Rolle des 3-and-D-Spezialisten. Damit schwankt er irgendwo zwischen Rollenspieler von der Bank und Borderline Starter. Unter den potentiellen Top10 Kandidaten ist das vielleicht die geringste Fallhöhe und sicherste Wette, die ein NBA GM eingehen kann.