05 Februar 2021

5. Feb, 2021


Weil das erste Jahr in der Karriere eines Basketballers besonders spannend ist, begleitet die #NBACHEF-Redaktion ausgewählte Talente und beleuchtet monatlich ihre Entwicklung. Was brachten die besten Frischlinge im abgelaufenen Monat Januar aufs Parkett? Wir haben genauer hingeschaut.

von NBACHEFSQUAD @nbachef_de | 5. Feb, 2021

JAMES WISEMAN

2. Pick 2020 | #33 | Golden State Warriors | Center | 19 Jahre


Stats Januar 2021:
12,1 PPG | 6,2 RPG | 1,3 BPG | 51,9% FG | 61,7% FT in 16 GP

Highlight Games:
25 Pts, 6 Reb, 2 Blk bei dem Sieg gegen die Timberwolves [28.01.]
20 Pts, 6 Reb, 4 Ast bei dem Sieg gegen die Spurs [21.01.]

Die nackten Zahlen von Wiseman sahen auch im Januar wieder mehr als annehmbar aus, bedenkt man, dass er Rookie Center ist und darauf angewiesen ist, dass andere für ihn kreieren. Wiseman ist aber dennoch, das hat der erste komplette Monat gezeigt, ein Projekt, das Zeit benötigt. Da die Warriors überraschend gut in die Saison kamen, entschieden sie sich zuletzt, Wiseman von der Bank kommen zu lassen. 

Auf den ersten Blick mag das wie eine Degradierung wirken, doch für Wisemans Entwicklung dürfte es förderlich sein, denn als Rookie hat er es leichter gegen Backup Bigs, als von Beginn an die Last tragen zu müssen. Seit dem Utah Spiel (24.1) kommt er nun von der Bank und gegen die Timberwolves hatte er direkt das beste Spiel seiner Karriere (s.o.). 

Wiseman ist nach wie vor extrem roh, in einem Moment zeigt er Ansätze, die nach All-Star schreien, im Nächsten fragt man sich als Fan, wie der Spieler nur an Position zwei des Drafts gezogen werden konnte. Er hat Nächte, in denen er 3/3 Dreier trifft, diese sind bisher jedoch die Ausnahme. Generell wirkt es so, als ob er den ersten Dreier abwartet und sollte dieser fallen, wirft er weiter, wenn nicht dann probiert er es erst im nächsten Spiel.

Positiv zu erwähnen ist auch seine gestiegene FG-Percentage, die dafür spricht, dass sich sein Gespür für Würfe - wann nehme ich sie, wann nicht? - entwickelt. Generell ist es beeindruckend, dass ein Spieler, der lediglich drei College Spiele absolviert hat, sich so schnell in der NBA akklimatisiert hat und in Teilen ein Plusspieler sein kann. 


Nichtsdestotrotz leistet er sich kapitale Fehler, kommt zu selten an die Linie und auch sein Reboundverhalten ist verbesserungsfähig. Bei Letzterem schaut er zu häufig nur auf den Ball, statt sauber auszuboxen. Das wäre im Hinblick auf seine Statur eminent wichtig, da es ihm noch an den physischen Fähigkeiten fehlt, um hier wirklich um jeden Rebound kämpfen zu können.

Für ihn persönlich ist es nun schade, dass er aktuell verletzt pausieren muss, Ende dieser Woche soll er nochmals evaluiert werden. Für alle Fans und Kritiker lieferte Wiseman im Januar Argumente für und wider, doch das ist vollkommen normal für einen Rookie. Alles im allem aber dürften die letzten Spiele ein positiver Fingerzeig gewesen sein, dass Wiseman willig ist zu lernen und alles tun möchte, um mit den Warriors erfolgreich zu sein.

– Leon Göhl @OlajuwonsE


LAMELO BALL

3. Pick 2020 | #2 | Charlotte Hornets | Guard | 19 Jahre


Stats Januar 2021:
12,6 PPG | 6,2 RPG | 6,7 APG | 1,6 SPG | 42,7% FG | 74,4% FT in 16 GP

Highlight Games:
27 Pts, 9 Ast, 4 Stl beim Sieg gegen die Bucks [30.1.]
16 Pts, 6 Reb, 7 Ast beim Sieg gegen die Pacers [29.1.]
22 Pts, 12 Reb, 11 Ast beim Sieg gegen die Hawks [9.1.]

Nicht nur, weil er am 9. Januar als jüngster Spieler aller Zeiten ein NBA Triple Double produzierte: LaMelo Ball legt historisch gute Overall-Werte für einen Rookie auf. Befürchtungen, er wäre im Kopf und in der Defense noch nicht ansatzweise auf NBA-Niveau, haben sich nicht nur nicht bewahrheitet; der Frischling hat nachweisbar positiven Impact auf den Playoff-Push der Hornissen aus Charlotte, die bei Redaktionsschluss diese Woche auf Rang acht im Osten platzierten.

Ball legte 13 Mal in 16 Januar-Partien fünf oder mehr Assists auf, pflückte elf Mal mindestens fünf Rebounds und punktete elf Mal zweistellig - obwohl er nur von der Bank kam. Das änderte sich mit Beginn des neuen Monats, als Terry Rozier verletzt ein paar Partien verpasste. Ball lief zum ersten Mal von Beginn auf. Es wird interessant sein, welche Entscheidung James Borrego und Stab treffen, wenn alle Hornets-Guards wieder gesund sind.

Obwohl der Head Coach bisweilen viel kritisiert und noch mehr fordert - das ist sein Job bei so vielen Ballverlusten und gelegentlichen Null-von-Sechs-von-Downtown-Abenden -, kommt er um Balls positiven Einfluss, sowohl aufs Spiel als auch die kollektive Moral seiner Truppe, immer weniger herum. Bei Charlottes back-to-back Siegen gegen die Pacers und Milwaukee war Ball prominent beteiligt. 

Sein bis dahin bestes Profispiel machte er gegen die Bucks, als er ein neues Career High 27 Punkte mit neun Assists und drei Steals produzierte - und den mächtigen Sieg für Charlotte klar machte. Die Folge: die NBA zeichnete ihn mit der Rookie of the Month Trophäe für Dezember und Januar aus. Bei uns streitet er weiterhin mit Tyrese Haliburton und James Wiseman um die Rookie of the Year Trophäe - mit derzeit zahlreichen, exzellenten Argumenten auf seiner Seite.

– Seb Dumitru @nbachefkoch



PATRICK WILLIAMS

4. Pick 2020 | #9 | Chicago Bulls | Forward | 19 Jahre


Stats Januar 2021:
9,1 PPG | 4,4 RPG | 0,5 BPG | 1,0 SPG | 45,7% FG | 41,4% 3PT | 78,6% FT in 12 GP

Highlight Games:
17 Pts, 2 Reb, 2 Ast, 2 Stl bei der Niederlage gegen die Clippers (10.1.)
14 Pts, 7 Reb, 2 Ast, 2 Blk bei der Niederlage gegen die Thunder (16.1.)
13 Pts, 8 Reb, 1 Blk bei der Niederlage gegen die Lakers (24.1.)

Stell dir vor, du bist 19 Jahre alt. Du kommst in die NBA als einer der kritisiertesten Draft-Picks des Jahres. Dann musst du dich im direkten Matchup gegen LeBron, PG, Kawhi und Giannis messen. Manch einer würde hier schnell weiche Knie bekommen. Anders aber: Patrick Williams. Der Januar hatte es in sich für den Forward der Chicago Bulls.

Zugegeben, gingen alle Matchups an seine Kontrahenten, doch der Rookie stellte sich der Herausforderung. Veteran Thaddeus Young würdigt P Will und sieht ihn der Aufgabe, gegen die besten Forwards der Welt zu verteidigen, gewachsen. Letztendlich verloren die Bulls aber alle vier Spiele gegen die Teams mit Superstar-Forwards (Clippers, Bucks, 2x Lakers), doch eine wichtige Erkenntnis lässt sich aus diesen Spielen ziehen: Williams lernt.

In seinen ersten beiden Spielen gegen die Bucks und die Lakers legte er acht bzw. sechs Punkte auf, wobei er seine Würfe zu gerade einmal knapp über 30 Prozent traf. Seine Stats verbesserten sich aber postwendend, indem der 19-Jährige gegen die Clippers 17 Punkte auflegte und zwei Drittel seiner Würfe versenkte. Beeindruckender war sein Auftritt beim Rematch gegen LeBron als er mit 13 Punkten und acht Rebounds an einem Double-Double kratzte. 


LeBron ehrte ihn folgerichtig mit einem Kawhi-Vergleich und gibt zu verstehen, dass er in Williams kein einfaches Matchup sieht. Was aber noch viel wichtiger ist, auch der King erkennt, dass der Rookie nach mehr strebt: „Chicago has a good one“. Im Januar bestätigt er seinen soliden Saisonstart, obwohl er in Windy City von Zach LaVine in den Schatten gestellt wird. 

Wenn man sich die Zahlen genauer anschaut, sind seine Punkte zwar knapp gesunken, doch seine gestiegenen Rebounds und Steals beweisen, was für einen Impact er in der Defensive hat. Seine Rolle im Schatten des auf All-Star-Level agierenden LaVine scheint ihm zu gefallen. Doch sein Potental reizt er noch nicht vollends aus. 

Der Topscorer der Bulls vertraut Williams Wurf mehr als der Rookie selbst. Dabei ist das gar nicht nötig. Sein Wurf fällt gut: 46 Prozent aus dem Feld sind mehr als solide, wobei sein Dreier auch zu 44 Prozent sein Ziel findet. Das große Manko ist allerdings sein Volumen. Lediglich acht Schüsse gibt er pro Spiel ab und liegt damit im internen Ranking auf Rang sechs. 

Die Freiheiten für mehr Würfe hat er. Donovan will ihn mehr zum Schießen animieren, denn die Möglichkeiten dazu hat er. Doch er zögert zu oft. Ein klassisches Rookie-Problem. Ebenso sein inkonstantes Spiel. Es schleichen sich vermehrt Spiele ein, in denen er praktisch komplett verschwindet. Gegen Charlotte kam er auf gerade einmal vier Punkte und gegen die Celtics stand er nur 10 Minuten auf dem Parkett – Season Low.

Williams war nach diesem Spiel sichtlich angefressen, doch für die Bulls ist das kein Grund zur Unruhe. Alles verzeihbar, denn der 19-Jährige fragt sich sofort, was er verbessern kann. Donovan weiß, dass die Inkonstanz an der hohen Frequenz der Spiele liegt und völlig normal ist. Beeindruckt zeigt sich der Head Coach vom Umgang mit solchen Rückschlägen. Williams muss sich viel umgewöhnen und stellt sich immer die Frage nach dem Warum und nach dem Wie. 

Der Rookie von Florida State hat einen großen Anteil daran, dass die Bulls noch voll im Playoff-Rennen stecken. Er muss lernen, aus dem Schatten zu springen und seine Konstanz finden. Die Bulls können aber sehr zufrieden mit dem vierten Pick des Drafts sein. Er ist genau das, was man in einer jungen Mannschaft braucht. Er kennt seine Rolle, nimmt Herausforderungen an, weiß aber auch, was er verbessern muss. Das ROTY-Rennen wird er wohl nicht machen, doch sicher ist einer der Neulinge, die ihrer Mannschaft aktuell am meisten helfen. 

– Björn Pahlke @newera0813


OBI TOPPIN

8. Pick 2020 | #1 | New York Knicks | Forward | 22 Jahre


Stats Januar 2021:
4,2 PPG | 2,8 RPG | 0,4 BPG | 45,9% FG | 71,4% FT in 10 GP

Highlight Game:
12 Pts, 5 Reb, 1 Blk, bei dem Sieg gegen die Celtics [17.01.]

Einer Wadenverletzung geschuldet musste Obi Toppin zu Beginn seiner NBA-Karriere direkt zehn Spiele aussetzen. Mitte Januar kehrte er schließlich zurück aufs Parkett. Seither wirkt der 22-Jährige jedoch vielmehr als würde er gerade eine neue Sprache lernen.
 
Toppins Statistiken sprechen Bände. Nach seiner Rückkehr kommt er nur auf ca. elf Minuten pro Partie. Im Schnitt legt er vier Punkte, drei Rebounds und weniger als einen Assist auf. Dabei trifft er 45,9 % aus dem Feld und 18,8 % seiner Dreier. Keine berauschenden Zahlen. Wurde der High-Flyer doch gerade wegen seines effizienten Offensivspiels so hoch gehandelt. Bisher ist das Talent nur aufgeblitzt.
 
Besonders auffällig ist der bisherige Verfall seines Post Up-Games. Im College noch essentieller Teil seines Spiels, schafft er es aktuell nicht, sich Position zu verschaffen. Auch Mismatches bestraft er nicht im Geringsten. Im Spiel gegen die Celtics wollte er den 20 cm kleineren Payton Pritchard in den Post zwingen. Der Guard hielt dagegen und Toppin blieb nichts anderes übrig als abzubrechen. Eine Aktion von symbolischem Charakter, denn der Power Forward kann nicht mehr wie gewohnt für sich selbst kreieren. Einen Guard, der ihn dauerhaft richtig Einsetzen kann, haben die Knicks (noch) nicht – mal sehen was aus Immanuel Quickley wird.
 
Hinzu kommt, dass Starting Power Forward Julius Randle immer mehr zum All-Star avanciert. Das macht es dem Rookie nicht leicht, seinen Coach von mehr Spielzeit zu überzeugen. Eine Paarung von Toppin und Randle im Frontcourt wäre zwar theoretisch denkbar. Defensiv dürfte das aber eher einem Himmelfahrtskommando gleichen. Tom Thibodeau sieht das wohl ganz ähnlich und ließ die beiden erst elf Minuten gemeinsam bestreiten.
 
Nichtsdestotrotz ist der 8. Pick der Draft unverändert bemüht, sobald er das Spielfeld betritt. Er stellt Picks, läuft Cuts und arbeitet an den Brettern. Ob dabei Spielzüge für ihn gelaufen werden oder er nur den Ball bewegt, beeinflusst sein Energielevel nicht. Toppin will immer und lässt sich von seinen Anfangsschwierigkeiten auch nicht aus der Ruhe bringen. Ist er frei, drückt er ab. Sollte er den Ball bewegen, tut er das. Zudem trifft der Forward diese Entscheidungen schnell und ohne dass der Spielfluss gestört wird. 

Er versteht, dass er keine Ansprüche stellen kann und versucht einfach umzusetzen, was seine Trainer von ihm verlangen. Leider fällt ihm das nicht immer leicht. Selbstverständlich sollte Toppin zum jetzigen Zeitpunkt von niemandem abgeschrieben werden. Aktuell ist er aber mehr damit beschäftigt, die Rotation zu knacken, als um den Titel des Rookie of the Year zu kämpfen.

– Max Seelinger @urboimacks


DENI AVDIJA

9. Pick 2020 | #9 | Washington Wizards | Forward | 19 Jahre


Stats Januar 2021:
6,1 PPG | 3,1 RPG | 1,6 APG | 0,9 SPG | 40,0% FG | 1,3 3PM | 42,9% 3P% in 7 GP

Highlight Game:
20 Pts (5 Dreier), 5 Reb, 5 Ast, 2 Stl gegen die Heat [09.01.]

Der Januar war nicht nur für Deni Avdija ein (im auf unschöne Weise wahrsten Sinne des Wortes) “Seuchen-Monat’”, sondern auch für seine Washington Wizards insgesamt. Zusätzlich zu den vom gesamten Team aufgrund von “Health & Safety Protocols” verpassten 13 Tagen musste Avdija auch die nächsten sieben Tage (vier Spiele) nach dem Wizards-Restart aus der Quarantäne anschauen. Somit blieb er im Januar bei nur sieben Spielen, was eine wirklich seriöse Aussage zu seinen bisherigen Leistungen kaum zulässt.


Beim Comeback am 31.01. gegen die Nets (dem ersten Wizards-Sieg seit seinem letzten Auftritt am 11.01.) wirkte der Israeli noch etwas “rostig”. Die Leistung rundete einen nicht nur aufgrund der verpassten Spiele eher holprigen zweiten Monat in der Liga irgendwie passend ab. 

Neben zwei hoffnungsvollen bis hervorragenden Auftritten gegen Miami und Minnesota blieb Avdija fünfmal bei sechs oder weniger Punkten, traf in diesen Spielen nur 5 von 18 Würfen (27,8%), holte insgesamt einen Steal und steuerte drei Assists bei. Dass die Wizards weiterhin nur selten wirklich kompetitiv sind, sichert der jungen Garde um Avdija aber weiterhin eine relevante Rolle, die sich im Saisonverlauf eher noch vergrößern sollte. 

Das Augenmerk sollte für die nächsten Spiele darauf liegen, dass der Flügelspieler die Folgen der langen Auszeit überwinden und wieder in seinen Rhytmus finden kann. Wenn er hierbei keine Rückschläge erleidet, sollten im nächsten Schritt Stabilität und weitere Höhepunkte folgen. Ob und wie weit er diese “To-Do´s” schon im Februar erreichen kann, lest Ihr hier Anfang März im dritten Rookie Radar!

– Christoph Lenz @NBAKenner


TYRESE HALIBURTON

12. Pick 2020 | #0 | Sacramento Kings | Guard | 20 Jahre


Stats Januar 2021:
11,2 PPG | 3,9 RPG | 5,8 APG | 0,8 BPG | 1,2 SPG | 45,7% FG |
 39,1% 3P |  75% FT in 12 GP

Highlight Game:
17 Pts, 5 Reb, 9 Ast, 1 Stl, bei der Niederlage gegen die Blazers [14.01.]

Haliburton konnte im Januar da anknüpfen, wo er im Dezember aufgehört hat. Er punktet (11,2) und reboundet (3,9) solide und konnte seine Assists (5,8) etwas in die Höhe schrauben. 

Während seine Quoten aus dem Feld etwas abgerutscht sind (45,7%), trifft er den Dreier weiterhin mit starken 39,1%. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der 20jährige ein starkes und vor allem effizientes erstes Viertel der Rookie-Saison gezeigt hat.


Der Guard bleibt einer der Favoriten auf den Rookie-of-the-year-Award, auch wenn er im Vergleich zu den Balls und Wisemans dieser Welt nach wie vor unscheinbar agiert. Sacramento hat damit natürlich viel zu tun.

Es ist erstaunlich, wie fokussiert Haliburton darauf ist, das Richtige zu tun. Während andere Rookies auf Stats und Highlights aus sind, versucht Haliburton das richtige Play für das Team zu machen und spielt damit erstaunlich effizient (sowohl offensiv wie auch defensiv) 

Der Rookie kommt nach wie vor von der Bank - seine 29,3 Minuten im Schnitt zeigen jedoch, dass er eine wichtige Rolle in der Rotation der Kings eingenommen hat. Speziell die Drei-Guard-Kombo mit Fox, Hield und Haliburton wird uns noch sehr viel Freude bereiten, auch wenn die Ergebnisse im Januar mit einer Bilanz von 5:10 eher nicht zum Jubeln war.

– Stefan Dupick @hoopsgamede


COLE ANTHONY

15. Pick 2020 | #50 | Orlando Magic | Guard | 20 Jahre


Stats Januar 2021:
11,1 PPG | 4,3 RPG | 3,7 APG | 36,9 FG% | 33,9 3P% | 79,4 FT% in 16 GP

Highlight Game:
13 Pts, 7 Reb, 3 Ast, 1 Blk, 5-7 FG, 3-3 3P beim Sieg über die Timberwolves [20.1]

Feuertaufe für Cole Anthony: Nach der Verletzung von Markelle Fultz kann das „sich in Ruhe entwickeln“ aus der letzten Edition des Rookie Radars gestrichen werden. Anthony ist seit der Partie gegen Houston am 8. Januar Steve Cliffords Starter auf der Eins. Für ein Team, das eigentlich in die Playoffs will, ein herber Rückschlag.

Die ersten Partien mit dem Rookie-Point-Guard in prominenter Rolle verliefen bitter. Mit fast 20 Punkten im Schnitt verlor man sechs Mal in Folge. Ein 20-Jähriger, der ohnehin mit seiner Wurfauswahl und Entscheidungsfindung hadert, kann dafür allerdings mitnichten verantwortlich gemacht werden. Zumal Anthony kein Vorwurf hinsichtlich seines Einsatzes gemacht werden kann. 

Ganz im Gegenteil, denn die Härte, mit der er verteidigt und seine Furchtlosigkeit auf dem Weg zum Korb sind zwei seiner Stärken. Zählbares kommt dabei auch rum: Anthony kommt auf 100 Ballbesitze gerechnet knapp vier Mal an die Freiwurflinie und greift dabei über sieben Rebounds ab. Für einen klein gewachsenen Rookie-Guard sind das solide bis starke Zahlen, auf denen er aufbauen kann.


Zudem legt er schon jetzt eine hochprofessionelle Einstellung an den Tag. Erkennbar ist das sowohl auf dem Feld als auch in den Aussagen seiner Teamkollegen: „Er geht so hart ins Gericht mit sich selbst. Er mag es nicht, Fehler zu machen. Es ist schwer, junge Spieler wie ihn zu finden, die reinkommen, bereit sind zuzuhören und einfach perfekt sein wollen!“ Lob in den höchsten Tönen von James Ennis, einer von Anthonys Mentoren (via The Athletic).

Diese Einstellung und sein eiserner Wille wurden im siebten Spiel als Starter dann auch endlich belohnt: Im Spiel gegen die Minnesota Timberwolves ging Orlando mit Minus-16 in die Kabine. Alles deutete auf L Nummer sieben in Folge hin. In Halbzeit zwei hatte Anthony dann aber genug vom Verlieren: Wenige Sekunden nach dem Start des dritten Viertels räumte er Josh Okogie beim Jumper ab und setzte so den Ton für die Magic. Es folgte eine nahezu perfekte Performance von Anthony: 4/4 aus dem Feld, 3/3 von Downtown und… natürlich… der Coast-to-Coast Pull-Up-Dreier in letzter Sekunde – für den Sieg!

– Lucas Kröger @kicktherim


ROOKIE POWER RANKING

1. LaMelo Ball (Charlotte Hornets)
2. Tyrese Haliburton (Sacramento Kings)
3. James Wiseman (Golden State Warriors)
4. Anthony Edwards (Minnesota Timberwolves)
5. Cole Anthony (Orlando Magic)

Im erweiterten Kreis: Patrick Williams (Chicago Bulls), Jae'Sean Tate (Houston Rockets), Immanuel Quickley (New York Knicks), Isaiah Stewart (Detroit Pistons), Desmond Bane (Memphis Grizzlies)