02 Februar 2021

2. Feb, 2021


In der zweiten Ausgabe von NBA Messages diskutieren wir, ob ausgerechnet ein Trade-Paket der Golden State Warriors, den Wizards einen Bradley-Beal-Deal schmackhaft machen könnte.

von SCOOPERS @scoopersblog | 2. Feb, 2021

Der Sieg in letzter Sekunde gegen die Nets hellt die trüben Aussichten für Washington nicht auf. Das Team steht immer noch vor einem Scherbenhaufen. Zwar sind die Wizards sichtlich gebeutelt von diversen Ausfällen, doch selbst mit einem gesunden Kader, ist ein Turnaround nicht absehbar. Es ist endlich an der Zeit, ernsthaft Angebote für Bradley Beal einzuholen. Auftritt: Golden State.

Die Warriors schicken James Wiseman, Kelly Oubre Jr. sowie den 2021 Minnesota First nach D. C. und bekommen im Gegenzug Brad Beal. Heißes Angebot, oder? Lasst uns eine Runde „Wer sagt nein?“ spielen…

Zu Washington: James Wiseman kommt als potenzieller Eckpfeiler für den Neuaufbau. Nach gerade mal 20 Partien ist der Hype um den 19-Jährigen definitiv real. Wiseman sieht aus, als wüsste er gar nicht, was er mit seiner Länge und Explosivität anfangen soll. 

Trotzdem dominiert der Teenager hin und wieder gegen Veteranen, als hätte er nie etwas Anderes getan. Die Upside des Jungen ist enorm. Sie lässt erahnen, was möglich ist, sobald sich das Spiel für ihn verlangsamt und er lernt, seine Skills konstant aufs Parkett zu bringen.

Der 2021er First Round Pick aus Minnesota ist ligaweit momentan wohl das begehrteste Draft-Asset. Die Wolves sind schlecht und daran dürfte sich allzu schnell auch nichts ändern. Der Pick ist in der kommenden Draft zwar Top 3 geschützt, doch spätestens nächstes Jahr ginge das Ding dann nach Washington – unprotected! Außerdem ist Beal der womöglich letzte verfügbare Superstar der laufenden Spielzeit und wer weiß, wie sich sein Markt noch entwickelt. 

Es ist sicher nicht auszuschließen, dass die Warriors am Ende noch einen First drauflegen müssten. Für Washington gäbe es unter Umständen kein Paket, dass sie besser für den Rebuild ausstattet. Es sei denn, ein Team kommt mit einer God-Offer á la Brooklyn um die Ecke...

Scheitert dieser Deal womöglich an den Warriors? Schwer vorstellbar. Mit Steph, Klay, Beal und Draymond wären sie spätestens nächste Saison auf dem besten Weg, wieder ganz oben anzugreifen. Auch ein zusätzlicher Future First dürfte sie davon nicht abhalten. 

Done Deal also? Naja… Für das richtige Paket wäre scheinbar auch Ben Simmons zu haben. Die Sixers stehen nach starken Leistungen an der Spitze der Eastern Conference, doch hat sie das nicht davon abgehalten, in die Harden-Sweepstakes einzusteigen. Angenommen, Simmons läge auf dem Tisch. Ist ein Paket um ihn für die Wizards wirklich attraktiver als der Reset-Button in Form des Dubs-Deals?

James Wisemans Upside schön und gut: In Ben Simmons bekäme D. C. einen echten Franchise Player, der vollends durch die Decke gehen könnte, wenn ihm ein passender Supporting Cast zur Verfügung gestellt wird. Genau da wird es aber schon kritisch: der Supporting Cast. Sollte Wizards-GM Tommy Sheppard heute für Ben Simmons traden, steht er morgen unter Druck, die richtigen Puzzleteile zu finden – ohne den erforderlichen finanziellen Spielraum.
 
Sheppard einen solchen Vertrauensvorschuss geben? Dazu bin ich nicht bereit. Zudem würde sich an der Gesamtsituation in Washington nicht allzu viel ändern: Du hättest in Simmons einen Typ, der gewinnen will, während der Rest deines Teams dazu noch nicht konstant in der Lage ist.

Mit dem Warriors-Paket hingegen hätte Sheppard Zeit gewonnen, die Altlasten (also Russ) loszuwerden und das Ding komplett neu aufzurollen. Mit Wiseman und zwei potenziellen Top-5-Picks.