04 März 2021

3. Mar, 2021


Weil das erste Jahr in der Karriere eines Basketballers besonders spannend ist, begleitet die #NBACHEF-Redaktion ausgewählte Talente und beleuchtet monatlich ihre Entwicklung. Was brachten die besten Frischlinge im abgelaufenen Monat Februar aufs Parkett? Wir haben genauer hingeschaut.

von NBACHEFSQUAD @nbachef_de | 4. Mar, 2021

ANTHONY EDWARDS

1. Pick 2020 | #1 | Minnesota Timberwolves | Wing | 19 Jahre


Stats Februar 2021:
16,1 PPG | 5,1 RPG | 3,3 APG | 37,2% FG | 29,4% 3FG | 77,3% FT in 16 GP

Highlight Games:
28 Pts, 7 Reb, 5 Ast, 2 Blk bei der Niederlage gegen die Lakers [17.2.]
21 Pts, 9 Reb, 6 Ast bei der Niederlage gegen die Bulls [25.2.]

Am 20. Februar 2021 explodierte die NBA Welt und eine der hitzigsten Diskussionen entstand im Nachhinein. Was war passiert? Anthony Edwards war passiert. Auf Yuta Watanabes Kosten, dunkte sich Edwards zum bisherigen Dunk der Saison. Mit seiner schier endlosen Athletik sprang der Youngster hoch und begrub Watanabe unter sich.

Das Spiel verlor Minnesota, wie die meisten in dieser Saison, doch die NBA-Bubble kannte nur ein Thema: Edwards Dunk und Nate Duncans Tweet. Denn Edwards sorgte abseits seines Dunks für kaum nennenswerte Schlagzeilen (0-7 3FG). Die Debatte, die teilweise zu persönlich geführt wurde und beleidigende Züge annahm, spiegelt aber Edwards Standing extrem gut wider. 

Auf der einen Seite die Kritiker, die nicht verstehen können, wie man LaMelo Ball verschmähen konnte, auf der anderen diejenigen, die in Edwards einen Slasher sehen, der erst langsam anfängt zu begreifen, wie NBA Basketball funktioniert. Vom Potential könnte er langfristig immer noch der kompletteste Spieler dieses Jahrgangs werden, da er alle Anlagen hat, die es braucht. 


Edwards Athletik hilft ihm defensiv, sich zu behaupten und seine schnellen Hände sorgen immer wieder für Steals (0,9/Spiel im Februar). Offensiv war im Februar tatsächlich erstmals so etwas wie eine Weiterentwicklung zu sehen. Am College noch, hatte Edwards kaum Mitspieler von Niveau und war es gewohnt, die Show alleine zu schmeißen. Diese Neigung hat er bis heute noch nicht gänzlich ablegen können, weshalb er oftmals fatale Entscheidungen trifft und es Gegnern so leicht macht sich auf ihn einzustellen. 

All das führt dazu, dass Edwards katastrophale Quoten auflegt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Timberwolves in dieser Saison Schalke-esk auftreten und Spieler es mit einem sehr unruhigen Umfeld zu tun haben. Die Franchise-Stars Karl-Anthony Towns und D'Angelo Russell fielen beide bereits aus. Da beide zusätzlich die besten Schützen des Teams sind, hat Edwards so kaum Raum, seine Schnelligkeit und Dynamik auszuleben. 

Malik Beasleys Sperre erschwert die Situation und Ricky Rubio findet bisher überhaupt nicht in die Saison. Eine Head Coach Entlassung später steht Minnesota so schlecht wie eh und je dar, was die Entwicklung eines Rookies zusätzlich erschwert. Dennoch hat Edwards den bisher besten Monat seiner Karriere gespielt und verbessert sich zusehends an beiden Enden des Feldes sowie seinem Passing.
 
Edwards ist wie Wiseman ein längerfristig angelegtes Projekt und sollte nicht zu früh abgeschrieben werden, da das Potential schlicht zu groß ist. Er zeigt immer wieder Ansätze und sollte sich fortan immer weiter verbessern. Metaphorisch gesehen, setzt er gerade erst zum Absprung an. Welches Ende das nehmen kann, erfuhren Yuta Watanabe und die NBA Welt am 20. Februar 2021.

– Leon Göhl @OlajuwonsE


JAMES WISEMAN

2. Pick 2020 | #33 | Golden State Warriors | Center | 19 Jahre


Stats Februar 2021:
13,7 PPG | 3,7 RPG | 100% 3FG | 67% FG | 100% FT in  3 GP

Highlight Games:
16 Pts, 4 Reb, 7-10 FG bei der Niederlage gegen Charlotte [27.2.]

Wiseman kehrte erst spät im Februar von seiner Verletzung zurück, weswegen eine intensive Beobachtung hier kaum Sinn ergibt. In keinem seiner drei Spiele stand er über 20 Minuten auf dem Feld und generell, könnte man vermutlich den Text aus dem Januar hier einfügen und es würde keinem großartig auffallen.

 
Positiv zu erwähnen ist seine verbesserte Wurfauswahl: Da er sich nach seiner Verletzung noch nicht bei 100% sieht, beschränkt er sich auf die einfachen Dinge und konnte so einigermaßen überzeugen. Ansonsten ist er in der Defensive stets bemüht. Mehr muss man eigentlich über seinen "Monat" (Woche würde es besser treffen) nicht wissen. 

– Leon Göhl @OlajuwonsE


LAMELO BALL

3. Pick 2020 | #2 | Charlotte Hornets | Guard | 19 Jahre


Stats Februar 2021:
20,1 PPG | 6,2 RPG | 6,7 APG | 1,7 SPG | 45,2% FG | 40.7 3P% | 86.4% FT in 13 GP

Highlight Games:
34 Pts, 8 Ast bei der Niederlage gegen Utah [5.2.]
24 Pts, 10 Ast beim Sieg gegen Houston [8.2.]
20 Pts, 8 Ast, 7-11 FG beim Sieg gegen Phoenix [24.2.]
24 Pts, 12 Ast, 7-12 FG beim Sieg gegen Sacramento [28.2.]

LaMelo 'ballt' weiter in einer Klasse für sich. Der Hornets-Dynamo ließ seinem Rookie of the Month Januar den bisher besten Monat seiner noch sehr jungen Karriere folgen. Im Schnitt 20, sechs und sieben sind überragende Werte, die kein anderer Frischling in dieser Saison auch nur ansatzweise erreicht hat. 


Und nicht nur das: Ball ging im Februar die meisten Minuten und produzierte die meisten Punkte, Rebounds, Assists, Steals, Blocks und Dreier aller Akteure bei den 7-6 Hornets, die hüftief im Playoff-Rennen stecken.

Performances wie seine 20/10 Double-Doubles gegen Houston und Sacramento, sein Career High 34 Punkte gegen Utah oder als Zünglein an der Waage bei knappen Siegen gegen die Suns und Warriors waren nur die Spitze des Eisberges. Ball scorte elf Mal in 13 Februar-Partien mindestens 17 Punkte, plückte acht Mal mindestens fünf Rebounds und verteilte zehn Mal mindestens fünf Assists. 

Wie weit Ball seinen Klassenkollegen mittlerweile enteilt ist, unterstreicht diese Statistik: der 19-Jährige führt alle Rookies in dieser Saison bei den Punkten, Rebounds, Assists, Steals, Double Doubles, Triple Doubles, Hustle-Stats (Deflections/Loose Balls), PER und addierten Siegen an. 

Mitspieler lieben ihn, weil er hilft, Ws einzufahren. Gegner preisen ihn, weil er für sein Alter so unglaublich fortgeschritten wirkt. Und Teambesitzer Michael Jordan sagt: "Er hat sich noch besser an die NBA gewöhnt, als wir uns das ausmalen konnten. Er hat unsere Erwartungen weit übertroffen." 

– Seb Dumitru @nbachefkoch


PATRICK WILLIAMS

4. Pick 2020 | #9 | Chicago Bulls | Forward | 19 Jahre


Stats Februar 2021:
10,6 PPG | 6,1  RPG | 1,5 APG | 0,7 BPG | 46,2% FG | 31,3% 3PT | 80% FT in 14 GP

Highlight Games:
20 Pts, 7 Reb, 2 Stl, 63,6% FG bei der Niederlage gegen die Magic [6.2.]
16 Pts, 10 Reb, 1 Blk beim Sieg gegen die Magic [7.2.]
11 Pts, 11 Reb, 3 Ast beim Sieg gegen die Kings [21.2.]

Einen Wurf aus 16 Metern – also von der eigenen Dreierlinie – mit dem Buzzer zu versenken gehört zu einem der spektakulärsten Würfe, die es im Basketball gibt. Die Halle würde toben, die Fans ausrasten, der Spieler sich feiern lassen. 

Patrick Williams ist anders. Seine Mitspieler zelebrierten die letzte Szene des dritten Viertels gegen die Kings mit strahlenden Augen und offenen Mund. Williams erwidert die High Fives, trottet aber zur Bank als wäre es das Normalste der Welt. Es gibt keine bessere Szene, um den Charakter und die Spielweise des Chicago-Rookies zu beschreiben.


Patrick Williams ist in jeglicher Hinsicht bescheiden. In jeder Facette seines Körpers verkörpert er, dass er hier ist, um seinen Job zu machen. Und das tut er. Den eben beschriebenen Dreier kommentiert er mit „Es war ein Dreier. Ich habe schon vorher Dreier versenkt“. Er steht ein für sein Team und ist darum so unendlich wertvoll für die Chicago Bulls. 

Der Neuling in der NBA ist mittlerweile nicht mehr aus der Startformation der Bulls wegzudenken. Warum auch? Auf Patrick Williams kann man sich jetzt schon wie auf einen Routinier verlassen Routinier. Er füllt seine Rolle als Mann für die Drecksarbeit neben LaVine perfekt aus. Dabei verzieht er nicht eine Mine. Umso bezeichnender, dass Williams größter emotionaler Ausbruch entstand als der Shooting Guard ein Schulterklopfen verteilte, weil er vom Rookie als All-Star bezeichnet wurde.

Der Februar war ohne jeden Zweifel eine enorme Steigerung vom ehemaligen Spieler von Florida State. Neun Spiele mit einer zweistelligen Punktzahl führen zu 10,9 Zählern im Schnitt. Gegen die Kings und Magic legte er ein Double-Double auf. Im Vergleich zum Vormonat verbessern sich die Rebounds um zwei und ergeben im Februar 6,1 Rebounds im Schnitt. Regelmäßig fast ein Block und ein Steal beweisen weiterhin seinen defensiven Impact.

Der klare Star der Bulls ist LaVine. Seine All-Star-Nominierung ist völlig verdient. Es darf aber bezweifelt werden, dass er diesen enormen Sprung gemacht hätte, wenn der Rookie-Forward ihn nicht so enorm helfen würde. 

Dabei ist er nicht einmal nur auf die Zuarbeit für LaVine beschränkt. Gegen die Magic streut er mal eben 20 und 16 Punkte in aufeinanderfolgenden Spielen auf. Gegen Houston liefert er 14 Punkte und trifft sogar 75 Prozent aus dem Feld. Sein besonderer Stellenwert in Windy City wird zudem durch die enorm hohe Anzahl an Minuten unterstrichen. Im Februar waren es über 32 Minuten pro Spiel.

Wenn man den Neuling beobachtet, macht es manchmal den Anschein, als sei es ihm peinlich in der Öffentlichkeit zu stehen und für krasse Aktionen abgefeiert zu werden. Vergleiche zu Kawhi lassen sich nicht leugnen. Auf ein ähnliches Niveau darf man ihn nicht heben, doch The Claw scorte in seinem ersten NBA-Jahr weniger Punkte und fing ähnlich viel Rebounds. Big Things to Come für Patrick Williams.

– Björn Pahlke @newera0813


OBI TOPPIN

8. Pick 2020 | #1 | New York Knicks | Forward | 22 Jahre


Stats Februar 2021:
4,6 PPG | 2,1 RPG | 0,4 APG | 0,3 BPG | 0,4 SPG | 55,1% FG | 71,4% FT in 14 GP

Highlight Game:
11 Pts, 3 Reb, 1 Blk beim Sieg gegen die Rockets [13.2.]

Im Februar konnten wir Obi Toppin zum ersten Mal über einen kompletten Monat beobachten. Große Leistungssprünge ließen sich dabei allerdings nicht verzeichnen. Toppin macht Baby Steps – und die Knicks können sich das ausnahmsweise erlauben.

Der 22-Jährige sucht nach wie vor seine Rolle in diesem Team. Thibodeau setzt berechtigterweise auf seinen All-Star Julius Randle. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber eine extrem kurze Leine für Toppin. Besonders in engen Spielen ist es für den Rookie schwer, sich in Rhythmus zu spielen. Kaum auf dem Platz, muss er schon wieder runter.

Hinzu kommt, dass Thibs konstant einen Big Man spielt, dem er auch defensiv vertraut. Im Normalfall sind das Mitchell Robinson und Nerlens Noel. Erstgenannter verletzte sich Mitte des Monats und fällt für vier bis sechs Wochen aus. Die Chance für Toppin auf mehr Spielzeit? – leider nein. Defensiv ist er regelmäßig überfordert und das kannst du dir unter Coach Thibodeau nicht leisten. Deshalb sah Taj Gibson 19 Minuten pro Spiel und Obis Rolle blieb unverändert. Erst als sich der Veteran Ende des Monats ebenfalls verletzte, war der ehemalige Dayton Flyer der erste Big von der Bank. Ob er diese Möglichkeit nutzen kann, bleibt abzuwarten.

Auch die Addition von Rose und die damit verbundene Hoffnung auf ein höheres Tempo, welches dem jungen Forward entgegenkommen sollte, half ihm bisher nicht. Durch fehlende Range im Frontcourt driftet Toppin nach wie vor oft nach außen, um zumindest theoretisch für Spacing zu sorgen. Er wirkt dabei engagiert, aber nicht wirklich involviert. Seine Qualitäten als Rim Runner bleiben leider völlig ungenutzt. 

Zugutezuhalten ist ihm in jedem Fall, dass er in den wenigen Post-Ups, die er bekommt, nicht mehr so hastig agiert. Er lässt sich mehr Zeit – nimmt den Wurf, den er nehmen will und nicht nur den, den ihm die Verteidigung anbietet. Nun gilt es, weiter an der Durchschlagskraft zu arbeiten.

Sollte New York im Playoff-Rennen bleiben, wird es für Toppin nicht einfacher Spielzeit einzufordern. Er wird sich jede Minute auf dem Feld hart erarbeiten müssen.

– Max Seelinger @urboimacks


DENI AVDIJA

9. Pick 2020 | #9 | Washington Wizards | Forward | 19 Jahre


Stats Februar 2021:
5,3 PPG | 5,0 RPG | 0,9 APG | 0,1 BPG | 0,5 SPG | 40,2% FG | 0,8 3PM | 28,3% 3P% in 16 GP

Highlight Game:
13 Pts, 7 Reb, 3 Ast, 1 Stl, 3-5 Dreier gegen die Heat [5.2.]

Während im Februar noch die Spiel-Absagen des Teams und die noch längere "Helth & Safety" bedingte Auszeit Avdijas als Argumente für seinen schwachen zweiten NBA-Monat genannt werden konnten macht es uns der 20-jährige im Februar schwer seine Leistung anders als mit der altbekannten "Rookie Wall" zu beschreiben. 
 
In diesem Monat hat er 16 seiner bisher 28 Karriere-Spiele absolviert, was die Aussagekraft natürlich größer macht als das was bisher geschah. Das (beinahe einzig) Positive ist, dass er nach wie vor ein relevanter Bestandteil der Rotation ist und die Wizards als Team plötzlich ihre Spiele gewinnen können. Den Einfluss, den er selbst dabei nehmen kann ist leider gering. 

Sowohl offensiv und in reiner "Stat Produktion" als auch was den "Eye Test" angeht, kann er nicht herausstechen. Ein weiterer Faktor, der ihn auszeichnet ist sein Wille und Kampfgeist, mit dem er auch gegen Top-Stars defensiv standhält und nicht untergeht, aber die ganz großen Erfolge feierte er bisher auch hier nicht.
 
Von seinen 596 gespielten Minuten stand er 410 (also 69%) gemeinsam mit Bradley Beal auf dem Feld, was seine Möglichkeiten offensiv selbst zu gestalten sicher ein Stück weit limitiert. Solange die Wizards und Coach Brooks ihm die Chance geben sich zu zeigen und zu beweisen besteht die realistische Möglichkeit, dass er sich in die Rolle arbeitet und sein Wille und die harte Arbeit Früchte tragen. 

Dennoch muss sich Avdija im März in nahezu allen Bereichen stark verbessern und an die guten Ansätze seiner ersten Spiele anknüpfen um auch in einem scheinbar wettbewerbsfähigen Wizards-Team gebraucht zu werden.


– Christoph Lenz @NBAKenner


TYRESE HALIBURTON

12. Pick 2020 | #0 | Sacramento Kings | Guard | 20 Jahre


Stats Februar 2021:

16,2 PPG | 3,8 RPG | 5,3 APG | 0,5 BPG | 1,8 SPG | 51,2% FG |
 45,0% 3P | 83,3% FT in 13 GP

Highlight Game:
23 Pts, 4 Reb, 6 Ast, 2 Stl, 1 Blk beim Sieg gegen die Nuggets [6.2.]

Der Start der Kings in den Februar begann mit einer Siegesserie von vier Spielen, im Anschluss gab es allerdings neun! Niederlagen in Serie. Während der Monat für das Team eher schlecht verlief, konnte Haliburton den Monat nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen.


Der Combo-Guard lieferte gleich fünf Spiele mit 20+ Punkten und konnte mit 1,8 Steals im Schnitt (1,4 auf die Saison gesehen) in die Elite der Balldiebe der NBA vorrücken. Auch als Ballverteiler und Rebounder konnte er seine Stats des Vormonats bestätigen (5,3 APG und 3,8 RPG).

Noch beeindruckender war jedoch die Effizienz der #0 der Kings im Februar. Haliburton traf 51,2% aus dem Feld, 45% seiner Dreier und 83,3% von der Freiwurflinie. Während die Freiwurfquote wenig Aussagekraft hat, da der 20jährige nur 0,9 x pro Spiel an die Linie geht, sind 45% Dreier bei 6,2 Versuchen stark.

Haliburton konnte den Februar nutzen, um sich in der Rookie-Elite der 2020er Klasse zu etablieren und viele Franchises werden sich fragen, warum der Guard erst an Position 12 gedraftet wurde. Der Rookie kommt nach wie vor von der Bank, konnte seine Spielzeit jedoch auf 32 Minuten pro Spiel steigern und wird auch weiterhin viel Spielzeit bekommen, da sich die Kings so langsam aus dem Playoff-Rennen im starken Westen verabschieden.  

– Stefan Dupick @hoopsgamede


COLE ANTHONY

15. Pick 2020 | #50 | Orlando Magic | Guard | 20 Jahre


Stats Februar 2021:
12 PPG | 4,5 RPG | 4,0 APG | 1,3 SPG | 36,4 FG% | 44,4 3P% | 66,7 FT% in 4 GP

Highlight Games:
16 Pts, 7 Reb, 2 Ast, 7/12 FG bei der Niederlage gegen die Raptors [2.2.]
17 Pts, 9 Ast, 4 Reb, 2 Stl, 6/10 FG, 2/3 3P beim Sieg gegen die Bulls [5.2.]

Außer Pokemon-Day-Tweets und Warzone-Twitch-Streams gab es von der Nummer 50 der Magic im vergangenen Monat nicht viel zu vermelden. Cole Anthony musste den Monat mit einer gebrochenen Rippe nach fünf Spielen vorzeitig beenden und wird bis zum Allstar-Break nicht zurückkehren. Schade, denn seine Wurfquoten schienen sich langsam zu stabilisieren.

– Lucas Kröger @kicktherim


IMMANUEL QUICKLEY

25. Pick 2020 | #5 | New York Knicks | Guard | 21 Jahre


Stats Februar 2021:
11,9 PPG | 2,5 RPG | 2,3 APG | 36,8 FG% | 40,3 3P% | 93,9 FT% in 14 GP

Highlight Games:
25 Pts, 3 Ast, 2 Stl, 5/10 FG, 12/12 FT beim Sieg gegen die Kings [25.2.]
16 Pts, 6 Reb, 7 Ast, 5/13 FG, 4/4 FT bei der Niederlage gegen die Bulls [1.2.]

Es wurde langsam aber auch Zeit! Immanuel Quickley gehört in unseren Rookie Radar wie Clyde zu Breen. IQ übertrifft schon jetzt alle Erwartungen. Selbst als 25. Pick war er noch eine Überraschung in der Draft. Die meisten Experten sahen ihn eher in der zweiten Runde. Als die Knicks ihn dann nach New York holten, war er auf den ersten Blick nur ein weiterer Wildcat für Teampräsident und Kentucky-Fetischist Leon Rose. Doch es dauerte nicht lange, da spielte sich Quickley in die Herzen der Fans – und in das von Coach Thibodeau.
 
Allein seit dem 24.1. legte er vier Mal 25 Punkte oder mehr auf. Kein anderer Rookie hat über die gesamte Saison mehr als drei solcher Auftritte. Bevor er jüngst gegen die Kings explodierte fiel seine Leistung über drei Spiele allerdings erstmal in den Keller: 3/22 aus dem Feld und nur zwei Assists. Zum einen sind das die Growing Pains eines jungen Spielers. Zum anderen fangen Defensiven langsam an, sich auf ihn einzustellen. Sein Game ist keine Unbekannte mehr. Hinzu kommt die Umstellung neben Derrick Rose. Wen wundert es, dass diese Faktoren einen Rookie erstmal verunsichern?
 
 
Quickley ist ohnehin kein traditioneller Point Guard. Das ist seinem Spiel anzumerken, auch wenn er den Rim Runner per Lob finden kann und gelegentlich mit einem passablen Bounce Pass überrascht. In der Regel sucht er in Pick-and-Roll-Situationen aber den Dreier oder seinen Floater. Vor allem sein Floater-Game beeindruckte zu Beginn der Saison (24/49, 48,9% bis Februar). Zuletzt fiel er aber nicht mehr so hochprozentig (8/26, 30,7% im Februar). Am College war der Floater allerdings bereits eine seiner Waffen, sodass die Zahlen aus den ersten Monaten nicht flunkern dürften.

Den Dreier nimmt er sowohl aus dem Dribbling (15/44, 34,1% im Februar) als auch aus dem Catch-and-Shoot (10/19, 52,6% im Februar). Im letzten Monat waren 29 seiner 46 Treffer aus dem Feld unassisted. Quickley rangiert auf Platz sechs in Drives pro Spiel (7) und auf Platz sieben in Freiwurfversuchen pro 100 Ballbesitze (8,5) unter allen Rookies. 

Im Spiel gegen die Pistons ging IQ zum 100. Mal an den Charity Stripe (94 FTM). In den letzten 20 Jahren hat kein Spieler mehr seiner ersten 100 Freiwürfe verwandelt. Außerdem gibt es keinen Erstjahresprofi mit einem besseren Player Efficiency Rating (18,6). All diese Zahlen deuten stark darauf hin, dass er in dieser Liga eine Zukunft als Ballhandler hat. Die Addition von Derrick Rose scheint dieser positiven Entwicklung tatsächlich nicht im Weg zu stehen.

– Lucas Kröger @kicktherim


ROOKIE POWER RANKING

1. LaMelo Ball (Charlotte Hornets)
2. Tyrese Haliburton (Sacramento Kings)
3. Anthony Edwards (Minnesota Timberwolves)
4. Immanuel Quickley (New York Knicks)
5. Patrick Williams (Chicago Bulls)

Im erweiterten Kreis: James Wiseman (Golden State Warriors), Jae'Sean Tate (Houston Rockets), Saddiq Bey, Isaiah Stewart (beide Detroit Pistons), Desmond Bane (Memphis Grizzlies)